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VPB: Altbauten werden gekauft wie besehen

BERLIN. Beim Immobilienkauf gibt es kein Widerrufsrecht. Das gilt für Neubauten ebenso wie für Altbauten. Viele notariell beurkundete Kaufverträge regeln aber bei Bestandsbauten  „gekauft wie besehen“. So wird die Gewährleistung bei Gebrauchtimmobilien in aller Regel vertraglich ausgeschlossen, erläutert der Verband Privater Bauherren (VPB). Beim Altbau gelingt die Rückabwicklung des Kaufs dann nur bei arglistiger Täuschung, etwa, wenn der Verkäufer einen massiven Hausschwammbefall bewusst verschwiegen hat. Allerdings muss der Käufer vor Gericht beweisen können, dass dem Verkäufer der Mangel auch bekannt war. Besser ist es in jedem Fall, die Immobilie vor dem Kauf gründlich zu besichtigen und vom unabhängigen Sachverständigen prüfen zu lassen. So können Mängel  rechtzeitig entdeckt werden. Ein Exposé oder 360-Grad-Videos reichen dazu nicht aus. Vor-Ort-Besichtigungen „auf Abstand“ sind auch in Zeiten von Corona möglich und wichtig.

VPB-Bericht: Viele Baufehler lassen sich durch sachverständige Kontrolle vermeiden

BERLIN. Bauen ist komplizierter geworden. Die anspruchsvolle Technik der gesetzlich geforderten hocheffizienten Gebäude stellt alle am Bau Beteiligten vor ständig neue Herausforderungen. Die Umsetzung auf der Baustelle gelingt nicht immer auf Anhieb. Fehler passieren, so die wiederkehrende Erfahrung der Sachverständigen im Netzwerk des Verbands Privater Bauherren (VPB). Zwar führt nicht jeder Baufehler zu gravierenden Schäden, aber sie kosten Bauherren Zeit und Nerven und oft genug auch Geld. Deshalb lohnt es sich, Baufehler am besten von vornherein zu vermeiden. Das gelingt, wenn Bauherren ihre Baustellen regelmäßig von unabhängigen Sachverständigen kontrollieren lassen und diese Experten auch genau wissen, wo sie hinschauen müssen. Fehlerschwerpunkte liegen vorwiegend in der Ausführung und auch in der Planung. Wo beim Bauen etwas schief geht, hat der Verband Privater Bauherren gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V. in der Studie „Baufehler an Wohngebäuden“ zusammengestellt und analysiert. Der Bericht kann über den VPB-Shop bestellt werden unter https://www.vpb.de/studie-baufehlerbericht.html

VPB: Schlussrechnung nicht vorzeitig überweisen

BERLIN. Die meisten Menschen bauen nur einmal im Leben und machen dabei – mangels eigener Erfahrungen, oft die gleichen Fehler wie andere Bauherren. Ein Klassiker ist das frühzeitige Bezahlen der Schlussrechnung, wie die bundesweit tätigen Sachverständigen im Verband Privater Bauherren (VPB) immer wieder feststellen. Die Schlussrechnung wird erst fällig, wenn zwei Voraussetzungen gegeben sind: Zum einen muss das Bauwerk abgenommen worden sein! Zum zweiten muss die Rechnung prüfbar sein, beziehungsweise dürfen die Bauherren 30 Tage nach Zugang der Rechnung deren fehlende Prüffähigkeit noch nicht gerügt haben. Die Bauabnahme ist der wichtigste Rechtsakt nach der Unterzeichnung des Bauvertrags. Mit der Bauabnahme beginnt die Gewährleistungsfrist. Ab diesem Zeitpunkt müssen die Bauherren dem Unternehmer alle Mängel nachweisen. Außerdem gehen mit der Unterzeichnung der offiziellen Bauabnahme auch alle Gefahren und Risiken auf die Bauherren über. Das heißt, die Bauherren müssen ihr Haus nun selbst versichern – gegen Brand, Wasser- oder Sturmschäden. Bauherren müssen also zur Abnahme wirklich sicher sein, dass ihr Haus mängelfrei und in Ordnung ist. Wird die Schlussrechnung ohne Vor- oder Einbehalte schon vor der Abnahme überwiesen, kann der Bau sogar als mängelfrei abgenommen gelten, dann nämlich, wenn im vorbehaltlosen Zahlen des Restbetrages zugleich eine Akzeptanz des Werks gesehen werden kann. Zeigen sich später Mängel, kann das für die Bauherren sehr teuer werden, weil sie nun die Beweislast tragen und unter Umständen für die Beseitigung der Mängel selbst aufkommen müssen.

VPB: Türen nicht nur nach Aussehen wählen

BERLIN. Wer baut oder saniert, muss sich früher oder später für Türen entscheiden. Meist fällt die Wahl anhand finanzieller oder gestalterischer Kriterien. Dabei gehören Türen zu den wichtigen Bauelementen, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Haustüren, auch Kelleraußentüren oder Verbindungstüren zwischen Haus und Garage müssen vor allem einbruchsicher sein. WC-Türen dienen dem Schutz der Privatsphäre. Jugendzimmertüren sollten einen gewissen Schallschutz bieten. Dabei ist es gut zu wissen: Je schwerer das Baumaterial, umso besser der Schallschutz! Kaum Aufmerksamkeit widmen viele Bauherren den Kellertüren. Dabei sind sie – ebenso wie die Windfangtüren – entscheidend für die Energieeinsparung! Gerade Kellertüren trennen meist den beheizten vom unbeheizten Bereich. In der Energieplanung werden viele Keller nicht in die gedämmte Hülle des Hauses einbezogen und müssen entsprechend auch nicht geheizt werden. Umso wichtiger ist der Einbau einer Kellertür – die dann natürlich auch geschlossen werden muss. Viele Bauherren wissen das nicht. Die Kellertür ist übrigens auch in Radongebieten unentbehrlich: Durch regelmäßiges Lüften des Kellers und das konsequente Schließen der Kellertür wird dem Radon das Aufsteigen in die Erdgeschossräume erschwert. Innentüren sind also weit mehr als gestalterische Elemente.

VPB: Nicht immer ist genug Platz für eine Solaranlage!

BERLIN. Wer auf seinem Dach Solarenergie ernten möchte, braucht dazu eine möglichst große Fläche, damit die Anlage rentabel arbeitet. Viele Eigentümer, die sich zur Nachrüstung ihres Dachs entschließen,  planen deshalb die Solaranlagen gerne bis an den Rand der Dachfläche. Das ist aber nicht immer erlaubt, warnt der Verband Privater Bauherren (VPB): Dann nämlich, wenn das Dach an einer Brandwand endet. Brandwände – und alle Wände, die statt Brandwänden nach der jeweiligen Landesbauordnung erlaubt sind – sollen die Ausbreitung von Feuer verhindern. Da Solar- und Photovoltaikanlagen aber auch aus brennbaren Materialien bestehen, müssen entweder die Brandmauern deutlich über die Dachfläche hinaus erhöht werden oder die Solaranlagen dürfen nicht bis an den Dachrand gebaut werden. Die Musterbauordnung, der die meisten Bundesländer in diesem Punkt folgen, sieht einen Mindestabstand für Solaranlagen von 1,25 Meter bis zur Brandwand vor. Da kann also einiges an solarer Nutzungsfläche verloren gehen. Wer ein freistehendes Einfamilienhaus besitzt, das die entsprechenden – in der Regel mindestens sechs Meter – Abstände zur Nachbarbebauung einhält, hat zur Verhinderung des Feuerübergangs auf ein weiteres Gebäude alles Nötige getan. Brandschutzrechtlich betrachtet kann die  gesamte Dachfläche mit einer Solaranlage bebaut werden. Anders ist es bei Reihen- und Doppelhäusern. Es gibt auch Gestaltungssatzungen, die die Errichtung von Solaranlagen reglementieren. Gleiches gilt für den Denkmalschutz. Er kann die Installation einer Solaranlage sogar ganz oder teilweise unmöglich machen. Bevor Hauseigentümer also das ganze Dach beplanen, sollten sie sich bei den zuständigen Behörden erkundigen, was zulässig ist – und natürlich mit dem Sachverständigen Fragen beispielsweise der Statik oder Leitungsführung besprechen.

VPB: Nicht auf „Dach-Haie“ einlassen

BERLIN. Der Sommer ist die Zeit der Haustürgeschäfte. Jetzt sind die fliegenden Handwerker unterwegs, die an der Haustür klingeln und unaufgefordert ihre Dienste anbieten, natürlich zu „einmaligen Sonderkonditionen“. „Dach-Haie“, wie sie in der seriösen Branche heißen, bieten vor allem schnelle Dienste auf dem Dach an, dort, wo niemand sie überwacht. Das ist die Masche: Schnell Auftrag an Land ziehen, bar kassieren und wieder verschwinden. Was können Verbraucher tun, wenn Dienstleister an der Tür klingeln? Am besten auf nichts einlassen und nichts unterschreiben. „Wer unaufgefordert aufgesucht wird und zu Hause etwas vertraglich mit einem Unternehmer vereinbart, hat als Verbraucher grundsätzlich ein Widerrufsrecht“, erläutert Holger Freitag, Vertrauensanwalt des Verbands Privater Bauherren (VPB). „Es handelt sich um einen sogenannten Außergeschäftsraumvertrag.“ Dabei müssen die Hauseigentümer ordnungsgemäß über ihr Widerrufsrecht belehrt werden. „Weil das bei unseriösen Firmen meist nicht passiert, verlängert sich die Widerrufsfrist in diesen Fällen neben den üblichen 14 Tagen nach Vertragsschluss um weitere zwölf Monate.“ Zumindest theoretisch. Das wissen aber auch die „Dach-Haie“ und versuchen gleich einen Vorschuss für Material zu kassieren. Diese Vorschüsse müssten zwar bei rechtzeitigem Widerruf grundsätzlich zurückerstattet werden, aber die Durchsetzung wird für die Hauseigentümer mühsam, der Erfolg ist nicht sicher. Die Firma ist in der Regel nicht mehr zu greifen. Das gilt auch bei mangelhafter Arbeit und bei Schäden, die die Firmen überhaupt erst verursachen. Deshalb: Keine Geschäfte an der Haustür machen.

VPB: Bei Einkommensteuererklärung an Handwerkerrechnungen denken

BERLIN. Stichtag für die Abgabe der Einkommensteuererklärung ist in rund vier Wochen: Die Steuererklärung 2019 muss bis zum 31. Juli 2020 beim Finanzamt vorliegen. Daran erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB) und rät: Steuerpflichtige sollten dabei die Handwerkerrechnungen und die Schornsteinfegergebühren aus dem vergangenen Jahr nicht vergessen. Was Steuerpflichtige beachten müssen, hat der VPB in seinem Ratgeber „Steuern sparen mit Handwerkerrechnungen“ zusammengestellt. Interessierte können ihn kostenlos im Servicebereich unter vpb.de heruntergeladen – https://www.vpb.de/download/VPB-Ratgeber_Steuern-sparen-mit-Handwerkerrechnungen.pdf

VPB: Baubeschreibungen sollen Vergleich ermöglichen

BERLIN. Private Bauherren haben das Recht auf eine umfassende Baubeschreibung. Diese muss ihnen vorvertraglich übergeben werden. So regelt es das Bauvertragsrecht für alle seit dem 1. Januar 2018 unterzeichneten Verbraucherbau- und Bauträgerverträge. Was genau „vorvertraglich“ bedeutet, daran scheiden sich nach Erfahrungen des Verbands Privater Bauherren (VPB) allerdings häufig die Geister. Weil die erste Baubeschreibung als Auftakt für die eigentlichen Verhandlungen über die Leistung gedacht ist, rät der VPB angehenden Bauherren dazu, sich für diese Verhandlungen ausreichend Zeit zu nehmen. Der Gesetzgeber hat in der Begründung zur vorvertraglichen Übergabe der Baubeschreibung ausdrücklich gesagt, dass die Baubeschreibung auch den Qualitätswettbewerb ermöglichen soll. Der Verbraucher soll also die Gelegenheit bekommen, nicht nur eine, sondern mehrere Baubeschreibungen miteinander zu vergleichen. Dazu benötigen Bauherren Zeit, denn sie müssen sich dazu mit einem Bausachverständigen zusammensetzen, der ihnen erklären kann, ob das Angebot wirklich ihren Vorstellungen entspricht oder nicht. Vorvertraglich bedeutet also nicht: kurz vor der Unterschrift. Der VPB rät: Angehende Bauherren sollten sich nicht unter Druck setzen lassen, sondern sich mit dem Vertragsschluss so lange Zeit lassen, bis sie alles in Ruhe geklärt und verhandelt haben, was ihnen wichtig ist.

VPB: Reservierungsgebühren sind zulässig

BERLIN. Wer eine Immobilie sucht, wird oft bei Maklern fündig. Erbitten sich die Kaufinteressenten vor der endgültigen Zusage dann ein paar Tage Bedenkzeit, verlangen viele professionelle Vermittler eine Reservierungsgebühr. Das ist grundsätzlich zulässig, erläutert Holger Freitag, Vertrauensanwalt des Verbands Privater Bauherren (VPB). Die Gebühr darf nach der einschlägigen Rechtsprechung allerdings nur maximal zehn bis 15 Prozent der später fälligen Maklercourtage betragen. Im Gegenzug lassen die Makler die Vermittlungsbemühungen ruhen. Entschließen sich die Interessenten zum Kauf, wird die Reservierungsgebühr mit der noch ausstehenden Courtage verrechnet. Treten die Käufer vom Angebot zurück, verfällt die Gebühr. Reservierungsgebühren sind also vor allem für die Kaufinteressenten sinnvoll, die sich ihrer Sache weitgehend sicher sind und nur in Ruhe die Finanzierung regeln wollen – oder noch einmal mit einem unabhängigen Sachverständigen die Substanz und zu erwartende Sanierungskosten prüfen möchten.

VPB stellt neuen Ratgeber zum Erbbaurecht vor

BERLIN. Knappes Bauland, steigende Baupreise und der Wunsch nach kurzen Wegen im Alltag haben in den vergangenen Jahren immer mehr Menschen in die Städte gezogen. Wer verdichtet wohnt, kann nachhaltiger und effizienter wirtschaften. In Zeiten von Corona vermissen allerdings gerade Familien den eigenen Garten als Freiraum. Wer demnächst bauen oder kaufen möchte, fragt sich deshalb: Welcher Weg ist der richtige? Möglichkeiten, im Grünen zu wohnen, ohne weitere Flächen zu zersiedeln, sieht der Verband Privater Bauherren (VPB) in der Bebauung bereits vorhandener Bauflächen. Neben dem Altbaukauf mit Sanierung oder Abbruch und Neubau bietet sich vor allem der Erbbau an. Dazu hat der VPB nun den neuen Ratgeber „Erbpacht oder Erbbaurecht – Eine Alternative zum Grundstückskauf?“ veröffentlicht. Interessierte können ihn ab sofort im Servicebereich unter www.vpb.de kostenlos herunterladen.

Erbbaugrundstücke werden in der Regel von Kommunen und kirchlichen Institutionen für eine begrenzte Zeitspanne angeboten, oft bis zu 99 Jahre. Die Grundstückseigentümer kommen mit dem Angebot vor allem jungen Familien entgegen, denn Erbbaurecht rechnet sich vor allem für jene, die nur wenig ansparen können. Das sind insbesondere private Bauherren, die zwar ein Haus finanzieren können, nicht aber auch noch ein Baugrundstück dazu.

Ob sich die Erbpacht für die privaten Bauherren lohnt,

VPB: 360-Grad-Videos sind keine Basis für den Hauskauf

BERLIN. Corona verunsichert Immobilienkäufer wie -verkäufer: Sollen sie sich noch zur Besichtigung der Immobilie treffen, oder genügen Fotos, Pläne und ein 360-Grad-Video? Immer öfter bieten Makler solche Videos an, um Käufern eine Wohnung oder ein Haus schmackhaft zu machen. In Corona-Zeiten empfehlen manche das Video sogar als Ersatz für die Besichtigung. Darauf sollten sich Kaufinteressenten nicht einlassen, warnt der Verband Privater Bauherren (VPB). Wer eine Immobilie kauft, sollte sie vorab immer selbst in Augenschein nehmen – und zwar gründlich, am besten mehrmals und in Begleitung des eigenen unabhängigen Sachverständigen, der die Substanz zuverlässig einschätzen kann. Das ist auch – nur mit dem Experten und dem entsprechenden Abstand – in Corona-Zeiten möglich.

„Ein 360-Grad-Video leistet meist nicht viel mehr als ein Exposé“, konstatiert Dipl.-Ing. Klaus Kellhammer, Leiter des VPB-Büros in Tübingen. „Das reicht nicht aus, um eine Immobilie auch nur annähernd beurteilen zu können.“ Ein typisches Problem bei Videoaufnahmen ist die verzerrte Wirkung. Die Betrachter bekommen völlig falsche Raumdimensionen vorgespiegelt. „Echte Problemstellen werden in der Regel gar nicht erst gezeigt“, resümiert der Sachverständige.

„Bei Besichtigungen ist es aber wichtig, vor allem in die Ecken zu schauen“, betont Altbauexperte Kellhammer. „Gerade in den Gebäude-, Zimmer- und Fensterleibungsecken finde ich immer die Hinweise auf Kondensat oder Schimmelbildung. Oft verrät mir das auch der muffige oder gar schimmelige Geruch.“ Auch Rissbildungen, wellige Tapeten oder Senkungen im Bodenbelag sind auf Videos nicht erkennbar. Ebenso wenig lose Beschläge, Leisten, Beläge, Fliesen oder hohlliegender Estrich. Alles Dinge, hinter denen sich ernsthafte Probleme verbergen können,

VPB: Baubeschreibungen gehen oft von Idealbedingungen aus

BERLIN. Seit der Einführung des neuen Bauvertragsrechts Anfang 2018 haben private Bauherren, die ein schlüsselfertiges Haus auf ihrem eigenen Grundstück ohne eigenen planenden Architekten bauen, das Recht auf eine detaillierte Baubeschreibung. Viele dieser Baubeschreibungen passen aber nicht zum Grundstück der Bauherren. Das beobachtet Dipl.-Ing. (FH) Marc Ellinger, Sachverständiger und Leiter des Freiburger Büros im Verband Privater Bauherren (VPB) „Die meisten Baufirmen setzen bei ihren Angeboten Idealbedingungen voraus, die nicht den Gegebenheiten vor Ort entsprechen – obwohl die Anbieter den zukünftigen Standort des Hauses kennen“, kritisiert der Experte. „Nach Vertragsabschluss kommen dann scheibchenweise die daraus resultierenden Mehrkosten auf den Tisch.“

So gehen Baufirmen in den Baubeschreibungen beispielsweise von einem ebenen, gut anfahrbaren Grundstück aus, einer Schneelastzone 1, mit wenig Schnee, einer Windzone 1, mit geringen Windstärken, und einer Erdbebenzone 0 ohne seismische Erschütterungen. Auch bei der Bodenfeuchte werden ideale Bedingungen angenommen, die keine besondere Abdichtung gegen Feuchtigkeit erforderlich machen. In der Region, die Marc Ellinger mit seinem Regionalbüro betreut, zwischen der Rheinebene um Freiburg und dem hohen Schwarzwald, hat er es auf wenigen Kilometern mit fast allen Zonen zu tun: In der Rheinebene schneit es mäßig, deshalb gehört die Gegend in die Schneelastzone 1, aber schon im Schwarzwald wird mit Schneelastzone 2a fast der bundesweit höchste Wert 3 erreicht. Folglich müssen die Dächer und die gesamte Hauskonstruktion dort stabiler konstruiert sein. Ähnlich verhält es sich bei den Erbebenzonen: nördlich der Universitätsstadt gilt die moderate Zone 1, im Schwarzwald stellenweise Zone 3, was eine entsprechend aufwändigere Bauweise voraussetzt. „Und wenn ein Haus am Hang gebaut wird, ist klar, dass es zumindest zur Hangseite hin gegen drückendes Wasser mit Eintauchtiefen unter drei Meter abgedichtet werden muss. Die in der Baubeschreibung standardmäßig angenommene und eingepreiste einfache Abdichtung reicht da nicht aus.“

Was im äußersten Südwesten der Bundesrepublik gilt, trifft auf das gesamte Land zu: Die Zonen variieren zum Teil erheblich. Beispiel Rügen:

Jetzt neu: TENA Discreet & Silhouette Mix-Displays

Dem Handel stehen ab sofort zwei aufmerksamkeitsstarke TENA Mix-Displays mit einer neuen, abverkaufsgerechten Bestückung zur Verfügung. Neben TENA Discreet Slipeinlagen und Einlagen enthalten die Displays nun auch die neuen TENA Silhouette Noir Slipeinlagen und Einlagen. Sie bieten größtmögliche Diskretion in schwarzer Unterwäsche mit zuverlässigem Schutz.

TENA Discreet Normal Night: Übernacht zu noch mehr Umsatz

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VPB: Bauherren sollten sich Hausrecht nicht nehmen lassen

BERLIN. Baufirmen, die auf dem Grundstück der Bauherren ein schlüsselfertiges Haus bauen, müssen während der Bauzeit Zutritt zum Grundstück haben, damit sie dort arbeiten und ihre vertraglichen Verpflichtungen gegenüber ihren Auftraggebern erfüllen können. Manche Baufirmen lassen sich dazu im Bauvertrag sogar das Hausrecht sichern. Das beobachten die Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB) in jüngster Zeit öfter und warnen davor, solche Vertragspassagen zu akzeptieren. Hat die Baufirma nämlich das Hausrecht, kann sie den Bauherren den Zutritt zum eigenen Grundstück verweigern. Die Bauherren haben dann keine Möglichkeit mehr, den Baufortschritt und die Qualität der Arbeiten zu kontrollieren. Der VPB rät deshalb, das Hausrecht nicht an die Baufirma abzutreten. Falls doch, dann nur mit der Einschränkung, dass dies ausdrücklich nicht gilt gegenüber den Bauherren selbst und gegenüber den von ihnen benannten Personen, sprich den eigenen unabhängigen Bausachverständigen. Bauherren, so lautet eine weitere VPB-Empfehlung, sollten in so einem Fall auch sicherstellen, dass sie einen oder sogar mehrere Schlüssel bekommen, damit sie und ihr Berater jederzeit Zugang zur Baustelle haben.

VPB: Feuchteschäden schnell beseitigen lassen

BERLIN. Feuchtigkeits- und Wasserschäden beginnen meist klein, können aber in kurzer Zeit erhebliche Ausmaße annehmen. Unternehmen Hauseigentümer nichts dagegen, lässt der Schimmel meist nicht lange auf sich warten. Der Verband Privater Bauherren (VPB) rät deshalb dazu, die Ursache von Feuchteschäden immer zügig abklären zu lassen, auch, wenn die feuchte Stelle zwischendurch wieder abtrocknet. Dabei unterstützen sie unabhängige Sachverständige. Fällt der Schaden noch in die Gewährleistungsfrist innerhalb der ersten fünf Jahre nach Bauabnahme, müssen Bauherren ihre Baufirma informieren und dort den Schaden als Mangel in der Gewährleistungsphase rügen. Ein solcher Feuchteschaden mit Schimmelbefall macht nicht nur Ärger, er hat auch unmittelbare Auswirkung auf den Wiederverkaufswert eines Gebäudes, sofern er nicht vollständig beseitigt wird und dies auch belegt werden kann. Bauherren sollten in jedem Fall darauf bestehen, dass der Schaden ordentlich und vollständig behoben wird. Auch dabei hilft der unabhängige Experte.

VPB: Bewehrung regelmäßig kontrollieren

BERLIN. Die meisten Häuser sind Massivbauten mit Bodenplatten, Decken, Stützen, Stürzen und manchmal auch Wänden aus Beton. Beton braucht eine Bewehrung aus Stahleinlagen, um Kräfte aufnehmen und ableiten zu können. Wird ein Betonbauteil nicht richtig ausgeführt, kann das die Standsicherheit des Hauses beeinträchtigen, warnt der Verband Privater Bauherren (VPB). VPB-Sachverständige sehen deshalb bei ihren Baustellenkontrollen auch auf die Bewehrung der Bauteile, sofern diese noch einsehbar ist. Zur Kontrolle sind dann aber noch die Bewehrungspläne nötig, die Teil der Statik sind. Auf deren rechtzeitige Übergabe haben Verbraucher dann einen gesetzlich zwingenden Anspruch, wenn das Haus aus einer Hand gebaut wird und der Unternehmer auch die Architektenplanung mit übernommen hat. Weil die Kontrolle der Bewehrung immer nur kurz zwischen ihrer Fertigstellung und dem Einfüllen des Betons möglich ist, sollten auch die Bauherren selbst immer wieder hinschauen und die Bewehrung fotografieren, am besten mit einem Metermaß zum anschaulichen Vergleich. Treten später Mängel auf, helfen Fotos bei der Suche nach den Ursachen.

VPB: Vorsicht beim Immobilienkauf unter Zeitdruck!

BERLIN. In den Ballungsräumen sind Immobilien rar. Wer ein Objekt findet, muss sich schnell entscheiden. Dabei können Käufer einiges falsch machen, warnt der Verband Privater Bauherren (VPB). Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Interessenten auf alle Fälle einen eigenen unabhängigen Sachverständigen mit zur Besichtigung nehmen, damit Mängel nicht unentdeckt bleiben und sie einen Überblick über die nötigen Sanierungen bekommen. Außerdem sollten sie sich das Umfeld der Immobilie genau ansehen: Stimmt die Infrastruktur? Wird über die ansonsten ruhige Wohnstraße morgens früh der eigentlich ja praktisch gelegene Supermarkt um die Ecke beliefert? Wer sind die zukünftigen Nachbarn? Ein Gespräch mit den Anrainern lohnt sich immer. Sie kennen die fragliche Immobilie aus nächster Nähe und verfolgen seit Jahren Reparatur- und Umbauarbeiten. Wichtig ist auch: Was sagt der Bebauungsplan? Darf der Nachbar noch erheblich aufstocken und damit vielleicht dem Käufer die Sonne nehmen? Wer beim Bauamt danach fragt, kann auch gleich klären, ob das begehrte Objekt in seiner heutigen Form genehmigt ist und ob noch angebaut oder aufgestockt werden darf. All diese Fragen lassen sich schnell mit etwas Eigeninitiative klären. Hilfreich ist dabei der VPB-Ratgeber „Gute Vorbereitung=Schnelle Kaufentscheidung!“, den Interessierte kostenlos im Servicebereich unter www.vpb.de herunterladen können.

VPB: Vor dem Dachausbau zum Bauamt

BERLIN. Baugrund ist knapp, freie Wohnungen sind Mangelware. Deshalb entschließen sich immer öfter junge Familien, zu den Eltern zu ziehen. Das bislang nur als Abstellraum genutzte Dachgeschoss lässt sich eventuell zur abgeschlossenen Wohnung ausbauen. Vor der Planung sollte allerdings immer erst der Gang zum Bauamt stehen, empfiehlt der Verband Privater Bauherren (VPB). Denn nicht jeder Speicher kann und darf einfach umgebaut werden. Neben konstruktiven Fragen müssen Hauseigentümer klären, ob sie den bisherigen Speicher überhaupt zum Wohnraum umwidmen dürfen. Eine sogenannte Nutzungsänderung bedarf der behördlichen Genehmigung. Dabei müssen viele Details geklärt werden, unter anderem die Stellplatzfrage. Wollen die Eltern den Kindern auch gleich die neue Wohnung überschreiben, brauchen sie in der Regel eine Abgeschlossenheitsbescheinigung nach Wohnungseigentumsgesetz. Was beim Mehrgenerationenhaus alles bedacht werden sollte, lesen Interessierte im kostenlosen VPB-Ratgeber „Mehrgenerationenhaus: Wohnen unter einem Dach“ – https://www.vpb.de/download/VPB-Ratgeber_Mehrgenerationenhaus.pdf

VPB: Private Bauherren können mit Mietwohnungen Steuern sparen

BERLIN. Aufwendungen für den Bau neuer Mietwohnungen und den Umbau von Nichtwohnräumen zu Mietwohnungen können Bauherren als Sonderabschreibung steuerlich absetzen. Möglich macht dies der Paragraph 7b des Einkommensteuergesetzes (EStG) für Vorhaben, die auf Grund eines nach dem 31. August 2018 und vor dem 1. Januar 2022 gestellten Bauantrags oder einer in diesem Zeitraum getätigten Bauanzeige verwirklicht werden. Das ist laut Verband Privater Bauherren (VPB) interessant für private Bauherren, die auch heute schon über 80 Prozent der Wohnungen auf dem deutschen Markt zur Verfügung stellen. Sie können nun befristet auf vier Jahre fünf Prozent der Anschaffungs- und Herstellungskosten einer neuen Wohnung steuerlich geltend machen – zusätzlich zur geltenden linearen Abschreibung. Das summiert sich in den ersten vier Jahren auf 28 Prozent. Mehrere Bedingungen sind daran geknüpft: Die Anschaffungs- und Herstellungskosten pro Quadratmeter Wohnfläche dürfen eine bestimmte Summe nicht überschreiten, und die Wohnung muss mindestens zehn Jahre dauerhaft vermietet werden. Es gibt eine doppelte Kostengrenze: Werden 3.000 Euro pro Quadratmeter überschritten, gibt es gar keine Förderung, liegen die Kosten zwischen 2.000 und 3.000 Euro pro Quadratmeter ist die Bemessung der Förderung auf 2.000 Euro pro Quadratmeter gedeckelt. Außerdem sind Aufwendungen für das Grundstück und für die Außenanlagen – auch im Falle der Anschaffung – nicht begünstigt. Wer über Neubau, Umbau oder Anbau nachdenkt sollte sich frühzeitig von unabhängigen Sachverständigen beraten lassen, damit die Kosten unterm Limit bleiben und Baumängel vermieden werden.
Weitere Informationen zum VPB unter www.vpb.de.

VPB: Haus im Frühjahr checken und warten

BERLIN. Auch neue Häuser brauchen Pflege. Daran erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Zu den typischen wiederkehrenden Aufgaben gehören die Kontrolle und Wartung der Lüftungsanlage. Das Ende der Heizsaison jetzt im Frühjahr ist der ideale Zeitpunkt dafür. Wer sich nicht selbst an die Wartung traut, sollte den Fachbetrieb, der die Anlage installiert hat, damit beauftragen – und kann so auch seine Einkommensteuerlast reduzieren. Der VPB empfiehlt regelmäßige Kontrollen der eigenen Immobilie. So beugen Hauseigentümer Schäden vor. Hilfreich ist dabei der VPB-Ratgeber „Frühjahrscheck für Haus und Garten“, den Interessierte kostenlos im Servicebereich unter vpb.de herunterladen können – https://www.vpb.de/download/VPB-Ratgeber_Fruehjahrscheck-fuer-Haus-und-Garten.pdf

VPB: Architektenleistungen besser vertraglich regeln

BERLIN. Wer sein neues Haus mit einem eigenen freien Architekten planen und bauen möchte, muss dazu einen Architektenvertrag schließen. Grundlage der Zusammenarbeit ist der Architektenvertrag, zu dem das neue Bauvertragsrecht in den § 650p bis § 650t BGB spezielle Vorschriften eingeführt hat, erläutert der Verband Privater Bauherren (VPB). Für die Vergütung der Architekten gibt es die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI). Die darin vorgesehenen, für Bauherren und Architekten rechtlich verbindlichen Mindest- und Höchst-Honorare, verstoßen jedoch gegen europäisches Recht, wie der Europäische Gerichtshof im Sommer 2019 festgestellt hat. Inwieweit HOAI-Regelungen weiter gelten, ist in wichtigen Teilen umstritten. Wann und wie der Verordnungsgeber auf das EuGH-Urteil reagieren wird, ob die HOAI vollständig aufgehoben oder als Empfehlung weiter existieren wird, ist immer noch unklar. Bauherren, so rät der VPB, sollten daher vorsorglich ausdrückliche Regelungen zum Honorar in den Architektenvertrag aufnehmen, die diesem Schwebezustand Rechnung tragen. Diese können auch vorsehen, dass das Honorar gilt, das die HOAI bislang vorsieht.

VPB: Manche Sturmschäden zeigen sich erst spät

BERLIN. Wer denkt schon noch an „Sabine“? Das war der Sturm, der Mitte Februar durchs Land gewütet ist und erhebliche Schäden an Häusern und in Gärten verursachte, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Während die meisten sichtbaren Schäden schnell behoben wurden, haben manche Hausbesitzer andere Probleme bis heute noch gar nicht entdeckt. Der Klassiker schlechthin ist der Baum, den der Sturm gelockert hat, der aber noch scheinbar unversehrt steht. Er kann irgendwann erst nach Monaten schon bei gewöhnlichen Windverhältnissen umkippen und dabei Menschen verletzen und Häuser beschädigen. Dann wird es schwer, den Schaden bei der Versicherung geltend zu machen. Viele Versicherungen prüfen die Windstärke zum Zeitpunkt des Schadenseintrittes und stellen fest: Es war gar kein Sturm, ergo sind sie nicht verpflichtet, den Schaden zu regulieren. Dass der umgestürzte Baum tatsächlich eine Spätfolge von „Sabine“ oder einem anderen veritablen Sturm ist, muss der Hausbesitzer dann erst einmal beweisen. Dabei helfen ihm erfahrene Sachverständige.

VPB: Verbraucher können Zahlungen für Darlehen gestundet bekommen, müssen ihren Bedarf aber beweisen

BERLIN. Gute Nachrichten für Verbraucher und damit auch für private Bauherren: Wer durch Corona in Zahlungsschwierigkeiten gerät, kann zum Stichtag 1. April 2020 mit Erleichterungen rechnen: Der Bund ordnet dann die Stundung von Zins-, Tilgungs- und Kreditrückzahlungen bei Verbraucherdarlehen für zunächst drei Monate an. Entsprechende Kündigungsrechte der Banken sind solange ebenfalls ausgeschlossen. Das regelt das neue Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht, das Bundestag und Bundesrat in der vergangenen Woche verabschiedet haben.

„Das Gesetz bietet in Artikel 5, § 3 Hilfe für Immobilienkäufer und Bauherren, die aufgrund der durch die COVID-19-Pandemie hervorgerufenen außergewöhnlichen Verhältnisse Einnahmeausfälle haben, und ihre Schulden aus dem Immobilienerwerb oder Hausbau aktuell nicht bezahlen können“, erläutert Holger Freitag, Vertrauensanwalt des Verbands Privater Bauherren (VPB). „Das Sondergesetz betrifft aber nicht Geldzahlungsforderungen der Bauunternehmer,

VPB: Steuererleichterungen für Gebäudesanierung

BERLIN. Im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2020 der Bundesregierung fördert das Bundesministerium der Finanzen (BMF) konkrete Einzelmaßnahmen zur energetischen Gebäudesanierung. Geregelt werden die „Steuerermäßigung für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden“ im Einkommensteuergesetz (EStG). Interessant für private Bauherren ist § 35c EStG. Die energetischen Baumaßnahmen dürfen nicht vor dem 1. Januar 2020 begonnen worden und müssen vor dem 1. Januar 2030 abgeschlossen sein. Das bringt Hauseigentümern Planungssicherheit und gibt ihnen ausreichend Zeit, sich firmen- und produktneutral über die optimale Sanierung zu informieren. Die unabhängige Beratung im Vorfeld, die fachlich korrekte Planung und die sorgfältige Umsetzung sind laut Verband Privater Bauherren (VPB) wichtig, um Bauschäden vorzubeugen. Denn nicht alle Maßnahmen, die Baufirmen Eigentümern vorschlagen, passen auch wirklich zum jeweiligen Gebäude. Steuerpflichtige können deshalb auch die Hälfte der Kosten für die planerische Begleitung oder Beaufsichtigung der energetischen Maßnahme absetzen. Was im Einzelnen gefördert wird und wie sanierungswillige Steuerpflichtige an die Maßnahmen herangehen sollten, erläutert das Bundesfinanzministerium auf seiner Website – https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglichter/Klimaschutz/2020-02-07-steuerliche-foerderung-energetischer-gebaeudesanierungen.html

VPB rät: Kindergeld sinnvoll einsetzen – Lastenzuschuss hilft bei vorübergehenden Finanzproblemen

BERLIN. Viele Menschen haben in der Corona-Krise Angst, ihre Immobilie zu verlieren. Denn was passiert, wenn das Einkommen ganz oder zeitweise wegbricht, Zinsen und Tilgung aber weiter jeden Monat bezahlt werden müssen? Neben vielen Hilfsangeboten, die jetzt erst noch auf den Weg gebracht werden müssen, sollten die bereits existierenden nicht vergessen werden, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB): Ebenso wie Mieter haben auch Immobilieneigentümer unter bestimmten Bedingungen Anspruch auf Wohngeld. Es heißt in diesem Fall „Lastenzuschuss“.

Der Zuschuss wird in der Regel für ein Jahr bewilligt, danach ist ein neuer Antrag erforderlich. Antragsformulare gibt es bei der zuständigen örtlichen Wohngeldstelle bei Kreis oder Kommune. Ob jemand im Falle eines Falles zum Kreis der Berechtigten gehört und wie viel Geld er bekommt, das hängt von drei Faktoren ab: der Anzahl der Haushaltsmitglieder, dem Gesamteinkommen und der Belastung vor allem durch den Baukredit.

VPB: Smarthome vor Zugriffen von außen schützen

BERLIN. Wer sein Haus smart plant oder nachrüstet, sollte sich im Vorfeld vor allem Gedanken über die Datensicherheit machen, rät der Verband Privater Bauherren (VPB). Viele Smarthome-Anwendungen werden heute ganz oder teilweise über das Internet gesteuert, etliche Anwendungen liegen in der Cloud. Und wie bei allen Systemen gilt: Jedes ist nur so sicher, wie sein schwächster Part. Angesichts von immer wiederkehrenden Berichten über gehackte WLAN-Zugänge oder über Firmen, die irgendwo auf der Welt mitschreiben lassen, was Nutzer ihren Sprachassistenten anvertrauen, wird klar: Sicherheit ist oberstes Gebot beim Smarthome. Externe dürfen nicht von außen in die Systeme eindringen können. Bauherren sollten deshalb abklären, was sie wirklich benötigen und die Passwörter nie auf der Werkseinstellung belassen. Muss die Anlage ständig mit dem Internet verbunden sein? Eine verlässliche Heizungs-, Rollladen- oder Beschattungsteuerung muss nicht unbedingt smart und online sein. Auch Licht- oder Soundsysteme gibt es ohne Internetanschluss. Prüfen sollten Hauseigentümer immer auch, wen sie mit der Installation ihres Smarthomes beauftragen. Wer wartet die Anlage, eventuell ja auch von außen? Welche Hard- und Software wird installiert? Wer sorgt für regelmäßige Updates? Wer hat die Passwörter? Und was passiert, wenn die Hauseigentümer die Wartungsfirma wechseln möchten? Wer seine Sicherheit ernst nimmt, sollte sich auch in diesen Fragen zunächst ausgiebig von unabhängigen Experten beraten lassen und danach erst Aufträge vergeben.

VPB rät in der Corona-Krise: Mit Firmen reden, nicht voreilig kündigen

BERLIN. Das Corona-Virus beeinträchtigt inzwischen auch das Baugeschehen bundesweit. Die Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB) berichten von ersten Warnungen einzelner Baufirmen, demnächst anstehende Einzugstermine seien nicht zu halten. Lieferengpässe und Mitarbeiter unter Quarantäne sind aktuell die wesentlichen Probleme. Was können Bauherren tun?

„Im Augenblick ist alles in der Schwebe. Allgemeine rechtliche Ratschläge kann man nicht geben, denn jeder Fall ist anders“, erläutert VPB-Vertrauensanwalt Holger Freitag. „Wir raten zur Besonnenheit. Bauherren sollten mit ihren Firmen reden. Und zwar im Sinne des werkvertraglichen Kooperationsgedankens. Es geht um frühzeitigen Informationsaustausch. Weder sollten jetzt spontan Absprachen getroffen werden, die sich später als Anspruchsverzicht, Leistungsminderung oder unnötige Preiserhöhung auswirken. Schon gar nicht sollten sie Miet- oder sonstige Verträge voreilig kündigen oder sich auf vorgezogene Zahlungen einlassen.“

Was liegt aktuell an? Die ersten Firmen teilen ihren Auftraggebern mit, dass Heizungs-, Elektro- und Lüftungsinstallationstechnik, die in Asien

VPB: Sonderwünsche immer schriftlich vereinbaren

BERLIN. Immer wieder stellen Bauherren während der Bauvertragsverhandlungen fest: Wir hätten gerne noch ein Bad unterm Dach oder ein zusätzliches Fenster in der Nordfassade. Sie besprechen das dann mit der Vertriebsfirma und gehen davon aus, dass ihre Wünsche vom Schlüsselfertiganbieter auch umgesetzt werden. Das klappt aber oft nicht, beobachten die Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB). Vertriebler wie auch die Vertreter von Schlüsselfertigfirmen haben meist keine Vollmacht, solche nachträglichen Extrawünsche mit den Bauherren direkt zu vereinbaren. So schützen sich die Firmen vor überzogenen oder objektiv nicht erfüllbaren Wünschen. Denn Änderungen, die einfach klingen und auf dem Papier schnell skizziert sind, ziehen im laufenden Baubetrieb erhebliche Umplanungen und Kosten nach sich, wenn sie überhaupt baurechtlich zulässig sind. Prinzipiell sind nachträgliche Änderungen möglich. Der Gesetzgeber hat dazu im neuen Bauvertragsrecht sogar das sogenannte einseitige Anordnungsrecht vorgesehen. Das Instrument ist allerdings für Großprojekte gedacht. Privaten Bauherren bringt es keine Vorteile, in jedem Fall aber Zeitverzögerungen beim Hausbau. Wenn Bauherren Aufwand, Verzögerungen und die teils erheblichen Mehrkosten trotzdem nicht scheuen, müssen sie die Änderungswünsche daher mit der Baufirma aushandeln und vertraglich vereinbaren, so wie es laut Paragraph 650b Abs. 2 Satz 1 BGB auch 30 Tage lang passieren muss, bevor den Bauherren das einseitige Anordnungsrecht überhaupt zusteht – aus Rechtssicherheitsgründen natürlich schriftlich. Dabei unterstützen sie unabhängige Sachverständige. Privaten Bauherren empfiehlt der VPB allerdings: Am besten von vornherein gründlich planen und gleich alle Wünsche in den Bauvertrag verhandeln.

VPB stellt neue Ratgeber vor: Was Bauherren über Bauträgerverträge wissen sollten

BERLIN. Seit Inkrafttreten des neuen Bauvertragsrechts Anfang 2018 gibt es erstmals gesetzliche Regelungen dazu, was ein „Bauträgervertrag“ ist und was er mindestens regeln muss. Wissen sollten das vor allem private Bauherren: Wenn sie eine Immobilie vom Bauträger kaufen, müssen sie dazu einen Bauträgervertrag abschließen. Der Verband Privater Bauherren (VPB) hat jetzt zwei neue Ratgeber zum Thema herausgebracht: Der Ratgeber „Bauträgervertrag – Das sind Ihre Verbraucherrechte!“ informiert über den Inhalt des Bauträgervertrags. Der VPB-Ratgeber „Kaufen beim Bauträger – Wohnen in der City“ erklärt, was Bauherren im Umgang mit Bauträgern beachten sollten. Beide Ratgeber können ab sofort kostenlos von der VPB-Website www.vpb.de im Menü „Services“ heruntergeladen werden.

Private Bauherren schließen vor allem Verbraucherbauverträge und Bauträgerverträge, je nachdem, mit wem sie bauen. Bauen sie auf eigenem Grundstück, sind sie selbst Bauherren und schließen mit der Schlüsselfertigbaufirma ihrer Wahl einen Verbraucherbauvertrag. Kaufen sie vom Bauträger, unterzeichnen sie einen Bauträgervertrag. Beide Vertragsformen sind im neuen Bauvertragsrecht rechtlich verbindlich geregelt. Wo liegt der Unterschied? Das typische Merkmal eines Bauträgers: Er baut stets auf eigenem Grund, weshalb der Kauf einer Bauträgerimmobilie auch immer notariell beurkundet werden muss. Die Käufer sind in diesen Fällen selbst keine Bauherren im Sinne der Landesbauordnungen, sondern Erwerber. Eigentümer werden sie erst ganz zum Schluss, wenn der Bau abgeschlossen, abgenommen und bezahlt ist.

Klassische Bauträgerobjekte sind neben Reihen- und Doppelhaussiedlungen vor allem Eigentumswohnungen. Aktuell sind sie die beliebteste Form des Wohnungseigentums in den Städten. Weil die Nachfrage enorm ist und das Angebot überschaubar, sitzen Bauträger bei der Vergabe der begehrten Wohnungen am längeren Hebel. Sie können kritischen Käufern das Leben schwer machen. Rechtlos sind die Kaufinteressenten aber deshalb nicht, erläutert der VPB.

Was viele Käufer von Eigentumswohnungen nicht wissen: Sie kaufen nicht nur das „Sondereigentum Wohnung“, sondern auch einen entsprechenden Anteil des ungleich größeren Gemeinschaftseigentums. Dafür bezahlen sie, dafür haften sie von nun an anteilig mit. Das Gemeinschaftseigentum müssen die Käufer auch abnehmen. Sie sollten sicher sein, dass neben der Wohnung auch das Gemeinschaftseigentum bei der Abnahme mängelfrei ist. Damit das klappt, rät der VPB angehenden Eigentümern, zunächst den Bauvertrag und später auch die laufende Baustelle regelmäßig vom unabhängigen Sachverständigen ihrer Wahl prüfen zu lassen. Nur so werden Mängel rechtzeitig erkannt und behoben. Käufer von Eigentumswohnungen, so empfehlen VPB-Bauherrenberater, sollten sich zu diesen Baustellenkontrollen zusammenschließen.

Die beiden neuen VPB-Ratgeber „Bauträgervertrag – Das sind Ihre Verbraucherrechte!“ sowie „Kaufen beim Bauträger – Wohnen in der City“ können Interessierte kostenlos als pdf-Datei von der VPB-Website herunterladen.

VPB-Ratgeber „Kaufen beim Bauträger – Wohnen in der City“

VPB-Ratgeber „Bauträgervertrag – Das sind Ihre Verbraucherrechte!“

 

Stichwort Bauvertragsrecht:
» Alles Wichtige zum Bauvertragsrecht finden Sie hier auf einen Blick.

VPB: Haus unbedingt vor der Abnahme genau prüfen

BERLIN. Immer wieder stellen Bauherren kurz vor dem Einzug ins schlüsselfertige Haus fest: Es hapert an vielen kleinen Dingen. Mal fehlen Dichtungen, mal Abdeckungen, mal sind Fenster und Türen nicht richtig eingepasst oder justiert. Das alles ist laut Verband Privater Bauherren (VPB) kein Problem, solange die Abnahme noch aussteht. Dann können Bauherren diese Problemstellen mit ihren unabhängigen Sachverständigen durchsprechen und, sofern es sich um echte Mängel handelt, auf die Liste für die Bauabnahme setzen. Beim Abnahmetermin besprechen sie dann mit der Baufirma, wie was behoben wird und bis wann. Ärgerlich ist es, wenn die Bauherren das Haus voreilig abnehmen und vielleicht sogar schon die Schlussrechnung bezahlen, bevor sie all die kleinen Problemstellen moniert haben. Nach der Abnahme – und erst recht, wenn das Geld bereits geflossen ist – wird es oft schwer, die Firma zur Nachbesserung zu überreden. Besser ist es, die Abnahme gemeinsam mit eigenen Sachverständigen vorzubereiten. Dabei kommen meist noch weitere Mängel zu Tage, die noch vor der Begleichung der Endabrechnung zu beheben sind.

VPB: Haus möglichst vor der Rente abbezahlen

BERLIN. Wenn der Festzins des Baukredits ausläuft, müssen Haus- und Wohnungseigentümer in der Regel über die Anschlussfinanzierung nachdenken. Das sollten sie rechtzeitig angehen, empfiehlt der Verband Privater Bauherren (VPB), denn der Zeitpunkt ist ideal, um die zukünftigen Monatsraten der aktuellen finanziellen und persönlichen Lage anzupassen. Meist stehen Hauseigentümer ein paar Jahre nach dem Hausbau finanziell besser da, als direkt nach dem Einzug. Wer kann, sollte bei niedrigen Zinsen möglichst hoch tilgen. Dann schrumpfen die Schulden erheblich schneller. Eine weitere Möglichkeit ist auch, Sondertilgungen zu vereinbaren. Das lohnt sich vor allem, wenn Erbschaften oder Boni zu erwarten sind. Ob sich Forward-Darlehen rentieren, also die Sicherung von niedrigen Zinssätzen auf bis zu fünf Jahre, ist immer ein Rechenexempel. Spätestens drei bis vier Monate vor Auslaufen der Zinskonditionen sollten sich Hauseigentümer um den Anschlusskredit kümmern. Dann bleibt auch noch Zeit, sich eventuell eine andere Bank zu suchen, wobei dann auch Kosten für die Absicherung durch neue Grundpfandrechte oder deren Übertragung zu berücksichtigen sein können. Der VPB erinnert auch daran: Das Haus sollte bis zur Rente abbezahlt sein. Außerdem sollten Hauseigentümer an die laufende Instandhaltung denken und etwas für eventuelle Umbauten im Alter zurücklegen. Bauherrenberater im VPB beraten sie bei ihren Umbau- und Sanierungsmaßnahmen.

„Baufehler an Wohngebäuden“ – Verband Privater Bauherren und Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen veröffentlichen gemeinsame Studie

BERLIN. Vor 24 Jahren, 1996, hat die Bundesregierung ihren letzten Bauschadensbericht herausgegeben. Seither gibt es keine verlässlichen Zahlen mehr zu Schäden am Bau.

Gleichzeitig bauen heute mehr Menschen denn je, denn in der Niedrigzinsphase bietet die eigene Immobilie den besten Schutz für das sauer Ersparte und ermöglicht den Aufbau der privaten Altersvorsorge. Auch das Baukindergeld wird inzwischen zunehmend in den Neubau investiert. Zeit also, gerade im Schlüsselfertigbau, der dabei die häufigste Vertragsgestaltung darstellt, die Ausführungsqualität unter die Lupe zu nehmen.

Die Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V. hat dafür gemeinsam mit dem Verband Privater Bauherren (VPB) die Ausführungsqualitäten auf den Baustellen in Deutschland analysiert. Der Bericht „Baufehler an Wohngebäuden“ fasst die Ergebnisse zusammen.

Die Analyse beschäftigt sich mit Ausführungsfehlern, denn Bauen wird immer komplizierter. Die anspruchsvolle Technik der gesetzlich geforderten hocheffizienten Gebäude stellt alle am Bau Beteiligten vor ständig neue Herausforderungen. Bei der Umsetzung hapert es in vielen Fällen noch. Fehler passieren. Zwar führt nicht jeder Baufehler gleich zu gravierenden Schäden, Baufehler sind aber wichtige Indizien für Ausführungsprobleme und Schwächen an Bauelementen und in Konstruktionen. Sie zeigen damit, wo technische Aufklärung und in der Baubranche weitere Fortbildungen sinnvoll sind. Sie zeigen auch, an welchen Stellen Bauausführungen ggf. planerisch überdacht werden sollten, weil sie fehleranfällig sind – und an welchen Stellen auch Verbraucher ganz besonders genau hingucken sollten, wenn sie neu bauen.

Die vorliegende Baufehlerstudie basiert auf der anonymisierten Analyse von über 1.000 bundesweit verteilten Baustellenbegehungen im Rahmen der baubegleitenden Qualitätssicherung, die im VPB durchgeführt wurden.

Mit dem Bericht verfolgen VPB und die Arbeitsgemeinschaft

VPB: Vorkaufsrecht kann Baupläne gefährden

BERLIN. Viele Käufer von Grundstücken oder Bestandsimmobilien reagieren überrascht, wenn der Notar nach der Beurkundung erklärt, er müsse nun noch die Verzichtserklärung einholen. Das ist übliche Praxis, erklärt der Verband Privater Bauherren (VPB): Kommunen können bei Grundstücken in ihrer Gemarkung ein Vorkaufsrecht haben. Sie können ein Grundstück erwerben, sobald es verkauft werden soll. Damit sollen sie die Möglichkeit bekommen, sich ein für die infrastrukturelle Entwicklung wichtiges Areal zu sichern, etwa wenn in einem Gebiet mittelfristig eine Kita gebaut werden soll, aber das Bauland dazu fehlt. Nutzt die Kommune ihr Vorkaufsrecht nicht, bekommt der Notar die Verzichtserklärung und der Kauf geht, wie beurkundet, über die Bühne. Nutzt die Kommune ihr Vorkaufsrecht, muss sie denselben Preis bezahlen, den der Verkäufer vom potenziellen Käufer bekommen hätte – nur bei deutlicher Überschreitung ist dieser bis zum Verkehrswert herabsetzbar. Der Verkäufer hat also keinen Nachteil. Die Käufer allerdings können ein schon sicher geglaubtes Areal in letzter Minute noch verlieren. Der VPB rät angehenden Bauherren deshalb, keine Bauverträge zu unterzeichnen, bevor das Grundstück nicht wirklich in ihr Eigentum übergegangen ist.

VPB: Grundstücksteilung nicht überall möglich

BERLIN. Grundstücke sind rar. Viele Bauherren kommen deshalb auf die Idee, ein großes Altbaugrundstück zu kaufen und zu parzellieren. Die abgeteilte Fläche soll verkauft werden, der Erlös die eigene Finanzierung erleichtern. Der Verband Privater Bauherren (VPB) rät bei solchen Ideen zur Vorsicht, denn Grundstücksteilungen sind nicht ohne Weiteres möglich. Zwar ist in manchen Kommunen die Nachverdichtung ausdrücklich erwünscht, aber die Parzellierung eines bestehenden Areals ist ein amtlicher Vorgang und gesetzlich geregelt. Zunächst muss immer geklärt werden, ob das Grundstück überhaupt geteilt werden darf. Ist das der Fall, muss das Vermessungsamt, meist aber ein öffentlich bestellter Vermessungsingenieur, die beiden neu entstandenen Grundstücke einmessen. Zur Eintragung der neuen Grundstücke im Grundbuch durch das Amt müssen auch Unterlagen vom Notar beurkundet werden. Dabei fallen auf allen Seiten Gebühren an. Außerdem muss das neue Grundstück erschlossen werden. Bei einem Hinterliegergrundstück bedeutet das lange Wege für die Hausanschlüsse, eine Zufahrt für die Feuerwehr und Wegerechte. Das beeinträchtigt dann auch den vorderen Nachbarn. Der VPB rät, diese Detailfragen lieber vor als nach dem Kauf des Grundstücks zu klären.

VPB in der Metropolregion Hamburg: Bauherrenbetreuung jetzt vernetzt über kommunale Grenzen hinweg

BERLIN. Seit Anfang 2020 arbeiten die Berater des Verbands Privater Bauherren (VPB) in Hamburg, Pinneberg, Lüneburg, Schwerin und im neu eröffneten VPB-Büro Ahrensburg noch enger zusammen als zuvor. Gemeinsam stehen sie allen Bauherren in der Metropolregion Hamburg für Anfragen und Beratungen zur Verfügung, ganz gleich, wo jemand wohnt, kauft oder baut.

Dipl.-Ing. Herbert Oberhagemann, Leiter des neuen VPB-Büros Ahrensburg, erklärt das System: „Viele junge Familien, die in Hamburg arbeiten und dort zur Miete wohnen, suchen sich für den Hausbau ein bezahlbares Grundstück im Umland. Sie haben aber meist keine Zeit, regelmäßig in Pinneberg oder Lüneburg auf ihrer Baustelle nach dem Rechten zu sehen. Das übernehmen wir nun für die Bauherren flächendeckend in der gesamten Metropolregion Hamburg.“

Selbstverständlich funktioniert das Prinzip auch umgekehrt. Dipl.-Ing Karl-Heinz Schneider, Leiter des VPB-Büros Hamburg, berät immer häufiger Kaufinteressenten, die ihr Eigenheim im Umland aufgeben und einen stadtnahen Wohnsitz fürs Alter suchen. „Wir beraten nicht nur beim Hausbau oder dem Kauf einer Wohnimmobilie, sondern auch beim Verkauf, beim Abbau von Barrieren, bei Umbau und Sanierung.“

Attraktiv ist das VPB-Angebot auch für alle, die noch auf der Suche nach einer Wohnung oder einem Bauplatz sind. „Gleich ob sie sich heute einen Rohbau in Pinneberg anschauen, morgen einen Bauplatz in Schwerin prüfen, oder nächste Woche eine Bestandsimmobilie in Lüneburg begutachten, überall begleitet sie der jeweilige VPB-Berater, der die Gegebenheiten vor Ort gut kennt“, erklärt Dipl.-Ing. Günter Kampe, Leiter des VPB-Büros Pinneberg. Die VPB-Sachverständigen sind Ansprechpartner für alle Bauherren, egal wo in der Metropolregion Hamburg sie wohnen oder bauen, kaufen oder sanieren, stehen sie bereit und sorgen für kurze Wege.

Zum VPB-Netzwerk in der Metropolregion Hamburg gehören:

VPB-Regionalbüro Hamburg: Dipl.-Ing. Karl-Heinz Schneider,
Meldorfer Straße 19, 20251 Hamburg, Telefon: 0 40 / 37 50 03 02, E-Mail: hamburg@vpb.de.

VPB-Regionalbüro Pinneberg: Dipl.-Ing. Günter Kampe,
Mühlenstraße 102, 25499 Tangstedt, Telefon 041 01 /3 96 99 88, E-Mail: pinneberg@vpb.de;

VPB-Regionalbüro Ahrensburg: Dipl.-Ing. Herbert Oberhagemann,
Friedensallee 71, 22926 Ahrensburg, Telefon 041 02 – 40 265, E-Mail: ahrensburg@vpb.de.

VPB-Regionalbüro Lüneburg: Dipl.-Ing. Dirk Rüppel,
Theodor-Storm-Straße 37a, 21337 Lüneburg, Telefon 041 31/7 27 45 86, E-Mail: lueneburg@vpb.de.

VPB-Regionalbüro Schwerin: Dipl.-Ing. Thomas Isbarn,
Hospitalstraße 5b, 19055 Schwerin, Telefon: 03 85 / 34 35 95 67, E-Mail: schwerin@vpb.de.

VPB rät: Sturmschäden nach „Sabine“ schnell beheben

BERLIN. „Sabine“ hatte es in sich! Selten zuvor hat ein Sturm über der Bundesrepublik solche enormen Kräfte entwickelt. Mit orkanstarken Böen entwurzelte sie nicht nur Bäume, sondern lockerte selbst schwere Dachziegel, hob sie an und verschob sie. Damit ist das zerstörte Dach nicht nur offen für Regen, sondern auch eine Gefahr für die Allgemeinheit, warnt der Verband Privater Bauherren (VPB), denn ungesicherte Ziegel können herabstürzen und Menschen verletzen. Sturmschäden müssen immer möglichst schnell beseitigt werden. Hausbesitzer sind in der Pflicht, erinnert der VPB und rät: Jetzt nach dem Sturm das Haus schnellstens auf Schäden prüfen und diese umgehend beheben lassen.

Stark beansprucht werden von schweren Stürmen nicht nur Ziegel, sondern auch Fassadenverkleidungen. Häufig lösen sich Schindeln oder sogar Bretter aus dem Giebelfeld. Rings um Dachgauben können sich Teile lockern. Auch dort wird dem Regen der Weg ins Hausinnere erleichtert, und natürlich können solche Bauteile beim Herunterfallen gefährlich werden.

Kommt zum Sturm schwerer Regen, wie bei „Sabine“ jetzt, dann können auch Dächer, in die es seit Jahren oder sogar noch nie hineingeregnet hat, durchnässt werden. Hässliche Flecken an blütenweißen Dachschrägen zeugen dann vom Malheur – manchmal erst nach Tagen oder Wochen. Grund dafür ist die Mischung aus extrem viel Regen und starken Windböen. Normalerweise läuft auf dem ordentlich gedeckten Dach das Regenwasser auf der lückenlos geschlossenen Oberseite ab. Wenn die Dachneigung stimmt, dann folgt es einfach der Schwerkraft. Auch große Wassermassen können so problemlos abfließen. Kommt aber starker, böiger Wind hinzu, oder auch viel Hagel, der den Wasserablauf kurz blockiert, dann kann das Regenwasser hoch und unter die geschlossene Ziegeldecke gedrückt werden. Dort bahnt es sich dann seinen Weg ins Innere,

VPB rät: Rechnung nicht zu früh bezahlen

BERLIN. Bauherren wollen alles richtig machen, machen aber doch wichtige Dinge immer wieder falsch. Dazu gehören nach Erfahrung des Verbands Privater Bauherren (VPB) das Unterzeichnen überzogener Zahlungspläne und das vorzeitige Bezahlen von Rechnungen. So gut wie zu jedem Schlüsselfertighaus gibt es einen Bauvertrag mit einem Zahlungsplan. Der Zahlungsplan legt fest, wann welche Abschläge fällig werden. Nach VPB-Erfahrung sind viele Zahlungspläne überzogen: Die Höhe der ersten Raten liegt über dem jeweiligen Gegenwert des Rohbaus. Bauherren leisten also unfreiwillig Vorkasse – falls das nicht bei der Vertragsprüfung ganz am Anfang auffällt. Aber auch, wenn der Zahlungsplan ausgewogen ist, kommen die Rechnungen der Baufirmen prompt, sobald der jeweilige Bauabschnitt erreicht ist. Bauherren sollten diese Rechnungen auch zügig bezahlen – allerdings nur dann, wenn sie absolut sicher sind, dass der jeweilige Bauabschnitt, auf den sich die Abschlagsrechnung bezieht, auch tatsächlich mängelfrei fertiggestellt ist. Auch das – ebenso wie den Bauvertrag vor der Unterschrift – kontrollieren unabhängige Sachverständige im Auftrag der Bauherren. Zahlen die Bauherren vorzeitig und ohne Kontrolle des Bauabschnitts, geben sie eventuell ihr einziges Druckmittel – das Geld – aus der Hand. Zeigen sich dann Mängel, ist es meist schwer, die Baufirma zur Nachbesserung zu überreden. Der VPB rät deshalb: Rechnungen erst dann komplett bezahlen, wenn zweifelsfrei feststeht: Der Bauabschnitt ist in Ordnung.

Neues Bauvertragsrecht: VPB und Justizministerium geben Informationsbroschüre für Baulaien heraus

BERLIN. Seit 1. Januar 2018 ist das neue Bauvertragsrecht in Kraft. Es gilt für alle Verträge, die seit diesem Tag geschlossen werden. Die neuen gesetzlichen Regelungen, die vor allem für private Bauherren mehr Transparenz und Rechte bringen, sind allerdings bislang bei Verbraucherbauherren, die schlüsselfertig bauen oder kaufen, nur wenig bekannt. Das hat der Verband Privater Bauherren (VPB) in einer bundesweit durchgeführten Umfrage festgestellt und bereits Anfang 2019 in einer Studie veröffentlicht.

Diese Erkenntnisse haben das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) dazu veranlasst, die Reform des Bauvertragsrechts noch einmal auf breiter Ebene bekannt zu machen. Dazu hat der VPB unterstützt durch die Förderung des BMJV eine Broschüre herausgegeben, die die Besonderheiten des neuen Bauvertragsrechts für Laien verständlich erklärt und zusammenfasst.

Die Broschüre „Neues Bauvertragsrecht – Informationen für Verbraucherbauherren“ ist kostenlos. Interessierte Bauherren und Kaufwillige können sie ab sofort beim VPB auf der Website herunterladen oder bei den VPB-Regionalbüros – nach vorheriger Terminvereinbarung – in gedruckter Form abholen. Download der Broschüre hier:

Bauvertragsrecht_Information-fuer-Verbraucherbauherren.pdf

VPB: Bauherren sollten Pläne frühzeitig kontrollieren lassen

BERLIN. Bauherren haben meist nur den Grundriss ihres neuen Eigenheims vor Augen. Das beobachten die bundesweit tätigen Sachverständigen im Verband Privater Bauherren (VPB) bei zahlreichen Beratungen. Um Pläne mit Querschnitten durchs künftige Eigenheim kümmern sich bautechnische Laien seltener. Deshalb entgehen ihnen oft wichtige bauliche Details, wie etwa der Verlauf von Entlüftungs- oder Steigleitungen. Diese sind zwar unentbehrlich, werden aber in vielen Grundrissentwürfen gar nicht eingezeichnet. Dort fehlen nach VPB-Erfahrungen oft Entlüftungsleitungen, Elektroinstallationen und Schornsteinzüge. Besonders ärgerlich ist das, wenn Bauherren erst während der Bauzeit feststellen, dass eine Fallleitung mittig auf der Außenwand liegt, wo eigentlich der große Wohnzimmerschrank stehen soll, oder wenn Elektroleitungen zickzackmäßig um tragende Bauteile herum gezogen werden müssen. Die technische Planung lässt bei Schlüsselfertighäusern oft zu wünschen übrig. Bauherren entdecken das aber nur, wenn sie die Pläne frühzeitig von unabhängigen Sachverständigen prüfen lassen. Seit Anfang 2018 haben Bauherren, die einen Verbraucherbauvertrag abschließen und ohne eigene Architekten bauen, das Recht auf die rechtzeitige Herausgabe von Plänen und Bauunterlagen. Dieser Anspruch umfasst alle Pläne, die dem Nachweis der Einhaltung öffentlich-rechtlicher Vorschriften dienen. Welche Ausführungspläne das umfasst, ist allerdings oft strittig! Der VPB rät deshalb: Bauherren sollten rechtzeitig vor dem Vertragsabschluss gemeinsam mit dem eigenen unabhängigen Bausachverständigen festlegen, welche Pläne und Unterlagen sie benötigen. Und sie sollten die rechtzeitige Erstellung und Übergabe dieser Pläne vertraglich vereinbaren. So können sie die Planung vorab und bis ins Detail prüfen lassen.

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VPB: Auch beim Nachrüsten Unterlagen einfordern

BERLIN. Wer seine Immobilie nachträglich zum Smarthome umbaut, muss genau aufpassen, was er bestellt, rät der Verband Privater Bauherren (VPB), denn die Nachrüstung, in welchem Umfang auch immer, ist kein Verbraucherbauvertrag. Paragraph 650n BGB – der Unterlagenherausgabeanspruch – greift dabei folglich nicht. Auch die VOB/B sieht laut VPB keine gesonderten Unterlagenherausgabeansprüche vor. Auftraggeber bekommen also nicht automatisch alle Unterlagen ausgehändigt. Und genau das ist beim Smarthome besonders wichtig, sonst sind die Hauseigentümer an die Firma gekettet, die den Umbau übernommen hat. Was, wenn diese Firma pleite geht? Oder die Hauseigentümer die Wartung einem anderen Unternehmen übertragen möchten? Wenn der Vertrag die Frage der Unterlagenherausgabe nicht ausdrücklich regelt, ist Streit programmiert. Der VPB rät deshalb: Solche Details  unbedingt im Vorfeld besprechen und schriftlich vereinbaren.

VPB: Innentüren in der Heizperiode systematisch schließen

BERLIN. „Bauherren verwenden viel Zeit auf die Auswahl schöner Türen. Später lässt das Interesse an den Bauelementen merklich nach“, beobachtet Dipl.-Ing. (FH) Marc Ellinger, Leiter des Regionalbüros Freiburg–Südbaden im Verband Privater Bauherren (VPB). „Dabei sind Türen mehr als reine Dekoration. Sie sind visuell, thermisch, akustisch und olfaktorisch trennende Bauteile, die ihre Funktion allerdings nur erfüllen können, wenn sie geschlossen sind.“

Die Bedeutung einiger Türen erschließt sich jedem Bewohner auf Anhieb, etwa die Sicherung des Heims durch die einbruchsichere Hauseingangstür oder die Wahrung der Privatsphäre durch undurchsichtige Bad- und WC-Türen. Diese Türen halten die meisten Menschen automatisch geschlossen. Andere Türen dagegen stehen fast immer offen, auch zwischen zwei unterschiedlich beheizten Räumen. Warum? „Damit die Raumluft überschlägt“, lautet die weitverbreitete Erklärung.

„Das ist aber nicht sinnvoll“, erklärt Marc Ellinger. „Türen dienen ganz wesentlich der thermischen Trennung von Räumen. Sind sie geschlossen, halten sie die Wärme im beheizten Raum und verhindern ein Abfließen der erwärmten Raumluft in die weniger oder unbeheizten Hausbereiche. Energie- und CO2-Sparen beginnt mit den systematisch geschlossenen Innentüren.“

Abgesehen vom Spareffekt ist das Schließen der Innentüren zwischen unterschiedlich temperierten Räumen bauphysikalisch nötig, um Bauschäden zu vermeiden. Die Ursache ist einfach: Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit binden als kalte. Außerdem zieht feuchte Warmluft immer in kältere Gefilde, wo sie sich dann auf kalten Bauteilen niederschlägt, die Feuchtigkeit kondensiert und wird zum idealen Nährboden für Schimmel. Bleibt also die Tür zwischen einem warmen und einem kalten Raum offen, passiert genau das. Nur wenn Bereiche gleich temperiert sind, können Türen aus Gestaltungsgründen großzügig offen stehen.

VPB rät: Bei Neubau und Umbau an Elektroklima denken

BERLIN. Ob sich Menschen in ihren vier Wänden wohlfühlen, hängt von vielen Faktoren ab. Relativ jung in der Liste der bedenkenswerten Parameter ist das sogenannte Elektroklima. Elektromagnetische Felder können bei dafür empfindlichen Personen Einfluss auf das Wohlbefinden und die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit der Bewohner haben, erläutert der Verband Privater Bauherren (VPB). Elektromagnetische Felder können von Elektrogeräten, Leuchtmitteln in Energiesparlampen und von WLAN-Netzen ausgehen. Die Belastungen werden meist unter dem populären und nicht näher definierten Begriff „Elektrosmog“ zusammengefasst. Dieser Elektrosmog wird in den nächsten Jahren aller Voraussicht nach zunehmen, die Tendenz zu mehr Funksteuerungen und drahtlosen Übertragungen ist unverkennbar. Wer empfindlich ist und neu bauen will oder sein altes Haus grundlegend saniert, der sollte sich im Vorfeld von seinem Arzt und Bausachverständigen ausführlich beraten lassen. Außer dem Verzicht aufs Handy und andere funkende Geräte lässt sich der Elektrosmog auch durch die geschickte Verlegung von Leitungen sowie deren Abschirmung verringern. Im Altbau bietet sich der Einbau von Netzfreischaltungen an.

VPB: Der Teufel steckt oft im Detail

BERLIN. Bauverträge müssen vieles regeln, oft bis ins Detail. Das klappt nicht immer. Bauherren sollten deshalb genau hinsehen, was sie unterschreiben, empfiehlt der Verband Privater Bauherren (VPB). Ein Beispiel ist das Licht am Hauseingang. Es ist unentbehrlich für die Sicherheit. Ist in der Baubeschreibung die Rede von einem „Bewegungsmelder mit Dämmerungsfunktion zum Einschalten der Hauseingangsleuchte“, sollten Bauherren genau klären, wo die Leuchte sitzt: Innen oder außen? Und der Bewegungsmelder? Eigentlich scheint klar: Alle Bauteile sollten außen sitzen, um richtig zu funktionieren. Was aber, wenn die Baufirma das anders versteht und Leuchte oder Bewegungsmelder innen montiert? Den scheinbar absurden Fall legten Bauherren dem „Ombudsmann Immobilien IVD/VPB – Grunderwerb und Verwaltung“ vor. Er beschäftigt sich im Auftrag des VPB seit 2017 als offiziell anerkannte Schlichtungsstelle für Verbraucherbeschwerden in solchen Fällen. Das Schlichtungsverfahren ist eine Möglichkeit für Bauherren, ihr Recht einzufordern, wenn die Kommunikation mit der Baufirma stockt. Nervenschonender ist es, den Bauvertrag vor der Unterschrift mit dem unabhängigen Sachverständigen durchzusprechen und irreführende Formulierungen zu präzisieren.

Weitere Informationen zum VPB unter www.vpb.de und zum Thema Streitschlichtung unter https://www.vpb.de/streitigkeiten-klaeren.html

VPB empfiehlt: Wohnungstausch statt Umbau

BERLIN. Senioren, die eine große Eigentumswohnung besitzen, erwägen im Alter mitunter den Umbau und die Aufteilung ihrer großzügigen Wohnung in zwei kleinere Einheiten. Eine wird bewohnt, die andere zur Alterssicherung vermietet. Immer öfter beraten die Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB) Wohnungseigentümer bei solchen Umbauten. Der Ansatz klingt vernünftig, die Hürden sind aber hoch: In der Regel müssen Veränderungen dieser Art von den Miteigentümern genehmigt werden. Außerdem sind Bauarbeiten wie beispielsweise der nachträgliche Einbau eines Bades technisch aufwändig und entsprechend teuer. Als mögliche Alternative empfiehlt der VPB, auch den Wohnungstausch zu erwägen. Gerade in großen Eigentumswohnanlagen leben oft auch junge Familien, die sich mehr Wohnfläche wünschen. Sie können mit den Senioren, die sich verkleinern wollen, tauschen und den Wertunterschied finanziell ausgleichen. Die Vorzüge liegen dabei auf der Hand: Der Umbau entfällt, der Aufwand beim Umzug hält sich in Grenzen. Das gewohnte Umfeld, ja sogar die Adresse bleiben erhalten. Der finanzielle Ausgleich bringt den Älteren ein zusätzliches Polster, statt ihr Budget durch Umbaukosten zu schmälern.

Weitere Informationen zum VPB unter www.vpb.de.

VPB: Vor der Auftragsvergabe Referenzen einholen!

BERLIN. Wer einen Bauvertrag für ein schlüsselfertiges Haus abschließt, sollte sich im Vorfeld sehr genau erkundigen, an wen er sich bindet, rät der Verband Privater Bauherren (VPB). Es geht schließlich um viel Geld! Bauherren sollten deshalb versuchen, „schwarze Schafe“ vorab zu erkennen und auszusortieren. Üblich ist die Einholung einer SCHUFA-Auskunft. Sie bildet allerdings immer nur Vergangenheit und aktuellen Zustand ab, über die Zukunft kann sie wenig aussagen. Unentbehrlich sind deshalb Referenzen. Dabei sollten sich Bauherren nicht mit Empfehlungen von der Firmen-Website oder einem Bewertungsportal abspeisen lassen, sondern ehemalige Bauherren nach ihren Erfahrungen mit der Firma fragen. Das ist mühsam, aber es lohnt sich. Wichtig sind dabei Frage nach der Kommunikation, nach Arbeitsweise und Zuverlässigkeit: War die Firma stets für die Bauherren erreichbar? Wie ist sie mit Mängeln umgegangen, die die Bauherren anmahnten, während der Bauzeit und auch später, in der Gewährleistungsphase? Fragen sollten Bauherren immer auch nach den Bauleitern: Dort, wo sich Bauleiter schnell hintereinander die Klinke in die Hand geben, ist Vorsicht geboten. VPB-Mitglieder können sich darüber hinaus noch auf der VPB-Referenzenbörse mit anderen Bauherren über deren Erfahrungen mit einzelnen Firmen austauschen.

Weitere Informationen zum VPB unter www.vpb.de.

VPB rät Immobilienbesitzern: Steuererleichterungen für energetische Sanierungen sinnvoll einsetzen

BERLIN. Der Verband Privater Bauherren (VPB) begrüßt die steuerliche Förderung energetischer Sanierungsmaßnahmen an privaten Wohngebäuden, der der Bundesrat heute (20.) nach Einschaltung des Vermittlungsausschusses zugestimmt hat. „Damit kommen die Eigentümer älterer Objekte in den Genuss von Steuererleichterungen für die kommenden zehn Jahre“, würdigt VPB-Hauptgeschäftsführerin Corinna Merzyn die Gesetzesnovelle.

Geregelt werden die „Steuerermäßigung für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden“ im Einkommensteuergesetz (EStG). Interessant für private Bauherren ist § 35c EStG. Die Neuregelung ist Teil des Klimaschutzprogramms 2030 und beschreibt konkret die Möglichkeiten und Fristen.

Was wird gefördert?

Gefördert werden demnach energetische Maßnahmen, wie die Wärmedämmung von Wänden, Geschossdecken und Decken sowie die Erneuerung beziehungsweise die Optimierung von Fenstern oder Außentüren, die Erneuerung oder der Einbau einer Lüftungsanlage, die Erneuerung der Heizungsanlage, der Einbau von digitalen Systemen zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung und die Optimierung bestehender Heizungsanlagen, sofern Letztere älter als zwei Jahre sind. Gefördert wird dies sowohl bei selbstgenutzten Wohnhäusern wie auch bei selbstbewohnten Eigentumswohnungen innerhalb der EU oder des Europäischen Wirtschaftsraums.

In Ruhe planen, dann umsetzen

Die energetischen Baumaßnahmen müssen nach dem 31. Dezember 2019 begonnen werden und vor dem 1. Januar 2030 abgeschlossen sein. „Das ist auch ein Vorteil der Gesetzesnovelle“, konstatiert Corinna Merzyn: „Die Eigentümer haben zehn Jahre Zeit. Das bringt ihnen Planungssicherheit und gibt ihnen ausreichend Gelegenheit, sich firmen- und produktneutral zu informieren, Maßnahmen passend zur Immobilie zu planen und diese sorgfältig umsetzen zu lassen. So werden Schnellschüsse vermieden und der Bestand wirklich nachhaltig saniert.“

Für die steuerliche Förderung infrage kommen sowohl Einzelmaßnahmen als auch umfassende Sanierungen, die mit Hilfe eines Sanierungsfahrplans schrittweise realisiert werden. Die Mindestanforderungen für die energetischen Maßnahmen sowie die Anforderungen an ausführende Fachunternehmen werden noch durch eine Rechtsverordnung festgelegt. Die Finanzämter werden dann prüfen, was steuerlich absetzbar ist und was nicht. Steuerpflichtige müssen die Abschreibung jeweils mit der jährlichen Einkommensteuererklärung beantragen.

Über drei Jahre absetzen

Absetzen können Steuerpflichtige die Kosten für eine energetische Maßnahme erstmals in dem Kalenderjahr, in dem die Sanierung abgeschlossen wird. Ermäßigt wird die Einkommensteuer in diesem ersten wie auch im zweiten Kalenderjahr um je sieben Prozent der Aufwendungen des Steuerpflichtigen, höchstens jedoch um je 14.000 Euro. Im dritten Kalenderjahr können weitere sechs Prozent der Aufwendungen geltend gemacht werden, höchstens jedoch 12.000 Euro für das begünstigte Objekt. Insgesamt kann also für jedes Objekt ein Förderbetrag in Höhe von 20 Prozent der Aufwendungen – höchstens jedoch 40.000 Euro im Laufe von drei Jahren nach Abschluss der Sanierung abgesetzt werden.

Staat stellt Bedingungen

Um den Steuerbonus erhalten zu können, müssen natürlich auch einige Voraussetzungen erfüllt sein: Zunächst muss das begünstigte Objekt bei der Durchführung der energetischen Maßnahme älter als zehn Jahre sein. Die Sanierungsmaßnahmen müssen zudem von einem Fachunternehmen ausgeführt werden, das die korrekte Umsetzung der Maßnahmen bescheinigen und eine ordentliche Rechnung dafür ausstellen muss. Für die Bescheinigung wird die Finanzverwaltung künftig ein amtlich vorgeschriebenes Muster erstellen, um eine bundeseinheitliche Verfahrensweise zu gewährleisten. Selbstverständlich muss der Steuerpflichtige, solange er die Ausgaben geltend macht, auch selbst in dem Objekt wohnen. Und: Steuerermäßigungen sind nur möglich, wenn die Aufwendungen für die energetische Sanierung nicht schon als Betriebsausgaben, Werbungskosten, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen oder sonstige Steuerbegünstigung, -ermäßigung oder als öffentlich geförderte Maßnahme berücksichtigt worden sind.

Beratung und Planung absetzbar

Als Teil ihrer Aufwendungen können Steuerpflichtige auch die Hälfte der Kosten für die planerische Begleitung oder Beaufsichtigung der energetischen Maßnahme absetzen. „Hier kommt es ganz entscheidend darauf an, dass Bauherren sich nicht überreden lassen, ihre Kontrollrechte aufzugeben“, so Corinna Merzyn, „denn die Einbindung eines qualifizieren Energieexperten, wird zwar steuerlich gefördert, ist aber nicht obligatorisch.“ Ansonsten bekommen Bauherren oft nur das, was die jeweilige Fachfirma anbietet. „Ein Heizungsbauer wird in der Regel zum Austausch der Heizung raten und ein Fensterbau zu neuen Fenstern. In vielen Fällen könnte aber die Fassadendämmung der sinnvolle erste Sanierungsschritt sein, bevor eine entsprechend geringer dimensionierte Heizung eingebaut wird. Optimale Beratung bekommen Bauherren nur von unabhängigen Beratern. Mit der jetzt beschlossenen Regelung entfallen die für Bauherren wichtigen unabhängigen Qualitätskontrollen und das bei steuerfinanzierten Maßnahmen übliche Vier-Augen-Prinzip.“

VPB: Bauherren sollten Bauanträge nicht ungeprüft unterschreiben

BERLIN. „Schlüsselfertig bauen klingt nach sorglos bauen, zumal, wenn die Baufirma auch die Planung gleich miterledigt und die Bauherren nur ab und zu etwas unterschreiben müssen. Das täuscht allerdings gewaltig. Wer sein Bauvorhaben und alle damit verbundenen Schritte allzu leichtfertig delegiert, kann dabei auch kräftig auf die Nase fallen“, warnt Dipl.-Ing. Thomas Penningh, Präsident des Verbands Privater Bauherren (VPB) und gleichzeitig Bauherrenberater im VPB-Regionalbüro Braunschweig. „Dann etwa, wenn Bauherren zwischen Tür und Angel einen Baugenehmigungsantrag unterzeichnen, der gar nicht dem Bauvertrag entspricht.“

Wie kann es soweit kommen? Beim Schlüsselfertigbau bekommen private Bauherren im Lauf der Projektabwicklung zahlreiche Unterlagen vorgelegt – oder sollten es zumindest. Weil sich viele Bauherren auf die Firma verlassen, neigen sie weniger zu Nachfragen, sondern eher dazu, die wichtigen Papiere erst einmal abzuheften beziehungsweise zügig zu unterzeichnen, damit sie dem Fortgang der Arbeiten nicht im Wege stehen.

„Das sollten Bauherren keinesfalls tun“, warnt Thomas Penningh. „Wir Bauherrenberater im VPB beobachten nämlich immer öfter Fälle, in denen die für die Baugenehmigung nötigen Unterlagen, die immer die Bauherren unterzeichnen müssen, von der vertraglich vereinbarten Ausführung abweichen. Mit ihrer Unterschrift laufen die Bauherren Gefahr,

VPB: Hohe Heizkosten können Mangel sein

BERLIN. Jetzt im Winter merken manche Hauseigentümer: Es wird nicht richtig warm im neuen Haus! Das kann viele Ursachen haben, erläutert der Verband Privater Bauherren (VPB): fehlerhaft ausgeführte Dämmung, eine falsch dimensionierte Wärmepumpe oder auch falsch berechnete und dimensionierte Fußbodenheizungen. Oft zeigt sich erst im Laufe der Zeit, wenn der Energieverbrauch der neuen Immobilie über den Erwartungen liegt. Frischgebackene Hauseigentümer sollten solche Beobachtungen nicht ignorieren, sondern einen unabhängigen Bausachverständigen zu Rate ziehen. Eine schlechte Energiebilanz kann das Ergebnis mangelhafter Bauausführung sein. Solche Mängel müssen rechtzeitig vor Ablauf der Gewährleistungsfrist von fünf Jahren erkannt und bei der zuständigen Baufirma gerügt werden. Die Baufirma ist für die Beseitigung der Mängel verantwortlich. Versäumen Bauherren die Frist, bleiben sie in der Regel auf den Schäden sitzen und müssen sie auf eigene Kosten beheben.

Weitere Informationen zum VPB unter www.vpb.de.

VPB: Auch bei Schlechtwetter Baustelle besuchen!

BERLIN. Jetzt im Winter macht es wenig Spaß, auf der Baustelle herumzukraxeln. Viele Bauherren unterlassen es deshalb. Es passiert ja ohnehin nicht viel, vermuten sie. Stimmt nicht, heute wird das ganze Jahr über gebaut, auch im Winter. Der Verband Privater Bauherren (VPB) rät deshalb auch bei Winterwetter zu regelmäßigen Baustellenbesuchen. Bauherren sollten nach dem Rechten sehen und dabei auch konsequent ihr Bautagebuch weiterführen. Wichtige Daten, die sie dabei stets erheben und notieren sollten, sind: Datum, Uhrzeit, Lufttemperatur außen, Raumtemperatur innen und Raumluftfeuchte. Außerdem sollten sie bei jedem Baustellenbesuch notieren, wer sich dort aufhält und mit welchen Arbeiten er beschäftigt ist. Fotos von allem, was sich verändert, gehören ebenfalls ins Bautagebuch. Wie das systematisch geführt wird, erfahren Bauherren im kostenlosen Ratgeber „VPB-Bautagebuch – So dokumentieren Sie im Blog den eigenen Hausbau“ https://www.vpb.de/download/VPB-Ratgeber_Bautagebuch_Hausbau-richtig-dokumentieren.pdf.

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VPB: Immobilienkäufer müssen nachrüsten

BERLIN. Weil Bauland rar ist und neu bauen teuer, suchen sich immer mehr Familien einen Altbau im Bestand. Was viele nicht ahnen: Neben den nötigen Schönheitsreparaturen und eventuellen Umbauten müssen die Käufer ihre Immobilie oft nachrüsten.

Wer wann wie nachrüsten muss, regelt die Energieeinsparverordnung (EnEV). Im Paragraph 10 Abs. 4 der EnEV heißt es dazu: Bei Wohngebäuden mit nicht mehr als zwei Wohnungen, von denen der Eigentümer eine Wohnung am 1. Februar 2002 selbst bewohnt hat, sind die Pflichten … im Falle eines Eigentümerwechsels nach dem 1. Februar 2002 von dem neuen Eigentümer zu erfüllen. Die Frist zur Pflichterfüllung beträgt zwei Jahre ab dem ersten Eigentumsübergang, also der Eintragung ins Grundbuch.

„Kaufinteressenten müssen genau hinsehen“, rät Holger Freitag, Vertrauensanwalt des Verbands Privater Bauherren (VPB). „Denn für die Nachrüstpflichten gibt es bei Wohngebäuden mit einer oder zwei Wohnungen eine Ausnahme: Wer sein Haus vor Februar 2002 selbst nutzte, musste nichts tun. Damit wollte der Verordnungsgeber 2002, als er die Nachrüstung einführte, vor allem ältere Eigentümer finanziell schonen. Aber die Pflicht zur Nachrüstung ist nur aufgeschoben und trifft den nächsten Eigentümer – eventuell die jetzigen Kaufinteressenten.“

„Käufer älterer Häuser sollten deshalb immer konkret nachfragen“, empfiehlt der VPB-Vertrauensanwalt: „Wann haben die Verkäufer selbst die Immobilie übernommen, vor oder nach dem Stichtag? Mussten sie entsprechend nachrüsten oder nicht? Und falls ja, sind sie ihren Pflichten auch nachgekommen? Längst nicht alle haben das getan, weil es niemand kontrollierte. Manche haben nur auch teilweise nachgerüstet, etwa die veralteten Heizungskessel ausgetauscht. Darauf hatten die bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger meist ein Auge. Wem sein Haus schon vor dem Stichtag 2002 gehörte, musste aber nicht einmal das erledigen.“

Käufer, die die Immobilie nach dem 1. Februar 2002 erworben haben oder jetzt erwerben, mussten und müssen folgende Nachrüstpflichten erfüllen: Den veralteten Heizkessel erneuern. Darunter fallen alle Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beschickt werden, keine Niedertemperatur-Heizkessel oder Brennwertkessel sind, deren Nennleistung weniger als vier Kilowatt oder mehr als 400 Kilowatt beträgt, und die nicht nur Warmwasser bereitstellen oder hauptsächlich den Raum heizen, in dem sie aufgestellt sind. Sie alle müssen grundsätzlich nach Ablauf von 30 Jahren erneuert werden. Wurde der Kessel im Haus vor dem 1.1.1990 eingebaut, darf er ab 1.1.2020 nicht mehr betrieben werden. „Weil die Tauschpflicht jedes Jahr neue Anlagen betrifft, ist das Alter der Heizung bei einem Eigentümerwechsel immer ein Thema, das besprochen werden sollte“, gibt Holger Freitag zu bedenken.

Unter die Nachrüstpflichten fallen auch die nachträgliche Dämmung nicht gedämmter Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen, die in unbeheizten Räumen liegen, wie etwa im Keller. Auch nicht gedämmte oberste Geschossdecken, sprich klassische Speicherböden, müssen ebenfalls gegen Wärmeverluste nachgerüstet werden – oder das Dach. Ist das noch nicht geschehen, müssen die neuen Eigentümer das innerhalb von zwei Jahren nach Eintragung im Grundbuch erledigen lassen.

Nachrüstpflichten betreffen im Übrigen nicht nur Käufer, sondern auch Erben und Kinder, die eine Immobilie von ihren Eltern übernehmen. Sobald sie offiziell neue Eigentümer sind, läuft die Uhr.

Wer sich für einen Altbau interessiert, sollte also früh über vorgeschriebene und sinnvolle Sanierungsmaßnahmen nachdenken und diese eventuell sogar kombinieren. Bei der Beurteilung der Substanz und sinnvoller Sanierungsmaßnahmen berät der VPB-Berater die Käufer. Oft lohnt es sich, nicht erst den alten Speicherboden zu dämmen, sondern gleich das ganze Dach zu sanieren und zum zusätzlichen Wohnraum auszubauen. Bei der energetischen Sanierung helfen ab 2020 voraussichtlich auch die geplanten Steuererleichterungen.

VPB: Rollstuhlrampen richtig bemessen

BERLIN. In jungen Jahren geht das vielleicht noch – ein paar Bretter hinlegen und den Kinderwagen mit Hauruck über die zwei Stufen am Eingang hochschieben. Mit einem Rollstuhl geht das nicht mehr. Sobald jemand im Haus wohnt und auf den Rollstuhl angewiesen ist, muss eine ordentliche Rollstuhlrampe gebaut werden. Und die darf nur eine Steigung von maximal sechs Prozent haben, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Nicht mehr, sonst muss jemand den Rollstuhl schieben, weil er kippen könnte. Das heißt also: Zur Überwindung von Stufen vor der Haustür in Höhe von nur 36 Zentimetern muss die Rampe bei sechs Prozent Steigung sechs Meter lang sein. So viel Platz hat fast niemand im Vorgarten. Oft werden deshalb Podeste eingebaut, damit Betroffene aus eigener Kraft mit dem Rollstuhl ins Haus kommen. Die Rollstuhlschräge muss also genau geplant werden. Der Eingang ist dabei nur einer von vielen Bereichen im Haus, in denen Barrieren systematisch vermieden oder später abgebaut werden müssen. Bauherren sollten sich rechtzeitig beraten lassen, welche Lösungen für sie geeignet sind. Hilfreich ist dabei das VPB-Einstiegspaket „70plus Barrierearm“.

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VPB: Fahrradgaragen müssen mancherorts genehmigt werden

BERLIN. Immer mehr Menschen steigen aufs Fahrrad um. Aber wohin mit dem Gefährt, wenn es gerade nicht im Einsatz ist? Immer häufiger entscheiden sich Bauherren für eine Fahrradgarage, beobachten die Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB). Gerade wertvolle E-Bikes brauchen sicheren Schutz. Wer sein Fahrrad in einer bestehenden Garage unterbringen kann, muss in der Regel nichts weiter beachten. Die Nutzung der Garage oder eines bestehenden Geräteschuppens als Bikeport ist keine relevante Nutzungsänderung und damit erlaubt. Anders verhält es sich möglicherweise, wenn eine Fahrradgarage neu gebaut wird. Dann kommt es laut VPB auf die jeweilige Landesbauordnung an. Sie regelt, ob Fahrradgaragen genehmigungsfrei sind, aber auch, ob dabei bestimmte bauliche Dimensionen eingehalten werden müssen. Überschreitet der geplante Abstellraum beispielsweise eine bestimmte Grundfläche oder sogar Höhe kann es sein, dass er genehmigt werden muss. Das ist von Land zu Land unterschiedlich. Der VPB rät deshalb: Bauherren sollten vor dem Bau oder Kauf einer Fahrradgarage bei der zuständigen Bauaufsichtsbehörde nachfragen, was vor Ort gilt. Eventuell gibt es sogar Gestaltungssatzungen der Kommune, die spezielle Vorgaben beinhalten. Immer mehr Kommunen regeln inzwischen auch die Frage der privaten Fahrradstellplätze in ihren Bebauungsplänen. Wer vorher fragt, vermeidet Ärger.

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VPB: Bauherren sollten auf die letzte Rate im Abschlagszahlungsplan achten

BERLIN. Vor beinahe zwei Jahren, am 1. Januar 2018, trat das neue Bauvertragsrecht in Kraft – und ist immer noch nicht bei allen Schlüsselfertig-Anbietern angekommen, so die Erfahrung des Verbands Privater Bauherren (VPB), beispielsweise beim Abschlagszahlungsplan. In etlichen Verträgen liegt die letzte Rate des von den Firmen vorgeschlagenen Abschlagszahlungsplans immer noch deutlich unter zehn Prozent. Das widerspricht geltendem Gesetz: In allen Verbraucherbauverträgen, die seit dem 1. Januar 2018 geschlossen werden, muss die letzte Rate mindestens zehn Prozent betragen. Weniger ist nicht zulässig. Ziel des Gesetzes: Mit der erhöhten Rate sollen Bauherren gegen Ende des Bauvorhabens noch mehr Geld in der Hand haben und damit das einzige Druckmittel, um Baufirmen zur Beseitigung von Mängeln zu animieren. Bauherren, die jetzt noch einen alten Vertrag vorgelegt bekommen, sollten ihn nicht unterzeichnen, rät der VPB. Haben sie bereits unterschrieben und entdecken das Problem zu spät, sollten sie möglichst schnell einen Baufachanwalt aufsuchen. Alle VPB-Büros kooperieren in ihren Netzwerken mit entsprechenden Experten.

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VPB warnt: Bauherren sollten sich Zugang zur eigenen Baustelle nicht verwehren lassen

BERLIN. Wer auf seinem eigenen Grundstück baut, ist Bauherr und für Haus und Grund verantwortlich. Nach Erfahrung des Verbands Privater Bauherren (VPB) entscheiden sich heute rund 90 Prozent der Bauherren für ein Schlüsselfertigobjekt. Das heißt, sie delegieren den Hausbau an einen Generalübernehmer (GÜ) oder einen Generalunternehmer (GU) – oder erwerben ein Objekt vom Bauträger.

Während sich der GÜ lediglich als Koordinator versteht und Dritte mit den eigentlichen Bauleistungen beauftragt, übernimmt der GU meist mindestens den Rohbau selbst. Beide erbringen ihre Leistungen auf dem Grundstück der Bauherren. Der Bauträger baut dagegen stets auf seinem eigenen Grund! Was im Einzelnen gebaut wird und wie, welche Abschlagszahlungen wann fällig werden, das regeln Bauherren und Schlüsselfertiganbieter vorab in einem Bauvertrag oder Bauträgervertrag entsprechend dem seit 2018 geltenden Bauvertragsrecht.

Es liegt auf der Hand: GU und GÜ müssen während der Bauzeit Zutritt zum Grundstück der Bauherren haben, damit sie dort arbeiten und ihre vertraglichen Verpflichtungen gegenüber ihren Auftraggebern, den Bauherren, erfüllen können. Der Bauunternehmer hat außerdem ein Interesse daran, seine Leistung vor Vandalismus, Diebstahl und anderen Gefahren zu schützen. Dazu braucht er ein eingeschränktes Hausrecht.

Nach Beobachtungen der bundesweit im VPB-Netzwerk tätigen Sachverständigen schießen in jüngster Zeit einige Baufirmen über das Ziel hinaus: Sie hindern nicht nur ungebetene Gäste am Betreten der Baustelle, sondern auch die Bauherren selbst. „Wir kennen inzwischen Fälle, in denen sich die Baufirma über die AGB im Vertrag das Hausrecht auf dem Grundstück der Bauherren für die Dauer der Bauzeit einräumen lässt“ konstatiert Dipl.-Ing. (FH) Marc Ellinger, Leiter des VPB-Regionalbüros Freiburg-Südbaden. „Bauherren sollen so keine Möglichkeit haben, den Baufortschritt an ihrem eigenen Haus zu prüfen und ihre Baustelle regelmäßig zu besichtigen.“

„So eine AGB ist regelmäßig unwirksam, jedenfalls wenn Abschlagszahlungen vereinbart sind“, konstatiert VPB-Vertrauensanwalt Holger Freitag, „denn damit entfällt die Chance, den Baufortschritt regelmäßig vom unabhängigen Sachverständigen begutachten zu lassen – und bei festgestellten Mängeln entsprechende Beträge zurückzubehalten. Die Baufirma kontrolliert sich sonst in diesen Fällen ausschließlich selbst.“

„Selbstkontrolle funktioniert aber nicht“, konstatiert Bauherrenberater Ellinger, „das wissen wie aus jahrzehntelanger Erfahrung.“ Wenn nicht kontrolliert wird, bleiben bauliche Mängel unentdeckt. Sie verschwinden zunächst unter Putz und Estrich. Bis sie zu Tage treten ist meist die Gewährleistungsfrist verstrichen, und die Bauherren bleiben auf den Schäden sitzen. „Außerdem“, ergänzt Holger Freitag, „sind die Bauherren immer noch dafür verantwortlich, den GU oder GÜ auf Einhaltung der Verkehrssicherungspflichten stichpunktartig zu überwachen. Auch das bedingt ein Betretungsrecht.“

Was können Bauherren tun? Sie sollten ihren Bauvertrag vor der Unterschrift von einem unabhängigen Sachverständigen prüfen lassen, empfiehlt der VPB. Dabei fallen nicht nur fehlende Aussagen zu Baukonstruktion und Ausstattung oder eine fehlende Brandschutzplanung auf, sondern auch, wenn die Baufirma versucht, sich das Hausrecht zu sichern und damit den Bauherren den Zutritt zum eigenen Grundstück verwehren will.

„Darauf sollten sich Bauherren nicht einlassen“, betont Marc Ellinger, „denn im schlimmsten Fall wird sich die Firma weigern, den Schlüssel herauszugeben, bevor die Schlussrechnung vollständig bezahlt wurde.“ Die Unwirksamkeit der AGB schreckt die Firmen erfahrungsgemäß nicht von ihrem Missbrauch ab.

„Anders liegt der Fall übrigens beim Bauträger“, erläutert der VPB-Vertrauensanwalt. „Da benötigen die Bauherren ein eingeschränktes Betretensrecht, denn sie begeben sich ja auf fremden Boden! Zwar ist bei Abschlägen ein Betretens- und Kontrollrecht im Bauträgervertrag ohne ausdrückliche Regelung eigentlich zwingend anzunehmen. Um Streitereien im Rahmen von Abschlagszahlungen vorzubeugen, sollte hier aber eine ausdrückliche Regelung in den notariell beurkundeten Vertrag aufgenommen werden“.

Marc Ellinger rät beim GU- oder GÜ-Vertrag: „Wenn Bauherren das Hausrecht überhaupt vorübergehend an den Bauunternehmer abtreten, dann nur mit der Einschränkung, dass dies ausdrücklich nicht gilt gegenüber den Bauherren selbst und gegenüber den von ihnen benannten Personen.“ Bauherren, so lautet eine weitere VPB-Empfehlung, sollten in so einem Fall auch sicherstellen, dass sie einen oder sogar mehrere Schlüssel bekommen, damit sie und ihr Berater jederzeit Zugang zur Baustelle haben.

VPB: Lückenhafter Verbraucherschutz beim Ausbauhaus

BERLIN. Private Bauherren, die sich für ein Ausbauhaus entscheiden, müssen im Vorfeld genau prüfen, was sie sich einkaufen und welche Arbeiten sie tatsächlich selbst erledigen müssen. Normalerweise könnten sie das in der Baubeschreibung nachlesen, die ihnen seit Einführung des neuen Bauvertragsrechts Anfang 2018 für alle seitdem geschlossenen Verbraucherbauverträge zusteht. Beim Ausbauhaus allerdings, so warnt der Verband Privater Bauherren (VPB), haben die Bauherren oft gar kein Recht auf eine umfassende Bau- und Leistungsbeschreibung. Sobald mehrere Gewerke beauftragt werden müssen, um das Haus fertigzustellen, handelt es sich nämlich nicht mehr um einen Verbraucherbauvertrag. In solchen Fällen gehen auch weitere zwingende Verbraucherschutzrechte verloren, wie etwa das Recht auf die Herausgabe der Bauunterlagen oder darauf, als letzte Rate mindestens noch zehn Prozent des Geldes zu zahlen, um bei Mängeln vorher überhaupt noch ein Druckmittel in der Hand zu behalten. Der VPB rät deshalb: Wer sich mit dem Gedanken an den Kauf eines Ausbauhauses beschäftigt, sollte sich vorab vom unabhängigen Sachverständigen ausführlich über die Probleme des Projekts beraten lassen.

Weitere Informationen zum VPB unter www.vpb.de.

VPB: Bei Bauarbeiten im Winter auf Temperaturen achten

BERLIN. Bauarbeiten, die um den Gefrierpunkt herum erledigt werden, sind immer problematisch. Die meisten Baustoffe dürfen nämlich nur bis zu bestimmten Temperaturen eingesetzt werden, darunter nicht mehr. Das klappt nicht auf allen Baustellen. Die Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB) beobachten bei ihren Baukontrollen häufig frostbedingte Schäden, weil Putze und Estriche falsch verarbeitet wurden und nicht ausreichend Zeit zum Aushärten hatten. Zu den typischen Mängeln gehören Risse, unzureichende Erhärtung und Festigkeit, fehlende Untergrundhaftung, Hohlstellenbildung. Maßgeblich für die Verarbeitungstemperatur sind nicht nur die Lufttemperatur rings ums Gewerk, sondern auch die Außentemperatur und die Bauteiltemperatur. Das ist eine komplexe Mischung, die die Bauarbeiter im Blick behalten müssen. Bauherren, die ihren Hausbau in einem Bautagebuch dokumentieren, sollten gerade in der Übergangszeit stets auch die Außenluft- und die Raumlufttemperaturen sowie die relative Luftfeuchte innen mit dokumentieren, rät der VPB. Preiswerte Datenlogger, einer innen, einer außen, sammeln die nötigen Kenngrößen und erlauben im Ernstfall, die Ursache für etwaige Mängel zu rekonstruieren. Hat die Firma die Baustoffe nämlich falsch eingesetzt, muss sie die Schäden auch in Ordnung bringen.

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VPB rät: Altbausanierung mit unabhängigen Experten planen

BERLIN. Der Altbaubestand ist hoch in Deutschland. Und im Bestand steckt viel Sanierungspotenzial. Die umfassende Modernisierung eines Altbaus lohnt sich vor allem für Erben und Käufer, die ein Haus übernehmen und an ihre Bedürfnisse anpassen, und für ältere Eigentümer, die ihre Immobilie rechtzeitig vor dem Ruhestand noch einmal technisch auf Vordermann bringen und Barrieren reduzieren möchten.

„Das A und O jeder Sanierung ist die sorgfältige Planung im Vorfeld“, erklärt Dipl.-Ing. Katrin Voigtländer-Kirstädter, Sachverständige beim Verband Privater Bauherren (VPB) und Leiterin des VPB-Regionalbüros Ebersberg. „Am Anfang sollten Hauseigentümer klären, was sie erledigen möchten und wie viel Geld zur Verfügung steht, also Bedarf und Finanzierung. Für die meisten Bauherren steht die energetische Sanierung an erster Stelle.“ Wer ein Haus neu übernimmt muss in jedem Fall die sogenannten Nachrüstpflichten erfüllen: viele Heizkessel sind nach 30 Jahren auszutauschen, meist eine Dämmung der obersten Geschossdecke gegenüber dem unbeheizten Dach und Dämmung aller zugänglichen warmwasserführenden Leitungen in unbeheizten Räumen nötig.

„Bei einer umfassenden energetischen Sanierung bauen die nötigen Maßnahmen technisch sinnvoll aufeinander auf“, erläutert die Fachfrau. „Das spart Zeit, reduziert Schmutz und verhindert vor allen Dingen bauphysikalische Folgeschäden. Die Sanierung muss aber koordiniert und überwacht werden, weil oft mehrere Firmen im Haus arbeiten. Die laufende Baukontrolle gehört zu den klassischen Aufgaben der VPB-Berater.

„Auslöser für die Sanierung ist oft die Heizungssanierung“, beobachtet Katrin Voigtländer-Kirstädter. „In vielen Altbauten müssen die Anlagen ohnehin ausgetauscht werden. Das bietet auch die Chance, auf klimafreundliche Heizsysteme umzusteigen.“

Weitere Sanierungsmaßnahmen sind der Fenstertausch, der Dachausbau und die Fassadenrenovierung. „Oft ist bei diesem Sanierungsumfang dann eine Fassadendämmung notwendig“, weiß die Expertin.

Wie hoch die Kosten für die umfassende Sanierung sind, hängt von Größe und Zustand des Gebäudes ab, aber auch von den verwendeten Materialien. „Die Preise für ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS)liegen beispielsweise zwischen 90 bis 150 Euro je Quadratmeter Fassadenfläche. Das ist abhängig vom Fabrikat des WDVS-System der Gebäudeform und der Dicke der Wärmedämmung“, erklärt Expertin Voigtländer-Kirstädter.

Häufig renovieren Hauseigentümer auch ihre Innenräume, sie bauen das Dach aus und sanieren Küchen und Bäder. Auch hier richten sich die Kosten nach den Ansprüchen. „Um ein gebrauchtes Haus auf den aktuellen Standard zu bringen, muss man 1.500 bis 2.000 Euro pro Quadratmeter Geschossfläche netto rechnen“, resümiert Katrin Voigtländer-Kirstädter und empfiehlt: „Hauseigentümer sollten zunächst mit ihrer Bank die Finanzierung klären und dann die Arbeiten planen. Dann können sie realistisch kalkulieren und frühzeitig klären, ob sie Zuschüsse beantragen können.“ Je detaillierter und strukturierter geplant wird, umso zügiger und auch preiswerter können Eigentümer später umbauen.

Meist bedeutet eine umfassende Sanierung Schmutz! „Manche Arbeiten lassen sich erledigen, während die Besitzer im Haus wohnen. Bei anderen, wie etwa der Erneuerung der Elektroleitungen, der Heizungs- und Wasserrohre, empfiehlt sich der vorübergehende Auszug“, rät Katrin Voigtländer-Kirstädter. „Danach haben die Bewohner dann ja viele Jahrzehnte Ruhe.“

„Die energetische Sanierung ist ein umfangreiches Projekt, das Hauseigentümer unbedingt mit einem unabhängigen Berater planen sollten, der auch wirklich das gesamte Gebäude qualifiziert beurteilen kann. Nur so können sie sicher sein, aus der Vielfalt des Angebots auch wirklich das für sie Passende zu bekommen und die Anforderungen der Gesetzgebung zu erfüllen“, erläutert die VPB-Expertin. Genauso wichtig ist dann auch die Bau- und Qualitätskontrolle, damit auch das ausgeführt wird, was bestellt und bezahlt wird.

VPB: Beim Umbau an Erdbebensicherheit denken

BERLIN. Wer umbaut, legt oft selbst Hand an oder lässt kleinere Firmen für sich arbeiten. Manche Maßnahme wird dann schnell zwischen Tür und Angel entschieden, wie etwa der Abbruch einer kleinen, 11,5 Zentimeter dicken Wand. Vorsicht, warnt der Verband Privater Bauherren (VPB), solche Innenwände sind zwar meist sogenannte nichttragende Wände, die keine Last abfangen, aber viele haben doch eine wichtige Funktion: In Erdbebengebieten – und davon gibt es einige in Deutschland – beispielsweise dienen sie mitunter der Aussteifung des Gebäudes. Der VPB rät deshalb: Wer umbaut, sollte vor jeder Wand, die er entfernt, den Tragwerksplaner fragen. Gerade bei alten Häusern, die mehrfach umgebaut wurden, können unkoordinierte Eingriff in die Substanz zu Ärger führen. Abgesehen davon sind umfangreichere Abbrucharbeiten in aller Regel genehmigungspflichtig.

Weitere Informationen zum VPB unter www.vpb.de.

VPB: Bei der Hausplanung nachhaltig denken

BERLIN. Alle sprechen über Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Beim Bauen bedeutet das nicht nur die Verwendung umweltfreundlicher Baustoffe, die sich nach dem Gebrauch wieder komplett recyceln lassen, sondern auch die Überlegung, wie sich ein Objekt möglichst lange sinnvoll nutzen lässt. Nach Beobachtungen des Verbands Privater Bauherren (VPB) haben Schlüsselfertig-Bauherren nach wie vor viel zu oft nur die Wahl unter den klassischen Wohnhäusern für die Familie mit zwei Kindern. Ändern sich die familiären Konstellationen, sei es durch den Auszug der Jugend, durch Scheidung oder Tod eines Partners, sind die Häuser meist nicht mehr wirtschaftlich zu gebrauchen und müssen oft verkauft werden. Damit geht nicht nur der Wohnort verloren, sondern auch ein wichtiger Baustein der Altersvorsorge. Der VPB rät deshalb zur vorausschauenden Planung. Vieles lässt sich vorsehen und bei Bedarf umsetzen: Grundrisse zum Beispiel sollten sich in zwei oder mehr Einheiten aufteilen lassen mit jeweils eigenem Bad. Dazu müssen Hauseingang, Treppenhaus und Haustechnik entsprechend ausgelegt werden. Wer so nachhaltig plant, kann im Ernstfall das Haus an seine geänderten Bedürfnisse anpassen und es teilweise vermieten. Das erleichtert die Finanzierung und erhält die Heimstatt. Außerdem gilt: Je kleiner die tatsächliche Wohnfläche, umso niedriger die Bau- und Nebenkosten. Auch das sollte in Zeiten hoher Baupreise und steigender Energiekosten eine Überlegung wert sein.

Weitere Informationen zum VPB unter www.vpb.de.

VPB: Bebauungsplan schreibt Dachform vor

BERLIN. Wer ein Haus sucht, hat bei vielen Anbietern die Gelegenheit das neue Heim am Handy oder PC vorab zu konfigurieren. Dabei geht es in der Regel zwar nur um Details, aber auch dabei können Fehlentscheidungen fallen, die später teuer werden. Ein typisches Beispiel, so der Verband Privater Bauherren (VPB), ist die Auswahl der Dachform. Per Mausklick lassen sich verschiedene Varianten aufs Dach setzen: Flachdach, Satteldach, Pultdach – was am besten gefällt, wird geordert. Der VPB mahnt zur Vorsicht: Solche Programme erleichtern Laien zwar die Vorstellung vom neuen Haus, aber welche Dachform, Dachfarbe oder Firstrichtung ein Haus haben darf, wie hoch Traufen und First werden dürfen, das entscheiden nicht die Bauherren am PC, sondern der gültige Bebauungsplan am künftigen Wohnort. Je nach Kommune können die Vorgaben weit ins Detail reichen, bis hin zur Festlegung auf bestimmte Dachdeckungen und -farben. Angehende Bauherren sind also gut beraten, sich zunächst einmal den Bebauungsplan für ihr Grundstück anzusehen, bevor sie in virtuellen Illusionen schwelgen, rät der VPB.

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VPB: Bei der Kellerplanung an steigendes Grundwasser denken

BERLIN. Grundwasser kann das Bauen erheblich beeinflussen und verteuern. Deshalb sollten Bauherren so früh wie möglich klären lassen, wie ihr Baugrund beschaffen ist, rät der Verband Privater Bauherren (VPB). Dazu müssen sie eine Baugrunduntersuchung beauftragen. Erst wenn die Bodenverhältnisse bekannt sind, kann der Keller geplant und der Baupreis seriös kalkuliert werden. Immer öfter empfehlen die Gutachten den Bau sogenannter Weißer Wannen. Dabei handelt es sich um Kellerkonstruktionen aus wasserundurchlässigem Beton, in der Fachsprache kurz WU-Beton genannt. Solche Keller kosten etwa 15.000 bis 20.000 Euro mehr als konventionell gemauerte. Diese Zusatzausgaben sind nötig, wenn von unten Grundwasser drückt, das einen konventionellen Mauerwerkskeller unter Wasser setzen würde. Auch Bauherren, die heute noch kein Grundwasserproblem haben, sollten bei der Planung an die Zukunft denken: In vielen Regionen Deutschlands wird in den kommenden Jahren und Jahrzehnten der Grundwasserspiegel ansteigen: Bergbauregionen und Tagebergbaugebiete, in denen der Wasserspiegel zurzeit noch durch Abpumpen künstlich niedrig gehalten wird, werden dann wieder geflutet. Häuser mit jetzt noch trockenem Untergeschoss stehen danach eventuell im Wasser. Für betroffene Bauherren lohnt sich also heute schon der Bau eines wasserundurchlässigen Kellers, der dann auch die neuen Anforderungen zum Radonschutz einhält.

Weitere Informationen zum VPB unter www.vpb.de.

VPB-Sachverständige beobachten Einsatz falscher Baustoffe: Bauherren müssen auch erfahrenen Firmen auf die Finger schauen

BERLIN. „Wir erleben derzeit, dass viele Baufirmen falsche, nicht zugelassene Produkte verwenden“, konstatiert Dipl.-Ing. Norman Dietz, Bausachverständiger im Büro Hildesheim des Verbands Privater Bauherren (VPB). „Das ist für uns besonders irritierend, weil es sich vielfach um ansonsten gute und sorgfältig arbeitende Unternehmen handelt.“ Der Experte weiß, dass die Produkte nicht mit Absicht falsch eingesetzt werden, sondern aus Unwissenheit. Für Bauherren läuft es allerdings aufs Gleiche hinaus. In ihrem Neubau werden nicht zugelassene Produkte verwendet, die nicht die geforderten und notwendigen Eigenschaften für ihren Einsatzbereich mitbringen und später gegebenenfalls zu Bauschäden führen können.

„Probleme entdecken wir bei regelmäßigen Baustellenkontrollen überwiegend bei Bauwerksabdichtungen und Abdichtungsbändern für bodengleiche Fenster und Türen“, erläutert Norman Dietz. „Die Firmen verwenden mineralische Dichtschlämmen, die vom Hersteller so auch wortwörtlich benannt werden, die aber nicht die notwendigen Eigenschaften als Bauwerksabdichtung mitbringen. Zum Beispiel garantieren sie keine Rissüberbrückung, obwohl ihr Name das vermuten lässt. Erst bei der Überprüfung des technischen Merkblatts fällt auf, dass das Produkt für den gewählten Einsatzbereich, zum Beispiel als Bauwerksabdichtung, im Neubau gar nicht zugelassen ist.“ Umso gravierender findet es der Experte, weil genau die Prüfung auf Eignung eigentlich Pflicht des Fachunternehmens ist.

Ähnliches beobachtet der Experte bei Dichtbändern: „Viele Unternehmer setzen beispielsweise falsche EPDM-Dichtbänder ein, die gar nicht für den Außenbereich zugelassen sind.“ Die Abkürzung EPDM steht für Ethylen-Propylen-Dien-(Monomer)-Kautschuk. Dabei handelt es sich um einen gummielastischen Werkstoff nach EN 13956. Diese Dichtbänder, die etwa zum Abdichten von bodengleichen Fensterelementen benutzt werden, gibt es bereits seit den 1960er Jahren. Sie dienen als Alternative zur Dachpappe, sind stark dehnbar und bleiben auch bei extrem hohen oder sehr niedrigen Temperaturen auf Dauer elastisch. Sachverständiger Dietz beschreibt das Problem wie folgt: „Viele Handwerker prüfen nicht, was sie einbauen. Mit oder ohne Aufdruck des Produktnamens wird die Eigenschaft des EPDM- Dichtbands anhand der schwarzen Farbe und der Dicke des Materials assoziiert. Das reicht aber zur Beurteilung nicht: Der Anwendungsbereich wird nur auf der Verpackung und dem technischen Merkblatt erläutert.“ Dort finden sich auch die entscheidenden Angaben, ob das EPDM- Dichtband überhaupt als Bauwerksabdichtung zugelassen ist. „Auch hier stehen die Bauunternehmen in der Pflicht, vorab die Eignung zu prüfen.“ Der Sachverständige kann die Liste lange fortsetzen.

Für Norman Dietz sind diese Beobachtungen alarmierend, gerade, weil – neben den bekannten Problemen im Schlüsselfertigbau – schlechte Planung, unqualifizierte Ausführende – nun zunehmend bislang solide arbeitende Firmen falsche Bauprodukte einbauen. Die Ursache liegt im System: Die Baufirmen überwachen sich selbst. Folglich hängt die Qualität der Bauausführung stark von den Bauleitern vor Ort ab“, erläutert der Experte. „Die Firmen stehen aktuell auch unter enormem Druck, sie müssen in kurzer Zeit viel bauen. Auch die Bauherren sind oft ungeduldig.“ Ein weiteres Problem stellen nach Ansicht von Norman Dietz auch eingespielte Teams dar: Bauleiter und Nachunternehmer arbeiten oft seit Jahren vertrauensvoll zusammen. Das führt auch zu blindem Vertrauen.

„Die unabhängige Bau- und Qualitätskontrolle ist für private Bauherren heute also wichtiger denn je“, konstatiert der Sachverständige. „Zumal wir schon öfter festgestellt haben, dass tatsächlich bessere und sorgfältigere Handwerker eingesetzt werden, wenn die Bauherren ankündigen, dass sie einen unabhängigen Bausachverständigen mit der baubegleitenden Qualitätssicherung beauftragen.“

VPB: Beim Altbaukauf nach Plänen und Baugenehmigung fragen

BERLIN. Wer ein Bestandsgebäude kauft, sollte unbedingt nach den Plänen, Berechnungen und der Baugenehmigung des Hauses fragen und sich diese beim Kauf auch aushändigen lassen, empfiehlt der Verband Privater Bauherren (VPB). Das gelingt nicht immer, denn manchmal sind die Dokumente gar nicht mehr vorhanden, zum Beispiel bei alten Häusern, deren Eigentümer schon mehrfach gewechselt haben. Gesetzlich besonders geregelt ist nur die Übergabepflicht des Energieausweises. Der muss beim Kauf übergeben, ja sogar schon dem Kaufinteressenten vorgelegt werden. Auch Unterlagen und Nachweise, die das Grundstück betreffen, wie etwa die Baugenehmigung, müssen vom Verkäufer an den neuen Eigentümer übergeben werden – aber nur, wenn er sie besitzt. Wo nichts ist, existiert auch kein Anspruch auf Herausgabe. Darauf sollten sich Käufer aber nur im Notfall einlassen, denn sie müssen als neue Eigentümer jederzeit, vielleicht erst nach Jahren, beweisen können, dass ihr Haus irgendwann einmal ordnungsgemäß genehmigt wurde. Weil auch die Bauämter längst nicht mehr alle Pläne und Genehmigungen archivieren, kann es sein, dass für ein Objekt tatsächlich keine Unterlagen mehr greifbar sind. Dann hilft nur eins: Die neuen Eigentümer müssen den Bau nachgenehmigen lassen, mit allen Problemen und Kosten. Sie brauchen dazu Architekt und Fachplaner und müssen das gesamte Genehmigungsprozedere durchlaufen und bezahlen. Das funktioniert aber nur, wenn das Bestandsgebäude genehmigungsfähig ist! Widerspricht es dem geltenden Baurecht und helfen auch keine Abweichungs- und Ausnahmegenehmigungen, dann drohen sogar Teilabriss oder vollständiger Rückbau. Es lohnt sich also, frühzeitig nach Plänen und Genehmigungen zu fragen und die Verkäufer an der Suche und Beschaffung der alten Unterlagen zu beteiligen – schließlich haben sie auch großes Interesse daran, zu belegen, dass der Bau rechtens ist.

Weitere Informationen zum VPB unter www.vpb.de.

VPB: Nicht jede Farbe ist überall zulässig

BERLIN. Weiß und beige sind die beliebtesten Fassadenfarben. Dunkle Häuser sind eher selten, dabei haben dunkle Fassadenfarben durchaus Vorteile, erklärt der Verband Privater Bauherren (VPB). Zum einen lassen sie große Häuser zierlicher wirken, zum anderen kaschieren sie Fassadenversprünge, Ecken, Kanten und nachträgliche Anbauten. Dunkle Farben sind auch nicht so anfällig für Staub und Schmutz, dafür blassen manche im Laufe der Zeit ein wenig ab. Aber gleich, ob hell oder dunkel, der VPB rät: Wer einen ungewöhnlichen Farbton auf seine Fassade bringen will, sollte vorher klären, ob es in seiner Kommune eine Gestaltungssatzung gibt, die die Farbauswahl einschränkt oder festlegt. Möglicherweise sind die Wunschfarben gar nicht zulässig.

VPB: Schlussbegehung nicht vergessen

BERLIN. Garantie gibt es nicht nur auf Schuhe oder Autos, sondern auch auf Häuser. Die Gewährleistungsfrist beträgt bei Verbrauchern – und das sind vor allem private Bauherren – fünf Jahre laut BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) und beginnt mit der Bauabnahme. Daran erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Wird innerhalb dieser Zeit ein Mangel am Haus festgestellt, muss ihn der dafür zuständige Bauunternehmer in Ordnung bringen – vorausgesetzt, die Bauherren bemerken den Mangel rechtzeitig. Damit die Frist nicht verstreicht, rät der Verband Privater Bauherren (VPB) zur sogenannten Schlussbegehung vor Ablauf der Gewährleistungsphase. Die übernimmt der unabhängige Sachverständige für die Hauseigentümer. Dabei kommen erfahrungsgemäß Probleme zur Sprache, die sich als Mängel entpuppen – etwa Risse und Schmutzfahnen, Feuchteschäden, Veralgungen und Vermoosungen, aber auch falsch verlegtes Gefälle, Zugerscheinungen und ein unerwartet hoher Energieverbrauch. Hat der Bausachverständige den Mangel diagnostiziert, sollten Bauherren zwei Dinge tun: Den Mangel schriftlich bei der zuständigen Firma rügen und der Firma eine angemessene Frist zur Beseitigung setzen. Versäumen die Bauherren die Schlussbegehung, bleiben sie in der Regel auf den Kosten für die Beseitigung etwaiger Mängel sitzen.

VPB: Politik sollte private Bauherren effizienter unterstützen

BERLIN. „Abwrackprämien, Steuererleichterungen, Baukindergeld … viele Einzelmaßnahmen sollen privaten Bauherren beim Immobilienerwerb helfen. Gleichzeitig wird ihnen das Leben unnötig schwerer gemacht“, kritisiert Dipl.-Ing. Corinna Merzyn, Hauptgeschäftsführerin des Verbands Privater Bauherren (VPB) in Berlin. „Neben immer höheren gesetzlichen Anforderungen im Neubau, die das Bauen und Sanieren verteuern, treffen auch neue Überlegungen zur Mietenregulierung vor allem die privaten Kleinvermieter, die über 80 Prozent aller Wohnungen in Deutschland zur Verfügung stellen.“

Was viele nicht wissen: Über 80 Prozent der deutschen Wohnungen werden von privaten Kleinvermietern und Selbstnutzern gestellt, nicht von großen kommerziellen Wohnungsbaufirmen. Diese privaten Bauherren sichern mit jeweils wenigen einzelnen Wohnungen dennoch den ganz überwiegenden Grundstock des Wohnungsmarktes und bauen so gleichzeitig ihre Altersvorsorge auf. „Das ist momentan eine der wenigen soliden Möglichkeiten, weil es für Spareinlagen kaum Zinsen gibt“, erläutert Corinna Merzyn. „Wenn man diese Bauherrengruppe nun aber immer weiter an den Rand drängen will, wie über die in Berlin diskutierten Gesetze, ist schon jetzt eine hohe Verunsicherung zu beobachten. Wenn diese auch zahlenmäßig so wichtige Anbietergruppe aus dem Mietwohnungsbau verdrängt wird, ist jedoch die Wohnungsknappheit nicht in den Griff zu bekommen und der in diesen kleinen Mietstrukturen fast immer vorhandene gutnachbarschaftliche Zusammenhalt zwischen Mietern und Vermietern wird zerstört“, skizziert die Hauptgeschäftsführerin des Verbraucherschutzverbands die Folgen.

Sie plädiert deshalb dringend dafür, private Bauherren sowohl als Vermieter wie auch als Selbstnutzer nicht über Gebühr zu strapazieren.

VPB rät: Ursachen für Feuchteschäden schnell abklären

BERLIN. Viele Hauseigentümer kennen das: Seltsame Flecken erscheinen plötzlich wie aus dem Nichts an Wand oder Decke. „Die Ursachen sind vielfältig“, weiß Dipl.-Ing. (FH) Marc Ellinger vom Verband Privater Bauherren (VPB). „In jedem Fall sollten Betroffene die Abklärung der Ursachen nicht auf die lange Bank schieben, denn wenn es Feuchteflecken sind, sind Folgeschäden wahrscheinlich und die können teuer werden“, empfiehlt der Bausachverständige und Leiter des VPB-Büros Freiburg-Südbaden.

„Feuchteschäden können durch Wasser von außen verursacht werden, etwa durch einen undichten Keller. Dabei kann auch punktuell Wasser eindringen, zum Beispiel an den Stellen, an denen Hausleitungen die Kellermauern durchdringen. „Das“, so weiß der Experte, „sind neuralgische Stellen.“ Wasser kann aber auch wenn es von innen kommt Probleme bereiten. „Neben undichten Wasser-, Abwasser- oder Heizleitungen führen vor allem Kondensat und nicht ausreichend abgetrocknete Baurestfeuchte zu Schäden“, erläutert Marc Ellinger.

Feuchteschäden erkennen Laien, die ihre Immobilie regelmäßig kontrollieren, nicht nur an akut dunklen Stellen, sondern auch an Verfärbungen, die sich auf der Wand oder an der Decke abzeichnen. Sie werden durch das Abtrocknen hervorgerufen und als Verdunstungshorizonte bezeichnet. „Viele Betroffene missdeuten die abgetrockneten Stellen als Zeichen der Entwarnung. Sie hoffen, es sei ein einmaliger Vorgang gewesen und das Problem sei damit erledigt. Dem ist aber nicht so“, warnt der Bausachverständige. Auch wenn die Wandoberfläche wieder trocken scheint, kann sich doch dahinter im Verborgenen Schimmel bilden. Außerdem bahnt sich Wasser, das beispielsweise durch einen defekten Dachziegel eingedrungen ist, bei nächster Gelegenheit auf demselben Weg wieder seine Bahn.

Feuchtigkeits- und Wasserschäden beginnen meist klein, können aber in kurzer Zeit erhebliche Ausmaße annehmen. Wird dagegen nicht schnell etwas unternommen, lässt der Schimmel meist nicht lange auf sich warten. Hauseigentümer sind deshalb gut beraten, die Ursache des Feuchteschadens zügig abklären zu lassen.

Schnell handeln müssen sie auch wegen der Gebäude- und der Hausratversicherung. „Versicherte unterliegen der sogenannten Schadensminderungsobliegenheit“, erklärt Bauherrenberater Ellinger. „Sie müssen also dafür sorgen, dass sich der Schaden nicht unnötig ausweitet.“ Unterlassen sie das, kann sich die Versicherung unter Umständen weigern, den Schaden zu bezahlen. „Hauseigentümer können diese Obliegenheiten in ihren Versicherungsbedingungen nachlesen.“

Wie sollten Bauherren vorgehen, wenn sie einen Feuchteschaden entdecken? Im ersten Schritt sollten sie das Inventar aus dem feuchten in einen trocknen Bereich räumen. Als nächstes müssen die Betroffenen ihrer Versicherung den Schaden melden. „Fällt der Schaden noch in die Gewährleistungsfrist innerhalb der ersten fünf Jahre nach Bauabnahme, müssen Bauherren anschließend auch ihre Baufirma informieren und dort den Schaden als Mangel in der Gewährleistungsphase rügen“, rät der Sachverständige. „Das kann auch dann noch sinnvoll sein, wenn die Gewährleistung schon abgelaufen ist. Vorteilhaft ist in jedem Fall, wenn Fotos aus der Bauzeit sowie Werk- und Konstruktionspläne vorliegen, die die Eingrenzung der Ursachen ermöglichen. Dabei hilft zum Beispiel das VPB-Bautagebuch.“

Bei der Schadensaufnahme – wie auch bei der späteren Kontrolle der Sanierungsarbeiten – kann sie dabei ein Bauherrenberater im VPB unterstützen. „Je nach Umfang des Schadens empfiehlt es sich auch schon früh einen Rechtsanwalt einzuschalten, um juristische Fehler im Umgang mit der Versicherung und der Baufirma zu vermeiden“, gibt Marc Ellinger zu bedenken.

„Ein solcher Feuchteschaden mit Schimmelbefall macht nicht nur Ärger, er hat auch unmittelbare Auswirkung auf den Wiederverkaufswert eines Gebäudes, sofern er nicht vollständig beseitigt wird und dies auch belegt werden kann“, weiß der Sachverständige und warnt deshalb abschließend: „Bauherren sollten in jedem Fall darauf bestehen, dass der Schaden ordentlich und vollständig behoben wird. Auch dabei unterstützt der VPB-Berater. Die Schadensbeseitigung allein den Baufirmen und deren Haftpflichtversicherungen, beziehungsweise der Gebäudeversicherung und den von den Versicherungen benannten Trocknungsfirmen zu überlassen, führt nicht immer zu einer vollständigen Beseitigung eines Schimmelschadens.“

Hinweis für die Redaktion: Der Verband Privater Bauherren (VPB) stellt das VPB-Bautagebuch gratis online zur Verfügung. Interessenten können alle Informationen und erforderlichen Dateien von der Website des VPB unter der Adresse www.vpb.de/vpb-bautagebuch.html herunterladen.

Worauf es bei der Dokumentation im Bautagebuch ankommt, hat der VPB in seinem Ratgeber „VPB-Bautagebuch – So dokumentieren Sie im Blog Ihren eigenen Hausbau!“ zusammengestellt. Auch dieses Angebot ist kostenlos und kann im Servicebereich unter www.vpb.de heruntergeladen werden oder direkt unter VPB-Ratgeber: www.vpb.de/download/VPB-Ratgeber_Bautagebuch_Hausbau-richtig-dokumentieren.pdf.

VPB rät: Ursachen für Feuchteschäden schnell abklären

BERLIN. Viele Hauseigentümer kennen das: Seltsame Flecken erscheinen plötzlich wie aus dem Nichts an Wand oder Decke. „Die Ursachen sind vielfältig“, weiß Dipl.-Ing. (FH) Marc Ellinger vom Verband Privater Bauherren (VPB). „In jedem Fall sollten Betroffene die Abklärung der Ursachen nicht auf die lange Bank schieben, denn wenn es Feuchteflecken sind, sind Folgeschäden wahrscheinlich und die können teuer werden“, empfiehlt der Bausachverständige und Leiter des VPB-Büros Freiburg-Südbaden.

„Feuchteschäden können durch Wasser von außen verursacht werden, etwa durch einen undichten Keller. Dabei kann auch punktuell Wasser eindringen, zum Beispiel an den Stellen, an denen Hausleitungen die Kellermauern durchdringen. „Das“, so weiß der Experte, „sind neuralgische Stellen.“ Wasser kann aber auch wenn es von innen kommt Probleme bereiten. „Neben undichten Wasser-, Abwasser- oder Heizleitungen führen vor allem Kondensat und nicht ausreichend abgetrocknete Baurestfeuchte zu Schäden“, erläutert Marc Ellinger.

VPB: Grundrisse vor Vertragsabschluss prüfen

BERLIN. Wer schlüsselfertig baut, entscheidet sich für einen standardisierten Haustyp. Damit, so hoffen viele, haben sie mit dem Hausbau möglichst wenig zu tun. Deshalb merken Bauherren oft erst während der Bauzeit, wenn beispielsweise die Raumaufteilung des geplanten Hauses doch nicht ihren Erwartungen entspricht. Die  Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB) beobachten bei Beratungsgesprächen immer wieder: Bauherren halten die Entwurfsplanung, die ihnen die Baufirma vorlegt, zunächst für unverrückbar gegeben. Das ist aber ein Irrtum. Änderungen, so der VPB, sind möglich und oft auch sinnvoll, etwa, wenn Bauherren von vornherein Barrieren vermeiden möchten oder ihr Haus nach der Familienphase in zwei Wohnungen unterteilen wollen. Solche Wünsche müssen vor Vertragsabschluss besprochen und festgelegt werden. Nachträgliche Änderungen sind zwar theoretisch möglich, verursachen aber meist enorme Zusatzkosten und Zeitverzögerungen.

VPB rät: Bewehrung immer wieder kontrollieren

BERLIN. Häuser bestehen in ihren tragenden Strukturen vorwiegend aus Steinen, Beton und Holz. Nur wenn die Baustoffe richtig und nach den Planvorgaben verarbeitet werden, ergibt sich daraus ein langfristig standfestes, sicheres Gebäude. Problematisch ist nach Erfahrung des Verbands Privater Bauherren (VPB) der Baustoff Beton, denn er muss, um als Fundament, Wand, Stütze oder Decke Lasten und Kräfte ableiten zu können, mit Stahl bewehrt werden. Der Stahl wird in Form von Stäben und Matten in die Schalung eingebaut, dann wird der Beton in die formgebende Schalung gefüllt. Ist der Beton ausgehärtet, ist eine Kontrolle der Bewehrung nicht mehr möglich. Deshalb ist es sinnvoll, wenn Bauherren die Bewehrung der maßgeblichen Bauteile – Fundamente, Bodenplatte, Kellerwände, Stützen, Unterzüge und Decken – vor dem Betonieren vom unabhängigen Sachverständigen prüfen lassen. Das ist jetzt einfacher als früher, denn für alle Bauverträge, die seit dem 1. Januar 2018 geschlossen werden, gilt der Unterlagenherausgabeanspruch, den alle privaten Bauherren ohne eigenen Planer im Schlüsselfertigneubau haben: Weil die Statik für den Nachweis der Standsicherheit nötig ist, können die Bauherren die Herausgabe der entsprechenden Unterlagen vom Schlüsselfertiganbieter verlangen – und zwar bevor die Leistung ausgeführt worden ist. Mit diesen Unterlagen können die Sachverständigen die Bewehrung dann im Detail kontrollieren.

VPB: Bauherren sollten Abnahmeprotokoll vor Unterschrift prüfen

BERLIN. Jeder Hausbau endet mit der Abnahme. Bauherren müssen sie sorgfältig vorbereiten, denn sie ist einer der wichtigsten Rechtsschritte beim Bauen, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Dabei gibt es für die eigentliche Abnahme auf der Baustelle kein festgelegtes Prozedere. Zum Beispiel ist nicht geregelt, wer das Abnahmeprotokoll schreibt. Nach Erfahrung der bundesweit tätigen VPB-Sachverständigen übernimmt meistens der Bauunternehmer das Protokoll, damit die Bauherren und ihr Sachverständiger den Blick frei haben. Allerdings gilt auch bei der Abnahme der Satz „Wer schreibt, der bleibt“. Der Protokollführer notiert in der Regel die Dinge aus seiner Sichtweise. Deshalb ist es wichtig für Bauherren, das Abnahmeprotokoll spätestens vor der Unterzeichnung noch einmal ganz genau zu prüfen: Sind tatsächlich alle angesprochenen, auch strittigen Mängel aufgenommen? Sind sie auch so formuliert, dass sie als Mangel gelten und entsprechend beseitigt werden müssen? Sind auch alle jene Mängel aufgelistet, die schon während der Bauzeit moniert wurden, aber bis zur Abnahme noch nicht beseitigt waren? Sind die Rechte der Bauherren bezüglich dieser Mängel im Protokoll vorbehalten? Eventuell muss im Abnahmeprotokoll auch ein Vorbehalt über eine zu zahlende Vertragsstrafe aufgenommen werden. Bei der Abnahme, wie auch bei der Prüfung des Abnahmeprotokolls unterstützen VPB-Berater die Bauherren.

VPB: Ärger vorbeugen, Bauzustand feststellen

BERLIN. Wer ein Grundstück im Bestand bebauen möchte, muss sich nicht nur mit dem Bauen an sich, sondern auch mit der Nachbarschaft auseinandersetzen. Viele Anwohner stehen Neubauprojekten skeptisch gegenüber, beobachten die Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB). Sie fürchten Baulärm, sorgen sich um den Verlust von Bäumen, Licht, Luft und Ruhe im gewachsenen Quartier. Groß ist bei vielen auch die Angst, der Neubau könnte die eigene Immobilie beschädigen oder den Wert ihres Hauses beeinträchtigen. Drei Dinge, rät der VPB, sollten die neuen Grundstückseigentümer tun, um sich abzusichern und die neuen Nachbarn zu beruhigen: Mit den Nachbarn sprechen und ihre Pläne erklären, den Neubau sorgfältig planen und in allen Details genehmigen lassen und einen eigenen Bausachverständigen mit einer Bauzustandsfeststellung bei den Nachbarn beauftragen. Der Experte nimmt dann im Vorfeld die Grundstücke und Wohnungen der besorgten Anrainer in Augenschein und dokumentiert deren Zustand. So lässt sich später feststellen, ob die Bauarbeiten Schäden am Bestand verursacht haben oder nicht. Natürlich geht das nur, wenn die Anrainer dem Bausachverständigen auch Zutritt  gewähren, aber das liegt ja schließlich in deren eigenem Interesse.

VPB: Beim Haus bereits familiäre Veränderungen einplanen

BERLIN. „Die meisten Häuser sind für vierköpfige Familien konzipiert. Verändert sich diese Konstellation, lassen sich die wenigsten Immobilien sinnvoll umnutzen“, konstatiert Dipl.-Ing. Katrin Voigtländer-Kirstädter, Sachverständige beim Verband Privater Bauherren (VPB) und Leiterin des VPB-Regionalbüros in Ebersberg. Immer häufiger berät sie Hauseigentümer, die ihr Einfamiliendomizil nach einer Trennung oder dem Tod eines Partners aufgeben müssen, weil sich die Immobilie nicht an ihre neuen Lebensumstände anpassen lässt.

Besonders hart trifft eine Trennung ihrer Beobachtung nach Mütter: Weil sie nach der Geburt der Kinder meist nur noch in Teilzeit arbeiten, können sie sich die Übernahme der Immobilie in der Regel nicht leisten. Die Übernahme wäre für sie aber wünschenswert, um den Kindern das gewohnte Umfeld und sich selbst das Dach über dem Kopf zu erhalten. Außerdem ist für Frauen, die in Teilzeit entsprechend weniger fürs Alter ansparen, die Immobilie ein noch viel wichtigerer Baustein in der eigenen Altersvorsorge als ohnehin schon.

VPB: Lohnt sich der Balkon am Einfamilienhaus?

BERLIN. Die meisten Einfamilienhäuser haben Balkone. Aber während sie bei der modernen Eigentumswohnung unverzichtbar sind, gehören Balkone am Einfamilienhaus zum Luxus, der sich sparen lässt. Denn wer nutzt schon einen kleinen Balkon, wenn er einen Garten zur Verfügung hat, gibt der Verband Privater Bauherren (VPB) zu bedenken. In vielen Fällen reichen auch französische Balkone, also bodentiefe Fenster mit absturzsicher montiertem Geländer. Sinnvoll sind Balkone am Einfamilienhaus allerdings immer dann, wenn die Bauherren das Haus nach dem Auszug der Kinder aufteilen und die obere Etage vermieten möchten. Dann, so rät der VPB, sollten der Balkon aber auch ausreichend groß geplant werden, damit er wie eine Terrasse genutzt werden kann. Außerdem sollten die zukünftigen Mieter von oben nicht gerade in alle Privatbereiche hineinschauen können. Der VPB gibt außerdem zu bedenken: Balkonkonstruktionen, die unabhängig vorm Gebäude stehen, sind technisch und bauphysikalisch unproblematischer, als Balkone, die ins Bauwerk integriert werden.

VPB: Beim Ausbauhaus die Aufgaben klären

BERLIN. Viele Bauherren sparen durch Eigenhilfe Geld. Manche trauen sich sogar an ein Ausbauhaus. Wer sich für ein solches Modell entscheidet, muss im Vorfeld genau klären, welche Arbeiten wer erbringt, rät der Verband Privater Bauherren (VPB). Manche Gewerke, wie beispielsweise Elektroarbeiten, dürfen Bauherren meist gar nicht selbst ausführen.  Außerdem schreiben die Landesbauordnungen einen Bauleiter vor. Wer übernimmt diese Aufgabe, wenn es die Baufirma nicht macht? Des Weiteren muss, sobald zwei oder mehr Firmen gleichzeitig am Bau arbeiten, ein Sicherheits- und Gesundheitskoordinator (SiGeKo) bestellt und – meist von den Bauherren – bezahlt werden. Bauherren müssen außerdem für sich und ihre Helfer Unfall- und Bauhelferversicherungen abschließen. Es kommt also einiges auf die Bauherren zu, womit sie meist nicht rechnen. Der VPB rät deshalb: Bauherren sollten ihren Bauvertrag  erst unterzeichnen, nachdem ein unabhängiger Sachverständigen ihn geprüft hat und wenn alle Fragen zu ihrer Zufriedenheit geklärt sind.

Neuer VPB-Ratgeber: Auch Hauskauf unter Zeitdruck lässt sich vorbereiten

BERLIN. Neubauten sind Mangelware, deshalb suchen immer mehr Familien Häuser im Bestand „Dabei wird der Immobilienkauf zunehmend zur Bieter-Rallye. Wer am schnellsten das höchste Gebot abliefert, bekommt den Zuschlag“. Das beobachtet Dipl.-Ing. Klaus Kellhammer, Vorstandsmitglied des Verbands Privater Bauherren (VPB) und Leiter des VPB-Regionalbüros Tübingen seit geraumer Zeit. Auch seine Kollegen in anderen Städten kennen die fatale Entwicklung: „Aus Sorge, leer auszugehen, kaufen viele Interessenten Immobilien, ohne sie vorher gründlich zu prüfen“, weiß auch Dipl.-Ing. Frank Gries, Leiter des VPB-Büros in Karlsruhe.

Wo die Nachfrage das Angebot so eklatant übersteigt, wie aktuell in gesuchten Lagen, können sich Kaufinteressenten offenbar nicht mehr ausreichend Zeit lassen und ein Objekt in Ruhe mehrfach und auch mit einem eigenen Sachverständigen besichtigen. Müssen sie jetzt die sprichwörtliche „Katze im Sack“ kaufen? „Nein“, beruhigt Frank Gries, „es gibt eine ganze Menge, was Kaufwillige im Vorfeld klären können, um notfalls auch eine schnelle Entscheidung zu treffen. Hilfreich ist dabei der neue VPB-Ratgeber. Er heißt „Gute Vorbereitung = Schnelle Kaufentscheidung!“ und kann ab sofort kostenlos von der VPB-Website heruntergeladen werden unter www.vpb.de/download/VPB-Ratgeber_Immobilienkauf_unter_Zeitdruck.pdf.

VPB: Neue Baustoffe sind nicht immer besser

BERLIN. Bauen ist eine komplexe Angelegenheit. Immer mehr Baustoffe und Methoden werden entwickelt, sei es zum Dämmen oder zur Kellersanierung. Oft werben die Hersteller mit schnellen Erfolgen bei wenig Baudreck und kurzer Arbeitszeit. Das klingt vor allem für Althausbesitzer verlockend, die während der Sanierungsarbeiten im Haus wohnen und deshalb die Handwerker ohne viel Schmutz schnell wieder loswerden möchten. Moderne Baustoffe haben aber ein generelles Problem, erläutert der Verband Privater Bauherren (VPB): Sie sind neu und damit in der Praxis noch nicht lange erprobt. Sie können funktionieren – oder eben auch nicht. Manche Bauherren stört das nicht, sie sind gerne Pioniere. Dann allerdings sollten sie zumindest bei der Auswahl der verarbeitenden Firma auf Qualität achten, rät der VPB. Zunächst einmal sollten sie sich einen Eindruck von dem Unternehmen verschaffen: Ist die Firma schon lange am Markt und beschäftigt sie qualifizierte Handwerker? Bietet sie auch Alternativen zum neuen Produkt an, vor allem bewährte Baustoffe? Oder ist es vielleicht eine Firma, die eigens zur Vermarktung des neuen Produkts gegründet wurde und dieses jetzt mit Sonderaktionen schnell unters Volk bringen will? Wer nicht auf windige Geschäftemacher hereinfallen möchte, kann sich schützen: Zum einen sollten sich Bauherren und Sanierer immer Referenzen nennen lassen und mit den anderen Bauherren dann auch tatsächlich über deren Erfahrungen sprechen. Zum anderen sollten sie sich vom unabhängigen Sachverständigen über die Vorzüge und Nachteile einzelner Baustoffe Information und Rat holen.

VPB: Flachdächer brauchen besondere Pflege

BERLIN. Angeregt durch das diesjährige 100. „Bauhaus“-Jubiläum bieten viele Schlüsselfertigfirmen einen dem „Bauhaus“-Stil nachempfundenen Haustypus an. Markante Erkennungsmerkmale sind schlichte Würfelformen, glatte weiße Fassaden und flache Dächer ohne Dachüberstand. Nach Erfahrung der Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB) brauchen Flachdächer regelmäßige Wartung und Pflege. Sie werden über innenliegende Leitungen entwässert. Setzt sich der Ablauf am tiefsten Punkt der Dachfläche zu, kann sich das Wasser auf dem Dach aufstauen und findet im schlimmsten Fall sogar einen Weg ins Haus. Der VPB erinnert: Abflüsse auf dem Flachdach müssen regelmäßig gereinigt werden, das gilt ganz besonders, wenn rings ums Haus Bäume stehen, die Blüten, Blätter oder Nadeln abwerfen. Auch nach schweren Regenfällen  immer mal aufs Dach steigen und den Abfluss reinigen!

VPB: Für das Bauen in Erdbebengebieten gelten besondere Vorschriften

BERLIN. Erdbeben in Italien sind regelmäßig in den Medien, Erdbeben in Deutschland seltener. Dabei bebt auch zwischen Alpen und Nordsee ab und zu der Boden, allerdings fallen die Schäden meist geringer aus als am Mittelmeer. „Trotzdem muss in einigen Gegenden Deutschlands erdbebensicher gebaut werden“, erklärt Dipl.-Ing. Stefan Hubenschmid, Sachverständiger beim Verband Privater Bauherren (VPB) und Leiter des VPB-Regionalbüros Konstanz.

Der Bodensee gehört zu den gefährdeten Regionen der Bundesrepublik. „Wir, auf der Nordseite des Sees, gehören zur Erbebenzone 2. Aber nur wenige Kilometer nördlich von uns beginnt bereits die Erbebenzone 3. Das ist die höchste Stufe in Deutschland“, erläutert der Sachverständige. „Dort muss entsprechend anders geplant und konstruiert werden.“ Das ist vielen Bauherren gar nicht bewusst. Auch manche Baufirmen, zumal, wenn sie nicht aus der betroffenen Region stammen, beherrschen das erdbebensichere Bauen nicht, ihre Mitarbeiter sind nicht geschult. Entsprechende Baumängel sind die Folge. Wird die Baustelle nicht sorgfältig kontrolliert, fallen diese Mängel nicht gleich auf, sondern erst, wenn beim nächsten Beben Risse und Schäden sichtbar werden.

In Deutschland gibt es vier Erdbebenregionen – von 0 bis 3. Festgelegt wurden die Erbebenzonen anhand von wissenschaftlichen Untersuchungen. Daraus entstand die erst kürzlich aktualisierte Erdbebenzonenkarte, die beim Deutschen Geoforschungszentrum in Potsdam hinterlegt ist.

VPB: Altbaudecken für schwere Lasten bedingt geeignet

BERLIN. Ein Flügel macht sich gut in einer schicken Altbauwohnung. Hohe, große Räume bieten ausreichend Platz und oft auch gute Akustik. Allerdings, so rät der Verband Privater Bauherren (VPB), sollten Mieter wie Eigentümer immer an das Gewicht denken. Ein Flügel wiegt immerhin bis zu 600 Kilo. Diese Last ruht auf drei einzelnen Punkten. Dazu kommt noch der Pianist. Während Neubaudecken in der Regel für solche Lasten statisch ausgelegt sind, ist manche Altbaudecke damit überfordert. Der VPB rät vor der Anschaffung schwerer Möbel in Altbauten dazu, die Statik der Decke überprüfen zu lassen. Problematisch sind auch schwere Bücherregale, große Aquarien und manche Trainingsstationen mit Gewichten. Auch Wasserbecken und Whirlpools, die eventuell auf einem erweiterten Balkon über einer Garage aufgebaut werden, könnten die Decken darunter überlasten. Wasser wiegt immerhin tausend Kilo pro Kubikmeter plus dem Gewicht für Behälter und Technik. In solchen Fällen, rät der VPB, sollte sich immer vorab ein im Altbau erfahrener Statiker die Decke ansehen.

VPB rät: Gestaltungssatzung einsehen

BERLIN. Wer sein altes Haus sanieren und zum Schluss auch die Fassade neu streichen lassen möchte, sollte bei der Farbwahl vorsichtig sein, erläutert der Verband Privater Bauherren (VPB). Nicht immer ist erlaubt, was den Eigentümern gefällt. Manche Kommunen haben eine Gestaltungssatzung, die Äußerlichkeiten wie zum Beispiel die Farbgebung der Fassaden regelt. Dahinter steckt die Bemühung, das eigene Ortsbild halbwegs harmonisch zu erhalten und extreme Farbgestaltungen, etwa in grellem Grün oder Pink zu verhindern. Gestaltungssatzungen können auch Vorgaben für Dachdeckung und Dachfarbe festlegen oder für Einfriedungen. Der VPB rät: Erst bei der Kommune nach eventuellen Vorgaben erkundigen und dann die Handwerker entsprechend mit den Arbeiten beauftragen.

Weitere Informationen zum VPB unter www.vpb.de.

VPB: Häuser vor Blitz und Überspannung schützen

BERLIN. Millionen Blitze zucken jedes Jahr über Deutschland, etliche schlagen ein. Dabei verursachen sie Schäden, auch an Immobilien. „Private Bauherren sollten deshalb frühzeitig über Blitzschutz für ihren Neubau nachdenken“, empfiehlt Dipl.-Bau-Ing. Volker Wittmann, Sachverständiger und Leiter des Büros Regensburg im Verband Privater Bauherren (VPB). „Blitzschutz muss zum Haus und den eigenen Bedürfnissen passen.“

Vorschrift im Neubau sind heute sogenannte Fundamenterder. Sie müssen seit 1980 eingebaut werden und liegen, wie der Name nahelegt, im Bereich des Fundaments. Der Fundamenterder leitet die Spannung bei Blitzeinschlägen im Haus oder in der Nachbarschaft ins Erdreich ab. Fundamenterder sind Teil des elektrischen Schutzsystems eines Hauses und werden nach DIN 18014:2014-3 gebaut.

Weil immer mehr WU-Keller (wasserundurchlässige Keller) gebaut werden, gelten seit März 2014 entsprechende neue Vorschriften: Fundamenterder bei WU-Kellern und WU-Kellerböden sowie zum Erdreich gedämmten Kellerböden liegen heute nicht mehr in der Stahlbetonkonstruktion selbst, sondern unter der Gebäudesohle im Erdreich  bei nicht unterkellerten Gebäuden bis zu 80 Zentimeter tief. Dort werden sie ringförmig um das gesamte entstehende Haus herum in V4AEdelstahl eingebaut und mit dem Potentialausgleich in der Bodenplatte verbunden. Im Ernstfall wird so die Überspannung gleich unter die Bodenplatte und ins Erdreich geleitet. „Das klappt aber nur, wenn die Planung stimmt und sorgfältig ausgeführt wird“, weiß Volker Wittmann aus langjähriger Erfahrung. Er rät: „Bauherren sollten auch dieses, im Ernstfall ja lebenswichtige Baudetail, unbedingt vom unabhängigen Sachverständigen kontrollieren lassen.“

Altbauten, die vor 1980 entstanden sind, haben in der Regel keine Fundamenterder. „Eigentümer können bei Bedarf die Nachrüstung einer Blitzschutzanlage mit Tiefenerder erwägen“, erläutert der Sachverständige, hält aber Blitzschutzanlagen bei Wohnhäusern in geschlossenen Siedlungen in der Regel nicht für nötig, weil dort keine Gefahr drohe. „Blitzschutzanlagen sind vor allem bei exponierten Gebäuden sinnvoll.“ Technisch ist die Nachrüstung einer Blitzschutzanlage kein Problem, vorausgesetzt, der beauftragte Handwerksbetrieb arbeitet sorgfältig und hält alle Vorschriften genau ein.

Aber selbst, wer sein Haus schützt, ist noch nicht sicher vor den Auswirkungen eines Einschlags. Bei einem Blitzeinschlag in der näheren Umgebung oder in der Stromversorgung des Netzbetreibers kommt es häufig zu Überspannungen im Leitungsnetz. Häufig wird bei solch extremen Spannungsschwankungen teure Elektronik beschädigt. Bei wertvollen Elektronikgeräten, wie beispielsweise aufwändigen Smarthome-Installationen, EDV oder Multimedia empfiehlt der VPB seinen Bauherren beim neuen Haus den Einbau eines Überspannungsschutzes. Auch der lässt sich in Altbauten nachrüsten.

„Bauherren und Hauseigentümer achten meiner Erfahrung nach noch zu selten auf diesen Überspannungsschutz“, erklärt Volker Wittmann. „Dabei haben wir alle immer mehr teure Elektronik im Haus, die es zu schützen lohnt.“ Auch an ausreichenden Versicherungsschutz sollten Hauseigentümer denken, rät der Experte: „Versicherungen zahlen in der Regel nach statistischer Auswertung der Ortungssysteme und auch nicht immer bei jeder Art von Blitz. Das kann richtig ärgerlich sein, wenn man zwar gegen Blitzschlag versichert ist und einen Gewitterschaden hat, sich dann aber von der Versicherung erklären lassen muss, der Blitz wäre zu weit weg gewesen oder aus der verkehrten Richtung gekommen!“ Auch hier sollten Bauherren und Hauseigentümer prüfen, was sie tatsächlich benötigen und was für sie sinnvoll ist.

VPB: Grundschuld löschen oder stehen lassen?

BERLIN. Wer eine Immobilie kauft und dazu eine Grundschuld aufnimmt, der räumt der Bank ein Grundpfandrecht auf das Grundstück ein. Dieses Recht wird im Grundbuch offiziell eingetragen und sichert der Bank den Zugriff auf die Immobilie, falls die Käufer ihre Schulden nicht mehr bezahlen können, erläutert der Verband Privater Bauherren (VPB). Geht alles gut, sind die Schulden eines Tages getilgt. Die Bank löst den Kredit ab und schickt den Kunden die Löschungsbewilligung für die Löschung der Grundschuld beim Grundbuchamt. Früher ließen Hauseigentümer solche Eintragungen ihrer Hausbank gerne einmal im Grundbuch stehen, weil sie so jederzeit einfach erneut einen Kredit für Anbauten oder Sanierungen von der Bank in Höhe der Grundschuld besichern konnten. Sie sparten dabei zwei Gebühren des Grundbuchamtes: für die Löschung der alten und die Eintragung der neuen Grundschuld. Das lohnt sich heute oft nicht mehr, denn zum einen bieten viel mehr Banken interessante Kredite an, zum anderen verlangen zum Beispiel viele Bausparinstitute für geringere Darlehensbeträge, wie sie für eine Sanierung oft nur benötigt werden, keine Absicherung im Grundbuch. Und wenn irgendwann der Verkauf anstehen sollte, sieht ein Grundstück ohne Eintragungen von Belastungen im Grundbuch sowieso besser aus. Weitere Informationen zum VPB unter www.vpb.de.

VPB: Baubeschreibungen sollen Vergleich ermöglichen

BERLIN. Private Bauherren haben das Recht auf eine umfassende Baubeschreibung. Sie muss ihnen vorvertraglich übergeben werden. So regelt es das Bauvertragsrecht für alle seit dem 1. Januar 2018 unterzeichneten Verbraucherbauverträge. Was genau „vorvertraglich“ bedeutet, daran scheiden sich die Geister. Der Verband Privater Bauherren (VPB) gibt zu bedenken, dass die erste Baubeschreibung als Auftakt für die eigentlichen Verhandlungen über die Leistung gedacht ist. Für diese Verhandlungen sollten Bauherren ausreichend Zeit einplanen. Der Gesetzgeber hat in der Begründung zur vorvertraglichen Übergabe der Baubeschreibung außerdem notiert, dass die Baubeschreibung auch den Qualitätswettbewerb ermöglichen soll. Der Verbraucher soll also die Gelegenheit bekommen, nicht nur eine, sondern mehrere Baubeschreibungen miteinander zu vergleichen. Dazu benötigen Bauherren Zeit, denn sie müssen sich dazu mit einem Bausachverständigen zusammensetzen, der ihnen erklären kann, ob das Angebot wirklich ein Rolls-Royce ist oder nicht. Vorvertraglich bedeutet also nicht: kurz vor der Unterschrift. Wenn man eine Baubeschreibung hat, dann sollte man sich mit dem Vertragsschluss so lange Zeit lassen, bis alles in Ruhe geklärt und verhandelt worden ist.

VPB: Grundstücksteilung kostet Geld

BERLIN. Wer ein großes Grundstück gekauft oder gar geerbt hat und es teilen möchte, kann zwar einen Zaun über das Terrain ziehen, aber das reicht nicht: Eine Grundstücksteilung ist ein amtlicher Vorgang und gesetzlich geregelt. Darauf weist der Verband Privater Bauherren (VPB) hin. Zunächst muss der Besitzer prüfen, ob die Teilung genehmigungsfähig ist und ob die beiden vorgesehenen Grundstückshälften überhaupt sinnvoll bebaut werden können und dürfen. Was erlaubt ist und wo sie die nötigen Genehmigungen einholen, erfahren Bauherren im zuständigen Bauamt. Darf das Areal geteilt werden, muss das Vermessungsamt beziehungsweise der öffentlich bestellte Vermessungsingenieur die beiden neu entstandenen Grundstücke einmessen. Anschließend werden die Vermessungsergebnisse vom Notar beurkundet und im Grundbuch eingetragen. Dabei fallen Gebühren an, für die Vermessung, die Baubehörde, den Notar und natürlich auch fürs Grundbuchamt.

Schwanger: An Selen denken

Fellbach – Der Körper kann Selen nicht selbst bilden. Es muss daher in ausreichender Menge mit der Nahrung aufgenommen werden. Gerade werdende Mütter sollten dies beachten. Denn Selen spielt in der Schwangerschaft eine wichtige Rolle. Ein Selenmangel wird mit Frühgeburten, der motorischen und mentalen Entwicklung des Fötus sowie mit pränatalen Depressionen in Verbindung gebracht.

Ursache ist möglicherweise schädlicher oxidativer Stress, der mit der Dauer der Schwangerschaft zunimmt und für den der Fötus besonders anfällig ist. Ausgelöst wird er durch freie Radikale. Um sie in Schach zu halten, bedarf es sogenannter Radikalfänger wie Selen. Sie bringen ihre Bildung und Abbau in eine physiologische Balance. Dies ist einer der Gründe, weshalb schwangere Frauen mehr Selen brauchen als andere Erwachsene. Denen empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) bereits eine tägliche Selenzufuhr von 70 Mikrogramm. Die tatsächliche Aufnahme liegt in Deutschland, auch wegen veränderter Ernährungsgewohnheiten, mit durchschnittlich 30 bis 40 Mikrogramm pro Tag aber deutlich darunter.

Selbst mit einer ausgewogenen Ernährung ist diese Selen-Aufnahme nicht immer zu erreichen. Deshalb können Schwangere auf selenhaltige Nahrungsergänzungsmittel wie selenase® 100 XL von biosyn zurückgreifen. Eine Tablette am Tag enthält 100 µg Selen und trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems, gesunden Haaren und Nägeln bei und schützt die Zellen vor oxidativem Stress.

 

Lymphödem – Hilfe ist möglich

Fellbach – Lymphödeme können alle treffen, die eine schwere Operation, eine Krebsbehandlung oder einen Unfall hinter sich haben. Solche Patienten leiden oft unter Stauungen der Lymphflüssigkeit, die Arme und Beine massiv anschwellen lassen – und wissen nicht, wie sie mit diesem schmerzhaften Problem umgehen sollen. Doch Lymphödeme müssen ernst genommen werden. Werden sie nicht richtig behandelt, kann sich das Gewebe zunehmend verhärten, Infektionen breiten sich leichter aus, chronische Entzündungen können entstehen. Als Behandlungsmöglichkeiten bewährt haben sich manuelle Lymphdrainage, Kompressionsbehandlung mit entsprechenden Bandagen sowie Gymnastik, die den Lymphabfluss zusätzlich unterstützt. In jedem Fall stellen sich die Behandlungserfolge oft nicht sehr schnell ein. Patienten wie Ärzte brauchen oft viel Geduld.

Es gibt zudem kaum Arzneimittel, die hier eingesetzt werden können. Es hat sich aber gezeigt, dass ein sinkender Selenspiegel mit einem höheren Schweregrad von Lymphödemen einhergehen kann. Von daher ist Selen eine der wenigen Ausnahmen, welches der Arzt unterstützend zu den bisherigen manuellen Therapien einsetzen kann. Dies hat einen nachweisbar positiven Effekt gezeigt. Das Spurenelement reduzierte nicht nur das Volumen der Schwellung, es konnte auch vor der Entstehung von bakteriellen Entzündungen der Haut, sogenannten Erysipelen schützen.

Insbesondere Patientinnen haben oft unter Lymphödemen als Spätfolgen ihrer onkologischen Behandlung zu leiden. Daher empfiehlt es sich, bei entsprechendem Verdacht einen Arzt zu konsultieren und den Selenspiegel im Blut untersuchen zu lassen.

Im MN-Verlag ist die Broschüre „Mehr Lebensqualität bei Lymphödemen“ erschienen. Sie kann kostenlos bei der biosyn Arzneimittel GmbH, Schorndorfer Straße 32, 70734 Fellbach, unter Nennung des Titels, auch per E-Mail: information@biosyn.de, angefordert werden.

VPB: Grunderwerbsteuer schnell bezahlen

BERLIN. Wer baut oder eine Immobilie kauft, der weiß, das wird teuer. Was viele dennoch vergessen: Es sind nicht die Hauskosten alleine, die der Käufer finanzieren muss, sondern auch die Nebenkosten und – nach dem Einzug – die Unterhaltung des Hauses. Daran erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Zu den Nebenkosten zählen zum Beispiel die Beurkundungskosten beim Notar und die Grunderwerbsteuer, die sich in einigen Bundesländern inzwischen auf 6,5 Prozent des Kaufpreises summiert. Sie wird beim Kauf aller inländischen Grundstücke, Häuser und Eigentumswohnungen fällig, auch beim Erwerb eines Erbbaurechts. Die Grunderwerbsteuer muss der Käufer nach der Protokollierung des Kaufvertrags beim Notar überweisen, und zwar möglichst umgehend. Denn erst wenn die Grunderwerbsteuer bezahlt ist, dann stellt das Finanzamt die sogenannte Unbedenklichkeitsbescheinigung aus. Und die wiederum braucht das Grundbuchamt, um den neuen Eigentümer offiziell ins Grundbuch einzutragen. Fließt kein Geld, gibt’s auch keine Eintragung.

Neubewertung ärztlicher Leistungen in der PKV

Kein Spielraum für Preissenkungen bei Laborleistungen

Berlin, 05.06.2019 – Im Vorfeld der Bewertungsgespräche der Bundesärztekammer mit Vertretern der Haus- und Fachärzte für eine neue Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) lehnt der Berufsverband Deutscher Laborärzte (BDL) die weitere Abwertung privatärztlicher Laborleistungen entschieden ab. Wie jede andere medizinische Fachgruppe verdienten die Fachärztinnen und Fachärzte für Laboratoriumsmedizin, wie auch die weiteren Erbringer von Laborleistungen, eine faire Entlohnung ihrer Arbeitsleistung für privat Krankenversicherte.

„Die Laborärztinnen und Laborärzte erleben derzeit ein Déjà-vu: Wieder einmal werden nur sie mit Kürzungsforderungen konfrontiert. Schon 1996 wurde die Vergütung ärztlicher Laborleistungen in der PKV isoliert abgesenkt, das darf sich nicht wiederholen. Weitere Reduzierungen gibt die Versorgungsrealität des Jahres 2019 nicht her!“, bekräftigt der BDL-Vorsitzende Dr. Andreas Bobrowski (Lübeck). „Die laborärztliche Diagnostik ist kein finanzieller Steinbruch, sondern im Gegenteil das systemrelevante Fundament, auf dem alle anderen Ärzte arbeiten“, so Bobrowski.

 

VPB: Bestandsbauten werden gekauft wie besehen

BERLIN. Alte Häuser haben Schönheitsfehler und Mängel. Viele Käufer merken das erst nach dem Einzug und fragen sich dann: Muss das nicht noch der Verkäufer in Ordnung bringen? Nein, meint dazu der Verband Privater Bauherren (VPB), nicht wenn im Kaufvertrag die Gewährleistungsansprüche wirksam ausgeschlossen wurden. Formulierungen wie „gekauft wie besehen“ deuten darauf hin. Eine Gewährleistung für etwaige Mängel gibt es dann nicht. Juristen haben dazu einen flotten Spruch: „Augen auf: Kauf ist Kauf!“ Auf offensichtliche Mängel wie feuchte Wände beispielsweise muss der Verkäufer nicht hinweisen, sie sind ja zu sehen. Allerdings muss der Eigentümer Fragen offen und ehrlich beantworten und er darf ihm bekannte – erhebliche – Mängel im Vorfeld auch nicht verschweigen, sondern muss sie ungefragt offenbaren. Erhebliche Mängel sind so gravierend, dass sie den Käufer vom Kauf abhalten könnten. Dazu zählen beispielsweise Asbest im Haus oder Befall mit echtem Hausschwamm. Das setzt aber natürlich voraus, dass der Verkäufer selbst die Probleme kennt. Mancher, der ein ererbtes Haus verkauft, hat keine Ahnung, was sich darin verbirgt. Verschweigt der Käufer wider besseres Wissen schwerwiegende Probleme, handelt er arglistig, und kann sich dann nicht auf einen Gewährleistungsausschluss berufen. Der Käufer kann dann nachträglich die Beseitigung der Mängel vom Verkäufer verlangen. Im Extremfall kann der Käufer den Hauskauf rückabwickeln. Das ist allerdings ein mühsamer Weg. Er kostet Zeit und endet häufig vor Gericht, weil der Käufer dem Verkäufer Arglist nachweisen muss, was nicht immer ohne weiteres gelingt. Besser ist vorbeugen: Käufer sollten sich bei der Besichtigung der Immobilie vom unabhängigen Bausachverständigen begleiten lassen.

VPB: Bei Einkommensteuererklärung an Handwerkerrechnungen denken

BERLIN. Stichtag für die Abgabe der Einkommensteuererklärung war bislang der 31. Mai. Ab diesem Jahr haben alle Steuerpflichtigen länger Zeit: Die Steuererklärung 2018 muss erst am 31. Juli beim Finanzamt vorliegen. Steuerpflichtige sollten dabei die Handwerkerrechnungen aus dem vergangenen Jahr nicht vergessen. Auch Schornsteinfegergebühren sind beispielsweise absetzbar. Daran erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB), der auch einen Ratgeber zum Thema „Steuern sparen mit Handwerkerrechnungen“ herausgegeben hat. Der Ratgeber kann kostenlos im Internet heruntergeladen werden unter https://www.vpb.de/download/VPB-Ratgeber_Steuern-sparen-mit-Handwerkerrechnungen.pdf

Schilddrüse braucht auch Selen

Fellbach – Funktioniert die Schilddrüse nicht richtig, dann tippen die meisten auf Jodmangel. Denn ohne Jod kann die Schilddrüse keine der lebenswichtigen Hormone bilden. Doch Jodmangel muss nicht die alleinige Ursache sein. Oft fehlt dem Körper auch Selen. Denn selenabhängige Enzyme sorgen erst dafür, dass die Hormone in eine für den Körper verwertbare Form überführt, also nutzbar gemacht werden können. Außerdem schützt Selen Schilddrüsengewebe während der Hormonproduktion. Daher verwundert es nicht, dass eine Schilddrüsenerkrankung oft mit einem Selenmangel einhergeht.

Betroffen von Schilddrüsenerkrankungen sind viele Menschen: Die häufigste Form ist die autoimmune Schilddrüsenentzündung, die Autoimmunthyreoiditis (AIT). In diesem Fall bildet der Körper Antikörper, die das eigene Schilddrüsengewebe zerstören. Die Folge kann zunächst eine chronische Überfunktion, später eine Unterfunktion sein. Da die Schilddrüse viele wichtige Stoffwechselvorgänge unterstützt, kann die AIT Auswirkungen auf Herz, Magen, Darm, Muskeln oder auch die Knochen oder die Psyche haben.

Daher ist es wichtig, auch einen Selenmangel so früh wie möglich, zum Beispiel durch eine Blutuntersuchung, zu erkennen. Durch die Behebung eines Selendefizits können autoimmune, chronische Schilddrüsenentzündungen positiv beeinflusst werden. Der Arzt ist hier ein wichtiger Ansprechpartner für die Bestimmung des Selenstatus und dann für die Auswahl der geeigneten Medikamente und Dosierungen. Oft bewegt sich der Selenstatus bei Patienten mit chronisch entzündeter Schilddrüse im Grenzbereich zur Normalität. Auch hier ist der Arzt der richtige Ansprechpartner.

 

VPB rät: Bauherren sollten Maße auf der Baustelle kontrollieren

BERLIN. „Beim Bauen kommt es auf den Millimeter an. Das ist vielen Bauherren und auch manchen Handwerkern gar nicht richtig bewusst“, konstatiert Dipl.-Ing. (FH) Marc Ellinger. Der Sachverständige leitet das Büro Freiburg-Südbaden im Verband Privater Bauherren (VPB). Die fachliche Kontrolle von Plänen und die laufende Qualitätskontrolle auf der Baustelle gehören zu seinen täglichen Aufgaben.

Grundlage jedes Bauvorhabens sind vermaßte Pläne. Danach wird gebaut. Etage auf Etage wird auf dem jeweils darunterliegenden Geschoss eingemessen und hochgezogen. Eventuelle Ungenauigkeiten setzen sich fort und potenzieren sich. Sorgfältiges Arbeiten ist also wichtig. „Allerdings wird auf der Baustelle auch unter widrigen Witterungsbedingungen gearbeitet. Beim Einmessen können schon einmal Flüchtigkeitsfehler passieren“, weiß Marc Ellinger. „Wird zum Beispiel beim Anreißen einer Wand die Schlagschnur auf einer Seite an die falsche Anreißlinie angelegt, steht die Wand später schief. Das fällt eventuell erst beim Fliesen des Bodens auf. Die Korrektur wird dann teuer und zeitaufwändig.“

VPB: Bei Bieterverfahren vorher Wert und Nebenkosten ermitteln

BERLIN. Wer in gesuchten Lagen einen Altbau kaufen möchte, muss heute enorme Preise bieten, um als Käufer überhaupt in die engere Wahl zu kommen. Dabei liegen die Gebote mitunter weit über dem tatsächlichen Wert der Immobilie. Den sollten Bieter aber kennen, rät der Verband Privater Bauherren (VPB), denn sie müssen parallel zum Kauf zusätzlich erhebliche Nebenkosten aufbringen und anschließend wahrscheinlich in Umbau und Sanierung investieren. Hinzu kommt: Preisblasen könnten in Zukunft platzen. Dann könnten die neuen Eigentümer bei einem – zum Beispiel berufsbedingten – Wiederverkauf auf erheblichen Schulden sitzen bleiben. Viele Käufer ziehen auch mögliche familiäre Veränderungen nicht ins Kalkül: Was, wenn sich die Käufer scheiden lassen? Wenn Nachwuchs kommt und sich das Familieneinkommen vorübergehend halbiert? Können sich die Käufer die laufende Finanzierung dann noch leisten? Der VPB rät deshalb: Erst mit dem unabhängigen Sachverständigen Wert und Folgekosten ermitteln, dann erst bieten.

VPB: Inhalt der Baubeschreibung gesetzlich geregelt

BERLIN. Seit Einführung des neuen Bauvertragsrechts Anfang 2018 haben alle privaten Bauherren, die ohne eigenen Architekten aus einer Unternehmerhand einen Neubau errichten lassen, das Recht auf eine Baubeschreibung. Allerdings versuchen immer noch Baufirmen, die Bauherren ohne oder mit stark reduzierter Baubeschreibung abzuspeisen, beobachten die Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB) bei ihren Beratungen. Der VPB rät: Bauherren sollten auf ihr Recht bestehen. Das Gesetz ist eindeutig: Laut Art. 249 § 2 EGBGB muss eine Baubeschreibung die wesentlichen Eigenschaften des Hauses klar beschreiben. Sie muss mindestens folgende Informationen enthalten: allgemeine Beschreibung des herzustellenden Gebäudes oder der Umbauten, Haustyp und Bauweise; Art und Umfang der Leistungen, auch der Planung und Bauleitung, der Arbeiten am Grundstück, der Baustelleneinrichtung und der Ausbaustufe; Gebäudedaten, Pläne mit Raum- und Flächenangaben sowie Ansichten, Grundrisse, Schnitte; gegebenenfalls Angaben zum Energie-, Brandschutz-, Schallschutzstandard sowie zur Bauphysik; Beschreibung der Baukonstruktion aller wesentlichen Gewerke; Beschreibung des Innenausbaus; Beschreibung der gebäudetechnischen Anlagen; Qualitätsmerkmale, denen Gebäude oder Umbau genügen müssen; Beschreibung der Sanitärobjekte, Armaturen, Elektroanlage, Installationen, Informationstechnologie, Außenanlagen. Ferner muss die Baubeschreibung verbindliche Angaben zum Zeitpunkt der Fertigstellung enthalten. Steht der Beginn der Baumaßnahme noch nicht fest, dann muss wenigstens ihre Dauer angegeben sein. Mehr dazu im VPB-Ratgeber „Neues Bauvertragsrecht: Die Baubeschreibung beim Schlüsselfertigbau“. Er kann kostenlos unter https://www.vpb.de/download/VPB-Ratgeber_Neues-Bauvertragsrecht-Baubeschreibung.pdf oder http://tinyurl.com/y65vrgby heruntergeladen werden.

Altbausanierung mit System: VPB plädiert für laufende Instandhaltung der eigenen Immobilie

BERLIN. Neubauten sind teuer, deshalb schauen sich viele junge Bauherrenfamilien zurzeit im Bestand um. „Aktuell fließen enorme Summen in den Kauf von Altbauten“, beobachtet Dipl.-Ing. Reimund Stewen, Sachverständiger und Vorstandsmitglied des Verbands Privater Bauherren (VPB). Im Bereich Köln, in dem der Experte private Bauherren und Kaufinteressenten betreut, beobachtet er immer wieder Käufer, die sich bis ans Limit verschulden, um eine gebrauchte Immobilie zu erwerben. „Dabei lassen die Käufer den Zustand des Hauses oft völlig außer Acht. Sie bauen allein auf den zukünftigen Wertzuwachs.“

VPB: Reihenhäuser werden mitunter nach WEG gebaut

BERLIN. Weil freie Grundstücke selten sind, kaufen viele Familien Schlüsselfertigobjekte. Gerade in Ballungsgebieten bebauen Investoren große Areale mit Reihenhäusern. Was viele Käufer nicht ahnen: Manche dieser Reihenhäuser sind nach Wohneigentumsgesetz (WEG) gebaut. Die Häuser sind wie Eigentumswohnungen, nur nicht über-, sondern nebeneinander angeordnet, erläutert der Verband Privater Bauherren (VPB). Mit dem Kauf einer solchen Immobilie werden die Bauherren automatisch Mitglied der Eigentümergemeinschaft. Das heißt, sie müssen sich im Miteinander und im Umgang mit ihrer Immobilie an gesetzliche Vorgaben halten. Dazu gehört die Mitverantwortung für das Gemeinschaftseigentum. Und das kann gerade bei Siedlungen recht groß sein. So müssen Käufer beispielsweise vor dem Einzug nicht nur ihr Sondereigentum, abnehmen, sondern nach vollständiger Fertigstellung auch das Gemeinschaftseigentum, das wirtschaftlich den bei weitem größeren Wert bildet. Das stellt manchen vor Probleme. Der VPB rät: Wer sich in eine Wohnungseigentümergemeinschaft einkauft, sollte sich im Vorfeld mit den Besonderheiten des WEG beschäftigen. Bei allen Fragen, auch bei der laufenden Baubegleitung und der Abnahme unterstützen der VPB und Bauherrenberater die Bauherren.

VPB: Vor dem Hausverkauf Wert und Potenzial ermitteln

BERLIN. Wer sein Haus verkaufen möchte, kann in attraktiven Lagen mit Höchstpreisen rechnen. Bei gesuchten Objekten liefern sich Kaufinteressenten wahre Bieterkriege. Dafür gibt es aber keine Garantie, und mancher, der mit zu hohen Erwartungen in die Verkaufsgespräche geht, bleibt nachher lange auf seiner überteuert angebotenen Immobilie sitzen. Deshalb rät der Verband Privater Bauherren (VPB) Verkäufern, sich vorab ein Wertgutachten machen zu lassen, damit sie den zu erwartenden Kaufpreis realistisch einschätzen können. Wertgutachten können beispielsweise unabhängige Sachverständige anfertigen oder die örtlichen Gutachterausschüsse. Diese sind für einen bestimmten Bereich zuständig und sorgen dort für Transparenz am Immobilienmarkt. Dazu erfüllen sie gesetzliche Aufgaben, wie beispielsweise die Führung und Auswertung einer Kaufpreissammlung über den Grundstücksverkehr, die Ermittlung von Bodenrichtwerten oder die Erstellung von Immobilienmarktberichten über ihren Zuständigkeitsbereich. Sowohl Gutachterausschuss als auch Sachverständige erstellen das Wertgutachten nach der Immobilienwertermittlungsverordnung, kurz ImmoWertV.  Wer potenziellen Käufern zusätzlich noch Hinweise auf das Entwicklungspotenzial des Objekts, auf eventuelle Um- und Anbaumöglichkeiten geben möchte, um die Verkaufschancen zu steigern, bekommt beim unabhängigen Sachverständigen dazu Beratung und Tipps.

VPB: Beim Ausbauhaus steckt der Teufel im Vertragsdetail!

BERLIN. Bauen wird immer teurer. Auf der Suche nach Sparmöglichkeiten entscheiden sich manche Bauherren für Ausbauhäuser. Durch Eigenleistungen oder durch die Vergabe des Ausbaus an eigene Firmen wollen sie Geld sparen. Das klingt pragmatisch, bringt aber mitunter erhebliche Probleme, warnt der Verband Privater Bauherren (VPB). Beim Ausbauhaus – gleich ob Fertig- oder Massivhaus – sind die Bauleistungen zum Teil extrem reduziert. Jeder Anbieter hat eigene Pakete, einige liefern nur die Planung und das Material, andere führen lediglich die statische Konstruktion samt Hülle aus. Fertigstellen müssen das Haus in jedem Fall die Bauherren in eigener Verantwortung. Die meisten Bauherren unterschätzen solche Projekte. Sie werden nach VPB-Erfahrung von Vertriebsmitarbeitern der Baufirmen auch nicht immer objektiv über die anstehenden Probleme aufgeklärt. So manche wollen die Häuser lediglich an den Mann bringen. Der VPB rät deshalb: Wer sich für ein Ausbauhaus interessiert, sollte sich in jedem Fall vorab vom unabhängigen Sachverständigen über die Tragweite seines geplanten Hausbaus aufklären lassen. Nur so erfährt er rechtzeitig, was ihm an zusätzlichen Kosten, an Zeit, eigenem Können und technischer Organisation abverlangt wird, wenn er sich für die Ausbauvariante entscheidet.

Die neue TENA Silhouette Kollektion

Frauen lieben schöne Unterwäsche, um sich weiblich, selbstbewusst und attraktiv zu fühlen. Jetzt müssen auch Frauen mit schwacher Blase nicht mehr auf schöne Unterwäsche verzichten. TENA Silhouette ist eine ganze Kollektion aus Einwegslips in verschiedenen Schnitten, Farben und Konfektionsgrößen, mit der sich Frauen mit mittlerer bis stärkerer Blasenschwäche jeden Tag sicher und schön fühlen können. Eine maßgeschneiderte Kampagne aktiviert die Zielgruppe. Für den POS stehen aufmerksamkeitsstarke Materialien mit Wow-Effekt zur Verfügung. Zudem erhalten Apotheken und Sanitätshäuser einen attraktiven 45-Prozent-Barrabatt auf die gesamte Kollektion.

VPB: Vor dem Grundstückskauf in den Bebauungsplan schauen

BERLIN. Bauland ist in vielen Regionen Deutschlands knapp. Da interessieren sich angehende Bauherren mitunter auch für ungewöhnliche, mitunter noch gar nicht erschlossene Grundstücke. Bevor sie allerdings ein Grundstück kaufen, sollten sie prüfen, ob es auf absehbare Zeit überhaupt bebaut werden kann, rät der Verband Privater Bauherren (VPB). Die Zusicherung eines Maklers oder des Verkäufers reicht da nicht aus. Nur der Blick in den gültigen Bebauungsplan bringt Gewissheit darüber, was gebaut werden darf. Bebauungspläne stehen heutzutage meist im Netz der Kommune. In jedem Fall sind sie bei der Baubehörde öffentlich einsehbar. Am besten lassen sich die Kaufwilligen einen Termin bei der Behörde geben und stellen dort ihre Fragen zum betreffenden Areal. Existiert für das Grundstück kein Bebauungsplan, muss ein Bauvorhaben nach Paragraph 34 Baugesetzbuch (BauGB) sich in die nähere Umgebung einfügen. Das abzuklären ist meist ein längeres Abstimmungsprozedere – mit ungewissem Ausgang. Der VPB rät: Der Gang zum Bauamt vor dem Grundstückskauf muss sein. Sonst laufen Käufer Gefahr, Boden zu erwerben, auf dem sie nicht wie geplant bauen dürfen.

Lotsenfunktion in Gefahr

Fehlgeleitete Reformen schwächen die Möglichkeiten ärztlicher Diagnostiker im Labor

Berlin, 12.04.2019 – Für das Erkennen und Behandeln von Erkrankungen spielt die Labormedizin eine zentrale Rolle. Kaum eine Diagnose, kaum eine Therapie ist in der modernen Medizin ohne Erkenntnisse aus dem Labor vorstellbar. In keinem anderen medizinischen Fach ist das Zeitfenster zwischen den Erkenntnissen aus der Grundlagenforschung und ihrer Einführung in die Patientenversorgung so kurz wie in der Labormedizin. Diese Lotsenfunktion sollte der dritte „Aktionstag Labordiagnostik“ stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken, der am 11. April 2019 im Kaiserin-Friedrich-Haus in Berlin stattfand. Die Ergebnisse dieses Aktionstags wurden von den ausrichtenden Fachverbänden, dem Berufsverband Deutscher Laborärzte (BDL) und der Deutschen Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL), heute (12.) in Berlin vorgestellt.

Therapeutisches Drug Monitoring

Über „Therapeutisches Drug Monitoring“ (TDM) von Antiinfektiva referierte Dr. med. Sven Schimanski, Chefarzt am Institut für Laboratoriumsmedizin, Mikrobiologie und Krankenhaushygiene (ILMH) am Klinikum Bayreuth. Beim TDM wird die Konzentration von Medikamenten in Körperflüssigkeiten, vor allem im Blut, bestimmt. Da Medikamente in der Regel nicht als feste Dosis, sondern angepasst an den individuellen Patienten verabreicht werden, kann mit Hilfe von TDM die Wirksamkeit verbessert und die Häufigkeit von unerwünschten Nebenwirkungen vermindert werden. Sehr gut erkennbar wird dies am Monitoring von Immunsuppressiva bei Patienten nach Organtransplantationen. Immunsuppressiva sind Substanzen, welche die Funktion des Immunsystems vermindern. Auch bei der Behandlung von Infektionen kann die Bestimmung der Arzneimittelkonzentration im Blut und gegebenenfalls auch im Gewebe eine effektivere und nebenwirkungsärmere Therapie ermöglichen. Hier hat TDM ein großes Potential. Die präanalytischen, analytischen und postanalytischen Kriterien müssen jedoch für viele Anwendungen noch genauer untersucht und festgelegt werden. Abschließend betonte Dr. Schimanski, Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Einsatz des TDM in der Humanmedizin sei, dass die Diagnostik inklusive der erforderlichen Qualitätssicherung in den Händen kompetenter Ärzte der Laboratoriumsmedizin liege.

Die Bedeutung des Basislabors

Die „Bedeutung des Basislabors bei akuten Vergiftungen“ verdeutlichte Dr. rer. nat. Jürgen Hallbach. Der Klinische Chemiker und Toxikologe war bis vor kurzem stellvertretender Departmentleiter der Institute für Klinische Chemie des städtischen Klinikums München und gehört dem Präsidium der DGKL an. Im akuten Fall muss schnell abgeklärt werden, welche Vergiftung vorliegt, damit umgehend eine gegebenenfalls auch hochspezifische Therapie eingeleitet werden kann. Neben der Vergiftungsanalytik in spezialisierten Laboratorien können hier auch einfache Untersuchungen im Basislabor von Bedeutung sein. Als Basislabor werden Einrichtungen definiert, in denen Untersuchungen rund um die Uhr durchgeführt werden können, ohne dass das Personal über Spezialkompetenzen verfügen muss. Maßgebliche Werte für die Einschätzung einer Vergiftung sind Blutbild, Gerinnungsparameter, Herz-, Nieren- und Leberparameter sowie Laktat.

Dr. Hallbach nannte eine Reihe von Beispielen für typische Vergiftungsfälle, darunter Eisenvergiftungen, die häufig bei Kindern auftreten. Eisenpräparate enthalten 20 Prozent elementares Eisen, haben oft einen süßen Überzug und dürfen daher nicht in Kinderhände gelangen. Schluckt ein Kind versehentlich eine Überdosis, dann kann das resorbierte freie Eisen zur Schädigung der Schleimhäute im Magen-Darm-Trakt führen mit der Gefahr einer schweren Multiorgan-Erkrankung. Andere häufige Vergiftungen entstehen durch Methanol oder durch Medikamente zur Behandlung von Herzerkrankungen wie Digoxin bzw. Digitoxin. Aber auch in gängigen Schmerzmitteln wie Paracetamol lauern Gefahren. Paracetamol gehört zu den meist verwendeten Schmerzmitteln und gilt als sehr sicher und nebenwirkungsarm. Bei starker Überdosierung kann jedoch ein fulminantes Leberversagen auftreten. Um dies zu verhindern, muss im Notfall sehr schnell die Paracetamol-Konzentration im Blut bestimmt werden. Daher sollte die Paracetamol-Bestimmung zu den Parametern des Basislabors in der Notfallversorgung gehören, forderte Dr. Hallbach.

Probleme der Laborreform

Mit den Problemen, die sich für die Laboratoriumsmedizin aus den aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen ergeben, setzte sich der BDL-Vorsitzende Dr. rer. nat. Andreas Bobrowski auseinander. Der BDL sieht die interdisziplinäre Zusammenarbeit und die Lotsenfunktion der ärztlichen Diagnostiker im Labor durch die Laborreform 2018 geschwächt. Die Leistungen der Labore dürften nicht nach rein monetären statt nach medizinischen Kriterien gesteuert werden, sagte Bobrowski.

Die Neuregelung des Wirtschaftlichkeitsbonus und Reduzierung budgetbefreiter Ausnahmekennziffern durch die Laborreform setze falsche Anreize für behandelnde Ärzte, medizinisch sinnvolle oder gebotene diagnostische Leistungen zu unterlassen, etwa in der Früherkennung der Hepatitis oder der Thrombophilie-Diagnostik, führte Bobrowski aus. Eine andere Folge sei, dass Patienten an Ärzte anderer Fachgruppen überwiesen würden, damit diese die nötige Labordiagnostik anfordern. Auch dies führe aufgrund längerer Wartezeiten zu einer Verschlechterung der Patientenversorgung. „Wenn das Gesundheitssystem ärztlichen Kollegen signalisiert, dass ihnen Laborleistungen vor allem wirtschaftliche Probleme verursachen, verändert das auch ihre Arbeit am Patienten“, erklärte Bobrowski. „Dies mag wirtschaftlich rational begründbar sein, kann für den Patienten aber eine Verzögerung in Diagnosestellung oder Therapiekontrolle bedeuten. Somit leiden Ärzte und Patienten unter einer Reform, die einzig und allein monetär getrieben ist – und das in einer Zeit, in der die gesetzlichen Krankenkassen Rekordüberschüsse verzeichnen.“

Bobrowski warb dafür, stattdessen Qualität in der Indikationsstellung zu belohnen. Nicht die Labordiagnostik mit ihrem weniger als dreiprozentigen Anteil an den Gesamtausgaben im Gesundheitswesen wirke kostentreibend, sondern zu spät erkannte Gesundheitsrisiken und fehlgeleitete Therapien. Zugleich müsse die „Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen“ (Rili-BÄK) für alle labordiagnostischen Leistungserbringer verbindlich umgesetzt und kontrolliert werden. Hier setzt der BDL große Hoffnungen in die neue Qualitätssicherungsvereinbarung Spezial-Labor im Bereich der GKV.

„Der nächste Schritt ist ein einheitliches Verzeichnis labormedizinischer Leistungen mit dem Ziel, diese transparent und vergleichbar zu machen. Damit legen wir die Basis für die Etablierung der elektronischen Patientenakte und für einen Qualitätssprung in der Arzt-zu-Arzt-Kommunikation, die wir als Lotsen im Gesundheitssystem dringend weiterentwickeln möchten“, sagte Bobrowski.

Die frühzeitige Erkennung von Bedrohungen der menschlichen Gesundheit und von künftigen Krankheitsrisiken ist das wichtigste Potential der Labormedizin. Ob und wie diese Möglichkeiten genutzt werden, entscheidet sich in der Zusammenarbeit von Laborärzten, Mikrobiologen und Klinischen Chemikern mit ihren Kolleginnen und Kollegen anderer medizinischer Fachrichtungen. Dieses Zusammenwirken zu fördern haben sich BDL und DGKL zur Aufgabe gemacht.

VPB: Bauherren sollten Statik und Ausführung prüfen lassen

BERLIN. Beton gehört zu den wichtigen Baustoffen beim Hausbau. Er muss allerdings, um als Fundament, Wand, Stütze oder Decke Lasten und Kräfte ableiten zu können, mit Stahl bewehrt werden. Wie viel Stahl an welcher Stelle in den Beton eingelegt werden muss, errechnet der Statiker in der Planungsphase. Die sogenannte Statik besteht aus zwei Teilen: Den Berechnungen und den dazugehörigen Bewehrungsplänen. Die Baufirmen müssen sich an diese Pläne halten. Das ist aber nach Erfahrung der Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB) manchen Baufirmen nicht ausreichend bewusst. Häufig wird beispielsweise die Anschlussbewehrung zwischen Bodenplatte und Kellerwand nicht so ausgeführt, wie es der Statiker oder ergänzend der Prüfstatiker im Bewehrungsplan verbindlich festgelegt hat. Wenn beispielsweise 10er Anschlusseisen, die laut Prüfstatiker im Abstand von 15 Zentimetern liegen müssen, stattdessen im Abstand von 45 Zentimetern eingebaut werden, dann fehlen zwei Drittel des erforderlichen Bewehrungsquerschnitts. Damit ist das Bauteil mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr standsicher und das Haus eventuell sogar einsturzgefährdet. Damit es soweit gar nicht erst kommt, können Bauherren zweierlei tun: Zuerst die Pläne und Berechnungen und später auch die Baustelle regelmäßig vom unabhängigen Sachverständigen prüfen lassen.

VPB: Bodenklassen sind abgeschafft, spielen aber immer noch eine Rolle

BERLIN. „Offiziell gibt es keine „Bodenklassen“ mehr. Sie wurden mit der Überarbeitung der DIN 18300 im September 2016 abgeschafft. Anstelle der Bodenklassen sind sogenannte Homogenbereiche getreten“, erläutert Dipl.-Ing. Raik Säbisch, Bauherrenberater beim Verband Privater Bauherren (VPB) und Leiter des VPB-Büros Leipzig/Halle. „Bodenbeschaffenheiten, die in verschiedenen Schichten stark differieren können, lassen sich mit Hilfe von Homogenbereichen sehr viel genauer definieren. Das erleichtert vor allem bei Großprojekten und im Straßenbau Planung und Kalkulation. Beim Einfamilienhausbau spielen die neuen Definitionen keine so große Rolle. Auf kleinen Grundstücken, unter dem geplanten Einfamilienhaus, ist die Bodenzusammensetzung an sich gegenüberliegenden Ecken meist ähnlich.“

Folglich haben die meisten Baufirmen, die sich mit dem schlüsselfertigen Einfamilienhausbau beschäftigen, noch nicht viel Erfahrung mit der überarbeiteten DIN und greifen in den Ausschreibungen und Abrechnungen noch immer zu den althergebrachten Bodenklassen. „Das ist nicht mehr aktuell, erleichtert aber gerade beim Einfamilienhaus immer noch die Orientierung“, räumt Raik Säbisch ein.

VPB: Sturmschäden manchmal erst spät erkennbar

BERLIN. Manche Sturmschäden machen sich nicht unmittelbar nach einem Unwetter bemerkbar, sondern erst Monate später. Dies beobachten die Bausachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB) immer wieder. Der Klassiker ist der Baum, den der Herbststurm gelockert hat, der aber zunächst noch scheinbar unversehrt stand. Kippt er jetzt im Frühling aufs Hausdach, wird es schwer, das bei der Versicherung als Sturmschaden geltend zu machen. Viele Versicherungen prüfen dann die Windstärke zum Zeitpunkt des letzten Unwetters und stellen fest: Es war gar kein Sturm, nur starker Wind, ergo fühlen sie sich nicht verpflichtet, den Schaden zu regulieren. Dass der umgestürzte Baum tatsächlich eine Spätfolge eines veritablen Sturms schon vor Monaten ist, muss der Hausbesitzer erst einmal beweisen. Dabei unterstützen ihn unabhängige Sachverständige. Die VPB-Experten warnen auch vor unentdeckten Sturmschäden am Dach. Auch dort können Herbststürme Ziegel verrückt haben. Weil es aber im vergangenen Winter kaum geregnet hat, ist noch kein Wasser ins Dach eingedrungen. Umso wichtiger ist jetzt die Frühjahrskontrolle des Dachs! Allerspätestens beim ersten großen Dauerregen sollten Hauseigentümer genau hinsehen, ob sich im Innern irgendwo Feuchtigkeit zeigt – und dann sofort handeln, denn nasse Wärmedämmung dämmt nicht mehr und schimmelt.

VPB: Käufer haben bei Eigentumswohnungen oft zwei Abnahmen

BERLIN. Wer eine Eigentumswohnung kauft, die noch im Bau ist, muss sich oft auf zwei Abnahmetermine einstellen, erklärt der Verband Privater Bauherren (VPB). Vor allem muss das Gemeinschaftseigentum abgenommen werden, aber auch das Sondereigentum. Bei beiden Abnahmen sollten sich die Käufer von einem eigenen unabhängigen Sachverständigen begleiten lassen. Er unterstützt sie bei der Abnahme bis zur Aufstellung des Mängelprotokolls. Wie das Sondereigentum, sprich die eigene Wohnung, so muss jeder Käufer auch das Gemeinschaftseigentum abnehmen. Vor allem bei größeren Wohnungseigentumsanlagen versuchen manche Bauträger, eine aufwändige Einzelabnahme des Gemeinschaftseigentums mit jedem einzelnen Käufer organisatorisch zu vermeiden. Sie lassen stattdessen das Gemeinschaftseigentum von eigenen Sachverständigen prüfen und legen den Käufern entsprechende Gutachten vor. Dabei bestimmt der Bauträger natürlich auch, was seine Gutachter prüfen. Die Interessen des Bauträgers sind aber nicht unbedingt deckungsgleich mit denen der zukünftigen Eigentümer. Welche Baubeschreibung legt der Sachverständige beispielsweise zugrunde? Geht er von der Baubeschreibung des Erwerbers aus oder von einer Musterbaubeschreibung? Eine eigene Abnahmeentscheidung erfordert eine eigene Entscheidungsgrundlage: Käufer sollten deshalb einen eigenen unabhängigen Sachverständigen beauftragen, der sie bei der Abnahme des Gemeinschaftseigentums berät und begleitet. Die Kosten dafür können sie sich mit den Miteigentümern teilen.

VPB: Vorsicht bei der Baubeschreibung

BERLIN. Für alle seit dem 1. Januar 2018 geschlossenen Bauverträge gilt das neue Bauvertragsrecht. Privaten Bauherren, die mit einem Bauträger bauen oder ein schlüsselfertiges Haus aus einer Hand ohne eigenen Architekten planen, steht seit Einführung des neuen Gesetzes eine Baubeschreibung zu. Diese muss die Baufirma frühzeitig vor Vertragsabschluss übergeben, damit die angehenden Bauherren den Inhalt prüfen und mit Offerten anderer Firmen vergleichen können. Laut Verband Privater Bauherren (VPB) versuchen immer wieder Baufirmen, dieses im § 650k Abs. 1 BGB verbriefte Verbraucherrecht zu unterlaufen. Manche Firmen übergeben alte Baubeschreibung, die noch kein Fertigstellungsdatum enthalten oder keine Hinweise auf Preisrisiken, die sich etwa aus der Beschaffenheit des Baugrunds ergeben. Oder sie versuchen, die Baubeschreibung durch Klauseln im Vertrag wie „Vorvertraglich übergebene Baubeschreibungen werden nicht Vertragsinhalt.“  gleich wieder zu kassieren. Bauherren sollten sich darauf nicht einlassen.

VPB: Offene Stoßfugen im Mauerwerk sind technische Fehler

BERLIN. Das Bauen hat sich verändert. Wurden beim Mauern früher Steine vermörtelt, werden sie heute nur noch in der Lagerfuge verklebt. Und das nicht unbedingt fachkundig, wie die Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB) immer wieder bei ihren Baustellenkontrollen feststellen. Fachliche Fehler beim Mauerwerk sieht Dipl.-Ing. Johannes Deeters auf rund 70 Prozent aller Ein- und Mehrfamilienhausbaustellen, die der Leiter des VPB-Büros Emsland im Auftrag privater Bauherren begutachtet: „Die vertikalen Stoßfugen zwischen den Steinen im Mauerwerk klaffen über ein zulässiges Maß hinaus auseinander. Oft kann man direkt zwischen den Steinen hindurchsehen“, kritisiert der Experte und führt das Problem auf mangelnde Fachkenntnisse zurück: „Viele auf dem Bau Beschäftigte haben das Maurerhandwerk nicht mehr richtig erlernt und wissen deshalb auch nicht, wie wichtig Stoßfugen, heute in der Regel als unvermörtelte Nut- und Federsysteme am Stein, für die Qualitätseigenschaften der Wand sind. Entsprechend sorglos gehen sie mit den klaffenden Lücken um  die werden später einfach überputzt.“

VPB: Tiefgaragenplätze sind oft zu schmal

BERLIN. Beim Bauen ist alles genormt. Das gilt auch für die Abmessungen von Tiefgaragenstellplätzen in Eigentumswohnanlagen. Die sind allerdings häufig zu schmal, wie die Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB) bei Baustellenkontrollen von Wohneigentumsanlagen feststellen. Das ist nicht nur ärgerlich für Besitzer von großen Geländefahrzeugen, sondern auch für alle anderen. Sind die Stellplätze zu schmal, wird das Ein- und Aussteigen zur Qual, sind sie zu kurz, kann nicht einmal der Besitzer eines normalen Kombis seinen Fahrradträger am Heck des Wagens lassen, weil der sonst in die Fahrbahn ragt. Problematisch wird es auch, wenn die Fahrgassen zu knapp bemessen sind und alle mehrfach rangieren müssen, um ein- oder auszuparken. Das kostet Zeit und beeinträchtigt die Luft in der Tiefgarage zusätzlich. Die Maße von Tiefgaragenstellplätzen sind zwar nur ein Detail, aber sie machen – falsch bemessen – den Bewohnern das tägliche Leben schwer.

VPB: Bauherren und Baufirmen brauchen unabhängige Vermittler

BERLIN. „Mitten im Bauboom können sich Firmen ihre Bauherren aussuchen“, beobachtet Dipl.-Ing. Hans Schröder, Sachverständiger beim Verband Privater Bauherren und Leiter des VPB-Büros in Augsburg. „Im Augenblick sitzen sie am längeren Hebel und nutzen das zum Teil auch aus. Viele Bauherren dagegen lassen sich einschüchtern. Aus Angst, bei der Vergabe der begehrten Objekte übergangen zu werden, schlucken sie Kritik und sogar berechtigte Fragen herunter. Beides ist nicht gut“, kritisiert Bauherrenberater Schröder, „denn es führt zu unnötigem Misstrauen, zu Missverständnissen und zu Frust auf beiden Seiten.“ Oft sieht sich der Bauherrenberater als Katalysator in der Mitte. „Beide Seiten müssen im Gespräch bleiben, wir Sachverständigen vermitteln dabei, denn wir verstehen und sprechen beide Sprachen.“

VPB: Bauherren und Baufirmen brauchen unabhängige Vermittler

BERLIN. „Mitten im Bauboom können sich Firmen ihre Bauherren aussuchen“, beobachtet Dipl.-Ing. Hans Schröder, Sachverständiger beim Verband Privater Bauherren und Leiter des VPB-Büros in Augsburg. „Im Augenblick sitzen sie am längeren Hebel und nutzen das zum Teil auch aus. Viele Bauherren dagegen lassen sich einschüchtern. Aus Angst, bei der Vergabe der begehrten Objekte übergangen zu werden, schlucken sie Kritik und sogar berechtigte Fragen herunter. Beides ist nicht gut“, kritisiert Bauherrenberater Schröder, „denn es führt zu unnötigem Misstrauen, zu Missverständnissen und zu Frust auf beiden Seiten.“ Oft sieht sich der Bauherrenberater als Katalysator in der Mitte. „Beide Seiten müssen im Gespräch bleiben, wir Sachverständigen vermitteln dabei, denn wir verstehen und sprechen beide Sprachen.“

VPB: Bei Kauf und Bau auch die Nebenkosten einkalkulieren

BERLIN. Wer baut oder eine Immobilie kauft, sollte sich nicht nur über Zinsen und Tilgung sowie die Steuern und Gebühren des Kaufs informieren, sondern auch über die späteren laufenden Nebenkosten der Immobilie nach dem Einzug. Dazu gehören laut Verband Privater Bauherren (VPB) neben der Grundsteuer vor allem die Anschlussgebühren für Wasser, Abwasser, Strom und eventuell Gas- oder Fernwärmeheizung. Fast alle Gebäude müssen ans öffentliche Netz angeschlossen sein und sich – neben den individuell variierenden Verbrauchsgebühren – an den Grundgebühren beteiligen. Hinzu kommen in vielen Kommunen noch Niederschlagsgebühren für versiegelte Flächen. Oft wird auch der Müll über die Gemeinde abgerechnet. Außerdem muss der Schornsteinfeger laut Gesetzgeber zweimal im Jahr kommen und stellt dies natürlich in Rechnung. Hinzu kommen noch wichtige Versicherungen, wie etwa die Gebäudeversicherung und die Haus- und Grundstückshaftpflicht sowie Instandhaltungsrücklagen. Alle diese Nebenkosten sind unvermeidbar und schlagen heute schon bei manchem städtischen Reihenhaus mit rund 400 Euro monatlich zu Buche. Bauherren und Käufer, so empfiehlt der VPB, sollten vor dem Hausbau oder Immobilienkauf ihre zukünftigen Nebenkosten genau kalkulieren und ins zukünftige Budget der Familie fest einplanen.

VPB: Baupflichten nicht auf die leichte Schulter nehmen

BERLIN. Bauland ist knapp. Immer mehr Kommunen erschließen deshalb Wohngebiete für junge Familien. Oft ist der Verkauf dieser begehrten Grundstücke an Auflagen gekoppelt, so der Verband Privater Bauherren (VPB). Beispielsweise an eine Baupflicht. Mit der Bebauungsverpflichtung wollen die Kommunen sicherstellen, dass die Neubaugebiete möglichst in einem Zug bebaut werden und sich Baulärm, Schmutz und die Gefährdung durch schwere Fahrzeuge nicht jahrelang hinziehen. Je nach Vertrag müssen Käufer eventuell sogar eine Strafe bezahlen, wenn sie nicht fristgerecht bauen, oder die Kommune kann das Grundstück zurückfordern. Baugrund liegen zu lassen ist also meist mit Ärger verbunden. Außerdem haben die Eigentümer die Verkehrssicherungspflicht für das Grundstück. Viele Kommunen nehmen die angrenzenden Eigentümer für den Gehweg in die Pflicht. Das heißt jetzt im Winter: Schnee schippen! Auch wenn auf dem Grundstück noch gar niemand wohnt.

BDL: Laborärztliche Versorgung im ländlichen Raum gefährdet

Kostenstudie untermauert Forderung nach Revision der Laborreform

Berlin – Erste Daten einer mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) vereinbarten Kostenstudie bestätigen die Warnungen des Berufsverbandes Deutscher Laborärzte (BDL) vor den Auswirkungen der Laborreform 2018. Die laborärztliche Versorgung gerade strukturschwacher und ländlicher Räume werde massiv gefährdet, wenn sich die seit dem 1. April 2018 gültigen Leistungskürzungen und – je nach Kassenärztlicher Vereinigung (KV) – ruinösen Quotierungen fortsetzten.

Der BDL verweist zum einen auf bereits erfolgte Schließungen von Laborgemeinschaften aufgrund der Absenkung der Quotierung auf nur noch 89 Prozent in einigen KVen. Hinzu komme ein Rückzug medizinischer Laboratorien aus der Fläche. Dieser Substanzverlust an ärztlicher Kompetenz und medizinisch-diagnostischer Infrastruktur vor Ort müsse dringend gestoppt werden. Anderenfalls könnten Haus- und Facharztpraxen in strukturschwachen und ländlichen Regionen zur Probenabholung nicht mehr oder nur noch in weitaus größeren Zeitabständen angefahren werden.

Zum anderen zeigt eine im Auftrag der KBV erstellte Kostenstudie zur Laborvergütung in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für den im Jahr 2020 geplanten neuen Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM), dass Labor-Grundleistungen (Kap. 32.2 EBM) rund 13 Prozent unter den realen Kosten vergütet werden. Bei Spezial-Laborleistungen (Kapitel 32.3 EBM) liegt die Differenz zwischen den von der GKV finanzierten und den realen Kosten sogar bei 20 Prozent. Diese Werte beziehen sich auf den fiktiven Fall, dass die im EBM vorgesehenen Kosten vollständig erstattet werden, was in der Realität wegen der Quotierung nicht der Fall ist.

 

 

 

 

 

 

 

Die nur teilweise Auszahlung in Form der Quotierung erfolgte bis zum Inkrafttreten der Laborreform bundeseinheitlich auf dem Niveau von 91,58 Prozent. Mittlerweile liegt diese Auszahlungsquote in einigen KV-Bezirken noch darunter bei nur 89 Prozent.

 

„Die Politik will die ‚sprechende Medizin‘ stärken. KBV und Krankenkassen werben um den Hausärzte-Nachwuchs auf dem Land. Dabei wird außer Acht gelassen, dass zwei Drittel aller ärztlichen Diagnosen auf Laborleistungen basieren. Die Vertragspartner in der GKV haben die Kürzungsspirale so weit gedreht, dass ein massiver labordiagnostischer Substanzverlust droht. Das ist angesichts von Milliarden-Überschüssen in der GKV völlig unverständlich und konterkariert jedes Werben um den Ärztenachwuchs auf dem Land“, so der BDL-Vorsitzende Dr. Andreas Bobrowski.

 

Der BDL hat den „Bericht zur EBM-Kostenrechnung“ zur Prüfung und Berücksichtigung für den neuen EBM vorgestellt. Die repräsentative Kostenstudie ermittelt die real in den deutschen medizinischen Laboratorien entstehenden Kosten. 41 Labore aus allen Regionen Deutschlands mit 175 Ärztinnen und Ärzten sowie rund 3.000 nicht-ärztlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen haben sich daran beteiligt, davon rund 85 Prozent im niedergelassenen Bereich.

 

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VPB: Bauherren sollten auf die letzte Rate im Abschlagszahlungsplan achten

BERLIN. Vor über einem Jahr, am 1. Januar 2018, trat das neue Bauvertragsrecht in Kraft – und ist immer noch nicht bei allen Schlüsselfertig-Anbietern angekommen. Das beobachten die Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB), die regelmäßig Vertragsentwürfe für die VPB-Mitglieder prüfen. Ein typischer Knackpunkt ist dabei der Abschlagszahlungsplan. In etlichen Verträgen liegt die letzte Rate des von den Firmen vorgeschlagenen Abschlagszahlungsplans immer noch deutlich unter zehn Prozent. In allen Verbraucherbauverträgen, die seit dem 1. Januar 2018 geschlossen werden, muss die letzte Rate aber mindestens zehn Prozent betragen. Wesentlich weniger ist nicht zulässig. Mit der erhöhten Rate haben Bauherren gegen Ende des Bauvorhabens noch mehr Geld und damit das einzige Druckmittel in der Hand, um Baufirmen zur Beseitigung von Mängeln zu bewegen. Bauherren, die einen alten Vertrag vorgelegt bekommen, sollten ihn nicht unterzeichnen, rät der VPB. Haben sie bereits unterschrieben und entdecken das Problem zu spät, sollten sie möglichst schnell einen Baufachanwalt aufsuchen. Alle VPB-Büros kooperieren in ihren Netzwerken mit entsprechenden Experten.

VPB: Versicherungen an Immobilie anpassen

BERLIN. Wer neu baut oder ein Bestandsgebäude übernimmt, braucht entsprechende Versicherungen. Während der Bauzeit rät der Verband Privater Bauherren (VPB) sowohl zu einer Bauherrenhaftpflichtversicherung als auch zu einer Bauleistungsversicherung. Die erste ist eine Haftpflicht für Haus und Grundstück, die zweite springt ein, wenn Unwetter oder Vandalen die Baustelle heimsuchen. Steht das Haus erst einmal, deckt die Wohngebäudeversicherung eventuelle Schäden am Haus ab. Viele Banken gewähren Kredite nur, wenn die Bauherren und Hauseigentümer entsprechende Versicherungen nachweisen. Ab und zu sollten Hauseigentümer ihre Versicherungen anpassen: So lohnt sich eine Glasversicherung zum Beispiel, sobald ein Wintergarten angebaut wird. Auch für Solaranlagen gibt es entsprechende Versicherungen.

VPB: Bauherren sollten alte Bauverträge nicht unterschreiben

BERLIN. Seit 1. Januar 2018 gibt es das neue Bauvertragsrecht. Es bringt privaten Bauherren mehr Transparenz und Verbraucherrechte. Manche Baufirmen halten sich an die neue Gesetzgebung, andere nicht, konstatiert der Verband Privater Bauherren (VPB). So kursieren zum Beispiel immer noch alte Bauvertragsmuster, die seit Anfang 2018 so nicht mehr verwendet werden dürften. Dies stellen die VPB-Sachverständigen fest, die regelmäßig im Auftrag der VPB-Mitglieder Bauverträge bautechnisch prüfen. Dabei stoßen sie nach wie vor auf Baubeschreibungen, die den Vermerk „Stand 2017“ oder älter tragen. Solche Verträge entsprechen nicht der aktuellen Gesetzgebung. Bauherren sollten sie nicht unterzeichnen, rät der VPB. In den alten Baubeschreibungen fehlen noch viele, für Verbraucher wichtige Hinweise, wie etwa der Fertigstellungstermin oder eventuelle Kostenrisiken, die im Hauspreis noch nicht enthalten sind. Der VPB empfiehlt Bauherren, den Bauvertragsentwurf vor der Unterzeichnung vom unabhängigen Sachverständigen prüfen zu lassen, der solche und andere Probleme aus Erfahrung schnell entdeckt.

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Oft genügt schon ausreichendes Lüften – VPB erläutert sinnvolle Maßnahmen gegen Radon in belasteten Altbauten

BERLIN. Zum Jahreswechsel am 31.12.2018 ist das neue Strahlenschutzgesetz in Kraft getreten. Es enthält zum ersten Mal verbindliche Regelungen zum Radonschutz in Aufenthaltsräumen und nennt Referenzwerte für die Belastung mit Radon. Ab 300 Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m³) im Jahresmittel müssen Maßnahmen zur Reduzierung der Radonkonzentration getroffen werden. „Das Problem Radon an sich ist nicht neu. Neu sind die Grenzwerte, die nun in Wohnräumen und an Arbeitsstätten in Gebäuden (Büroräume / Werkstätten) eingehalten werden müssen“, erläutert Dipl.-Ing. Marc Ellinger, Sachverständiger des Verbands Privater Bauherren (VPB) und Leiter des VPB-Büros Freiburg-Südbaden. „An der Radonbelastung selbst hat sich dadurch nichts geändert.“

VPB: Grundsteuer gehört zu den laufenden Nebenkosten

BERLIN. Die Grundsteuer soll modernisiert werden, das hat das Bundesverfassungsgericht entschieden. Wann und wie ist aber noch nicht absehbar. Bis dahin gehört die Grundsteuer zu den laufenden Nebenkosten, die Immobilieneigentümer jedes Jahr berappen müssen. Erhoben wird sie von der jeweiligen Kommune, und weil die Städte und Gemeinden finanziell knapp sind, neigten sie in der Vergangenheit dazu, die Grundsteuer regelmäßig zu erhöhen. Der Verband Privater Bauherren (VPB) rät Immobilienkäufern deshalb, sich vor dem Kauf eines Hauses oder einer Wohnung beim Vorbesitzer nach der Höhe der Grundsteuer für das Objekt zu erkundigen, damit sie die Nebenkosten besser abschätzen können. Die Grundsteuer ändert sich in der Regel nicht durch den Verkauf der Immobilie. Erst beim Umbau oder Ausbau kann sie sich verändern. Berechnet wird sie – bislang – vom Finanzamt aus dem Einheitswert, dem Grundsteuermesswert und dem Hebesatz. Beim Neubau müssen Bauherren also auf den Bescheid des Finanzamts warten, um zu erfahren, wie hoch die Grundsteuer wird. Nicht verwechseln sollten Kaufinteressenten die Grundsteuer mit der Grunderwerbsteuer. Letztere fällt beim Kauf der Immobilie einmalig an und beträgt je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Kaufpreises. Während sich die Grundsteuer für ein Familienheim in der Regel noch in Hunderten Euro bemisst, schlägt die Grunderwerbsteuer mit dem Gegenwert eines Klein- oder Mittelklassewagens zu Buche.

VPB: Abgelaufene Energieausweise erneuern lassen

BERLIN. Seit 2008 gibt es den Energieausweis für Bestandsgebäude. Da Energieausweise nur zehn Jahre gelten, werden seit vergangenem Jahr die ersten Energieausweise nach und nach ungültig. Daran erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Hauseigentümer, die vermieten oder ihre Immobilie verkaufen möchten, sollten prüfen, wann ihr Dokument abläuft, damit sie es rechtzeitig erneuern können. Hinzu kommt: Während 2008 für kleinere Immobilien mit weniger als fünf Wohnungen noch der einfache Verbrauchsausweis ausreichte, der auf den Abrechnungen beruhte, brauchen die Eigentümer dieser Häuser inzwischen in der Regel auch den aufwändigeren Bedarfsausweis. Miteigentümer von Wohnungseigentümergemeinschaften benötigen den Energieausweis ebenfalls bei Neuvermietung oder Verkauf ihrer Wohnung. In WEGs wird der Ausweis für die gesamte Anlage ausgestellt. Eigentümer bekommen eine Kopie über die Hausverwaltung.

VPB: In vielen Bauverträgen fehlt noch das Widerrufsrecht

BERLIN. Das Bauvertragsrecht ist Anfang 2018 in Kraft getreten. Nach Erfahrung des Verbands Privater Bauherren (VPB) werden die Neuerungen aber nur schleppend umgesetzt. Zwar gibt es Baufirmen, die von Anfang an mit gesetzeskonformen Vertragsunterlagen arbeiten, viele tun es aber noch immer nicht. Bauherren sollten sich aber auf alte Verträge nicht einlassen, rät der VPB, sie entsprechen nicht den rechtlichen Vorgaben und bringen während des Bauens garantiert Ärger. Einen veralteten Vertragsentwurf erkennen Bauherren zum Beispiel daran, dass sie vor Abgabe ihrer Vertragsabschlusserklärung nicht über das ihnen beim Schlüsselfertigneubau aus einer Hand auf eigenem Grund rechtlich zustehende Widerrufsrecht informiert werden. Das muss aber vorher in Textform passieren.

Weitere Informationen zum VPB unter www.vpb.de.

VPB: Geländer müssen sicher befestigt werden

BERLIN. Französische Balkone sind beliebt. Die bodentiefen Fenster lassen viel Helligkeit ins Haus, und der Verzicht auf den Austritt spart Baukosten. Dennoch brauchen auch französische Balkone sichere Geländer, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Was viele Bauherren nicht wissen: Die Geländer sind statisch tragende Teile. Ihre Verankerung muss sogar vom Statiker berechnet werden. Das ist oft nicht einmal den Handwerkern bewusst, die die Absturzsicherungen montieren. Im eigenen Interesse sollten Bauherren hier deshalb immer kritisch bleiben und nach der Statik fragen.

 

VPB: Rettungsweg auch bei Brand und Stromausfall offenhalten!

BERLIN. Brandschutz ist lebenswichtig, deshalb ist er auch im privaten Ein- oder Zweifamilienhaus vorgeschrieben. Sträflich vernachlässigt wird nach Erfahrung des Verbands Private Bauherren (VPB) aber oft der zweite Rettungsweg. Das sind in der Regel Fenster, Terrassen- und Balkontüren, durch die Bewohner ins Freie flüchten können, wenn Treppenhaus und Eingang durch Feuer und Qualm unpassierbar geworden sind. Viele Hausbesitzer schneiden sich ihren zweiten Rettungsweg unbewusst selbst ab: Sie lassen sich elektronische Rollladenheber installieren und zwar ohne Gurtroller, mit Motoren direkt an der Rolle. Das sieht schicker aus, kann aber fatal enden, denn sobald es brennt, fällt der Strom im Haus aus. Damit sind geschlossene Rollläden blockiert, die Fenster fallen als Rettungsweg aus. Erschwerend kommt hinzu: Durch die geschlossenen Rollladenpanzer können die Retter gar nicht sehen, wo sich die Eingeschlossenen befinden und wo sie die Axt ansetzen müssen. Der VPB rät deshalb: Wer elektrische Rollladenheber einbaut, muss darauf achten, mindestens so viele Rollläden mit Gurten zu versehen, die im Notfall ohne Strom geöffnet werden können, wie der Brandschutz vorschreibt. Zusätzlich sollte immer eine Feuerwehraxt in Greifweite liegen.

VPB: Winterbaustellen müssen regelmäßig gelüftet werden

BERLIN. Das Hauptproblem auf Winterbaustellen ist die Feuchtigkeit. Wenn Estrich aufgebracht oder die Innenwände verputzt werden, dann entsteht im Haus viel Feuchtigkeit. Und die muss raus, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Das funktioniert nur durch konsequentes Heizen und Lüften. Beides ist unentbehrlich, um Schäden zu verhindern. Ein spezielles Problem beobachten VPB-Experten immer wieder im Winter: Im Erdgeschoss und im ersten Stock wird verputzt und geheizt, während die Luke zum noch nicht ausgebauten und ungedämmten Dachgeschoss weit offen steht. Das ist bauphysikalisch fatal, warnen die VPB-Experten, denn die Feuchtigkeit aus dem unteren Bereich zieht wie in einem Kamin nach oben und schlägt sich dort an den kühlen Dachsparren nieder. Diese Feuchtigkeit führt fast immer zu Schimmelbefall, der später teuer saniert werden muss. Im schlimmsten Fall müssen Balken sogar ausgetauscht werden. Das Problem lässt sich vermeiden, wenn das Treppenloch zum unausgebauten Dach vor dem Ausbau geschlossen würde. Damit wären kühler und beheizter Bereich baulich getrennt. Die Feuchte aus Putz und Estrich könnte nicht ins Dach ziehen, sondern über die Fenster entlüftet werden.

VPB: Unverheiratete sollten beim Immobilienbesitz den Ernstfall regeln

BERLIN. Viele Paare, jüngere, wie ältere, leben heute ohne Trauschein zusammen. Etliche von ihnen kaufen gemeinsam Wohneigentum. Was passiert eigentlich, wenn ein Partner stirbt? Ganz gleich, ob beide Eigentümer der Wohnung waren oder nur der verstorbene Partner, falls kein Testament vorliegt, steht Ärger ins Haus. Unverheiratete haben nämlich kein gesetzliches Erbrecht. Sie können vorbauen, indem sie ein Testament oder einen Erbvertrag machen, sich darin gegenseitig als Erben einsetzen, und so das Vermögen und damit auch den eigenen Anteil an der Immobilie dem Partner beim Ableben übertragen. Allerdings haben Unverheiratete im Erbfall nur einen geringen Freibetrag von 20.000 Euro. Auf das restliche Erbe erhebt das Finanzamt Erbschaftssteuer; bei einer Immobilie sind das 30 Prozent vom Verkehrswert. Außerdem können Angehörige des Verstorbenen auf ihren Pflichtteil pochen; der beträgt in der Regel die Hälfte vom gesetzlichen Erbteil. Es ist also gut, wenn neben der Wohnung auch noch ausreichend Geld vorhanden ist, um eventuelle Erben aus- und Steuern bezahlen zu können. Eine weitere Möglichkeit, dem überlebenden Partner die Wohnung zu erhalten, ist die Einräumung eines Wohnrechts oder Nießbrauchs für den überlebenden Partner. Hilfreich können auch Risikolebensversicherungen sein. Aber auch dabei gibt es vieles zu beachten. Entscheidend ist übrigens immer der Verkehrswert der Immobilie – und der steigt aktuell bei vielen Immobilien. Eigentümer können sich darüber freuen. Unverheiratete sollten aber auch den Ernstfall regeln.

Studie des Instituts Privater Bauherren offenbart: Verbraucherrechte für private Bauherren werden noch umgangen

BERLIN. Das Gros der Bauherren und auch viele Bauunternehmer sind noch immer ahnungslos, wenn es um die neu eingeführten gesetzlichen Verbraucherrechte im Vertrag für ein Schlüsselfertighaus geht. Ein Jahr nach Inkrafttreten des neuen Bauvertragsrechts am 1. Januar 2018 hat das Institut Privater Bauherren eine Studie dazu herausgegeben: Die Kenntnisse über die wichtigen Verbraucherschutzelemente der neuen Rechtslage sind nach wie vor mehr als mager. Das zeigt die zugrunde liegende Auswertung von Bauvorhaben aus den Regionalbüros des Verbands Privater Bauherren (VPB), in denen bundesweit private Bauherren durch neutrale Experten beraten und betreut werden.

Das Fazit nach einem Jahr mit verbesserter Gesetzeslage ist noch sehr ernüchternd: Bei 85 Prozent der stichprobenartig ausgewählten Bauvorhaben waren den privaten Bauherren ihre neuen Rechte zunächst noch gar nicht bewusst. Nun sind private Bauherren Laien und bauen meist nur einmal im Leben. Baufirmen dagegen sind Profis und sollten über Recht und Gesetz Bescheid wissen. Laut Studie ist aber auch dem nicht so: Auch 78 Prozent der ausführenden Schlüsselfertigbaufirmen hatten ebenfalls noch keine Kenntnis vom neuen Bauvertragsrecht.

Detailliertere Fragen nach dem Widerrufsrecht, der letzten Rate des Zahlungsplans, dem Recht auf eine korrekte Baubeschreibung oder auf die Herausgabe wichtiger Bauunterlagen brachten ähnliche Erkenntnisse. In allen Punkten bescheinigt die Studie auch den Baufirmen noch weitgehende Ignoranz.

VPB: Schnee vom Haus fernhalten

BERLIN. Vor allem, wenn es friert und schneit, sollten Hausbesitzer regelmäßig Kontrollgänge um ihr Heim machen, empfiehlt der Verband Privater Bauherren (VPB). Dabei Schneeverwehungen an Hausecken und Terrassen- sowie Balkontüren beseitigen. Beginnt es nämlich zu tauen, läuft das Tauwasser oft durch die Türen ins Haus oder durchfeuchtet das Mauerwerk. Schwieriger wird es, Schneeverwehungen auf dem Dach zu beseitigen. Dabei können auch hier durch Tauwasser Schäden entstehen. Beispielsweise, wenn auf der Südseite der Schnee direkt auf der Dachfläche aber noch unter der geschlossenen Schneeschicht zu tauen beginnt. Das Wasser kann dann nicht ablaufen und sucht sich seinen Weg über die Ziegel ins Haus. Oft passiert das auch an Kamineinfassungen oder Dachflächenfenstern. Da hilft nur eins: Nach dem Tauwetter umgehend die Schäden beseitigen lassen. Denn feuchte Wärmedämmung schimmelt – und sie dämmt nicht mehr. Problematisch sind mitunter auch die Dächer von Carports, Gartenlauben und Garagen. Sie sind – zumal als Marke Eigenbau – nicht immer ausreichend für Schneelasten dimensioniert. Auch dort, so raten VPB-Experten, muss die Schneelast vom Dach geholt werden, ehe es einbricht.

VPB: Bauherren müssen Abnahmetermine ernst nehmen

BERLIN. Das neue Bauvertragsrecht, das am 1. Januar 2018 in Kraft getreten ist und für alle seither geschlossenen Bauverträge gilt, enthält neben Verbesserungen für private Bauherren auch problematische Regelungen. Dazu gehört nach Einschätzung des Verbands Privater Bauherren (VPB) auch die Neufassung der sogenannten Abnahmefiktion. Sie besagt: Setzt nach Fertigstellung des Werks der Unternehmer den Bauherren eine angemessene Frist zur Abnahme, und verweigern die Bauherren die Abnahme ohne Angabe von Mängeln oder erklären sie überhaupt nichts oder erscheinen erst gar nicht, dann fingiert das Gesetz die Abnahme als erfolgt! Diese Neuregelung, die vor allem die Verhältnisse zwischen Baufirmen und ihren Subunternehmern klären sollte, setzt private Bauherren unter enormen Zeitdruck. Sobald das Werk fertiggestellt ist, kann der Unternehmer nun eine angemessene Frist zur Abnahme setzen. Als angemessen gelten zehn bis 14 Tage. Innerhalb dieser Zeit müssen die Bauherren den Bau entweder abnehmen oder aber mindestens ein Mangelsymptom nennen. Können sie das nicht, bekommen sie keinen Aufschub mehr. Der Bau gilt dann als abgenommen. Diese Abnahmefiktion greift aber nur, wenn der Unternehmer die Verbraucher-Bauherren vorab und in Textform über die Rechtsfolgen informiert hat. Dazu reicht schon eine E-Mail. Bauherren sollten solche Schreiben in Zukunft also keinesfalls ignorieren, sondern umgehend und mit Unterstützung ihres Bausachverständigen klären, ob das Haus, das sie nun übernehmen sollen, auch tatsächlich fertig und mängelfrei ist.

VPB: Bauherren sollten auch die Entwürfe ihres Hauses kennen und prüfen

BERLIN. Wer schlüsselfertig baut, entscheidet sich für einen standardisierten Haustyp. Damit, so hoffen viele, haben sie mit dem Hausbau möglichst wenig zu tun. Folglich merken Bauherren oft erst während der Bauzeit, wenn das Haus doch nicht ihren Erwartungen entspricht. „Ich rate meinen Bauherren deshalb, schon vor Vertragsunterschrift auch die vorliegenden Hausentwürfe durchzusprechen“, empfiehlt Dipl.-Ing. Norman Dietz. „Die Hausentwürfe werden nämlich Vertragsbestandteil, notwendige Änderungen sind später schwierig oder nur mit Zusatzkosten durchzusetzen.“ Der Sachverständige des Verbands Privater Bauherren (VPB) im VPB-Regionalbüro Hildesheim prüft regelmäßig Bauvertragsentwürfe für Bauherren und kontrolliert später den laufenden Baufortschritt.

Auch andere VPB-Berater stellen fest, dass Bauherren die Entwurfsplanung oft für unverrückbar vorgegeben halten. Fragen, ob das Haus zum Raumprogramm der Bauherren passt, ob es barrierearm ist und damit bis ins Alter bewohnbar bleibt, werden deshalb selten geprüft. Noch weniger rücken eigentlich wichtige Detailfragen in den Vordergrund. „Bauherren beschäftigten sich schon sehr früh mit der Küchenplanung“, beobachtet Norman Dietz, „aber die Planung des Badezimmers oder Gästetoilette wird selten im Vorfeld betrachtet, obwohl dort aufgrund der optischen Ausführung am meisten gestritten wird.“

VPB: Bei Denkmälern frühzeitig die Behörde ansprechen

BERLIN. Schön sanierte Baudenkmäler sind rar und entsprechend teuer – und unsanierte Altbauten bergen oft finanzielle Risiken. Deshalb rät der Verband Privater Bauherren (VPB): Altbauliebhaber sollten kein Objekt kaufen, ohne es vorher mit mehreren Fachleuten zu begutachten – und niemals, ohne vorab mit der zuständigen Denkmalschutzbehörde zu sprechen! Baudenkmäler sind nämlich nicht einfach schöne Häuser, die im schlimmsten Fall saniert werden müssen, sondern gesetzlich geschütztes Kulturgut. Wer ein Baudenkmal kauft oder besitzt, für den gilt mehr als für alle anderen Hausbesitzer: Eigentum verpflichtet! Dafür genießen Denkmalbesitzer auch Steuervorteile. Aber gleich, was die Denkmalfreunde sich vorstellen: wie sie umbauen, anbauen, streichen oder sanieren müssen, das liegt nicht allein in ihrer Hand, sondern das entscheidet die Denkmalschutzbehörde. Private Bauherren sollten sich deshalb so früh wie möglich – am besten noch vor dem Kauf – mit der Behörde in Verbindung setzen, und ihre Wünsche abklären. Aber auch wer ein saniertes Baudenkmal vom Bauträger kauft, sollte prüfen, ob die Sanierung den denkmalpflegerischen Auflagen entspricht. Tut sie das nicht, ist Ärger garantiert: Die Steuererleichterung geht erst einmal verloren. Außerdem muss nachgearbeitet werden, was Zeit und Geld kostet. Bauherren und Käufer sollten sich den Ärger sparen.

VPB: Behörden können Abriss für Schwarzbauten verfügen

BERLIN. Ist ein Haus oder ein Anbau ohne Genehmigung gebaut worden, kann die Bauaufsichtsbehörde den Abriss anordnen, zumindest aber ein Nutzungsverbot aussprechen. Dank der heute leicht zugänglichen Luftaufnahmen sehen die Baubehörden auch schnell, wo Schwarzbauten entstanden sind. Schwarzbauten sind und bleiben illegal, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Daran ändert sich auch nichts, wenn sie lange unentdeckt bleiben. Bestandsschutz bekommen sie dadurch nicht automatisch. Bestandsschutz genießen nur Bauten, die zur Bauzeit im Einklang mit dem geltenden Recht standen. Besitzer von Schwarzbauten können versuchen, diese nachträglich genehmigen zu lassen – was natürlich extra kostet. Das ist aber nur möglich, wenn der Bau den geltenden öffentlichen Rechtsvorgaben entspricht. Eine Garantie für die nachträgliche Legalisierung gibt es also nicht. Der VPB rät deshalb, schon beim Kauf einer gebrauchten Immobilie nach der Baugenehmigung zu fragen und diese auch zu prüfen: Sind alle vorhandenen Bauteile auch in der Form legal? Und wer neu baut, der sollte sich unbedingt an die Baugenehmigung halten und eventuelle Änderungswünsche gleich genehmigen lassen. Sowohl die nachträgliche Genehmigung illegaler Bauten samt Bußgeld als auch der Abbruch kommen erheblich teurer.

VPB zur neuen Strahlenschutzverordnung: Radon im Neubau bei sorgfältiger Bauausführung beherrschbar

BERLIN. „Die Debatte über das radioaktive Edelgas Radon verunsichert zurzeit viele Bauherren und Hauseigentümer“, beobachtet Dipl.-Ing. Marc Ellinger, Sachverständiger beim Verband Privater Bauherren (VPB) und Leiter des VPB-Regionalbüros Freiburg-Südbaden. Auslöser der Debatte ist das neue deutsche Strahlenschutzgesetz (StrlSchG), das erstmals verbindliche Regelungen zum Radonschutz in Aufenthaltsräumen enthält und Referenzwerte für die Belastung mit Radon festlegt. Als gesundheitlich unbedenklich gilt der Bereich von 100 bis 300 Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m³) im Jahresmittel. Die Novelle des Strahlenschutzgesetzes tritt vollständig am 31. Dezember 2018 in Kraft. Der VPB hat dazu den neuen Ratgeber „Radon“ zusammengestellt, der auf der VPB-Website kostenlos heruntergeladen werden kann.

Radon ist ein radioaktives Edelgas. Es entsteht beim Zerfall von Uran, das in allen Gesteinen und Böden in unterschiedlich hoher Konzentration enthalten ist. Das Gas steigt durch die Bodenschichten Richtung Erdoberfläche auf und vermischt sich dort mit der Luft. In der Atmosphäre ist es in ungefährlich verdünnter Menge vorhanden. In hohen Konzentrationen allerdings ist Radon gesundheitsschädlich. Es gilt heute als Hauptursache für Lungenkrebserkrankungen bei Nichtrauchern in Deutschland. Grund genug, sich beim Bauen Gedanken über das Gas zu machen.

Gingen Experten früher davon aus, Radon komme fast ausschließlich in Bergbauregionen vor, wissen sie heute: Grundsätzlich betrifft die Problematik ganz Deutschland, sie ist nicht nur auf die Regionen mit uranhaltigem Muttergestein beschränkt.

„Entscheidend für die Radonbelastung ist die Durchlässigkeit des jeweiligen Bodens“, erklärt Radon-Experte Ellinger: „Lockere, gut wasserdurchlässige Böden, lassen auch Radon leicht passieren. Dicht gelagerte, wasserundurchlässige und feuchte Böden sind weniger durchlässig. Und wassergefüllte Bodenschichten stellen für Radon eine nahezu undurchdringliche Barriere dar.“

Diese Kenntnis nutzen Fachplaner bei der Konstruktion der Keller: Ein wasserdichter, sorgfältig erstellter Stahlbetonkeller, bei dem auf die Betonnachbehandlung geachtet wurde, oder eine entsprechend sorgfältig hergestellte wasserdichte Stahlbetonbodenplatte, sind technisch ausreichend, um die beim Neubau geforderten Grenzwerte für die Radonbelastung im Gebäude unter 300 Bq/m³ zu halten. „Aus technischer Sicht ist das Einhalten der Anforderung ein bei Neubauten durchaus erreichbares Schutzziel“, konstatiert Marc Ellinger. Wer einen wasserdichten Stahlbetonkeller baut, bekommt im Regelfall auch einen nahezu radondichten Keller.

Dazu gehören auch vollflächig aufgelegte, dicht miteinander verklebte Bitumenbahnen oder sogar vollflächig verschweißte Bitumenschweißbahnen, wie sie als Trennlage in Wohnräumen auf der Bodenplatte ohnehin üblich sind. „Auf das sorgfältig ausgeführte Anarbeiten an durchdringende Bauteile wie Rohrleitungen muss dabei natürlich besonders geachtet werden“, erinnert der Sachverständige.

Aber auch die Bewohner sollten alles tun, um sich vor Radon zu schützen: „Regelmäßiges Querlüften bei weit geöffneten Fenstern reduziert die Radonbelastung in Wohn-, Arbeits- und Aufenthaltsräumen maßgeblich“, empfiehlt Marc Ellinger, warnt aber gleichzeitig: „Wer eine Lüftungsanlage betreibt muss darauf achten, dass dabei kein Unterdruck entsteht, sonst kann Radon sogar ins Haus gesaugt werden.“

„Radon und seine gasförmigen Zerfallsprodukte sind sehr leicht. Sie folgen, ähnlich wie die Raumluft, den thermischen Strömungen im Gebäude“, gibt der Fachmann zu Bedenken. Unvermeidbare Kamineffekte, wie sie sich in offenen Treppenhäusern und Installationsschächten einstellen, transportieren das Radon in der Raumluft bis in die höheren Etagen und unters Dach. VPB-Experte Ellinger rät zur Vorsorge: „Sinnvoll sind deshalb zwei Maßnahmen: Einmal die bauliche Trennung von Keller und Wohnbereich. Und zum Zweiten das dichte Ausbetonieren aller Installationsöffnungen in der Kellerdecke und den übrigen Geschossdecken nach Fertigstellung der Installation. Unterbleibt das sorgfältige Verschließen der Deckendurchbrüche, kann sich Radon in geschlossenen, schlecht belüfteten Hohlräumen, und dazu gehören Gebäude, erheblich aufkonzentrieren.“

„Im Neubau ist Radon technisch durchaus beherrschbar und stellt im Regelfall kein Problem dar“, resümiert Mar Ellinger, „vorausgesetzt, die Bauteile, die das Gebäude zum Erdreich hin abschließen, werden sorgfältig und mangelfrei ausgeführt.“ Das gelingt vor allem im Schlüsselfertigbau erfahrungsgemäß nur, wenn die Bauherren die Baustelle regelmäßig vom unabhängigen Sachverständigen kontrollieren lassen. Darüber hinaus sollten Hausbesitzer die durchschnittliche jährliche Radonbelastung durch das Aufstellen von Exposimetern messen, rät Experte Ellinger. „Die Messdauer dafür beträgt mindestens ein halbes, besser ein ganzes Jahr. Die Kosten hierfür sind vernachlässigbar.“

Der neue VPB-Ratgeber „Radon“ kann kostenlos von der VPB-Website heruntergeladen werden – oder hier

VPB-Ratgeber Radon

VPB: Beim Bauen und Sanieren auch an den Schornstein denken

BERLIN. Wer baut oder sein Dach saniert, der muss viel bedenken, manches Detail kommt dabei nach Erfahrung des Verbands Privater Bauherren (VPB) zu kurz. Ein solches Bauelement ist der Schornstein. Wer eine Verbrennungsheizung betreibt, der kommt um den Schornstein nicht herum. Je nach Art der Dachdeckung sind auch der Abstand des Schornsteins von der Dachfläche, von Gauben und Dachfenstern vorgeschrieben sowie dessen Höhe über dem First. Wer unsicher ist, der sollte im Vorfeld den zuständigen bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger und das Bauamt fragen, rät der VPB. Sind alle diese baurechtlichen und bautechnischen Details geklärt, bleibt die Frage der Gestaltung: Mauerwerk, Metall, verputzt, verkleidet? Mit oder ohne Abdeckung? Je nach Ausführung ändert sich das Erscheinungsbild des Daches. Außerdem variieren die Preise. Es lohnt sich deshalb, im Vorfeld über dieses nötige, aber oft nur stiefmütterlich bedachte Bauteil zu sprechen.

VPB: Eigentümer kennen oft Mängel im eigenen Haus nicht

BERLIN. Wer ein altes Haus kauft …, der sieht in der Regel, was er bekommt, zumindest auf den ersten Blick. Viele Details bleiben ihm allerdings zunächst verborgen, so die Erfahrung des Verbands Privater Bauherren (VPB), denn niemand kann unter Putz, Ziegel und Verkleidungen schauen. Zur verlässlichen Einschätzung der Bausubstanz brauchen Laien die Hilfe unabhängiger Sachverständiger. Nicht verlassen sollten sich Kaufinteressenten auf Makler und Eigentümer: Zwar darf ein Verkäufer ihm bekannte Mängel nicht verschweigen. Oft kennt der Besitzer die Mängel im eigenen Haus selbst gar nicht, vor allem, wenn er das Haus geerbt hat und jahrelang selbst gar nicht bewohnt hat. Dann mag er Farbveränderungen an Wänden für reine Schönheitsfehler halten, die beim fälligen Anstrich ohnehin übermalt werden. Aber gerade Verfärbungen können auch auf Feuchte, Fogging oder Schimmelbefall hinweisen. Und deren Sanierung ist notwendig und wird mitunter teuer. Wer solche Schäden rechtzeitig entdeckt, der kann entweder auf den Kauf der Immobilie verzichten, oder die Kosten der fachgerechten Sanierung versuchen vom Kaufpreis abzuziehen. Das ist dann Verhandlungssache. Vor vielen solcher bösen Überraschungen bleibt der Hauskäufer dank des Gutachtens aber verschont.

VBP: Bauherren sollten als erstes den Bebauungsplan prüfen

BERLIN. Viele angehende Bauherren kennen den Begriff „Baugrenze“. Aber die wenigsten haben schon einmal von der „Baulinie“ gehört, das beobachten die Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB) immer wieder. Beide Begriffe stammen aus der Planzeichenverordnung (PlanZV) über die Ausarbeitung der Bauleitpläne und die Darstellung des Planinhalts. Sie sind also gesetzlich geregelt. Bauleitpläne sind der Flächennutzungsplan und der Bebauungsplan, kurz B-Plan. Sie werden von den Gemeinden auf der Basis des Baugesetzbuchs und mit Bürgerbeteiligung aufgestellt und sind kommunales Baurecht. Während die Baugrenzen in allen B-Plänen vorkommen, sind Baulinien dort seltener zu finden. Die Baugrenze legt die Grenzen fest, innerhalb derer ein Grundstück bebaut werden darf. Der Grundriss des Hauses muss innerhalb der Baugrenzen bleiben, er darf nicht größer, meist aber kleiner werden. Anders die Baulinie: Auf ihr muss gebaut werden! Damit hat die Baulinie erheblichen Einfluss auf die Größe des Hauses und die Form des Grundrisses. Viele Häuser aus dem Katalog oder der Musterausstellung passen nicht zu solchen Vorgaben. Angehende Bauherren sollten deshalb schon früh den Bebauungsplan für ihr Grundstück beim Bauamt einsehen, damit sie wissen, auf was sie bei der Hauswahl achten müssen. Baulinien sind im Bebauungsplan stets als rote Linie gezeichnet, blaue Linien markieren Baugrenzen. Der VPB rät: Auch wenn B-Pläne heute oft im Internet zu finden sind, sollten sich Bauherren lieber beim Amt genau erklären lassen, welche Konsequenzen die Vorgaben für ihre eigenen Pläne haben. Denn außer Baugrenzen und Baulinien gibt es ja noch weitere Festsetzungen die eingehalten werden müssen.

VPB rät: Auch bei großer Nachfrage Hauskauf sorgfältig abwägen

BERLIN. Neu bauen ist zurzeit ein teures Vergnügen. Deshalb suchen immer mehr Menschen Häuser im Bestand. Das beobachten die Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB) bundesweit vor allem in den Ballungsgebieten. Gesucht wird alles, von der Eigentumswohnung bis zum Einfamilienhaus. Die Vorteile des Altbaus liegen auf der Hand: Die Immobilie besteht bereits und muss nicht erst noch gebaut werden. Mitunter genügt eine Schönheitsreparatur vor dem Einzug. Meist sind allerdings größere Umbauten und Sanierungen fällig.

„Käufer sollten unbedingt vor dem Kauf klären, was an Kosten auf sie zukommt“, rät Dipl.-Ing. Klaus Kellhammer, VPB-Vorstandsmitglied und Leiter des VPB-Büros in Tübingen. „Das sind neben dem eigentlichen Kaufpreis die unvermeidlichen Kaufnebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchgebühren, aber auch die Kosten für die nötigen Sanierungs- und die gewünschten Umbauarbeiten. Hinzu kommt in gesuchten Lagen eventuell noch ein sattes Extra, denn immer mehr private Häuser und Wohnungen werden im Bieterverfahren verkauft“, erläutert der Bausachverständige. „Wertgutachten haben in der aktuellen Situation immer weniger Auswirkungen auf den Kaufpreis. Die Interessenten überbieten sich mit zum Teil erheblichen Summen.“

VPB: Baufirmen versuchen Bauvertragsrecht auszuhebeln

BERLIN. Das neue Bauvertragsrecht ist seit Anfang 2018 in Kraft und gilt für alle Bauverträge, die seither geschlossen werden. Der Verband Privater Bauherren beobachtet bei den Vertragskontrollen, die Bauherrenberater im Auftrag der Bauherren übernehmen, wie Firmen das neue Recht versuchen zu unterlaufen. Probleme bereiten privaten Bauherren unter anderem die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Firmen (AGB). Wer sie nicht liest und prüfen lässt, sitzt ihnen oft auf. Eine AGB sorgt beispielsweise immer wieder für Irritationen: Die Baufirmen versuchen, sich über die AGB den kompletten Restwerklohn zu sichern, falls sich die wirtschaftliche Lage ihrer Bauherren verschlechtert. Die Baufirmen beziehen sich dabei auf Paragraph 321 BGB. Der sieht bei Verträgen, bei dem ein Teil vorleisten muss – hier der Bauunternehmer, dessen Werklohn nach dem Gesetz erst mit der Abnahme fällig wird – ein Leistungsverweigerungsrecht vor, falls sich die Vermögensverhältnisse eines Vertragspartners nach Vertragsschluss verschlechtern und damit die Erbringung von dessen Gegenleistung gefährdet wird. In so einem Fall wird dann der Vertrag Zug um Zug abgewickelt – es sei denn, die Bauherren leisten eine Sicherheit. Die AGB, die den VPB-Anwälten immer wieder negativ auffällt, kehrt das Vorleistungsverhältnis um: erst der Werklohn, dann die Bauleistung. Das verstößt aber gegen das gesetzliche Leitbild. Abgesehen davon, dass die Firmen gar nicht wissen können, wie die Bauherren finanziell dastehen und die AGB unwirksam ist, sollten Bauherren solche Klauseln am besten gar nicht erst unterzeichnen.

Kontinenzversorgung: Auswahl des optimalen Produkttyps verbessert die Pflege und senkt die Arbeitsbelastung

Die Ergebnisse einer neuen Studie helfen Pflegekräften bei der Auswahl des besten Produkttyps, damit ein möglichst einfacher Wechsel des Inkontinenz-Produkts stattfinden kann. Mit der „Usability“-Methode lassen sich erhebliche Verbesserungen in der Kontinenzversorgung erreichen: Pflegende gewinnen bis zu 13 Wochen zusätzliche Zeit pro Jahr, die körperliche Belastung verringert sich, während die Arbeitszufriedenheit steigt.

VPB: Beim Ausbauhaus steckt der Teufel im Vertragsdetail!

BERLIN. Grundstücke sind rar, und auch das Bauen selbst wird immer teurer. Viele Bauherren überlegen, wo sie sparen können. Während sich die einen für Suffizienz und kleinere Wohneinheiten entscheiden, erwägen die anderen den Kauf eines Ausbauhauses. Durch Eigenleistungen wollen sie Geld sparen. Das klingt verlockend, bringt aber mitunter erhebliche Probleme, warnt der Verband Privater Bauherren (VPB).

„Ein Ausbauhaus – gleich ob Fertig- oder Massivhaus – ist ein Haus, bei dem der Hausanbieter die Bauleistungen zum Teil extrem reduziert hat“, erläutert Dipl.-Ing. Marc Ellinger, Sachverständiger und Leiter des VPB-Büros Freiburg-Südbaden. „Einige Anbieter liefern sogar nur die Planung und das Material. Die Bauherren müssen das Haus dann wie ein hochkomplexes 3-D-Puzzle zusammenfügen.“ Aber auch sonst wird im Regelfall nur die statische Konstruktion mit einem Wärmedämmverbundsystem als Fassade ausgeführt. Steht die Hülle, kann der Ausbau beginnen. Je nachdem, welche Ausbauvariante die Bauherren wählen, müssen sie den gesamten Innenausbau oder Teile davon in Eigenregie übernehmen.

VPB: Alte Fertighäuser müssen oft umfassend saniert werden

BERLIN. In den 1960er Jahren entstanden die ersten Fertighäuser. Sie stehen heute vielerorts zum Verkauf. Weil sie meist auf großen Grundstücken in infrastrukturell gut erschlossener Nachbarschaft stehen, sind die Altbauten bei jungen Familien beliebt. Großzügig sind oft auch die Grundrisse, mit großen Räumen und Tageslichtbad. Daraus lässt sich einiges machen, wissen die Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB). Die Häuser haben allerdings auch ihre ganz typischen Probleme. Dazu gehören veraltete Technik, schlechte Dämmung und Baustoffe, die heute teilweise als gesundheitsbedenklich gelten. Interessenten sollten deshalb ein solches Haus nicht ohne vorherige Kontrolle durch den Sachverständigen kaufen. Erst danach wissen sie, welche Sanierungsmaßnahmen anstehen und welche Kosten diese nach sich ziehen werden. Wer ein Fertighaus der ersten Generation auf modernen Standard bringen möchte, der muss erheblich sanieren. Das Haus wird dabei fast in den Rohbauzustand zurückversetzt. Interessenten sollten deshalb nicht schon überteuert kaufen, rät der VPB.

VPB: Bei sinkenden Temperaturen ist Bauen nur eingeschränkt möglich

BERLIN. Früher wurde im Winter nicht gebaut. Heute wird das ganze Jahr hindurch betoniert, gemauert, verputzt und Estrich gegossen. Möglich machen das milde Winter, moderne Baustoffe und mobile Heizungssysteme. Die Baustoffe müssen allerdings nach Herstelleran- und -vorgabe eingesetzt werden, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Das Bauen bei fallenden und winterlichen Temperaturen hat seine Tücken. Viele Baustoffe haben eine vom Hersteller vorgegebene Verarbeitungstemperatur. Die meisten Baustoffe können bis 5 Grad Celsius eingesetzt werden. Darunter nicht mehr. Das Problem sind die Abbinde- und Trocknungszeiten. Ein Estrich oder Putz beispielsweise braucht mehrere Tage zum Abbinden (zu erhärten) und mehrere Wochen, um durchzutrocknen. In dieser Zeit darf die Temperatur nicht unters Limit sacken. Das klappt nach VPB-Erfahrung oft nicht. Die Folge sind frostbedingte Schäden. Damit die Temperatur nicht unter die kritische Marke sinkt, hilft nur Heizen – und das kann teuer werden. Wie und wann gebaut und geheizt wird und wer das bezahlt, das sollten Bauherren frühzeitig ansprechen, wenn absehbar ist, dass sie in den Winter hinein bauen.

VPB: Holzschädlinge befallen auch Neubauten

BERLIN. Holzzerstörende Pilze sind vor allem ein Altbauproblem. Sie kommen aber auch im Neubau vor, so der Verband Privater Bauherren (VPB). Nassfäulepilze haben vor allem bei neueren Häusern in Holztafel- oder Ständerbauweise leichtes Spiel, wenn die Bauwerksabdichtung oder die Abdichtung an den Balkoneinbindungen nicht richtig ausgeführt werden. Ein klassischer Schwachpunkt sind waagerecht auskragende Balkontragbalken, die dem Regen ausgesetzt sind. Diese Balken sind ein beliebter Ansiedlungsplatz für die Nassfäulepilze. Von den Balken aus bahnt sich das Wasser seinen Weg in die angrenzenden Wand- und Deckenkonstruktionen und bildet dort die Grundlage für die Holzpilze. Bis der Schaden erkannt wird, so die VPB-Erfahrung, vergehen meist Jahre. Ist dann die Gewährleistungsfrist abgelaufen, müssen die Bauherren die schweren Schäden meist auf eigene Kosten sanieren lassen. Eine sorgfältige Schwachstellenanalyse der Konstruktion vor Baubeginn anhand der Pläne und begleitend während der Bauphase kann solche Schäden verhindern.

VPB: Baugenehmigung für Terrassenüberdachungen nicht immer nötig

BERLIN. Viele Hausbesitzer erweitern ihre Häuser durch Wintergärten oder überdachen ihre Terrassen. Dazu brauchen sie in der Regel eine Baugenehmigung, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Während es sich beim ganzjährig bewohnbaren Wintergarten immer um einen festen Anbau, also eine Gebäudeerweiterung handelt, die der Energieeinsparverordnung (EnEV) entsprechen muss und auch eine Baugenehmigung benötigt, kommt es bei der Terrassenüberdachung darauf an, wie groß sie ist und in welchem Bundesland sie gebaut wird. Die Landesbauordnungen gehen hier auseinander. Sie differieren auch bei den Baugenehmigungsverfahren erheblich. Der VPB rät deshalb: Wer sich mit dem Gedanken trägt, Wintergarten, Sommergarten, Pergola oder Terrassenüberdachung anzubauen, sollte sich zunächst erkundigen, ob er eine Baugenehmigung braucht und welche Größen und Abstände zum Nachbarn er einhalten muss. Manchmal ist es sinnvoll, die geplante Terrassenüberdachung einfach ein bisschen kleiner zu wählen, damit kein aufwändiges Baugenehmigungsverfahren nötig wird. Fragen im Vorfeld beantworten die Bau- und Bauaufsichtsämter der Kommunen und Kreise. Übrigens: Wer ein Reihenhaus als Wohneigentum besitzt, braucht dazu in aller Regel auch die Genehmigung der Eigentümergemeinschaft.

VPB begrüßt Baukindergeld und fordert: Jetzt müssen auch die Länder liefern

BERLIN. Ab sofort kann das von den Koalitionspartnern beschlossene Baukindergeld beantragt werden. In den Genuss der 1.200 Euro Baukindergeld pro Jahr und Kind kommen Familien mit Kindern wie auch Alleinerziehende, die eine Wohnimmobilie kaufen und deren Haushaltseinkommen maximal 90.000 Euro nicht übersteigt. Die Antragsteller müssen verschiedene Bedingungen erfüllen, die Anträge laufen über die bundeseigene KfW. Der Verband Privater Bauherren (VPB) hat dazu einen kostenlosen Ratgeber zusammengestellt, der ab sofort über die Website des Verbands www.vpb.de heruntergeladen werden kann. Interessierte finden den VPB-Ratgeber hier.

Der Verband Privater Bauherren begrüßt das Baukindergeld, kritisiert aber scharf, dass viele Bundesländer das Baukindergeld bei der Grunderwerbsteuer weitgehend wieder abgreifen. In Nordrhein-Westfalen werden beispielsweise auf eine 350.000 Euro teure Immobilie 6,5 Prozent Grunderwerbsteuer fällig. Das sind 22.750 Euro – und damit fast die kompletten 24.000 Euro Baukindergeld, die Familien mit zwei Kindern überhaupt bekommen können. Auch im Land der Häuslebauer, in Baden-Württemberg, schlägt bei einem preisgleichen Objekt die Grunderwerbsteuer in Höhe von fünf Prozent mit 17.500 Euro zu Buche. Und sogar in Bayern, das als einziges Bundesland nach wie vor nur 3,5 Prozent Grunderwerbsteuer eintreibt, geht bei einem 350.000-Euro-Objekt das komplette Baukindergeld fürs erste Kind allein für die Grunderwerbsteuer von 12.250 Euro wieder drauf.

VPB warnt: Thermografie nur vom Experten machen lassen!

BERLIN. „Entdecken Sie die Sparpotenziale Ihres Hauses!“ So und ähnlich werben jetzt im Herbst wieder Firmen. Sie offerieren billige Thermografieaufnahmen und erhoffen sich damit Aufträge für die Fassadensanierung, warnt der Verband Privater Bauherren (VPB). In der Tat können Thermografieaufnahmen Energielecks am Haus gut sichtbar machen und die richtige Planung der energetischen Sanierung erleichtern – allerdings nicht Aufnahmen für hundert Euro, wie es zahlreiche Hauswurfsendungen suggerieren. Eine fachlich korrekte Thermografie kostet Zeit und damit Geld. Mit mehreren hundert Euro müssen Hausbesitzer dabei rechnen. Die Thermografie-Untersuchung besteht nämlich nicht nur aus vier Hausansichten, sondern wird je nach Gebäude individuell geplant. Je komplexer die Hausform, umso sorgfältiger muss der Thermograf das Gebäude aufnehmen, um sich ein Bild vom gesamten Objekt und damit auch von allen möglichen Wärmebrücken zu machen. Dazu gehören auch zwingend Thermografien von innen. Ein weiteres Qualitätsmerkmal für seriöse Thermografie-Angebote ist die Beratung, erläutert der VPB. Eine Thermografie nutzt dem Hausbesitzer wenig, wenn er nur vier Farbausdrucke und keine fachliche Erklärung dazu bekommt. Der Hinweis „Ihr Haus muss gedämmt werden!“ reicht nicht aus. Solche Angebote kommen meist von Fassadenbaufirmen, die Dämmstoffe verkaufen wollen. Ein seriöser Thermograf erläutert die Ergebnisse seiner Thermografie schriftlich und mündlich – und er überlässt die Konsequenzen aus der Untersuchung immer dem qualifizierten Energieberater.

VPB-Sommerserie (6): VPB rät: Bauverträge auch auf Sicherheitsleistungen hin prüfen lassen

BERLIN. Wer baut, braucht Sicherheiten. Bauherren brauchen Sicherheiten, dass ihr bestelltes Haus fristgerecht und mängelfrei fertiggestellt wird. Baufirmen wollen sichergehen, dass sie zum Schluss auch das Geld für ihre Arbeit bekommen. Der Gesetzgeber räumt den am Bau Beteiligten jeweils unterschiedliche Ansprüche ein, die im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) in den Paragraphen 631 fortfolgende geregelt sind, erläutert der Verband Privater Bauherren (VPB). Für private Bauherren sind dabei vor allem die Stichworte „Erfüllungssicherheit“, „Gewährleistungssicherheit“ und „Bauhandwerkersicherung“ wichtig.

„Die Materie ist komplex“, weiß VPB-Vertrauensanwalt Holger Freitag. „Bauherren müssen hier genau aufpassen, damit sie einerseits ihre Rechte wahren, andererseits nicht selbst durch die Sicherheiten, die die Baufirmen von ihnen verlangen dürfen, in Finanzierungsschwierigkeiten geraten.“

VPB: Eigentümergemeinschaften brauchen fachlichen Rat

BERLIN. Viele Senioren geben im Alter ihre Häuser am Stadtrand auf und ziehen in eine Eigentumswohnanlage. Dort müssen sie sich um wenig kümmern. Sie müssen allerdings auch mehr Rücksicht auf ihre Miteigentümer nehmen. Das gilt besonders, wenn ein Bewohner eine Rollstuhlrampe am Haus anbauen möchte. Möglicherweise werden ihm das seine Miteigentümer nicht verwehren, aber sie müssen im Vorfeld umfassend über die geplanten Maßnahmen sowie mögliche bauliche Alternativen informiert werden, erläutert der Verband Privater Bauherren (VPB). Dies hat das Amtsgericht München (AG München) vom 5. Juli 2017 entschieden (Az.: 482 C 26378/16). Wohnungseigentümergemeinschaften müssen in der Lage sein, die Bauarbeiten und deren Konsequenzen zu beurteilen. Andernfalls entspricht der Beschluss nicht ordnungsgemäßer Verwaltung und kann gerichtlich anfechtbar sein. Weil Wohnungseigentümer in der Regel Baulaien sind, können und müssen sie nicht wissen, wie sich zum Beispiel Rollstuhlrampen technisch anbauen oder ins Gebäude integrieren lassen. Sie brauchen dazu aber vorab sachliche Informationen, damit sie das Für und Wider einzelner Vorschläge kennen und entsprechend abstimmen können. Dabei unterstützen sie die Sachverständigen des VPB.

VPB rät: Vor dem Kauf Bauvoranfrage einreichen

BERLIN. Weil freies Bauland rar ist, suchen viele Bauherren Bestandsobjekte. Sie brechen die alten Häuser ab und bauen neue. Große Grundstücke lassen sich manchmal sogar parzellieren und in Tranchen verkaufen. Das hilft bei der Finanzierung des eigenen Neubaus. Der Verband Privater Bauherren (VPB) rät, vor dem Grundstückskauf zu prüfen, ob der gültige Bebauungsplan Abbruch, Parzellierung und den Neubau mehrerer Häuser überhaupt zulässt. Während der Altbau – sofern rechtens errichtet – Bestandsschutz genießt, muss jeder Neubau komplett genehmigt werden. Mitunter fallen dann Größen, Höhen und Abstände zum Nachbarn ungünstiger aus, als beim Vorgängerbau. Auch die Teilung ist längst nicht überall machbar. Der VPB rät: Wer sich für ein Grundstück interessiert und darauf bauen möchte, sollte im Vorfeld eine Bauvoranfrage einreichen. Das kann jeder machen, auch wenn ihm das Grundstück nicht gehört. Die Bauvoranfrage kostet zwar Gebühren, aber sie schafft Klarheit und verhindert eventuelle Fehlkäufe.

VPB-Sommerserie (5): VPB: Baufirmen geben nicht automatisch alle nötigen Bauunterlagen heraus

BERLIN. „Der Anspruch der Bauherren auf die Herstellung und Übergabe von Plänen und Bauunterlagen für ihr Bauprojekt gehört zu den zentralen Punkten des neuen Bauvertragsrechts. Es ist am 1. Januar 2018 in Kraft getreten und gilt für alle seit diesem Tag geschlossenen Bauverträge. Schlüsselfertigfirmen müssen seither jenen privaten Bauherren, die keinen eigenen Architekten beauftragt haben, alle nach öffentlichem Recht für den Bau nötigen Pläne und Berechnungen erstellen und sie den Bauherren übergeben“, erinnert Holger Freitag, Vertrauensanwalt des Verbands Privater Bauherren (VPB).

Private Bauherren brauchen Grundrisse, Ansichten, Schnitte, Details, Statik, Wärmeschutznachweis und vieles mehr aus zwei Gründen: Zum einen müssen sie im Vorfeld prüfen lassen können, ob ihr geplantes Haus überhaupt geltendem Recht, den anerkannten Regeln der Technik und den vertraglichen Vereinbarungen entspricht. Zum anderen müssen sie jederzeit, auch noch Jahrzehnte nach dem Einzug, den Behörden gegenüber belegen können, dass ihre Immobilie geltendem Recht entspricht. Dazu verlangt die Behörde bestimmte Unterlagen. „Viele Bauherren hatten nicht einmal diese früher in ihrem Besitz, jetzt stehen ihnen wenigstens solche Unterlagen rechtlich zu, die zum Nachweis der Einhaltung öffentlicher Anforderungen an das Haus nötig sind“, erläutert Rechtsanwalt Freitag.

VPB rät: Ungebetene Haustiere fernhalten!

BERLIN. Die Großstadt lebt! Nicht nur auf dem Lande tummeln sich Marder, Füchse, Ratten und Waschbären. Die Tiere fühlen sich auch in den Städten wohl und besetzen Gärten und Häuser. Besonders unangenehm ist der Befall des Dachs mit Mardern, so der Verband Privater Bauherren (VPB). Haben sie sich in der Dachkonstruktion festgesetzt, darf nur ein Jäger sie fangen oder gar zur Strecke bringen. Um Marderschäden am Haus zu vermeiden, rät der VPB, das Dach von vornherein sorgfältig gegen tierische Untermieter zu sichern. Aber nicht nur auf dem Dach, sondern auch im Keller sollten Bauherren lieber Metall statt Kunststoff wählen, speziell für die Rückstauklappen. Sie sind ansonsten ein beliebtes Einfallstor für Ratten.

VPB empfiehlt: Handwerker mit Sorgfalt aussuchen

BERLIN. Der Bau boomt, Handwerker sind schwer zu bekommen. Trotzdem sollten Hausbesitzer, die zum Beispiel ihr Dach sanieren lassen möchten, nicht jede erstbeste Firma nehmen, die gerade Zeit hat, rät der Verband Privater Bauherren (VPB). Auftraggeber sollten sich Referenzen einholen, auf Zuverlässigkeit achten und Qualität – und sie sollten immer nach der Versicherung der Firma fragen. Das wird wichtig, wenn etwas schief geht. Ist die Firma dann nicht oder unterversichert, bleiben Hausbesitzer auf dem Schaden sitzen. Dies ergibt sich aus einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 9. Februar 2018 (Az.: V ZR 311/16). Bei der Dachsanierung war das Dach in Brand geraten. Der Brand hatte das Nachbargebäude beschädigt. Der Nachbar klagte auf Schadenersatz. Das Gericht gab ihm recht und urteilte: Der Auftraggeber trägt die Verantwortung. Gut, wenn der Handwerksbetrieb dann solvent und versichert ist und den von ihm verursachten Schaden auch bezahlen kann.

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Apotheken und Sanitätshäuser erhalten im September einen attraktiven Bar-Rabatt von 45 Prozent auf Bestellungen der geschlechter-spezifischen Pants von TENA. Zudem kann ein aufmerksamkeitsstarker Gratis-Musteraufsteller abgerufen werden. Eine ultrastarke  Aktivierungskampagne schafft Interesse, aktiviert Neukunden und erhöht die Nachfrage. Der Fachhandel profitiert von zufriedenen Kunden und positiven Umsatzaussichten.

VPB-Sommerserie (4): VPB: Baufirmen unterlaufen Angaben zur Bauzeit im Kleingedruckten

BERLIN. Bauherren müssen wissen, wann sie ihr neues Haus oder ihre Wohnung beziehen können. Wichtige Entscheidungen hängen von diesem Termin ab – Finanzierungsplanung, Kündigung der alten Wohnung, Umzug, Ummeldung der Kinder in Kita und Schule, um nur einige zu nennen. Weil der Einzugstermin für Verbraucher so wichtig ist, hat der Gesetzgeber den Baufirmen im neuen Bauvertragsrecht die Nennung eines Fertigstellungstermins auferlegt. Baufirmen nutzen allerdings jede Möglichkeit, um dieses Recht zu umschiffen, kritisiert der Verband Privater Bauherren (VPB).

Das neue Bauvertragsrecht, dem alle seit dem 1. Januar 2018 unterschriebenen Verbraucherbauverträge unterliegen, zwingt Schlüsselfertiganbieter und sogar Bauträger dazu, bereits in der Baubeschreibung verbindliche Angaben über die Baufertigstellung oder zumindest die Bauzeit zu machen. Die Baubeschreibung muss den Bauherren schon vor Vertragsabschluss übergeben werden. Sie muss das Angebot detailliert erläutern und den Vergleich mit Offerten anderer Firmen ermöglichen. Je früher der Anbieter fertig wird, desto mehr Miete können Bauherren sparen. So wirkt sich auch die Bauzeit auf den Preis aus.

„Die meisten Baufirmen nennen in der Baubeschreibung keinen konkreten Übergabetermin, sondern legen sich lieber auf eine bestimmte Bauzeit fest“, beobachtet VPB-Vertrauensanwalt Holger Freitag ein gutes halbes Jahr nach Inkrafttreten des neuen Bauvertragsrechts. „Das ist im Prinzip auch sinnvoll, weil ja oft noch behördliche Genehmigungen eingeholt und Fragen geklärt werden müssen, so dass der Beginn des Baus nicht sicher feststeht. Damit ist auch der Zeitpunkt der Fertigstellung noch ungewiss. Die Bauzeit selbst allerdings lässt sich gut einschätzen und planen, vor allem, wenn schon ein Baugrundgutachten vorliegt.“

VPB: Wohnräume müssen der Landesbauordnung entsprechen

BERLIN. Viele Bauherren schieben den Dach- oder Kellerausbau auf für später. Schließlich muss nicht alles mit dem Einzug picobello und fertig sein. Mitunter wird das Dach erst ausgebaut, wenn die Kinder größer sind und sich ein eigenes Reich wünschen. Dann aber muss das Dach auch als Wohnraum genehmigt sein, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Je nach Bundesland schreiben die Landesbauordnungen (LBO) zum Beispiel unterschiedliche Mindesthöhen für Wohnräume vor. Auch ein zweiter Fluchtweg ist nötig. Mancherorts muss für die neue Wohnung ein zusätzlicher Stellplatz nachgewiesen werden. Wichtig wird das alles schon dann, wenn die eigenen Kinder unterm Dach hausen und nicht erst, wenn der Wohnraum dort offiziell vermietet wird, beispielsweise an eine Pflegekraft. Die baurechtlichen Bedingungen müssen mit dem Beginn der jeweiligen Nutzung erfüllt sein. Der VPB rät: Bauherren, die ihre Dach- oder Kellerräume später einmal bewohnen oder vermieten möchten, sollten sie von Anfang an entsprechend planen, genehmigen lassen und bauen. Sie sparen sich damit später unter Umständen viel Ärger.

VPB rät: Beim Altbaukauf auch Sanierungskosten einkalkulieren

BERLIN. Auf dem Markt werden aktuell viele Immobilien aus den späten 1950er und 1960er Jahren angeboten. Diese Immobilien haben Vorzüge und Nachteile. Als Minuspunkte werten die Bausachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB) zum Beispiel die oft veraltete Haustechnik und schlechte Wärmedämmung. Als Bonus verbuchen Besitzer meist die Lage: im Grünen und dabei doch zentrumsnah sowie infrastrukturell bestens angeschlossen. Wer ein älteres Haus kaufen möchte, sollte sich Zeit nehmen und das Objekt vor dem Kauf unbedingt vom Sachverständigen begutachten lassen. Nur so erhalten Käufer verlässliche Auskunft darüber, was die Immobilie wirklich wert ist, was an Sanierungskosten und Nachrüstpflichten auf sie zukommt, und was eventuelle Umbauten, die sich viele Käufer ja auch noch wünschen, am Ende kosten. Die Modernisierung von Altbauten kommt nach VPB-Erfahrung immer teurer als Laien ahnen. Je älter die Immobilie ist, umso höher liegen diese notwendigen Investitionen. Ab wann sich Abbruch und Neubau lohnen, können erfahrene Sachverständige einschätzen. Denn auch der Abbruch und die Entsorgung der alten Baustoffe gehen inzwischen ins Geld.

VPB-Sommerserie (3): VPB stellt klar: Bauherren müssen bei Widerruf allenfalls Wertersatz leisten, nicht mehr

BERLIN. In vielen Fällen im täglichen Geschäftsverkehr haben Kunden ein Widerrufsrecht. Beim Bauen war das bislang nicht der Fall. Dank der Einführung des neuen Bauvertragsrechts hat sich das geändert. „Seit dem 1. Januar 2018 geschlossene Verbraucherbauverträge sind widerrufbar – wenn sie nicht gerade vom Notar beurkundet werden“, erläutert Holger Freitag, Vertrauensanwalt des Verbands Privater Bauherren (VPB). Ein Verbraucherbauvertrag liegt vor, wenn ein Verbraucher ohne eigenen Architekten auf eigenem Grund ein schlüsselfertiges Haus bauen lässt.

„Nach unseren bisherigen Erfahrungen im ersten Halbjahr 2018 weisen viele Firmen in ihren Vertragsmustern auch korrekt auf die neue Regelung hin“, resümiert Rechtsanwalt Freitag, schränkt aber ein: „Vereinzelt beobachten wir aber auch Versuche, die Folgen des Widerrufs zu unterlaufen.“ So ist beispielsweise bei der Prüfung von Bauverträgen, die VPB-Sachverständige für Bauherren übernehmen, eine Klausel aufgetaucht, nach der alle Leistungen eines Bauunternehmers, die er bis zum Widerruf erbracht hat, in jedem Fall von den Bauherren bezahlt werden müssten.

„Das stimmt aber nicht“, korrigiert Holger Freitag. „Bauherren sind im Falle eines Widerrufs nach dem Gesetz nur zum Wertersatz verpflichtet. Und auch das nur, soweit die Rückgewähr der Leistung ihrer Natur nach ausgeschlossen ist. Grundgedanke des Gesetzgebers: Wenn etwa ein Keller begonnen wurde, wirkt der sich wertsteigernd auf das Grundstück der Bauherren aus. Da der Abbruch des Kellers wirtschaftlich unsinnig wäre, müssen die Bauherren in der Regel diese ausgeführte Bauleistung bezahlen.

Nicht bezahlen müssen die Bauherren allerdings alle Tätigkeiten des Unternehmers, die keinen Wertzuwachs bewirkt haben. Das könnte zum Beispiel die Einrichtung der Baustelle sein, die Beschaffung von Unterlagenbeschaffung und -einsichten, erste Planungsskizzen oder ähnliches.

Das Widerrufsrecht soll Verbraucher vor übereilten Vertragsschlüssen schützen, etwa, wenn ihnen erst nach Vertragsschluss klar wird, dass sie das neue Haus auf ihrem Grundstück rechtlich gar nicht realisieren können, weil es – beispielsweise – nicht dem Bebauungsplan entspricht. Der Bauunternehmer muss die Bauherren im Vertrag über das Widerrufsrecht informieren. Die Widerrufsfrist beträgt 14 Tage ab Vertragsschluss, sofern die Verbraucher bei Vertragsschluss ordnungsgemäß über ihr Widerrufsrecht informiert werden. Ist das nicht der Fall, verlängert sich die Frist entsprechend, im Höchstfall auf ein Jahr und 14 Tage nach dem Vertragsabschluss. Übrigens: Alle Firmen, die jetzt immer noch alte Vertragsmuster aus 2017 und früher benutzen, informieren auch nicht über das Widerrufsrecht!

Die verlängerte Frist ist aber oft kein Segen, denn je später die Bauherren widerrufen, desto teurer kann es werden! Bauherren müssen dann Bauleistungen bezahlen, auch wenn sie sie nicht haben wollen.

„Erfahrungsgemäß wird es dann auch problematisch, den realen Wert der Bauleistungen zu ermitteln“, weiß Holger Freitag. „Bauherren sollten unbedingt einen unabhängigen Sachverständigen hinzuziehen, der die Bauleistungen begutachtet, damit sie nicht zu viel oder gar für eine mangelhafte Bauleistung Wertersatz bezahlen.“

Kein Widerrufsrecht haben dagegen Käufer, die ihre Immobilie samt Grund vom Bauträger kaufen. Bauträgerverträge müssen immer notariell beurkundet werden. Der Gesetzgeber hat die Notare dazu verpflichtet, den Käufern die Vertragsunterlagen 14 Tage vor dem Beurkundungstermin zu übergeben. Bauherren haben damit auf diese Art dieselbe Zeit, das Angebot prüfen zu lassen, bevor sie es unterzeichnen.

VPB: Individueller Fahrplan erleichtert bautechnische Sanierung

BERLIN. In Deutschlands Wohnungen steckt reichlich Sanierungspotenzial. Laut Statistischem Bundesamt stammt gut die Hälfte (52 Prozent) der Gebäude aus der Zeit zwischen 1949 und 1990. Der Rest wurde je rund zur Hälfte vor 1949 und nach 1990 gebaut. Ungefähr drei Viertel aller Gebäude sind also älter als 28 Jahre! Viele Hausbesitzer möchten energetisch sanieren, sind aber unsicher, wie sie an die große Aufgabe herangehen sollen, so die Erfahrung der Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB). Sanierungswillige beschäftigen sich oft mit Einzelkomponenten und nicht mit dem gesamten Haus. Sie lesen Testberichte, studieren Förderrichtlinien und überlegen, wo sie aus dem unübersichtlichen Angebot Nutzen ziehen können. Dabei ist die umfassende Bestandsaufnahme die Basis jeder Sanierungsberatung. Erst im zweiten Schritt, wenn die bauphysikalischen Besonderheiten der Immobilie bekannt sind, folgen die Empfehlungen. Und die müssen nicht immer zwangsläufig auf eine umfangreiche Fassadendämmung hinauslaufen. Es gibt sehr unterschiedliche Möglichkeiten, Energie zu sparen und den individuellen CO2-Ausstoß zu reduzieren. Hausbesitzer sollten sich zunächst unabhängig und ergebnisoffen beraten lassen. Im Idealfall arbeitet ein produkt- und firmenunabhängiger Energieberater einen individuellen Sanierungsfahrplan aus, nach dem im Laufe der Jahre alles Wichtige erledigt wird – stets technisch aufeinander abgestimmt und in finanziell überschaubaren Etappen.

TENA Geschenkservice: Weihnachtsgeschenkideen für Bewohner

Mit dem TENA Geschenkservice können Pflegeeinrichtungen ihren Bewohnern zu Weihnachten Freude und Wohlbefinden schenken. Ob spannende Beschäftigung, Pflege für die Haut, etwas Leckeres zum Naschen oder etwas Schönes zum Anschauen. Beim TENA Geschenkservice ist für jeden das Richtige dabei. 

Pflegeeinrichtungen können beim TENA Geschenkservice schon jetzt Weihnachtsgeschenke für ihre Bewohner bestellen. Zur Auswahl steht die TENA Skin Lotion, die speziell für die Pflege sehr trockener und empfindlicher Haut geeignet ist, ein Quiz-Fächer mit 50 Fragen, die das Langzeitgedächtnis fördern, ein Windlicht aus Metall für eine stimmungsvolle Beleuchtung und feinste Schokosplit-Kekse in einem festlichen Glas. Alle Geschenke sind mit einer Probe TENA Shampoo & Shower bestückt sowie festlich verpackt und somit verschenkfertig.

Die Geschenke können auf www.pflege-geschenke.de bestellt werden. Bestellungen bis zum
1. Dezember 2018 werden rechtzeitig vor Weihnachten ausgeliefert.

Download: Abbildungen TENA Geschenke

VPB: Algenbefall an Fassaden vermeiden

BERLIN. Jeder hat die hässlichen grünlichen Schlieren auf Fassaden schon einmal gesehen: Algenbefall kommt nicht nur an gedämmten, sondern auch an ungedämmten Fassaden vor, erläutert der Verband Privater Bauherren (VPB). Zum Beispiel an den Fassaden vor ungedämmten Dachräumen. Die Ursache ist meist einfach: Wird die Wand nicht von innen her durch Heizen immer wieder ausgetrocknet, dann wird der Putz feuchter und es entsteht Algenbefall. An gedämmten Fassaden passiert das vor allem dann, wenn der Putz nur wenige Millimeter dick ist, wenn die Fassade tagsüber im Schatten liegt und wenn nur ein geringer Dachüberstand die Fassade schlecht schützt. Das Problem ist in diesen Fällen die sogenannte Strahlungstemperatur des Nachthimmels: Das Weltall ist eiskalt, und sogar in klaren Sommernächten kann die Strahlungstemperatur des Nachthimmels unter den Gefrierpunkt sinken. Steht die ungeschützte Fassade nun im direkten Austausch mit dem kalten Nachthimmel, sinkt die Temperatur der Fassade unter Umständen noch unter die Lufttemperatur ab. Auf der kalten Fassade schlägt sich Feuchtigkeit nieder und Algenbefall kann entstehen. Verhindern lässt sich das Phänomen zum einen durch eine dickere Putzschicht, einen Dachüberstand von 60 bis 80 Zentimetern oder durch spezielle Farben. Auf diesem Gebiet wird zunehmend experimentiert. Der VPB rät: Bauherren sollten einen entsprechend dicken Putz und einen größeren Dachüberstand beim Neubau oder Sanierungen gleich vorsehen.

VPB-Sommerserie (2): VPB warnt vor stillschweigend geänderten Baubeschreibungen

BERLIN. Wer ein schlüsselfertiges Haus bauen möchte, muss wissen, was die Baufirma im Einzelnen bietet und wie viel die angebotenen Leistungen kosten. Solche Baubeschreibungen waren früher oft nur vage. Seit Inkrafttreten des neuen Bauvertragsrechts Anfang 2018 fordert der Gesetzgeber hier erheblich mehr Transparenz. „Schlüsselfertiganbieter müssen den angehenden Bauherren jetzt schon vor Vertragsschluss sehr konkrete Baubeschreibungen zur Verfügung stellen“, erläutert Holger Freitag, Vertrauensanwalt des Verbands Privater Bauherren (VPB). „Mit der Baubeschreibung bekommt der Verbraucher klare Angaben zu Ausführung, Umfang, Preis, eventuellen Unwägbarkeiten sowie zu den geplanten Bauzeiten. Alle diese Kriterien sind wichtig für die Entscheidung für oder gegen ein Unternehmen. Sie machen den qualitativen Vergleich verschiedener Offerten überhaupt erst möglich und sind in der Bauphase das wichtigste Instrument, um festzustellen, ob man bekommt, wofür man bezahlen soll.“

Und sie wird beim Schlüsselfertighaus auf eigenem Grund nach dem Gesetz automatisch Vertragsinhalt, soweit keine ausdrücklichen Änderungen vereinbart werden. Lediglich bei notarieller Beurkundung – und damit bei allen Bauträgern – gilt immer nur das vom Notar im Termin protokollierte.

Soweit die Theorie. In der Praxis versuchen offenbar die ersten Firmen, das neue Verbraucherschutzrecht schon wieder zu untergraben. Dies haben die VPB-Sachverständigen festgestellt, wenn sie Verträge für private Bauherren vor Vertragsabschluss bautechnisch prüfen. Dabei sind sie auf folgende problematische Klausel gestoßen: „Vorvertraglich übergebene Baubeschreibungen werden nicht Vertragsinhalt.“

VPB: Suffizienz spart Kosten und schont Umwelt

BERLIN. Bauen und Wohnen sind teuer. Aber auch die Ansprüche sind im Laufe der Jahre gewachsen, konstatiert der Verband Privater Bauherren (VPB). Noch 1990 bewohnten die Deutschen durchschnittlich 35 Quadratmeter pro Person. Heute sind es im Schnitt 47 Quadratmeter. Das entspricht einer Steigerung um ein Viertel in nicht mal drei Jahrzehnten. Um Energie und Treibhausgase zu sparen, rät der VPB zu mehr Suffizienz – also die Beschränkung auf das Nötige. Schon die Reduzierung der individuellen Wohnfläche auf die ja auch recht ordentlichen Größen von 1990 bringt dabei eine Ersparnis von rund 15 Prozent, haben Experten ausgerechnet. Suffizienz ist also ein wichtiger Schritt zu mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz sowie zum sparsameren Bauen und Wohnen.

VPB: Rauchwarnmelder sind jetzt flächendeckend Pflicht

BERLIN. Fast in allen Bundesländern sind Rauchwarnmelder nun auch im Altbau Pflicht, im Neubau sowieso. Nur in Thüringen haben Bewohner und Vermieter Zeit noch bis Ende des Jahres, die Rauchwarnmelder nachzurüsten, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Zuständig für den Einbau der Rauchmelder ist immer der Eigentümer, auch in Mietwohnungen. Eine Ausnahme macht dabei lediglich Mecklenburg-Vorpommern: Dort muss der jeweilige Besitzer die Rauchmelder installieren, also eventuell auch der Mieter. Wie so oft im föderalen Deutschland sind die Pflichten zur Montage von Rauchmeldern in den einzelnen Landesbauordnungen jeweils leicht unterschiedlich geregelt, im Wesentlichen fordern aber alle Landesbauordnungen die Raumwarnmelder in allen Schlaf- und Kinderzimmern sowie in Fluren, die als Rettungswege gedacht sind. Die Landesbauordnungen regeln keine Details zu den Rauchwarnmeldern, jedoch gibt es mit der DIN 14676 eine Norm, die zum Beispiel die Montage in Raummitte empfiehlt und weitere Hinweise gibt. Experten raten darüber hinaus sogar zu erhöhtem Schutz: Alle Räume sollten mit Brandmeldern ausgestattet sein. Probleme gibt es dabei allerdings häufig in der Küche, wenn Küchendämpfe zu Fehlalarmen führen. Für die Küche eignen sich spezielle, temperaturempfindliche Brandmelder. Bauherren und Käufer von Altbauten sollten fehlende Rauchwarnmelder zur eigenen Sicherheit schnell nachrüsten, empfiehlt der VPB.

VPB-Sommerserie (1): VPB: Veraltete und falsche Vertragsmuster ignorieren Verbraucherrechte

BERLIN. Seit 1. Januar 2018 gilt das neue Bauvertragsrecht für alle Bauverträge, die seit diesem Zeitpunkt geschlossen werden. Es bringt privaten Bauherren mehr Schutz – vorausgesetzt, die Firmen halten sich daran. Das ist nicht immer der Fall, kritisiert der Verband Privater Bauherren (VPB). Die Bausachverständigen des VPB, die regelmäßig Schlüsselfertigbauverträge für private Bauherren prüfen, stoßen immer wieder auf Ungereimtheiten. Teils aus Unkenntnis, teils offenbar sehr bewusst, hebeln Baufirmen das neue Recht aus. Unterschreiben Bauherren solche Verträge, haben sie zwar dennoch die neuen Verbraucherrechte auf ihrer Seite. Aber Streit ist programmiert: Bauherren müssen ihre Schutzrechte dann oft mühsam gegen unwillige Vertragspartner durchsetzen, mitunter sogar vor Gericht.

„Das sollten Bauherren sich ersparen“, rät Holger Freitag, Vertrauensanwalt des VPB. „Besser ist es, die problematischen Verträge erst gar nicht zu unterzeichnen.“ Dazu müssen Bauherren aber wissen, worauf sie achten sollten. Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt den Vertrag in jedem Fall vor der Unterzeichnung vom unabhängigen Sachverständigen checken.

VPB: Alte Heizungen müssen ausgetauscht werden

BERLIN. Die Energieeinsparverordnung (EnEV) fordert den Austausch alter Heizungen. Betroffen sind, mit wenigen Ausnahmen, jeweils Öl- und Gasheizungen, die 30 Jahre zuvor eingebaut wurden. 2018 müssen also die alten Konstanttemperaturkessel von 1988 raus, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Wer noch so eine Heizung im Keller hat, der sollte sich bald um Angebote und Handwerker kümmern, denn die beste Zeit für den Heizungstausch ist der Sommer. Auch alle, deren Heizung 1989 eingebaut wurde, können sich langsam mit dem Gedanken an die größere Investition im kommenden Jahr vertraut machen. Oft lohnt sich aber schon ein früherer Austausch. Wer den Heizungstausch gleich mit einer energetischen Sanierung verbinden möchte, braucht dazu unabhängige Energieberatung, um aus der enormen Bandbreite der technischen Möglichkeiten das für ihn Passende und finanziell Vernünftige herauszufiltern. Hausbesitzer müssen deshalb besonders darauf achten, wen sie mit der Energieberatung beauftragen. Seit Ende 2017 sind auch solche Energieberater zur staatlich geförderten energetischen Beratung zugelassen, die selbst hinterher die Arbeiten ausführen. Viele nutzen das logischerweise zur Akquise. Bauherren müssen das wissen und sollten entsprechend kritisch fragen, welche Interessen der einzelne Energieberater verfolgt.

VPB begrüßt Baukindergeld

BERLIN. „Das neue Baukindergeld ist eine gute Sache vor allem für junge Familien mit mehreren Kindern“, lobt Corinna Merzyn, Hauptgeschäftsführerin des Verbands Privater Bauherren (VPB). Noch ist das Gesetz nicht verabschiedet, aber die Große Koalition einigt sich in immer mehr Details. In den Genuss der geplanten staatlichen Zulage kommen demnach voraussichtlich Eltern mit Kindern unter 18 Jahren. Pro Kind soll es 1.200 Euro Baukindergeld im Jahr geben und das bis zu zehn Jahre lang. Außerdem erhöht jedes Kind die Einkommenshöchstgrenze: Infrage kommt Baukindergeld für Familien mit einem zu versteuernden Jahres-Haushaltseinkommen bis zu 75.000 Euro. Wobei für jedes Kind weitere 15.000 Euro Freibetrag hinzukommen. Eine unlängst diskutierte Begrenzung der Wohnfläche ist vom Tisch. Abgewickelt werden soll das Baukindergeld voraussichtlich über die KfW.

VPB: Elektrosmog möglichst schon bei der Hausplanung vermeiden

BERLIN. Elektromagnetische Belastungen sind objektiv mit physikalischen Methoden messbar und setzen vielen Menschen zu. Deshalb ist es bei der Planung eines Hauses sinnvoll, sich bereits im Vorfeld Gedanken über die spätere Nutzung und auch die Möblierung der einzelnen Räume zu machen, rät der Verband Privater Bauherren (VPB). An Wänden etwa, an denen Betten stehen, sollten von vornherein keine Elektroleitungen vorgesehen werden, auch im Wohnbereich sollten nur abgeschirmte Kabel verwendet werden. Der heute allgegenwärtige hausinterne Elektrosmog lässt sich im Neubau bei geschickter Planung und guter Bauberatung von vornherein vermeiden, zumindest minimieren. Althausbesitzer können sich nachträglich zumindest sogenannte Netzfreischaltungen einbauen lassen, rät der VPB. Diese schalten nicht nur das Elektrogerät ab, sondern mit dem Gerät auch gleichzeitig den gesamten Stromkreis, an dem das Gerät hängt. Das ist ideal für Schlaf- und Kinderzimmer: Wird das Licht ausgeknipst, entfällt die elektromagnetische Belastung von Geräten, Lampen und der Elektroinstallation. Freischaltungen lassen sich nachträglich in alten Häusern einbauen. Der Einbau ist immer Sache des kompetenten Fachbetriebes.

 

VPB: Kauf eines Tiny Houses sorgfältig abwägen

BERLIN. Bezahlbarer Wohnraum ist knapp. Alternativen sind gefragt. Vor allem junge Leute und moderne Arbeitsnomaden begeistern sich zunehmend für Mini- oder Mikrohäuser. Unter dem Begriff „Tiny House“ kommt die Idee aus Amerika. Die flexiblen Minihäuser machen den Ortswechsel dort jederzeit schnell und preisgünstig möglich; das Tiny House rollt entweder selbst zum neuen Standort oder es wird verladen.

Was in Amerika gut funktionieren mag, hat in Deutschland Grenzen, so der Verband Privater Bauherren (VPB). Das Gesetz unterscheidet hierzulande klar zwischen Häusern und Fahrzeugen. Für beide gelten Auflagen. Hat ein Tiny House Räder und soll auf die Straße, ist es ein Wohnwagen und muss für den Straßenverkehr zugelassen sein. Campingwagen haben normalerweise serielle Zulassungen. Alle Extras müssen individuell beantragt und nachgenehmigt werden. Das gilt auch für Tiny Houses auf Rädern, die ja in der Regel individuelle Einzelanfertigungen sind. Bekommen die Besitzer die Zulassung, müssen die rollenden Kleinhäuser wie Wohnwagen angemeldet, versichert, versteuert und regelmäßig technisch kontrolliert werden.

VPB: Baubeschreibungen sind nicht immer ausreichend konkret

BERLIN. Wer heute einen Verbraucherbauvertrag abschließt, der bekommt zuvor eine umfassende Baubeschreibung ausgehändigt. Das ist im neuen Bauvertragsrecht so vorgesehen, das seit Anfang 2018 gilt, erläutert der Verband Privater Bauherren (VPB). Eine solche Baubeschreibung zeigt, welche Leistungen die Bauherren für den vereinbarten Preis erhalten, wie das Haus konstruiert werden soll, welche Materialien verwendet werden, welche Dimensionen das Gebäude bekommt und welche technische Ausstattung vorgesehen ist. Die Baubeschreibung muss also sehr konkret sein und wird im Regelfall später Vertragsinhalt. Allerdings enthalten nach VPB-Erfahrung auch detaillierte Baubeschreibungen mitunter Unwägbarkeiten, die zu Mehrkosten führen können. Klassisches Beispiel ist die Beschaffenheit des Baugrunds. Nicht immer sind die Bodenverhältnisse vor dem Bau bekannt. Je nach Boden variieren aber die Kosten für Gründung und Kellerausführung. Solche Unwägbarkeiten können später die Finanzierung der Bauherren ins Wanken bringen. Damit Bauherren damit nicht kalt erwischt werden, müssen solche ungeklärten Bedingungen in der Baubeschreibung erwähnt werden. Die Bauherren wissen dann zwar, dass durch andere Bodenverhältnisse als in der Baubeschreibung angenommen der Hauspreis ganz enorm steigen kann, aber sie wissen deshalb noch nicht, um wie viel. Damit sie so wichtige Dinge nicht übersehen, sollten Bauherren Vertragsentwürfe von unabhängigen Sachverständigen prüfen lassen.

 

VPB: Wer Außenanlagen selbst gestaltet, muss an Abdichtung denken

BERLIN. Wer selbst beim Bauen Hand anlegt, der kann Geld sparen. Allerdings nur, wenn die Eigenhilfe sorgfältig vorbereitet und detailliert in den Bauvertrag hineinverhandelt wird, so der Verband Privater Bauherren (VPB). Vergessen Bauherren bei der Vertragsgestaltung bestimmte Details, kann die Eigenhilfe sogar zusätzliches Geld kosten, statt Ausgaben zu sparen. Das Problem sind die Schnittstellen: Immer dann, wenn eine Firma auf den Arbeiten einer anderen aufbaut oder Bauherren ab einem gewissen Punkt selbst die Arbeiten fortführen, muss klar sein, wie die Vorgängerfirma den Bau übergeben muss. Eine klassische Schnittstelle, die immer wieder für Ärger sorgt, ist die Außenanlage. Legen Bauherren den Garten in Eigenregie an, müssen sie ganz früh klären, wie hoch der Garten später aufgefüllt wird. Danach richtet sich die Höhe und Andichtung der Sockellinie – auch an Fenstertüren auf die Terrasse! Liegt sie zu tief oder ist nur teilweise ausgeführt, sind Feuchteschäden programmiert. Dann müssen die Bauherren das Problem auf eigene Kosten lösen und entweder die Abdichtung höher ziehen oder den Garten tiefer legen und entsprechende Treppen ans Haus bauen. Beides kostet die Bauherren unnötig Geld. Vermeiden können sie das, indem sie sich frühzeitig vom unabhängigen Sachverständigen über die Schnittstellen bei Eigenleistung beraten lassen und diese in den Vertrag aufnehmen lassen.

 

VPB rät: Auch Bewehrung kontrollieren lassen!

„Bewehrungskontrollen sind aber sinnvoll und nötig“, weiß Dipl.-Ing. Marc Ellinger. Als Sachverständiger und Leiter des VPB-Büros Freiburg-Südbaden prüft er regelmäßig Baustellen von Schlüsselfertiganbietern – auch im Hinblick auf die Bewehrung. „Das Problem beim Schlüsselfertigbau ist nämlich die fehlende unabhängige Kontrolle und gar nicht so selten die Kontrolle überhaupt.“ Weil die Bauherren keinen eigenen freien Architekten mit der Bauaufsicht beauftragt haben, kontrolliert sich die Baufirma mehr oder weniger zufriedenstellend selbst. Nach VPB-Erfahrung geht das nicht immer gut. Zunehmend beauftragen deshalb Bauherren unabhängige Sachverständige mit regelmäßigen Baukontrollen. „Solche Baukontrollen werden normalerweise dann anberaumt, wenn ein Bauabschnitt abgeschlossen ist und begutachtet werden kann“, erläutert Marc Ellinger und schränkt gleichzeitig ein: „Gerade beim Betonieren müssten die Sachverständigen aber eigentlich permanent daneben stehen. Das ist natürlich unrealistisch und würde teuer für die Bauherren.“

Im Regelfall hat jedes Haus mindestens ein, meist mehrere Bauteile aus Stahlbeton. Stahlbeton ist ein Werkstoff, der sich – wie der Name schon sagt – aus den beiden Baustoffen Beton und Stahl zusammensetzt. Dabei übernimmt der in den Beton eingebettete Stahl die Zugkräfte, während der steinähnlich erhärtete Beton die Druckkräfte abträgt. „Wie viel Stahl an welcher Stelle in den Beton eingelegt werden muss, errechnet der Statiker in der Planungsphase. Die sogenannte Statik besteht aus zwei Teilen: Den Berechnungen und den dazugehörigen Bewehrungsplänen“, erläutert der Sachverständige. Nach diesen Plänen wird später auf der Baustelle die Armierung (oder Bewehrung), also das räumliche Gitternetz aus Stahlstäben und Stahlmatten hergestellt. Die Armierung wird in die Schalung gelegt oder gestellt, die dann mit flüssigem Beton ausgegossen wird. Nach dem Aushärten wird die Schalung entfernt, und das Bauteil kann ab sofort die ihm zugedachten, berechneten Lasten übernehmen.

„Eigentlich ist es simpel, aber es wird doch immer wieder falsch gemacht“, weiß der Sachverständige. „Oft stellen wir anhand von Bauherrenfotos erst später fest, dass die Bewehrung falsch liegt. Häufig wird beispielsweise die Anschlussbewehrung zwischen Bodenplatte und Kellerwand nicht so ausgeführt, wie es der Statiker oder ergänzend der Prüfstatiker im Bewehrungsplan verbindlich festgelegt hat.“

„Das wird schnell kritisch“, weiß Marc Ellinger und rechnet vor: „Wenn die 10er Anschlusseisen, die laut Prüfstatiker im Abstand von 15 Zentimetern liegen müssen, stattdessen im Abstand von 45 Zentimetern eingebaut werden, dann fehlen schlichtweg zwei Drittel des erforderlichen Bewehrungsquerschnitts. Damit ist das Bauteil mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr standsicher und das Haus eventuell einsturzgefährdet.“

Damit es nicht so weit kommt, sollten Bauherren die Bewehrung der maßgeblichen Bauteile – Fundamente, Bodenplatte, Kellerwände, Stützen, Unterzüge und Decken – vor dem Betonieren von ihrem unabhängigen Sachverständigen überprüfen und dokumentieren lassen. Das ist jetzt einfacher als noch im vergangenen Jahr, denn für alle Bauverträge, die ab dem 01.01.2018 geschlossen werden und wurden, gilt der Unterlagenherausgabeanspruch, den alle privaten Bauherren ohne eigenen Planer im Schlüsselfertigneubau haben: Weil die Statik für den Nachweis der bauordnungsrechtlich geforderten Standsicherheit nötig ist, können die Bauherren die Herausgabe der entsprechenden Unterlagen vom Schlüsselfertiganbieter verlangen – und zwar bevor die Leistung ausgeführt worden ist. „Mit diesen Unterlagen können wir die Bewehrung dann im Detail kontrollieren“, erklärt Sachverständiger Ellinger. Der gesetzliche Anspruch auf Unterlagenherausgabe kann übrigens vertraglich nicht ausgeschlossen werden.

„Darüber hinaus dokumentieren wir Sachverständigen bei unseren Baustellenkontrollen auch die Bewehrung der Bauteile, sofern sie noch einsehbar sind“, erläutert Marc Ellinger. „Allerdings sollten Bauherren selbst auch immer wieder darauf achten und die Bewehrung fotografieren, am besten mit einem Metermaß zum anschaulichen Vergleich. Indizien für schlecht ausgeführte Bewehrung sind auch Stahl- oder Mattenbündel, die zum Abschluss der Arbeiten noch auf der Baustelle rumliegen. Da Stahl teuer ist, ist es unwahrscheinlich, dass größere Stahlmengen in Überzahl bestellt werden. Wahrscheinlicher ist vielmehr, dass dieser Stahl nicht eingebaut wurde. Er fehlt dann an Stellen, an denen er zur Lastabtragung vorgesehen war – im Beton.“

VPB: Bei der Bauplanung auch an Umbauten in der Zukunft denken

BERLIN. Die Bedürfnisse der Menschen ändern sich im Laufe des Lebens. Das gilt auch für die Ansprüche an Ein- und Zweifamilienhäuser, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB) und rät, Immobilien von Anfang an wirtschaftlich nachhaltig zu planen. Räume sollten flexibel und vielfältig benutzbar sein, damit sich die Raumaufteilung und Nutzung jederzeit ändern lässt. Große Häuser und Wohnungen sollten sich grundsätzlich in zwei oder mehrere kleinere Einheiten mit separaten Eingängen teilen lassen. Wichtig für die flexible Nutzung ist auch die Barrierefreiheit. Immer eine Überlegung wert ist laut VPB die Frage: Komme ich mit weniger Raum aus? Wer die Wohnfläche reduziert, zahlt weniger für den Bau und spart später bei der laufenden Unterhaltung. Wer solche Überlegungen von Anfang an in seine Überlegungen einbezieht und sie eventuell sogar schon mit plant, der kann sein Haus im Laufe des Lebens immer wieder und ohne allzu hohen finanziellen Einsatz an seine Bedürfnisse anpassen. Das ist nachhaltiger als Verkauf, Neukauf und Umzug, bei denen stets fixe Kosten anfallen.

 

VPB: Fundamenterder müssen funktionieren

BERLIN. Den „Fundamenterder“ kennen die wenigsten Bauherren. Er ist Teil des elektrischen Schutzsystems eines Hauses und damit lebenswichtig für die Bewohner, denn er leitet bei Blitzeinschlägen die Spannung im Haus oder in der Nachbarschaft ins Erdreich ab, erläutert der Verband Privater Bauherren (VPB). Früher, als Kellerböden noch feucht waren und direkten Kontakt mit dem Erdreich hatten, funktionierte dieser Potentialausgleich gut. Seit immer mehr Keller aus wasserundurchlässigem Beton gegossen werden, wird der Ausgleich unterbunden. Aber auch schlecht leitende, trockene Bodenschichten können dieses Problem nach sich ziehen. Fundamenterder müssen deshalb heute oft anders verlegt werden. Laut DIN 18014:2014-3 liegen Fundamenterder unter WU-Kellern unter der Gebäudesohle im Erdreich – bei nicht unterkellerten Gebäuden bis zu 80 Zentimeter. Dort werden sie ringförmig um das gesamte entstehende Haus herum in V4A–Material eingebaut und mit dem Potentialausgleich in der Bodenplatte verbunden. Im Ernstfall wird so die Überspannung gleich unter die Bodenplatte und ins Erdreich geleitet. Bauherren sollten bei ihren Baustellenbesuchen auf diese Details achten und im Zweifel den unabhängigen Sachverständigen mit einer Kontrolle beauftragen.

VPB: Schlechte Energiebilanz ist ein Mangel, fällt aber erst spät auf

BERLIN. Bauen ist komplex, Fehler passieren. Je kontinuierlicher Bauherren ihre Baustelle überwachen lassen, umso eher werden Mängel rechtzeitig entdeckt und können behoben werden, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Klassische Mängel, die meist bei der Abnahme noch gar nicht erkennbar sind, sondern erst später Ärger machen, sind beispielsweise die schlechte Abdichtung des Kellers gegen Feuchtigkeit, Risse im innenliegenden Mauerwerk oder in Fliesen, Putzabplatzungen durch falsch eingeputzte Dampfbremsfolien oder Schmutzfahnen und Feuchtigkeitsschäden an Fensterleibungen. Auch Veralgungen und Vermoosungen auf Wärmedämmverbundsystemen werden erst im Laufe der Zeit offenbar. Und ein falsch verlegtes Gefälle bei Flachdächern oder die Blasenbildung in Sockelputzen wird häufig erst nach einiger Zeit entdeckt. Auch eine schlechte Energiebilanz erkennen Bewohner erst im Laufe der Zeit, wenn die Räume nicht richtig warm werden oder der Energieverbrauch der Immobilie über den Erwartungen liegt. Viele dieser Mängel fallen unter die Gewährleistung; bei Arbeiten an einem Bauwerk beträgt sie fünf Jahre ab Abnahme. Das heißt, die Baufirma, die das mangelhafte Gewerk zu verantworten hat, muss die Mängel auf ihre Kosten beheben. Damit die Bauherren nicht auf den Kosten sitzen bleiben, müssen sie die Mängel rechtzeitig rügen. Der VPB empfiehlt dazu regelmäßige Baukontrollen und eine umfassende Schlussbegehung etwa ein halbes Jahr vor Ende der Gewährleistungsphase.

 

VPB warnt vor typischen Problemen bei Systemkellern

BERLIN. Bauherren, die sich für einen Systemkeller entscheiden, tun dies meist, weil sie annehmen, standardisierte Systeme seien ausgereift und erprobt. „Die Bauherren erhoffen sich vom Systembau weniger Ärger und Mängel auf der eigenen Baustelle“, beobachtet Dipl.-Ing. Marc Ellinger, Sachverständiger beim Verband Privater Bauherren (VPB) und Leiter des VPB-Büros Freiburg-Südbaden.

In Deutschland bieten mehrere Baufirmen Systemkeller an. Sie haben sich auf die Erstellung von Stahlbetonkellern, wasserdichten Stahlbetonkellern oder Bodenplatten spezialisiert. „Grundsätzlich sollte man davon ausgehen dürfen, dass die Mitarbeiter dieser Unternehmen wissen, was sie tun und wie sie arbeiten müssen, um einen Keller so herzustellen, wie vertraglich vereinbart. Das ist aber leider nicht immer der Fall“, konstatiert der Sachverständige.

„Eine wasserdichte Stahlbetonkonstruktion herzustellen ist alles andere als trivial. Wir VPB-Bauherrenberater entdecken immer wieder gravierende Mängel. Das Abweichen von den vertraglich vereinbarten Beschaffenheiten ist keine Ausnahme“, moniert Bauherrenberater Ellinger. „So wird zum Beispiel mitunter nur ein Teil der berechneten Bewehrung eingebaut. In Erdbebengebieten kann das die Standsicherheit des Kellers gefährden. Häufig ist die Betondeckung über dem Bewehrungsstahl nicht ausreichend. Oder die Lage der Bewehrung entspricht nicht den Planvorgaben“, listet der Experte auf. „Auch bei der Anbringung der Perimeterdämmung erfüllen längst nicht alle Firmen die Vorschriften. Sie bauen die Dämmung schlicht falsch ein.“

VPB: Sommerhitze umweltfreundlich reduzieren

BERLIN. Immer mehr Menschen kämpfen mit Klimaanlagen gegen die sommerliche Hitze in ihren Wohnräumen. Rund 140.000 Kühlgeräte kommen pro Jahr hinzu, konstatiert das Umweltbundesamt. Inzwischen macht die Klimatisierung rund acht Prozent des Gesamtverbrauchs der Haushalte aus. Tendenz steigend. Es geht allerdings auch ohne diese Stromfresser, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Alternativen sind konsequentes Lüften nur nachts und das Schließen der Fenster, Rollläden und Jalousien tagsüber. Besonders wirksam sind immer außenliegende Läden, Rollos und Markisen. Wer neu baut, muss den sogenannten sommerlichen Wärmeschutz nachweisen. Das schreibt die Energieeinsparverordnung vor. Eine gut gedämmte Außenhaut reicht dafür meist aus. Wer außerdem Jalousien vorsieht sowie Balkone und Dachüberstände im Süden, der sorgt für zusätzliche Beschattung und reduziert damit die Hitze im Innern. Bei Altbauten lassen sich Jalousien und Markisen nachrüsten. Abkühlung bringen auch helle Außenwandfarben, Pergolen und Fassadengrün. Der VPB rät außerdem dazu, an heißen Tagen Wärmequellen im Haus abzuschalten, also Standby-Geräte vom Netz zu nehmen und auf Geräte wie Wäschetrockner zu verzichten. Gut funktionieren auch Deckenventilatoren. Sie setzen die Luft in Bewegung und sorgen so für gefühlte Abkühlung.

 

VPB: Förderung für Solarstromspeicher entfällt

BERLIN. Das KfW-Programm zur Förderung von Solarstromspeichern läuft Ende dieses Jahres aus. Daran erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Höchste Zeit für Interessierte, sich um Angebote und Ausführung zu kümmern. Zum zinsgünstigen Kredit gibt die KfW einen Tilgungszuschuss, der zehn Prozent der förderfähigen Kosten beträgt. Ob sich die Beantragung der Förderung lohnt, ist allerdings ein Rechenbeispiel, denn mit dem Fördergeld sind auch Einschränkungen verbunden. So muss beispielsweise die Einspeiseleistung der Photovoltaikanlage auf 50 Prozent gesenkt werden. Den restlichen Strom müssen die Hausbesitzer selbst verbrauchen. Angesicht immer noch niedriger Zinsen lohnt es sich auch darüber nachzudenken, ob sich die Förderung wirklich rechnet, oder ob es nicht sinnvoller ist, den Speicher aus eigener Tasche zu bezahlen und dafür frei von Auflagen zu sein. Wichtig in jedem Fall: Förderung gibt es nur, wenn die KfW den entsprechenden Antrag vorab genehmigt hat.

 

VPB: Bei Vordächern auch an Windlast denken

BERLIN. Viele Dinge erledigen Bauherren selbst in aller Ruhe nach dem Einzug. Dazu gehört oft die Anlage des Gartens, so die Erfahrung des Verbands Privater Bauherren (VPB). Auch Außentreppen, Geländer, Terrassenüberdachungen und Vordächer werden häufig erst später ausgesucht und mitunter sogar selbst montiert. Der VPB mahnt zur Vorsicht beim Kauf solcher Elemente im Internet oder Baumarkt: Gerade Glasvordächer sind schwer und müssen deshalb sicher verankert werden. Denken sollten Bauherren aber auch an die Windlast: Wenn der Wind auf die Konstruktion trifft entstehen nämlich nicht nur Druck-, sondern auch Sogkräfte. Die sollten nicht unterschätzt werden. Nicht jedes Vordach ist für die Windlast vor Ort geeignet. Deutschland ist in vier Windlastzonen eingeteilt: Windzone 4 umfasst zum Beispiel die stürmischen Küsten; die südwestlichen Gebiete gehören zur eher windstillen Zone 1. Aber auch dort stürmt es mitunter gewaltig. Der VPB rät deshalb: Vordächer vom Fachmann montieren lassen oder sich zumindest vorab genau informieren, wie es richtig gemacht wird.

 

VPB: Schlussbegehung vor Ende der Gewährleistungsfrist sinnvoll

BERLIN. Garantie gibt es nicht nur auf Schuhe oder Autos, sondern auch auf Häuser. Und zwar in der Regel für private Bauherren nach BGB fünf Jahre lang. Nach Erfahrung des Verbands Privater Bauherren (VPB) verlieren allerdings die meisten Bauherren diese Frist aus den Augen, sobald sie ihr Familienheim bezogen haben. Erst gravierende Mängel erinnern sie an ihre Rechte. Bleiben die aber aus, gerät die Gewährleistungsfrist in Vergessenheit. Das kommt die Hausbesitzer unter Umständen teuer zu stehen, wenn sie Schäden zu spät entdecken. Ist die Gewährleistungsfrist dann abgelaufen, müssen sie die Schäden in der Regel auf eigene Kosten reparieren lassen. Damit sie solche Mängel nicht übersehen, sollten Hausbesitzer spätestens ein halbes Jahr vor Ablauf der Gewährleistungsfrist den unabhängigen Bausachverständigen mit der sogenannten Schlussbegehung des Hauses beauftragen. Erst damit endet das Bauprojekt.

 

TENA Lady Einlagen+ mit neuem Packungsdesign

Die TENA Lady Einlagen+ für mittlere Blasenschwäche erstrahlen ab sofort in einem frischen neuen Packungsdesign. Dabei rücken die beiden wichtigsten Consumer Insights in den Fokus: Diskretion und Sicherheit. Eine breite Kommunikationskampagne sorgt für den nötigen Vorverkauf der Produkte und beschert Apotheken und Sanitätshäusern positive Umsatzaussichten.

Auf den neuen Packungen der TENA Lady Extra, Extra Plus und Maxi werden die zentralen Produktvorteile über zwei auffällige Störer kommuniziert. Ein pinker Pfeil auf der Vorderseite der Packungen ist mit „Bis zu 100% Auslaufschutz“ beschriftet1. Ein runder Störer hinter der Abbildung einer Einlage trägt die Aufschrift „InstaDRYTM – Saugt in Sekunden“2. Die TENA Lady Maxi Night trägt einen Störer „Speziell designed für die Nacht“. Außerdem wird auf der Vorderseite der Packung nochmals darauf hingewiesen, dass die Nachteinlage im hinteren Bereich breiter ist und somit zusätzlichen Schutz bietet. Die Auslobung der relevanten Produktvorteile steigert das Vertrauen bei Kunden des Fachhandels. Durch eine höhere Sichtbarkeit wird zudem die Kaufentscheidung am Regal erleichtert. Durch das neue Packungsdesign passen sich die TENA Lady Einlagen+ optisch perfekt in das TENA Sortiment ein.

Starker Abverkauf durch Kommunikationsoffensive

Das TENA Lady Sortiment wird 2018 mit einer massiven 360-Grad-Kampagne unterstützt. Ein TV-Spot zeigt eine Frau im Samba-Kostüm, die sich von ihrer Blase nicht vorschreiben lässt, was sie zu tragen hat. Ganzseitige Anzeigen in Frauenzeitschriften, eine Produkttestaktion mit Leserinnen der „BILD der FRAU“, die Facebook-Seite www.facebook.com/zurueckzumir, neue YogaPilates-Übungen für einen gesunden Beckenboden und klassische Online-Werbung runden die Aktivitäten ab. Der Online-Service www.zurueck-zu-mir.de bietet Frauen mit Blasenschwäche individuelle Tipps, Ratschläge und Produktberatung.

Das TENA Lady Sortiment besteht aus Slipeinlagen, Einlagen und Pants-Produkten in jeweils verschiedenen Größen und Saugstärken. Für jedes individuelle Bedürfnis gibt es das passende Produkt. Weitere Informationen zu TENA Lady können auf dem Online-Kundenportal www.TENAnet.de oder beim TENA Kundenservice unter 0621 / 778-3700 abgerufen werden.

1 Basierend auf einem Anwendungstest zur Ermittlung der Anzahl nicht ausgelaufener Produkte.
2 Basierend auf internen Labortests und der durchschnittlichen Flüssigkeitsmenge bei plötzlichem Urinverlust.

Download: TENA_Lady_Extra.jpg

Baufirmen hebeln neue Verbraucherrechte aus – VPB legt Ratgeber zur Baubeschreibung vor

BERLIN. „Das neue Bauvertragsrecht ist noch nicht in der breiten Praxis angekommen“, konstatiert Holger Freitag, Vertrauensanwalt des Verbands Privater Bauherren (VPB). Das gilt unter anderem für die sogenannte Baubeschreibung. Wer seit Anfang 2018 einen Verbraucherbauvertrag abschließen möchte, der hat das Recht auf diese konkrete Baubeschreibung. Geregelt wird das in den Paragraphen 650i, 650J und 650k des BGB sowie im Artikel 249 des Einführungsgesetzes zum BGB (EGBGB). Einzelheiten dazu erläutert der VPB in seinem aktuellen Ratgeber „Neues Bauvertragsrecht: Die Baubeschreibung beim Schlüsselfertigbau“. Er kann ab sofort von der VPB-Website (Menü Services) kostenlos heruntergeladen werden.

Die Baubeschreibung ist unentbehrlich, denn nur so erfahren Bauherren rechtzeitig, was sie für ihr Geld bekommen. Die Baubeschreibung muss sehr konkret sein, denn sie wird im Regelfall später auch Vertragsbasis. Mit dem Instrument sollen Bauherren nun auch erstmals verschiedene Angebote unterschiedlicher Schlüsselfertigfirmen objektiv vergleichen können, bevor sie sich vertraglich binden.

VPB: Baubeschreibung wird nicht immer automatisch Vertragsbestandteil

BERLIN. Das neue Bauvertragsrecht, seit Anfang 2018 in Kraft, bringt Bauherren einige Vorteile. Darunter das Recht auf eine Baubeschreibung, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Die Baubeschreibung gibt Aufschluss darüber, wie das Haus konstruiert ist, welche Materialien verwendet werden, welche Dimensionen das Gebäude hat, wie es technisch ausgestattet wird, welches Heizsystem geplant ist, ob die Hausanschlüsse oder Außenanlagen im Preis enthalten sind und vieles mehr. Die Baubeschreibung ist vor Vertragsschluss zu übergeben, damit verschiedene Angebote sorgsam im Hinblick auf Qualität und Preis verglichen werden können. Alle privaten Bauherren haben Anspruch auf diese Baubeschreibung, gleich ob sie als Verbraucher schlüsselfertig auf eigenem Grundstück ohne Architekten und mit einem Unternehmer bauen oder ob sie Haus und Grund aus einer Hand vom Bauträger erwerben – was wegen des damit verbundenen Grundstückskaufs grundsätzlich beim Notar erledigt werden muss. Eine Besonderheit gibt es allerdings: Während die vor Vertragsschluss übergebene Baubeschreibung beim normalen Hausbau automatisch Bestandteil des Bauvertrags wird, sofern nicht ausdrücklich etwas geändert wurde, muss sie im Bauträgervertrag im Detail beurkundet werden. Bauherren müssen also beim Verbraucherbauvertrag nur klären, was an der vorgelegten Baubeschreibung noch geändert werden soll. Beim Notartermin müssen sie genau aufpassen, damit auch wirklich alles aus der Baubeschreibung beurkundet wird, was sie in der Überlegungsphase gut und richtig fanden. Beim Bauträgervertrag gilt nämlich nur, was der Notar beurkundet hat.

 

VPB: Treppenstufen am Eingang vermeiden

BERLIN. Viele Neubauten haben kleine Treppen vorm Haus: Zwei bis drei Stufen über Erdniveau liegen die Eingänge. Das muss nicht sein, ist aber üblich, weil die Baufirmen auf diese Weise die Abdichtung des Kellers ausreichend hochziehen können, um Feuchteschäden zu vermeiden. Die Bewohner bezahlen diese Art der Bauausführung mit einem enormen Verlust an Komfort, kritisiert der Verband Privater Bauherren (VPB). Sind die Stufen vorm Haus und an der Terrassentür schon im Alltag hinderlich, werden sie zur unüberwindbaren Barriere, sobald ältere Bewohner auf Rollator oder Rollstuhl angewiesen sind. Dann denken viele Hausbesitzer über den Bau von Schrägen oder Rampen nach. Für den privaten Bereich gibt es da keine gesetzliche Regelung. Im öffentlichen Bereich ist eine maximale Steigung von maximal sechs Prozent erlaubt – was recht steil ist. Der Ersatz einer 16 Zentimeter hohen Eingangsstufe durch eine Schräge mit sechs Prozent Gefälle bedeutet eine Rampenlänge von 2,67 Metern! Wer es komfortabler mag und die Steigung reduziert, braucht entsprechend längere Schrägen und entsprechend mehr Platz im Vorgarten. Die meisten Häuser haben im Vorgarten gar nicht genug Raum für solche Lösungen. Der Verzicht auf unnötige Stufen ist also sinnvoll – muss aber konstruktiv geplant werden, um Nässe aus dem Haus zu halten.

 

VPB: Notar muss Vertragsunterlagen zwei Wochen vor Beurkundung übergeben

BERLIN. Immobilien müssen in Deutschland beim Notar ver- und gekauft werden. Der Notar ist Stellvertreter des Staates und übernimmt mit der Beurkundung hoheitliche Aufgaben. Entsprechend angesehen sind Notare. Viele Bauherren verlassen sich bei der Beurkundung komplett auf sie. Das sollten sie aber nicht, warnt der Verband Privater Bauherren (VPB), denn Notare sind nicht für alles verantwortlich. Es ist beispielsweise nicht ihre Aufgabe oder gar Pflicht, zu prüfen, ob ein Kaufvertrag für ein Schlüsselfertighaus „fair“ ist oder den Käufer benachteiligt. Im Gegenteil: Der Notar muss neutral sein. Solange der Vertrag geltendem Recht entspricht, wird er den Inhalt nicht bewerten. Das müssen Bauherren selbst machen, vor der Beurkundung und am besten mit Hilfe eines unabhängigen Sachverständigen. Dazu haben sie zwei Wochen Zeit; der Notar muss ihnen die Vertragsunterlagen 14 Tage vor Unterzeichnung zukommen lassen. Erwerben sie einen Neubau vom Bauträger, sind dann auch viele Bauunterlagen dabei, die geprüft werden müssen: denn die 14-Tage-Frist ersetzt hier das Widerrufsrecht des Verbraucherbauvertrags. Außerdem gilt nur, was beim Notar beurkundet wird, eine vor Beurkundung übergebene Baubeschreibung wird nicht automatisch Vertragsbestandteil. Die 14-Tage-Frist gilt aber nur, wenn Bauherren ihr Haus beim gewerblichen Anbieter kaufen. Erwerben sie von privat, greift das Gesetz nicht. Dann müssen die Interessenten selbst dafür sorgen, dass sie genug Zeit haben, den Vertragsentwurf prüfen zu lassen. Private Bauherren sollten sich auf nichts einlassen, was sie nicht wirklich verstehen.

 

VPB: Bauherren müssen auf Brandschutz achten

BERLIN. Das Stichwort „Brandschutz“ taucht immer wieder in der öffentlichen Diskussion auf, wenn es um Großbauten geht. Brandschutz ist aber auch für Einfamilienhäuser unentbehrlich und vorgeschrieben, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Die Bundesländer haben den Brandschutz in ihren Landesbauordnungen geregelt. Grundsätzlich müssen Architekten beim Entwurf eines Gebäudes sichere Baustoffe und Konstruktionen wählen, Fluchtwege für die Bewohner vorsehen und Zufahrten für Rettungsfahrzeuge einplanen. Dieser sogenannte vorbeugende Brandschutz ist überall Vorschrift. Er wird aber nicht immer technisch korrekt umgesetzt, kritisiert der VPB. Der sogenannte zweite Rettungsweg etwa gehört zur seriösen Planung und ist für jedes Geschoss mit Aufenthaltsräumen vorgeschrieben. Das sind Räume, die zum nicht nur vorübergehenden Aufenthalt von Menschen bestimmt oder geeignet sind. Auch der Hobbyraum im Keller kann ein solcher sein. Fehlt der zweite Rettungsweg, ist das ein Planungsfehler! Und der muss so früh wie möglich behoben werden. Bauherren sollten sich beim unabhängigen Sachverständigen Rat holen, denn gerade beim Brandschutz steckt der Teufel im Detail – und zum Schluss haften dafür die Bauherren.

VPB: Bauherren sollten förmliche Bauabnahme vertraglich vereinbaren

BERLIN. Die Bauabnahme gehört zu den wichtigsten Terminen beim Bauen. Mit der Bauabnahme gehen alle Gefahren und Risiken auf die Bauherren über, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Und ab diesem Zeitpunkt müssen Bauherren dem Unternehmer alle Mängel nachweisen. Gut beraten sind Bauherren deshalb, wenn sie bereits im Bauvertrag eine förmliche Bauabnahme vereinbaren, mit einem Termin auf der Baustelle. Wer darauf verzichtet, läuft Gefahr auf enormen Schadenssummen sitzen zu bleiben. Der VPB rät, die Immobilie schon vor der eigentlichen Abnahme mit dem eigenen Sachverständigen in aller Ruhe zu untersuchen. Mängel, die dabei entdeckt werden, kommen dann beim offiziellen Abnahmetermin auf den Tisch und ins Abnahmeprotokoll. In diesem Protokoll werden auch Mängel aufgelistet, die bereits bei früheren Begehungen festgestellt und noch nicht ordnungsgemäß beseitigt wurden. Selten wird ein Bau auf Anhieb komplett abgenommen. Normalerweise vereinbaren die Parteien einen weiteren Abnahmetermin, bis zu dem alle Mängel beseitigt sein müssen. Auch zu diesem zweiten Termin sollten Bauherren ihren Sachverständigen mitnehmen, damit der beurteilt, ob die Schäden tatsächlich ordnungsgemäß behoben wurden. Wenn die Abnahme unter Angabe von Mängeln verweigert wird, kann der Bauunternehmer bei ab 2018 geschlossenen Bauverträgen eine Zustandsfeststellung des Baus verlangen. Fehlen die Bauherren dort und haben ihr Fehlen nicht unverzüglich beim Bauunternehmer entschuldigt, kann der diese sogar einseitig vornehmen. Es empfiehlt sich daher auf jeden Fall, dort zu erscheinen, damit der Bauunternehmer nicht Richter in eigener Sache wird. Ebenso ratsam ist es, seinen Sachverständigen mitzunehmen, um dem Unternehmer fachlich auf Augenhöhe begegnen zu können.

VPB: Abdichtung des Kellers muss sorgfältig geplant und ausgeführt werden

BERLIN. Erdreich ist immer feucht. Deshalb müssen Häuser zum Baugrund hin abgedichtet werden. Das gilt für alle Bauten, gleich ob sie mit oder ohne Keller geplant sind, ob sie auf einem Streifenfundament oder einer Fundamentplatte lasten. Die Abdichtung gehört zu den problematischen Bauteilen, so die Erfahrung der Bausachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB). Sie wird über die Normenreihe DIN 18531 bis DIN 18535 geregelt. „Eigentlich wäre es einfach, die Abdichtung mängelfrei auszuführen, denn wie ein Gebäude abgedichtet werden muss, wird in den technischen Normen exakt definiert“, erläutert Dipl.-Bau-Ing. Volker Wittmann, Leiter des VPB-Büros in Regensburg. „Dass es trotzdem viele Probleme mit der Abdichtung gibt, hat verschiedene Ursachen.“

Eine davon ist das häufig fehlende Baugrundgutachten. Am Anfang jeder Planung steht – theoretisch – immer die Analyse des Bodens. Erst das Baugrundgutachten dokumentiert, wie der Boden beschaffen ist. Daraus ergeben sich dann die Art der Konstruktion, die dazu passende Abdichtung und schließlich die preisliche Kalkulation des Kellers. Fehlt das Baugrundgutachten, sind die Planer auf Annahmen angewiesen, die sich aber bei Baubeginn dann häufig als unzutreffend erweisen.

VPB begrüßt Ernennung von Staatssekretär Gunther Adler für den Baubereich

BERLIN. Der Verband Privater Bauherren (VPB) begrüßt die Berufung von Gunther Adler zum Staatssekretär Bau im Bundesinnenministerium. Seit 2014 war er schon für Bauen, Wohnen und Stadtentwicklung im bisherigen Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit zuständig. „Gunther Adler ist bereits bestens in die Baumaterie eingearbeitet“, lobt VPB-Hauptgeschäftsführerin Corinna Merzyn. „Wir freuen uns auf die weitere gute Zusammenarbeit mit ihm.“

Der VPB begrüßt ausdrücklich auch die Einrichtung eines eigenen Bauausschusses im Bundestag. „Das war überfällig“, konstatiert Corinna Merzyn. „Bauen gehört zu den zentralen Aufgaben unserer Gesellschaft. Der Bund kann hier nicht länger wegsehen. Nach wie vor liegt der Eigentumsanteil in Deutschland bei nur 50 Prozent und damit deutlich unter EU-Durchschnitt.“

„Die Politik muss nun dringend an die Arbeit und den Koalitionsvertrag umsetzen“, fordert Corinna Merzyn. „Es wird Zeit, die problematische Lage bei der Wohneigentumsbildung durch die sinnvolle Ausgestaltung der Koalitionsvereinbarungen zu beenden.“

VPB: Dämmung bei alten Fertighäusern oft verfault

BERLIN. Fertighäuser aus den 1960er Jahren sind aktuell auf dem Markt und interessant für junge Bauherren. Allerdings haben die Objekte – trotz meist guter Lage und familienfreundlicher Grundrisse – ihre typischen Mängel, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Dazu gehören neben veralteter Haustechnik und teilweise gesundheitsbedenklichen Materialien vor allem die schlechte Dämmung. Sehr oft ist sie auch noch im Sockelbereich der Außenwände verfault. Dann muss jedenfalls die Dämmung, oft aber auch der Sockelbereich erneuert werden. Das ist aufwändig und teuer. Bauherren sollten deshalb vorab vom unabhängigen Sachverständigen klären lassen, in welchem Zustand die Dämmung ist und was gegebenenfalls an Sanierungskosten auf sie zukommt. Sonst wird der Altbau zum Schluss viel teurer als erwartet.

VPB: Schimmel kommt oft nach Fenstertausch

BERLIN. Der Neubaumarkt ist vielerorts leer gefegt, und auch sonst spricht manches für Altbauten. Bevor sie einziehen, sanieren sie die Substanz oft umfassend – und klagen kurze Zeit später über Schimmel. Die Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB) kennen solche Geschichten. Sie sind oft die Folge von nachträglichen energetischen Verbesserungen, wie etwa dem Einbau neuer Fenster. Dadurch wird die Gebäudehülle dichter, der Luftwechsel durch die neuen Fensterrahmen weitgehend unterbunden. Damit kann aber auch die Feuchtigkeit, die die Bewohner im Haus selbst verursachen, nicht mehr ohne weiteres entweichen. Um die Feuchtigkeit im Haus zu reduzieren, müssen die Bewohner öfter konsequent lüften oder eine Lüftungsanlage nachrüsten lassen. Wer es mit zunächst dem Lüften versuchen will, der ist gut beraten, regelmäßig Raumtemperatur und Luftfeuchte zu überprüfen. Dabei hilft ein Hygrometer. Es misst die relative Luftfeuchte in Prozent und der Raumlufttemperatur in °C. Die idealen Werte liegen bei 50 Prozent Luftfeuchtigkeit bei 20 Grad Raumlufttemperatur. Falls schon Schimmel erkennbar ist, müssen die Bewohner die Ursache klären lassen. Nach VPB-Erfahrung kommt dafür neben dem falschen Lüften meist ein Schaden an der Gebäudehülle in Betracht, durch den Feuchtigkeit ins Hausinnere gelangt. Der Schaden muss gesucht, gefunden und behoben werden.

VPB zum Koalitionsvertrag: Richtiger Ansatz, aber noch sehr viel zu tun!

BERLIN. Der Verband Privater Bauherren begrüßt die Koalitionsvereinbarungen der großen Koalition. Mehr als zehn Jahre, in denen die Regierung private Bauherren mit immer nachteiligeren und kostentreibenderen Regeln überzogen hat, will sich die Regierungskoalition nun wieder den privaten Bauherren zuwenden. „Das ist höchste Zeit“, so Corinna Merzyn, Hauptgeschäftsführerin des Verbands Privater Bauherren (VPB), „denn nach wie vor liegt die Eigenheimquote in der Bundesrepublik nur um 50 Prozent. Wir haben es momentan mit einer Verlierergeneration zu tun, die sich Wohneigentum kaum noch leisten kann: Immer höhere technische Anforderungen verteuern das Bauen, die Grunderwerbsteuern steigen rasant, ebenso die Anforderungen an das Eigenkapital. Junge Menschen haben kaum Möglichkeiten, in Niedrigzinsphasen etwas anzusparen. Viele haben zudem nur befristete Jobs, was wiederum ihre Bonitätsbewertung drückt. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. An der Basis hat die Regierung seit vielen Jahren alles weggekürzt, was früher einmal beim Aufbau einer soliden Altersvorsorge zum Wohnen geholfen hat.“

VPB: Auch Rohrleitungen müssen gedämmt werden

BERLIN. Rohrleitungen sind unentbehrlich für die Kalt- und Warmwasserversorgung und die Heizung im Haus. Seit Einführung der Energieeinsparverordnung (EnEV) müssen alle Warmwasser-, Kaltwasser und Heizungszuleitungen gedämmt sein, die auf der Bodenplatte oder auf der Decke über unbeheizten Kellerräumen verlegt werden. Das wird aber nicht immer vorschriftsmäßig erledigt, kritisiert der Verband Privater Bauherren (VPB). Bauherren sollten deshalb bei ihren Baustellenbesuchen immer wieder auch schauen, ob die Rohrleitungen mit dem richtigen Dämmstoff ummantelt sind, bevor sie mit Estrich übergossen werden. Im Zweifel sollten sie die Leitungen fotografieren und den unabhängigen Bausachverständigen mit der Prüfung der Details beauftragen.

VPB: Baugrund muss vor Vertragsabschluss untersucht werden

BERLIN. Jedes Haus muss sicher gegründet werden, sei es mit einer Bodenplatte oder einem Keller. Dafür müssen die Planer den Baugrund genau kennen. Voraussetzung dafür ist ein Baugrundgutachten. Viele Bauherren wissen das inzwischen und klären frühzeitig, ob im Bauvertrag auch ein Baugrundgutachten enthalten ist. Ist das der Fall, sind sie in der Regel zufrieden. Das Baugrundgutachten als Vertragsleistung allein reicht aber nicht aus, warnt der Verband Privater Bauherren (VPB): Entscheidend sind die Ergebnisse des Gutachtens! Erst das Gutachten liefert die Basis für die Planung und Gründung des Hauses. Je nach Beschaffenheit des Baugrunds variieren Konstruktion und Ausführung des Unterbaus erheblich – und damit natürlich auch die Kosten. Wer wissen will,

VPB rät zur Vorsorge: Weiße Wannen schützen vor steigendem Grundwasserspiegel

BERLIN. Grundwasser gehört zu den Dingen, die das Bauen erheblich beeinflussen und verteuern können. Deshalb sollten Bauherren so früh wie möglich klären lassen, wie ihr Baugrund beschaffen ist, rät der Verband Privater Bauherren (VPB). Dazu müssen sie eine Baugrunduntersuchung beauftragen. Erst wenn die Bodenverhältnisse bekannt sind, kann der Keller geplant und der Baupreis seriös kalkuliert werden.

Immer öfter empfehlen die Sachverständigen des VPB den Bau sogenannter Weißer Wannen. Dabei handelt es sich um Kellerkonstruktionen aus wasserundurchlässigem Beton, in der Fachsprache kurz WU-Beton genannt. Solche Keller sind teurer als konventionell gemauerte, sie kosten etwa 15.000 bis 20.000 Euro mehr. Diese Zusatzausgaben sind nötig, wenn von unten Grundwasser drückt, das einen konventionellen Mauerwerkskeller unter Wasser setzen würde.

VPB: Beim Altbaukauf an Nachrüstpflichten denken!

BERLIN. Wer ein Ein- oder Zweifamilienhaus im Bestand kauft, in dem der Verkäufer am 1. Februar 2002 noch selbst gewohnt hat, der muss innerhalb der ersten zwei Jahre nach der Übernahme die sogenannten Nachrüstpflichten erledigen. Daran erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Die Nachrüstpflichten sind in der Energieeinsparverordnung (EnEV) beschrieben. Demnach müssen die neuen Hauseigentümer spätestens zwei Jahre nach Eigentumserwerb, also der Eintragung ins Grundbuch, alle zugänglichen Warmwasserleitungen und die dazugehörigen Armaturen in ungeheizten Räumen dämmen. Außerdem müssen

VPB: Energieberatung oder Akquise?

BERLIN. „Energieberater“ ist kein geschützter Begriff und auch kein regulärer Ausbildungsberuf oder Studiengang. Jeder kann sich so nennen. Darauf weist der Verband Privater Bauherren (VPB) hin. Bauherren sollten also genau darauf achten, wen sie mit der Energieberatung beauftragen und ob der Berater wirklich unabhängig ist oder ihnen nur etwas verkaufen möchte, was er dann auch gleich selbst einbaut. Seit Dezember 2017 ist es schwerer zu erkennen, wer wirklich neutral ist, denn nun sind auch solche Energieberater zur staatlich geförderten energetischen Beratung zugelassen, die selbst hinterher die Arbeiten ausführen. Damit werden selbst staatlich geförderte Beratungen in Zukunft zu Akquisitionen. Bauherren müssen das wissen. Sie können sich nicht länger darauf verlassen, dass die staatliche Förderung auch wirklich neutral und zu ihrem Besten ist.

VPB rät: Bei Wohnungsbesichtigung nicht auf Home-Staging hereinfallen

BERLIN. Stilvolle Altbauwohnungen verkaufen sich in großen Städten fast von selbst. Schlichtere Bestandswohnungen dagegen sind mitunter schwer an den Käufer zu bringen. Die Ausstattung ist oft einfach und meist recht abgewohnt. Um für solche Räume gute Preise zu erzielen, peppen immer öfter Makler und Verkäufer die schlichten Zimmer durch Home-Staging auf.

„Wir beobachten das hier in Berlin seit einigen Jahren immer öfter“, erläutert Dipl.-Ing. Sandra Queißer, Vorstandsmitglied des Verbands Privater Bauherren (VPB). Die Bausachverständige führt das VPB-Büro in der Hauptstadt und begutachtet im Auftrag von Kaufinteressenten regelmäßig Bestandswohnungen. Die VPB-Berater in anderen deutschen Großstädten berichten von ähnlichen Erfahrungen.

„Beim Home-Staging wird die Wohnung mit kleinen Details aufpoliert. Dazu gehören beispielsweise große Bodenvasen oder Pflanzkübel, die einen Raum großzügig wirken lassen und dabei gleichzeitig eventuelle Verfärbungen an der Wand dahinter verdecken.“ Sandra Queißer sieht das Aufpeppen der Altbauten skeptisch. „Nichts spricht dagegen, die Fenster zu putzen und die Zimmer aufzuräumen, aber sobald Home-Stager die Wohnung gezielt und lediglich für die Verkaufsphase schick ausstaffieren, kann das auch des Guten zu viel sein.“

Die Sachverständige lässt sich kein X für ein U vormachen, wohl aber viele Kaufinteressenten, die allein und ohne unabhängigen Experten an ihrer Seite solche Wohnungen besichtigen. Sie bekommen ein Ambiente präsentiert, wie sie es aus aktuellen Hochglanzzeitschriften kennen. Dafür sind sie erfahrungsgemäß gerade in der Phase der Wohnungssuche besonders empfänglich, weil sie sich in dieser Zeit gezielt mit Wohntrends beschäftigen. Ganz klar, dass ihnen dann die im Trend gestylten Räume besonders attraktiv vorkommen.

VPB-Experteninterview mit VPB-Vorstandsmitglied Dipl.-Ing. Sandra Queißer zum Thema Home-Staging beim Wohnungskauf

Frage:
Frau Queißer, Sie haben festgestellt, Home-Staging wird bei Ihnen in Berlin immer häufiger eingesetzt, um Bestandswohnungen schneller und besser zu verkaufen. Was genau ist Home-Staging?

Antwort:
Home-Staging soll Wohnräume durch innenarchitektonische Stilmittel in ein gutes Licht setzen, es soll dabei möglichst Schwächen überspielen und die Wohnung attraktiv für Käufer machen.

Frage:
Das ist ja nichts Illegales?

Antwort:
Absolut nicht. Solange es ehrlich betrieben wird und dabei nicht Bauschäden bewusst versteckt oder sogar übertüncht werden.

Frage:
Warum halten Sie Home-Staging für bedenklich?

TENA startet breites Maßnahmenpaket für Pants

Mit der TENA Lady Pants Plus und der TENA MEN Active Fit Pants Plus kann der Handel perfekt auf die geschlechter-spezifischen Bedürfnisse seiner Kunden eingehen. Die beiden unterwäscheähnlichen Produkte sind speziell an die Anatomie von Frauen und Männer angepasst und zeichnen sich selbst unter figurbetonter Kleidung nicht ab. Um den Abverkauf von Pants-Produkten – als wichtigsten Wachstumstreiber im Markt für Blasenschwäche-Produkte – mit voller Kraft zu unterstützen, startet TENA in diesem Jahr eine umfangreiche Aktivierungskampagne für das gesamte TENA Pants Sortiment. Es besteht unter anderem aus einer 4-Euro-Rabatt-Promotion* und einer ultrastarken Aktivierungskampagne in TV, Print und Digital. Der Handel profitiert von zufriedenen Kunden und positiven Umsatzaussichten.

VPB: Bauherren brauchen eigene Experten auf der Baustelle

BERLIN. „Das ist übrigens Ihr Architekt …“, so oder ähnlich stellen Schlüsselfertig-Baufirmen den Bauherren im Laufe der Vorbereitungen oft den Architekten des Hauses vor. Das Wörtchen „Ihr“ ist allerdings irreführend, erklärt der Verband Privater Bauherren (VPB). Zwar gehört zu jedem Hausentwurf auch ein Bauvorlageberechtigter, aber der Architekt, den der Firmenmitarbeiter den Bauherren vorstellt, ist mitnichten deren Architekt. Der Planer steht vielmehr in Lohn und Brot des Bauunternehmers und vertritt auch nur dessen Interessen. Es gehört nicht zu den Aufgaben dieses Architekten, die Bauherren vor Problemen zu warnen und auf eventuelle Mängel aufmerksam zu machen. Der VPB empfiehlt privaten Bauherren deshalb, einen eigenen unabhängigen Sachverständigen hinzuzuziehen, der ihnen hilft, den Überblick zu bewahren und ihre eigenen Rechte und Interessen am Bau durchzusetzen.

TENA MEN sorgt für mehr Umsatz

Das TENA MEN Erfolgssortiment wird in diesem Jahr mit einem starken Kommunikations-paket unterstützt, damit der Fachhandel das große Potenzial der Männer-Zielgruppe voll ausschöpfen kann. Eine breit angelegte 360-Grad-Kampagne auf allen wichtigen Kanälen generiert 87 Millionen Kontakte. Bis Ende Februar erhält der Fachhandel einen 45-Prozent-Barrabatt1 auf das komplette TENA MEN Sortiment. Für den POS stehen eine Musterschütte, Endverbraucherbroschüren und Beratungshilfen zur Verfügung. Alles zusammen sorgt für mehr Umsatz mit dem am stärksten wachsenden Inkontinenz-Segment.

Das neue TENA Bariatric Sortiment für adipöse Bewohner

Übergewichtige Bewohner sind im Pflegealltag eine wachsende Herausforderung. Hilfsmittel müssen dem Gewicht und der Größe des Bewohners angemessen sein, die Grundpflege ist aufwändiger. TENA möchte adipösen Verwendern eine würdevolle Inkontinenzversorgung und -pflege ermöglichen. Das neue TENA Bariatric Sortiment wurde deshalb speziell für die Bedürfnisse adipöser Verwender entwickelt. Es besteht aus einer Schutzhose sowie einer Einlage mit Fixierhose. Eine spezielle Auswahl an TENA Hautpflege-Produkten rundet das neue Sortiment ab, sodass Heime die beste, individualisierte Pflege für adipöse Bewohner bieten können.

VPB erläutert Bauvertragsrecht (8): Bauherren müssen Abnahmetermine und Zustandsfeststellungen ernst nehmen

BERLIN. Das neue Bauvertragsrecht ist am 1. Januar 2018 in Kraft getreten und gilt für alle Verträge, die seit diesem Tag geschlossen werden. Das Bauvertragsrecht ist Teil des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB). Das BGB behandelte einen Bauvertrag bislang als normalen Werkvertrag. Weil privates Bauen aber erheblich komplexer ist, als beispielsweise eine Schuhreparatur, hat der Gesetzgeber das Werkvertragsrecht neu strukturiert und in den Paragrafen 650a bis 650v „Bauvertrag“, „Verbraucherbauvertrag“, „Bauträgervertrag“ und „Architektenvertrag“ erstmals geregelt. Der Verband Privater Bauherren (VPB) informiert in dieser Serie über die Reform und ihre Vor- und Nachteile für private Bauherren.

Das neue Bauvertragsrecht enthält Verbesserungen für private Bauherren, aber auch problematische Regelungen, bei denen sie sehr aufpassen müssen, um ihre Rechte zu wahren. „Ein solches Thema ist die Neufassung der sogenannten Abnahmefiktion“, erläutert VPB-Vertrauensanwalt Holger Freitag. „Diese besagt: Setzt nach Fertigstellung des Werks der Unternehmer den Bauherren eine angemessene Frist zur Abnahme, und verweigern die Bauherren die Abnahme ohne Angabe von Mängeln oder erklären sie überhaupt nichts oder erscheinen erst gar nicht, dann fingiert das Gesetz die Abnahme als erfolgt!“

VPB: Insolvenzen kündigen sich oft an

BERLIN. Geht während des Hausbaus die Schlüsselfertigfirma pleite, stockt das Bauvorhaben für mindestens sechs Monate. Bauherren, die in ein Insolvenzverfahren hineingezogen werden, brauchen Geduld, denn bis entschieden ist, ob weitergebaut werden kann, dürfen sie oft nichts tun, außer warten. Darauf weist der Verband Privater Bauherren (VPB) hin. Aus dem Vertrag kommen sie meist nicht raus, weiterbauen dürfen sie auch nicht. Das Insolvenzrecht ist komplex und nicht verbraucherfreundlich. Am besten, es kommt gar nicht so weit! Bauherren sollten ihre Firmen sorgfältig wählen und Referenzen einholen, rät der VPB. Die Schufa-Auskunft ist gut, bildet aber die Vergangenheit ab. Sie sagt nichts über die Zukunft aus, und auch ein seriöses Unternehmen kann Probleme bekommen. Dagegen müssen sich Bauherren absichern, etwa, indem

VPB erläutert Bauvertragsrecht (7): Architektenvertrag klärt Pflichten und Rechte

BERLIN. Das neue Bauvertragsrecht ist am 1. Januar 2018 in Kraft getreten und gilt für alle Verträge, die seit diesem Tag geschlossen werden. Das Bauvertragsrecht ist Teil des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB). Das BGB behandelte einen Bauvertrag bislang als normalen Werkvertrag. Weil privates Bauen aber erheblich komplexer ist, als beispielsweise eine Schuhreparatur, hat der Gesetzgeber das Werkvertragsrecht neu strukturiert und in den Paragrafen 650a bis 650v „Bauvertrag“, „Verbraucherbauvertrag“, „Bauträgervertrag“ und „Architektenvertrag“ erstmals geregelt. Der Verband Privater Bauherren (VPB) informiert in dieser Serie über die Reform und ihre Vor- und Nachteile für private Bauherren.

Das neue Bauvertragsrecht bringt Veränderungen für private Bauherren. Unter anderem steht ab sofort der „Architektenvertrag“ im Gesetz – gleichrangig mit dem „Werkvertrag“ und dem „Bauträgervertrag“ (die bereits in den vorherigen Folgen der Serie ausführlich erläutert wurden). Bauherren, die individuell planen möchten und einen Sachwalter suchen, der sie durch das Baugeschehen lotst und ihre Baustelle überwacht, müssen sich dazu einen freien Architekten suchen. Mit diesem schließen sie einen Architektenvertrag. „Einige problematische Punkte sind nun detaillierter geregelt worden“, resümiert VPB-Vertrauensanwalt Holger Freitag.

VPB: Neubau vor Einzug immer auf Energielecks prüfen!

BERLIN. Die Thermografie ist ein bewährtes Untersuchungsverfahren im Alt- und Neubau. Bei der Altbausanierung hilft sie beim Aufspüren von Wärmebrücken und Feuchteschäden sowie beim Begutachten verputzter Fachwerke. Beim Neubau wird die Thermografie in der Regel zusammen mit dem Blower-Door-Test gemacht, um die Luftdichtigkeit der Gebäudehülle vor dem Einzug zu testen. Das ist wichtig, so der Verband Privater Bauherren (VPB), denn über 70 Prozent aller Neubauten haben energetische Mängel. Das liegt nicht nur an fehlerhaften Planungen, sondern auch an der schlechten handwerklichen Ausführung auf der Baustelle. Vermeiden lassen sich solche Baumängel nur durch laufende Kontrolle durch unabhängige Sachverständige, wie sie die KfW bei vielen ihrer Programme inzwischen vorschreibt, und durch abschließende Untersuchungen mit dem kombinierten Prüf- und Messverfahren aus Blower-Door-Test und Thermografie. Diese Verfahren sind

VPB erläutert Bauvertragsrecht (6): Bauherren haben nun auch beim Bauträgervertrag ein Recht auf die eigenen Bauunterlagen

BERLIN Das neue Bauvertragsrecht ist am 1. Januar 2018 in Kraft getreten und gilt für alle Verträge, die seit diesem Tag geschlossen werden. Das Bauvertragsrecht ist Teil des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB). Das BGB behandelte einen Bauvertrag bislang als normalen Werkvertrag. Weil privates Bauen aber erheblich komplexer ist, als beispielsweise eine Schuhreparatur, hat der Gesetzgeber das Werkvertragsrecht neu strukturiert und in den Paragrafen 650a bis 650v „Bauvertrag“, „Verbraucherbauvertrag“, „Bauträgervertrag“ und „Architektenvertrag“ erstmals geregelt. Der Verband Privater Bauherren (VPB) informiert in dieser Serie über die Reform und ihre Vor- und Nachteile für private Bauherren.

Das neue Bauvertragsrecht bringt Veränderungen für private Bauherren. Unter anderem gibt es nun, neben dem Verbraucherbauvertrag, den sogenannten Bauträgervertrag. Ein Bauträgervertrag ist ein Vertrag zum Bau oder den Umbau eines Hauses, der gleichzeitig die Verpflichtung des Unternehmers enthält, dem Besteller das Eigentum an dem Grundstück zu übertragen – oder ein Erbbaurecht zu bestellen oder zu übertragen. Das typische am Bauträgervertrag ist stets der Verkauf von Haus und Grundstück aus einer Hand. (In den bisherigen fünf Folgen dieser VPB-Serie ging es um den Verbraucherbauvertrag, der das schlüsselfertige Bauen mit Generalüber- oder -unternehmer auf eigenem Grundstück regelt.)

VPB: Dachluke beim Trockenheizen schließen

BERLIN. Putz und Estrich bestehen zu großen Teilen aus Wasser. Wird ein Neubau jetzt im Winter verputzt, muss die Feuchtigkeit möglichst schnell aus dem Haus, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Heizen und regelmäßiges Lüften sind dabei unerlässlich. Funktioniert die Heizung im Haus noch nicht, sollten Bauherren Trocknungsgeräte einsetzen. Unbedingt achten müssen Bauherren darauf, dass die Luke zum Dachboden entweder mit einer Folie oder einer Tür geschlossen wird. Andernfalls steigt die extrem feuchte Warmluft nach oben in den ungedämmten Dachraum, kondensiert dort an den Holzbalken und verursacht Schimmel. Solche Schäden lassen sich mit Umsicht und einer Absperrung zwischen beheiztem und unbeheiztem Bereich vermeiden.

VPB erläutert Bauvertragsrecht (5): Einseitiges Anordnungsrecht nichts für private Bauherren

BERLIN. Das neue Bauvertragsrecht ist am 1. Januar 2018 in Kraft getreten und gilt für alle Verträge, die seit diesem Tag geschlossen werden. Das Bauvertragsrecht ist Teil des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB). Das BGB behandelte einen Bauvertrag bislang als normalen Werkvertrag. Weil privates Bauen aber erheblich komplexer ist, als beispielsweise eine Schuhreparatur, hat der Gesetzgeber das Werkvertragsrecht neu strukturiert und in den Paragrafen 650a bis 650v „Bauvertrag“, „Verbraucherbauvertrag“, „Bauträgervertrag“ und „Architektenvertrag“ erstmals geregelt. Der Verband Privater Bauherren (VPB) informiert in dieser Serie über die Reform und ihre Vor- und Nachteile für private Bauherren.

Das neue Bauvertragsrecht bringt Veränderungen für private Bauherren. Dazu gehört das sogenannte einseitige Anordnungsrecht. Weil ein Bau lange dauert, kann es vorkommen, dass Bauherren während der Bauphase neue Ideen entwickeln und deshalb ihre Baupläne ändern möchten. Bisher war das nur schwer möglich. In Zukunft soll es leichter gehen. Bauherren können jetzt per Anordnung sogar Abweichungen vom Bauvertrag durchsetzen. Der Werklohn für die veränderte Ausführung wird kraft Gesetzes angepasst. Das Gesetz regelt auch, wie die Abschlagszahlungen weiterlaufen sollen. Eventuelle Streitigkeiten sollen Gerichte schnell vorläufig entscheiden, damit der Bau fortgesetzt werden kann und die Abschlagszahlungen weiter fließen. Eine juristische Klärung können die Vertragspartner später per Klage erreichen – sofern dann noch Interesse daran besteht.

VPB: Vorm Altbaukauf Holzschädlinge untersuchen lassen

BERLIN. Neubauten sind rar und teuer, deshalb weichen immer mehr Kaufinteressenten auf Altbauten aus. Auch die haben ihre Tücken, warnt der Verband Privater Bauherren (VPB). Vor allem Häuser, die längere Zeit leer gestanden haben, sollten Interessierte vor dem Kauf gründlich von unabhängigen Sachverständigen kontrollieren lassen. Ein Problem im Altbau sind beispielsweise holzzerstörende Pilze, die sich vorzugsweise in feuchtem Holz ansiedeln. Das kann passieren, wenn längere Zeit Wasser ins Haus eindringen kann. Aber auch die Veränderung der bauklimatischen Verhältnisse in alten Häusern, speziell durch den Einbau neuer, luftdichter Fenster, führt oft zu Feuchteschäden und damit häufig zu Pilzbefall. Kaufinteressenten sollten immer vorab klären lassen, welcher Pilz im Haus siedelt. Je nach Schädling wird die Sanierung nämlich unter Umständen sehr teuer.

VPB erläutert Bauvertragsrecht (4): Ab 2018 haben Bauherren das Recht auf die Herausgabe von Bauunterlagen

BERLIN. Das neue Bauvertragsrecht tritt am 1. Januar 2018 in Kraft und gilt für alle Verträge, die ab diesem Tag geschlossen werden. Das Bauvertragsrecht ist Teil des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB). Das BGB behandelte einen Bauvertrag bislang als normalen Werkvertrag. Weil privates Bauen aber erheblich komplexer ist, als beispielsweise eine Schuhreparatur, hat der Gesetzgeber das Werkvertragsrecht neu strukturiert und in den Paragrafen 650a bis 650v „Bauvertrag“, „Verbraucherbauvertrag“, „Bauträgervertrag“ und „Architektenvertrag“ erstmals geregelt. Der Verband Privater Bauherren (VPB) informiert in dieser Serie über die Reform und ihre Vor- und Nachteile für private Bauherren.

Das neue Bauvertragsrecht enthält Verbesserungen für private Bauherren. Die wichtigsten davon sind im Verbraucherbauvertrag geregelt. Das ist ein Vertrag, durch den der Unternehmer vom Verbraucher zum Bau eines neuen Gebäudes oder zu erheblichen Umbaumaßnahmen an einem bestehenden Gebäude verpflichtet wird. Eine Verbesserung davon ist das Recht auf die Herstellung und Herausgabe von Bauunterlagen. Für alle Bauverträge, die ab dem 1. Januar 2018 geschlossen werden, gilt: Schlüsselfertigfirmen müssen für Bauherren, die keinen eigenen Architekten beauftragt haben, die für den Bau nach öffentlichem Recht nötigen Pläne und Berechnungen erstellen und sie den Bauherren übergeben.

VPB: „Bauseits“ wird immer teuer

BERLIN. Ab Januar gilt das neue Bauvertragsrecht. Es bringt mehr Rechte und fördert die Transparenz, sorgloses Bauen ermöglicht es nicht, warnt der Verband Privater Bauherren (VPB). Nach wie vor sollten Bauherren ihre Bauverträge vor der Unterzeichnung vom unabhängigen Sachverständigen prüfen lassen, damit sie nicht in unerkannte Fallen tappen. Eine solche Falle verbirgt sich hinter dem unscheinbaren Wort „bauseits“. Steht das im Bauvertrag, dann müssen Bauherren besonders aufpassen. Der Begriff „bauseits“ suggeriert Laien, die Baufirma übernähme diese Arbeiten. Es ist aber tatsächlich umgekehrt: „bauseits“ heißt immer: Diese Aufgaben müssen die Bauherren selbst veranlassen, übernehmen und zusätzlich bezahlen. Arbeiten, die „bauseits“ erledigt werden müssen, bedeuten also grundsätzlich Mehrkosten und Eigenverantwortung für die Bauherren.

VPB erläutert Bauvertragsrecht (3): Abschlagszahlungsraten werden auf maximal 90 Prozent begrenzt

BERLIN. Das neue Bauvertragsrecht tritt am 1. Januar 2018 in Kraft und gilt für alle Verträge, die ab diesem Tag geschlossen werden. Das Bauvertragsrecht ist Teil des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB). Das BGB behandelte einen Bauvertrag bislang als normalen Werkvertrag. Weil privates Bauen aber erheblich komplexer ist, als beispielsweise eine Schuhreparatur, hat der Gesetzgeber das Werkvertragsrecht neu strukturiert und in den Paragrafen 650a bis 650v „Bauvertrag“, „Verbraucherbauvertrag“, „Bauträgervertrag“ und „Architektenvertrag“ erstmals geregelt. Der Verband Privater Bauherren (VPB) informiert in dieser Serie über die Reform und ihre Vor- und Nachteile für private Bauherren.

Das Bauvertragsrecht bringt Verbesserungen für private Bauherren, die schlüsselfertig bauen. „Dazu gehört die Begrenzung der Abschlagszahlungen an den Bauunternehmer auf 90 Prozent des Werklohns“, erläutert Holger Freitag, Vertrauensanwalt des Verbands Privater Bauherren (VPB). „Ein Verbraucherbauvertrag liegt immer dann vor, wenn private Bauherren mit einem Unternehmer einen Vertrag über die Errichtung eines neuen Gebäudes schließen oder erhebliche Umbaumaßnahmen an einem bestehenden Gebäude vereinbaren.“

VPB: Bei elektrischen Rollläden auch Kurbelantrieb vorsehen

BERLIN. Smart-Home-Anwendungen erleichtern das Leben. Sie benötigen aber ausnahmslos Strom zum Betrieb. Fällt der einmal aus, etwa bei einem Wohnungsbrand, bricht das gesamte Netz zusammen und nichts funktioniert mehr. Das gilt auch für Rollläden, die elektrisch betrieben werden, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Das ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch lebensgefährlich werden, wenn beispielsweise bei einem Brand die geschlossenen Rollläden den Fluchtweg versperren. Der zweite Fluchtweg ist im Brandfall dann im ganzen Gebäude, beziehungsweise der ganzen Wohnung versperrt. Das Problem wird gelöst mit einem zusätzlichen Kurbelantrieb für jeweils ein Fluchtfensters pro Stockwerk. Die Kurbel ermöglicht im Notfall das Öffnen der Läden per Hand.

VPB: Bauherren müssen wichtige Pläne weiter gezielt verlangen

BERLIN. In gut zwei Wochen, am 1. Januar 2018, tritt das neue Bauvertragsrecht in Kraft. Dann müssen Baufirmen den privaten Bauherren schlüsselfertiger Häuser und Bauträgerobjekte viele für das Objekt nötigen Berechnungen und Pläne für ihr Bauvorhaben zur Verfügung stellen und auch übergeben. Dabei handelt es sich um den sogenannten Unterlagenherstellungs- und -herausgabeanspruch, erläutert der Verband Privater Bauherren (VPB). Das ist eine wichtiger Punkt des neuen Verbraucherschutzes am Bau, denn bisher war es durchaus üblich, dass Bauherren, die schlüsselfertig bauten, weder Pläne noch Berechnungen zu sehen oder übergeben bekamen. Das wird sich nun ändern. Allerdings hat die Sache auch einen Haken: Baufirmen müssen nämlich nur die Unterlagen herausgeben,

VPB erläutert Bauvertragsrecht (2): Bauherren sollten Widerrufsrecht nur im Notfall wahrnehmen

BERLIN. Das neue Bauvertragsrecht tritt am 1. Januar 2018 in Kraft und gilt für alle Verbraucherbauverträge, die ab diesem Tag geschlossen werden. Das Bauvertragsrecht ist Teil des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB). Das BGB behandelte einen Bauvertrag bislang als normalen Werkvertrag. Weil privates Bauen aber erheblich komplexer ist, als beispielsweise eine Schuhreparatur, hat der Gesetzgeber das Werkvertragsrecht neu strukturiert und in den Paragrafen 650a bis 650v „Bauvertrag“, „Verbraucherbauvertrag“, „Bauträgervertrag“ und „Architektenvertrag“ erstmals geregelt. Der Verband Privater Bauherren (VPB) informiert in dieser Serie über die Reform und ihre Vor- und Nachteile für private Bauherren.

Das Bauvertragsrecht bringt Verbesserungen für private Bauherren, die schlüsselfertig bauen. „Dazu gehört das Widerrufsrecht, das speziell für Verbraucherbauverträge gilt“, erläutert Holger Freitag, Vertrauensanwalt des Verbands Privater Bauherren (VPB). „Ein Verbraucherbauvertrag liegt immer dann vor, wenn private Bauherren mit einem Unternehmer einen Vertrag über die Errichtung eines neuen Gebäudes schließen oder erhebliche Umbaumaßnahmen an einem bestehenden Gebäude vereinbaren.“ Das Widerrufsrecht kann vertraglich nicht ausgeschlossen werden.

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VPB: Käufer schließen sich zu Baukontrolle von Eigentumswohnungen zusammen

BERLIN. Eigentumswohnungen sind beliebt. Sie werden zurzeit häufiger gekauft als Einfamilienhäuser. Viele Käufer möchten mit dem Bau selbst möglichst wenig zu tun haben und konzentrieren sich auf die Ausstattung ihrer zukünftigen Wohnung. Was sie nach Erfahrungen des Verbands Privater Bauherren (VPB) oft nicht wissen: Sie bezahlen und haften nicht nur für ihr Sondereigentum, sondern auch für das Gemeinschaftseigentum. Bei großen Anlagen mit mehreren hundert Wohnungen, können weit entfernt stehende Baublöcke zur Anlage gehören oder Tiefgaragen unter anderen Bauabschnitten, von denen die Käufer nichts wissen und die sie selbst nie nutzen werden. Trotzdem sind sie Miteigentümer

VPB erläutert Bauvertragsrecht (1): Ab 2018 haben Bauherren das Recht auf eine konkrete Baubeschreibung

BERLIN. Das neue Bauvertragsrecht tritt am 1. Januar 2018 in Kraft und gilt für alle Verträge, die ab diesem Tag geschlossen werden. Das Bauvertragsrecht ist Teil des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB). Das BGB behandelte einen Bauvertrag bislang als normalen Werkvertrag. Weil privates Bauen aber erheblich komplexer ist, als beispielsweise eine Schuhreparatur, hat der Gesetzgeber das Werkvertragsrecht neu strukturiert und in den Paragrafen 650a bis 650v „Bauvertrag“, „Verbraucherbauvertrag“, „Architektenvertrag“ und „Bauträgervertrag“ erstmals geregelt. Der Verband Privater Bauherren (VPB) informiert in dieser Serie über die Reform und ihre Vor- und Nachteile für private Bauherren.

Das neue Bauvertragsrecht enthält Verbesserungen für private Bauherren. Die wichtigsten davon sind im Verbraucherbauvertrag geregelt. Das ist ein Vertrag, durch den der Unternehmer vom Verbraucher zum Bau eines neuen Gebäudes oder zu erheblichen Umbaumaßnahmen an einem bestehenden Gebäude verpflichtet wird. Eine Verbesserung ist das Recht auf eine ordentliche Baubeschreibung. Viele aktuelle Baubeschreibungen sind so vage, dass Bauherren diesen nicht entnehmen können, worauf es wirklich ankommt  beispielsweise, wie das Haus konstruiert ist, welche Materialien verwendet werden, welche Dimensionen das Gebäude hat, wie es technisch ausgestattet wird, welches Heizsystem geplant ist, ob die Hausanschlüsse oder Außenanlagen im Preis enthalten sind und vieles mehr.

VPB: Eigentümer sollten Erstverwalter zur Einholung der Bauunterlagen auffordern

BERLIN. Die Verwalter von Eigentumswohnungsanlagen tragen große Verantwortung. Je größer die Anlage, desto komplexer die Verwaltung. Allerdings müssen Verwalter nach wie vor fachlich nicht besonders für die Aufgabe qualifiziert sein, bedauert der Verband Privater Bauherren (VPB). Eigentümer sind also gut beraten, dem Verwalter auf die Finger zu schauen. Das gilt gerade für die Bauzeit und die ersten drei Jahre nach Bezug: Da in der Regel der erste Verwalter vom Bauträger bestellt wird, ist er meist auch ein Vertrauter des Bauunternehmers. Das ist nicht im Sinne der Käufer, die einen unabhängigen Verwalter brauchen, der ihre Interessen vertritt. Erst nach drei Jahren hat die Gemeinschaft die Möglichkeit selbst einen Verwalter zu bestellen. Bis dahin

VPB warnt vor Legionellen in Wärmepumpen

BERLIN. Wer etwas für die Umwelt tun möchte, der baut in seiner Immobilie eine Wärmepumpe ein, die Heiz- und Brauchwasser erwärmt. Was viele Bauherren nicht ahnen: Mit der Wärmepumpe holen sie sich unter Umständen Legionellen ins Haus. Dipl.-Ing. Thomas Weber, Sachverständiger beim Verband Privater Bauherren (VPB) und Leiter des VPB-Büros Fulda, kennt das Problem von Mehrfamilienhäusern: „Dort müssen regelmäßig die Wasserleitungen auf Legionellen kontrolliert werden. Die Trinkwasserverordnung schreibt das in § 14 Abs. 3 Satz 2 vor. Häuser, in denen das Warmwasser mithilfe von Wärmepumpen bereitet wird, fallen dabei häufig durch. Grund dafür ist die zu niedrige Wassertemperatur. Gängige Wärmepumpen,

VPB: Barriereabbau jetzt planen

BERLIN: Die KfW hat in den vergangenen Jahren den Abbau von Barrieren in Privathaushalten finanziell bezuschusst. Zwar ist der Fördertopf im KfW-Programm „Altersgerecht Umbauen“ (455) seit August leer, aber Experten rechnen mit einer Neuauflage des erfolgreichen Programms 2018. Der Verband Privater Bauherren (VPB) rät interessierten Immobilienbesitzern deshalb, eventuell geplante Umbauten schon jetzt sorgfältig zu planen und vorzubereiten, damit sie Anfang 2018 schnell den Förderantrag stellen können. Die VPB-Sachverständigen beraten Haus- und Wohnungsbesitzer beim Abbau von Barrieren und kontrollieren eventuelle Umbauarbeiten.

 

VPB: Bauherren brauchen verbindlichen Einzugstermin

BERLIN. In rund sechs Wochen, am 1. Januar 2018, tritt das neue Bauvertragsrecht in Kraft. Es bringt privaten Bauherren mehr Rechte. Bauherren können aber bereits jetzt von der Gesetzesänderung profitieren, so der Verband Privater Bauherren (VPB). Er empfiehlt, die neuen verbraucherfreundlichen Regelungen ab sofort in alle Bauverträge hinein zu verhandeln. Das geht, denn Baufirmen und Bauherren genießen Vertragsgestaltungsfreiheit. Alles, was ab 2018 Pflicht wird, kann damit – bei etwas gutem Willen – schon jetzt vertraglich festgeschrieben werden. Wichtig für private Bauherren ist zum Beispiel ein verlässlicher Einzugstermin. Sie müssen wissen, wann sie ihre bisherige Wohnung kündigen müssen, wann sie das Umzugsunternehmen bestellen, sich ummelden und die Kinder in der neuen Schule und Kita anmelden müssen. Der neue Verbraucherbauvertrag muss verbindliche Angaben zum Zeitpunkt der Fertigstellung enthalten. Das kann ein konkreter Termin sein. Steht der Beginn der Baumaßnahme aber noch nicht fest, ist der schwer zu nennen. In diesem Fall muss die Baufirma zumindest die Dauer der Baumaßnahme verbindlich angeben. Bauherren bekommen damit erheblich mehr Planungssicherheit.

VPB zu Fertighäusern der ersten Generation: Gut geschnitten und gelegen, aber mit erheblichem Sanierungsbedarf

BERLIN. Vor 50 Jahren waren sie hochmodern, heute stehen sie wieder zum Verkauf: die Fertighäuser der 1960er Jahre. Jeder kennt sie. Sie sind meist eingeschossig, haben einen winkelförmigen Grundriss und ein flachgeneigtes Dach. Weil sie meist auf großen Grundstücken in infrastrukturell gut erschlossener Nachbarschaft stehen, sind die Altbauten bei jungen Familien wieder beliebt. Großzügig sind in der Regel auch die Grundrisse, mit hohen Räumen, großen Fenstern und Tageslichtbad. Daraus lässt sich einiges machen. „Die Häuser haben allerdings auch ihre ganz typischen Probleme“, weiß Dipl.-Ing. Reimund Stewen, Vorstandsmitglied des Verbands Privater Bauherren (VPB) und Leiter des VPB-Büros in Köln. „Dazu gehören gesundheitsbedenkliche Baustoffe und schlechte Dämmung.“

VPB: Bauherren sollten auf Baubeschreibung bestehen

BERLIN. Das neue Bauvertragsrecht tritt am 1. Januar 2018 in Kraft. Bauherren sollten bereits jetzt keine Verträge nach altem Recht mehr unterzeichnen, rät der Verband Privater Bauherren (VPB). Zum Beispiel sollten sie nicht auf die sogenannte Baubeschreibung verzichten, die ihnen ab 2018 vor allem im Schlüsselfertigbau und vom Bauträger gesetzlich zusteht. Die Baubeschreibung muss in Textform und für Laien gut verständlich den geplanten Bau beschreiben. Dazu muss sie mindestens folgende Informationen enthalten: eine allgemeine Beschreibung des herzustellenden Gebäudes oder der Umbauten, gegebenenfalls mit Haustyp und Bauweise. Ferner dazu Angaben zu Art und Umfang der Leistungen, angefangen von der Planung über die Bauleitung bis hin zu Arbeiten am Grundstück, der Baustelleneinrichtung und

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VPB: Bauabnahme besonders bei Eigentumswohnungen wichtig

BERLIN. Die Bauabnahme ist der wichtigste Rechtsakt beim Bauen nach der Unterzeichnung des Kaufvertrags. Mit der Bauabnahme, so erläutert der Verband Privater Bauherren (VPB), beginnt die Gewährleistungsfrist. Ab diesem Zeitpunkt müssen Bauherren dem Unternehmer alle Mängel nachweisen. Außerdem gehen mit der offiziellen Bauabnahme alle Gefahren und Risiken auf die Bauherren über. Das heißt, die Bauherren müssen ihr Haus nun selbst versichern – gegen Brand, Wasser- oder Sturmschäden. Damit bei der Abnahme keine Mängel übersehen werden, rät der VPB allen Bauherren grundsätzlich zur formellen Bauabnahme mit einem offiziellen Termin direkt auf der Baustelle. Keinesfalls sollten sich Bauherren auf schriftlichen Bauabnahmen einlassen. Das gilt nicht nur bei der Übernahme von Ein- und Zweifamilienhäusern, sondern auch bei Eigentumswohnungen. Auch diese müssen von jedem Eigentümer einzeln abgenommen werden. Dabei geht es aber nicht nur um das Sondereigentum. Viel wichtiger ist das Gemeinschaftseigentum, für das es oft einen weiteren Abnahmetermin gibt. Der Termin sollte besonders sorgfältig vorbereitet und durchgeführt werden. Im Idealfall beauftragen die Bauherren damit einen eigenen, unabhängigen Sachverständigen.

VPB: Sturmschäden machen sich manchmal erst spät bemerkbar

BERLIN. „Xavier“ hat in diesem Jahr die Saison der Herbst- und Winterstürme eröffnet und dabei starke Schäden verursacht. „Bei Immobilien sind das vor allem gelockerte und abgestützte Dachziegel“, beobachtet Dipl.-Ing. Herbert Oberhagemann, Sachverständiger beim Verband Privater Bauherren (VPB). „Wo die Dächer offen stehen, dringt Regen ein und durchfeuchtet die Dämmung. Starke Winde reißen auch Rollläden aus den Führungsschienen und drücken Fenster. Eine große Gefahr für Menschen und Gebäude sind auch umstürzende Bäume“, weiß der Leiter des VPB-Büros Hamburg. Sie reißen mit, was ihnen im Weg steht: Dachrinnen, Fallrohre, Gerüste, Vordächer, Carports und Einfriedungen. Auch die Wurzel der umstürzenden Bäume können Leitungen und Kanäle beschädigen, ebenso Wege, Terrassen und Außentreppen.

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VPB: Frostfreie Außenarmaturen an Ringleitung installieren

BERLIN. Früher war es üblich und auch nötig, die Außenwasseranschlüsse im Garten in der kalten Jahreszeit abzustellen und die Leitungen zu entleeren. Wer das vergaß (und vergisst), der muss mit Frostschäden an den Leitungen rechnen, denn das in den Leitungen gestaute Wasser gefriert ab 0 Grad Celsius Außentemperatur und dehnt sich aus. Kann es nicht ablaufen, sprengt es die Leitung. Die Folge sind Feuchteschäden in den Außenwänden, so der Verband Privater Bauherren (VPB). Wer heute neu baut, kann dem vorbeugen: In Neubauten werden inzwischen fast ausschließlich frostfreie Außenarmaturen eingebaut. Die sind sehr praktisch, denn die wasserzuführenden Leitungen müssen im Winter nicht mehr abgelassen werden. Ein Stück Komfort für Hausbesitzer also, vorausgesetzt, die Armaturen werden richtig angeschlossen. VPB-Berater empfehlen, die frostfreien Außenarmaturen unbedingt mit einer Ringleitung anzuschließen und nicht mit einer Stichleitung. Bei Stichleitungen steht das Wasser den ganzen Winter über in der Stichleitung, und in stehendem Wasser können sich Keime entwickeln, die sich dann wiederum über das ganze Leitungssystem verteilen können. Bauherren sparen sich mit der modernen Technik also die jährliche Entleerung der Außenwasserleitungen. Sie sollten aber bei Planung und Einbau ganz besonders auf die Leitungsführung achten.

Drei Reports, eine Botschaft – Thomas Postina in seiner PharmInd-Kolumne im Oktober 2017

Eigentlich sind Pharma-Manager doch böse Buben: Ständig bringen sie neue Medikamente auf den Markt, die kaum besser sind als die alten, und verlangen dafür auch noch hohe Preise! Das ist die Botschaft, mit der die diversen Arzneireporte der gesetzlichen Krankenkassen auch in diesem Herbst unisono deren politische Absicht kaschieren: nämlich den Pharmamarkt weiter zu regulieren.

Ob Barmer Arzneimittelreport, TK-Innovationsreport oder zuletzt der Arzneiverordnungs-Report (AVR) des Wissenschaftlichen Instituts der Ortskrankenkassen (WIdO). Die Schlagworte sind ähnlich: „Kosten für Krebsmedikamente explodieren“ (Barmer); „Pharmaindustrie überzieht Preisschraube“ (TK). „Patentgeschützte Arzneimittel werden immer teurer“ (AVR). Von therapeutischem Fortschritt dagegen wird kaum gesprochen. Im Gegenteil: Wenn überhaupt, dann wird er kleingeredet.

VPB: Vorsicht, wenn Haushersteller Sicherheiten verlangen!

BERLIN. „Die Vergütung ist bei der Abnahme des Werkes zu entrichten“ so steht es im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB, §641). Baufirmen müssen also erst das Haus bauen, bevor sie ihr Geld bekommen. Kaum eine Baufirma hat aber genug Kapital, um über Monate Mitarbeiter zu bezahlen und Material zu kaufen. Deshalb stellen die Firmen zwischendurch immer wieder Abschlagsrechnungen und mildern so ihre Vorleistungspflicht.

Schlüsselfertiganbieter regeln das über Abschlagszahlungspläne in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). „Das ist übliches Prozedere“, erläutert Holger Freitag, Vertrauensanwalt des Verbands Privater Bauherren (VPB). „Allerdings sollten Bauherren immer darauf achten, dass die Zahlungspläne ausgewogen sind und sie nicht unfreiwillig in Vorleistung gehen.“

VPB: Keine alten Verträge mehr abschließen!

BERLIN. Ab 2018 haben private Bauherren mehr Rechte: Sie bekommen dann beim Schlüsselfertigbau und vom Bauträger zum Beispiel verständliche Baubeschreibungen sowie eigene Pläne und Berechnungen, und die Baufirmen müssen ihnen konkrete Daten zur Fertigstellung der Immobilie nennen, so der Verband Privater Bauherren (VPB). Alle diese Dinge können auch jetzt schon freiwillig in den Vertrag zwischen Baufirma und Bauherren hinein verhandelt werden. Der VPB rät deshalb: Bauherren, die jetzt im Herbst einen Bauvertrag abschließen, sollten schon auf dem neuen Bauvertragsrecht bestehen. Lässt sich die Firma nicht darauf ein, lieber warten oder eine andere Firma suchen. Mehr zum Bauvertragsrecht

Gemeinsam für eine bessere Kontinenzversorgung

Durch die Vermittlung von Pflegeroutinen, praktischen Arbeitshilfen und Schulungen sowie einem breiten Angebot innovativer Inkontinenz-Produkte unterstützt TENA Pflegeheime auf der ganzen Welt, um ihren Bewohnern die bestmögliche Pflege zu bieten. Der Schlüssel zum Erfolg ist ein einzigartiger Ansatz: TENA Solutions. Das erfolgreiche Konzept des Marktführers für aufsaugende Inkontinenz-Produkte wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden der Bewohner, die Arbeitsatmosphäre in der Einrichtung, das Budget und nicht zuletzt auf die Umwelt aus.

VPB: In Hochwassergebieten auf Keller verzichten

BERLIN. Wer in einem Gebiet baut, das bei extremem Hochwasser eventuell überschwemmt werden könnte, der sollte das Hochwasser von Anfang an in seine Planungen einbeziehen und generell auf den Bau eines Kellers verzichten, rät der Verband Privater Bauherren (VPB). Auch ein zusätzlicher Sockel bildet zwar eine Barriere, bringt aber ein Plus an Hochwassersicherheit für das Haus. Wer ein Grundstück kauft, der sollte sich deshalb im Vorfeld informieren, wie es um die Hochwassergefahr bestellt ist. Wasserprobleme haben aber nicht nur Bauherren in Überflutungsgebieten, sondern überall, wo das Grundwasser drückt. In solchen Regionen empfiehlt sich immer der Bau eines abgedichteten Kellers, einer sogenannten Weißen Wanne – oder auch der Verzicht auf den Keller. Außerdem, so raten VPB-Experten, sollten Bauherren entsprechende Rückstauverschlüsse einbauen lassen und diese später im Betrieb auch regelmäßig warten. Hilfreich bei der Klärung der Wasser- und Bodenverhältnisse sind Recherchen beim zuständigen Bauamt und ein Baugrundgutachten. Bebauungspläne untersagen mitunter den Bau von Kellern oder schreiben sogar aufgeständerte Bauweise vor. Bauherren, die von auswärts zuziehen, sollten sich nicht allein auf Aussagen der Makler oder Schlüsselfertigfirmen verlassen.

VPB rät zu regelmäßigen Baukontrollen bei sinkenden Temperaturen

Das Problem sind die Abbinde- und Trocknungszeiten. Ein Estrich oder Putz beispielsweise braucht mehrere Tage zum abbinden (zu erhärten) und mehrere Wochen, um durchzutrocknen. In dieser Zeit darf die Temperatur nicht unters Limit sacken. „Das klappt oft nicht“, weiß Marc Ellinger. „Gerade bei Bauarbeiten, die um den Gefrierpunkt herum erledigt werden, beobachten wir bei den Baukontrollen später häufig frostbedingte Schäden. Dazu gehören Risse, unzureichende Erhärtung und Festigkeit, fehlende Untergrundhaftung, sprich Hohlstellenbildung.“ Maßgeblich für die Verarbeitungstemperatur sind nicht nur die Lufttemperatur rings ums Gewerk, sondern auch die Außentemperatur und die Bauteiltemperatur, also eine komplexe Mischung, die die Bauarbeiter im Blick behalten müssen.

Damit die Temperatur nicht unter die kritische Marke sinkt, hilft nur Heizen. „Damit muss die Baufirma rechtzeitig anfangen“, mahnt der Sachverständige, „sonst kühlt der Bau erst aus und muss dann wieder unter Einsatz von viel Energie aufgeheizt werden.“ Geeignet sind elektrische Heizgebläse oder die hauseigene Heizung, sofern sie schon funktioniert. Nicht ideal sind Gasheizer, denn sie produzieren mit jedem Liter Gas, den sie verbrauchen, nicht nur Wärme, sondern auch einen Liter Wasser; der muss zusätzlich beseitigt werden und verzögert die Trocknung entsprechend.

VPB: Beim Immobilienkauf auf Bauqualität achten

BERLIN. Der Immobilienmarkt brummt, die Preise steigen. Mangels attraktiver Geldanlagemöglichkeiten investieren viele Menschen Geld in Immobilien und bezahlen dabei immer höhere Preise, vor allem in den Metropolen. Die enorme Nachfrage bringt Käufern weitere Nachteile: Die Schlüsselfertiganbieter lassen fast nicht mehr mit sich verhandeln, Sonderwünsche sind kaum durchsetzbar. Vor allem aber leidet die Bauqualität, so beobachten die Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB) auf zahlreichen Baustellen. Weil die Auftragsbücher voll sind und die Kunden ungeduldig, verdingen die Baufirmen immer mehr Mitarbeiter, die fachlich nicht ausreichend geschult sind. Baumängel sind die Folge. Umso wichtiger ist nach Erfahrung der VPB-Sachverständigen die laufende Bau- und Qualitätskontrolle sowohl beim Einfamilienhaus als auch bei Eigentumswohnungen. Bauherren und Käufer sollten unabhängige Experten mit regelmäßigen Baustellenbesuchen beauftragen, damit sich ihr Investment auch rechnet und sie nicht zum Schluss auf mangelhaften Immobilien sitzenbleiben, die weniger wert sind, als sie dafür bezahlt haben.

VPB: Erst Grundstück kaufen, dann Haus!

BERLIN. Grundstücke sind rar, und manchmal werden auch sicher geglaubte Areale den Käufern in letzter Minute weggeschnappt, weil ein anderer Interessent ein paar Euro mehr bietet. Wer bereits im Vertrauen auf den Grundstückskauf einen Bauvertrag abschließt, kann böse auf die Nase fallen, warnt der Verband Privater Bauherren (VPB). Selbst einen Bauvertrag mit großzügigem Rücktrittsrecht sollten angehende Bauherren nicht schließen, wenn ihnen das Terrain noch nicht gehört. Aus mehreren Gründen: Zum einen ist nicht sicher, ob das ausgewählte Haus auf dem Grundstück überhaupt gebaut werden darf oder ob es aufwändig angepasst werden muss. Zum anderen können Keller und Gründung überhaupt erst geplant und preislich kalkuliert werden, wenn der Baugrund bekannt ist. Die Mehrkosten für spätere Anpassungen des Hauses an ein anderes Grundstück tragen in aller Regel die Bauherren. Und diese Mehrkosten können die Immobilienfinanzierung platzen lassen. Deshalb: Erst das Grundstück kaufen, dann das Haus.

VPB erinnert: Fundamenterder sind lebenswichtig

BERLIN. Aus den Augen, aus dem Sinn? „Den Begriff „Fundamenterder“ kennen die wenigsten Bauherren. Sie werden den Fundamenterder auch kaum zu Gesicht bekommen, denn er liegt entweder in der Bodenplatte des Hauses oder sogar noch erheblich darunter im Erdreich.“ Dipl.-Ing Dieter Hammes, Sachverständiger beim Verband Privater Bauherren (VPB) und Leiter des VPB-Büros Aachen, hat bei jedem Hausbau mit dem Fundamenterder zu tun. „Der Fundamenterder ist Teil des elektrischen Schutzsystems eines Hauses. Er ist lebenswichtig für die Sicherheit der Bewohner, denn er leitet die Spannung bei Blitzeinschlägen im Haus oder in der Nachbarschaft ins Erdreich ab.“

Neues Parlament, alte Probleme – Thomas Postina in seiner PharmInd-Kolumne im September 2017

Im gerade zu Ende gegangenen Bundestagswahlkampf hat das Thema Gesundheit keine große Rolle gespielt. Weder die Kanzlerin noch ihr Gesundheitsminister haben sich mit Vorschlägen zur Weiterentwicklung des Gesundheitswesens hervorgetan, schreibt PPR-Geschäftsführer Thomas Postina in seiner PharmInd-Kolumne im September. Aber auch die SPD und die Opposition blieben weitgehend still und wiederholten lediglich ihre alte Leier von der Bürgerversicherung, mit der sie das Gesundheitswesen umkrempeln wollen.

Auch die Versuche des Spitzenverbands Fachärzte Deutschlands (SpiFa) mit seiner Plakataktion im Wartezimmer und der Apothekerschaft mit ihrem „Wahlradar Gesundheit“, der müden Diskussion Leben einzuhauchen, verpufften weitgehend wirkungslos.

VPB: Baulasten mindern Grundstückswert

BERLIN. Beim Haus- und Grundstückskauf von privat regeln Angebot und Nachfrage den Preis. Anhaltspunkte für die Bewertung liefern die sogenannten Kaufpreissammlungen der Gutachterausschüsse von Städten und Kreisen. Aber nicht nur diese sind ausschlaggebend für den Wert des Grundstücks, sondern auch dessen mögliche Nutzung, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Dürfen Bauherren zum Beispiel nur auf einem Teil des Areals bauen und müssen den Rest des Grundstücks für den Naturschutz freihalten, dann sind die Möglichkeiten zur Bebauung stark reduziert. Das mindert den Wert des Bodens. Gleiches gilt für eventuelle Wege- oder Fahrrechte. Solche Grunddienstbarkeiten stehen im Grundbuch, das Interessenten immer vor dem Kauf checken lassen sollten. Mit der Einsicht ins Grundbuch können sie den Notar beauftragen. Der klärt auch, ob Hypotheken auf dem Grundstück liegen, oder ob jemand ein lebenslanges Wohnrecht genießt und damit den Altbau, den die Käufer eigentlich abreißen wollten, auf nicht absehbare Zeit blockiert. Auch Leitungen, die unterirdisch übers Grundstück führen und entsprechend im Grundbuch vermerkt sind, können Neuplanungen erheblich einschränken. Nicht fehlen darf auch der Blick ins Baulastenverzeichnis, in dem eventuelle öffentlich-rechtliche Beschränkungen des Grundeigentums stehen. Das können mit anderen Anrainern gemeinsam genutzte Stellplätze sein oder Zuwege zum Nachbargrundstück, die über das Areal laufen.

VPB: Außenaufzüge müssen genehmigt werden

BERLIN. Reihenhäuser sind beliebt. Aber weil sie viele Treppen haben, sind sie für Ältere nicht optimal. Wer trotz Gehbehinderung nicht umziehen mag, der kann einen Treppenlift montieren, einen Innenlift einbauen oder einen Außenlift anbauen lassen, so der Verband Privater Bauherren (VPB). Außenaufzüge sind aber vergleichsweise teuer, und sie müssen genehmigt werden. Das kostet Geld und Zeit. Ist das Reihenhaus Teil einer Wohnungseigentumsanlage, dann ist jedenfalls über einen Außenaufzug auch Beschluss in der Eigentümergemeinschaft zu fassen. Außerdem mutiert der Teil des Gartens, in dem der Lift aufgestellt wird, vorübergehend zur Baustelle. Innenlifte sind preisgünstiger und brauchen keine Baugenehmigung, solange an der Statik des Hauses nichts geändert wird. Was besser ist, hängt von vielen Faktoren ab. Der VPB rät Hausbesitzern, sich im Vorfeld firmenneutral beraten zu lassen und bei der Baubehörde zu informieren. Als Alternative zum Lift kommt auch eine neue Aufteilung der Wohnbereiche im Reihenhaus in Betracht: Zum Beispiel könnten Gehbehinderte das Erdgeschoss komplett für sich umbauen und müsste dann nicht immer pendeln zwischen den Etagen. Küchen lassen sich auch nach oben verlegen, etwa ins bisherige Bad oder Kinderzimmer. Dafür kann die Küche im Erdgeschoss zum geräumigen Bad umgebaut werden. Das Wohnzimmer eignet sich auch als Wohn-Schlaf-Pflegezimmer.

VPB: Selbsthilfe beim Dachausbau kann Schimmel verursachen

BERLIN. Sind die Handwerker weg, beginnen viele Bauherren mit dem Dachausbau in Eigenregie. Mit der Muskelhypothek wollen sie Geld sparen. Groß ist dann bei vielen der Schreck, wenn sie beim ersten Gang durch den kahlen Dachraum Schimmel im Gebälk entdecken. „Das ist leider ein typischer Schaden, der entsteht, wenn die Schnittstelle zwischen zwei Gewerken nicht sorgfältig geplant wird“, konstatiert Dipl.-Bau-Ing. Volker Wittmann. Der Sachverständige leitet das Regionalbüro Regensburg im Verband Privater Bauherren (VPB).

VPB: 2017 schon Bezugstermin festlegen!

BERLIN. Zum 1. Januar 2018 tritt das neue Bauvertragsrecht in Kraft. Es bringt privaten Bauherren viele Vorteile, so der Verband Privater Bauherren (VPB). Zum Beispiel konkrete Angaben zur Bauzeit. Alle Bauherren wollen und müssen wissen: Wann können wir einziehen? In der Vergangenheit waren die Verträge hier oft sehr vage, konkrete Angaben die Ausnahme. Weil Bauherren aber Finanzierungen organisieren, Mietwohnungen kündigen, Umzüge planen, Arbeitsplätze wechseln müssen und vieles mehr, haben Bauunternehmer ab 2018 die Pflicht, verbindliche Angaben zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Werks zu machen, mindestens jedoch zur Dauer der Bauausführung. Bauherren sollten sich nicht vertrösten lassen: Was ab 1. Januar 2018 Pflicht wird, können Baufirmen auch heute schon leisten. Natürlich dürfen die Bauherren dann den Bauablauf nicht selbst unnötig verzögern, etwa, indem sie Unterlagen nicht rechtzeitig beim Bauamt abliefern oder die Finanzierung nur schleppend in Gang kommt.

TENA Pants mit 4-Euro-Rabatt-Promotion

Mit einer 4-Euro-Rabatt-Promotion auf den Folgekauf kann der Handel ab Oktober gezielt Nachkäufe bei TENA Lady Pants Plus und TENA MEN Active Fit Pants Plus generieren. Durch rund 50 Prozent Ersparnis1 auf den nächsten Einkauf lässt sich ein besonders attraktiver Kaufanreiz im Wachstumssegment Pants setzen und damit verbundene Umsatzpotenziale heben. Für den POS stehen zur Unterstützung ein aufmerksamkeitsstarkes Promotionsdisplay und ein Regalanhänger mit Gratis-Proben zur Verfügung. 

VPB: Bei Firmen immer Referenzen prüfen!

BERLIN. Neue Fliesen im Bad, der Austausch eines Bodenbelags oder frische Tapeten im Wohnbereich – für solche vergleichsweise kleinen Arbeiten suchen die meisten Hausbesitzer inzwischen Handwerker im Netz auf Online-Plattformen und bei Online-Auktionen. Der Verband Privater Bauherren (VPB) warnt davor, Aufträge im Netz nur nach Preis zu entscheiden, sondern rät auch zu prüfen, ob es die Firma wirklich gibt, wo sie ihren Sitz hat und welche Referenzen sie vorweisen kann. Dazu empfiehlt der VPB einen Besuch der Firma: Wie sieht das Betriebsgelände aus? Hat sie überhaupt eines oder kommt das Online-Angebot von einer Briefkastenfirma? Referenzen sollten sich die Bauherren immer nennen lassen und diese auch abfragen. Schließlich kommen die Handwerker ins Haus und damit in die Privatsphäre. Da will man ja wissen, wer das ist.

VPB: Immobilien nicht unbesehen kaufen

BERLIN. Wer jetzt nicht kauft, der bekommt keine Wohnung mehr … So und ähnlich werden Menschen umworben, die eine Immobilie kaufen möchten, um in Niedrigzinszeiten ihr Geld sinnvoll anzulegen. Vermietung lohnt sich, zumal in gesuchter Lage. Immerhin sind 80 Prozent der Mietwohnungen in Deutschland in privater Hand, so der Verband Privater Bauherren (VPB). Viele Banken und Makler offerieren passende Angebote. Mancher greift unbesehen zu. Das kann schiefgehen, denn gerade in Großstädten gibt es kilometerlange Straßen. Während im einen Abschnitt in bester Wohnlage die Preise klettern, sieht es ein paar hundert Meter weiter deutlich schlechter aus. Wer dort auf gut Glück kauft, der handelt leichtfertig: Ein hoher Preis in schlechter Lage bringt keine Rendite! Der VPB rät dringend dazu, keine Immobilie ohne vorherige Besichtigung zu kaufen.

VPB: Lüftungsanlagen regelmäßig reinigen!

BERLIN. Häuser brauchen Pflege. Das gilt besonders für moderne Haustechnik, wie zum Beispiel Lüftungsanlagen. Sie müssen regelmäßig gewartet und gereinigt werden, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Reicht bei den Rohren Check und Säuberung ein- bis zweimal im Jahr, so müssen die Filter alle meist deutlich öfter ausgetauscht werden. Alles andere ist ungesund, warnt der VPB. Schlecht gewartete Filter werden nämlich zur Keimschleuder. Sie sammeln Keime und Schadstoffe, die so immer wieder in die Innenräume zurückgelangen. Bei empfindlichen Menschen können solche Keime ernsthafte Erkrankungen auslösen. Der VPB rät deshalb: Hausbesitzer sollten entweder regelmäßig selbst die Anlage warten und die Filter austauschen oder einen Dienstleister damit beauftragen; der lässt sich im Übrigen als haushaltsnahe Dienstleistung beziehungsweise Handwerkerleistung steuerlich absetzen.

VPB warnt: Eigenhilfe kann teuer werden

BERLIN. Wer selbst beim Bauen Hand anlegt, der kann Geld sparen. „Allerdings nur, wenn die Eigenhilfe sorgfältig vorbereitet und detailliert in den Bauvertrag hineinverhandelt wird“, warnt Bauingenieur Volker Wittmann, Sachverständiger beim Verband Privater Bauherren (VPB) und Leiter des VPB-Büros in Regensburg. „Vergessen Bauherren bei der Vertragsgestaltung bestimmte Details, kann die Eigenhilfe sogar zusätzliches Geld kosten statt Ausgaben zu sparen.“

Entspannung angesagt – Thomas Postina in seiner PharmInd-Kolumne im August 2017

Sovaldi – wer diesen Namen vor rund drei Jahren in den Mund nahm, der löste bei Krankenkassenvertretern und einigen Politikern Schnappatmung aus, schreibt PPR-Geschäftsführer Thomas Postina in seiner PharmInd-Kolumne im August. Zwar gab es nun erstmals ein Medikament, mit dem Hepatitis C mit hoher Wahrscheinlichkeit und schneller als bisher geheilt werden konnte, doch sollte jede Pille 700 Euro kosten, ein Therapiezyklus 120.000 Euro.

Politiker und Krankenkassen waren alarmiert und sahen in düsteren Szenarien den Zusammenbruch der gesetzlichen Krankenversicherung voraus. Auf fünf Milliarden jährlich – so wurde prognostiziert – sollten sich allein die Kosten für dieses eine Medikament belaufen. Und weitere Innovationen – insbesondere Onkologika – waren angekündigt, ähnliche Preise wurden befürchtet. Die Aufregung war groß – und die Mitarbeiter der gesundheitspolitischen Abteilungen der Pharmaverbände und der Industrie hatten einen schweren Stand.

VPB: Geländer müssen Vorschriften entsprechen!

BERLIN. Balkongitter und Treppengeländer im und am Haus können für Kinder gefährlich werden, wenn sie ihren Kopf durch die Geländerstäbe stecken und sich nicht mehr selbst befreien können. Damit das nicht passiert, dürfen Gitterstäbe höchstens zwölf Zentimeter Abstand voneinander haben, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Das reicht gerade aus, damit der Kinderkopf nicht hindurch passt. Gefährlich sind auch waagerechte Gitterstreben, denn Kinder benutzen sie gern als Klettergerüst. Streben sollten deshalb immer senkrecht angeordnet sein. Es hat also gute Gründe, warum es für Geländer Vorschriften gibt. Vorsicht ist auch bei Geländern vor Französischen Balkonen geboten. Ihre Befestigung muss sogar statisch berechnet werden, damit niemand beim Anlehnen abstürzt. Heimwerker sollten das bedenken und selbst bei Fachfirmen kritisch prüfen lassen, ob nach Statik gebaut wird, rät der VPB.

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Auffällige TENA Lady Aktionspackungen mit bis zu 25 Prozent mehr Inhalt sorgen zwischen August und Oktober für maximale Aufmerksamkeit am POS. Die attraktiven Sondergrößen steigern Abverkauf und Umsatz durch eine intensivierte Verwendung. Ein farbenfrohes Promotionsdisplay mit Strahlkraft pusht die Abverkäufe im Handel zusätzlich.

VPB rät: Mit kleinen Grundstücken Gebühren sparen

BERLIN. Seit Jahren heben die Bundesländer die Grunderwerbsteuer an und verteuern so die klassischen Nebenkosten beim Hausbau. Inzwischen liegt der Höchstsatz bei 6,5 Prozent. Damit zahlt der Käufer eines schönen Einfamilienhauses schon den Gegenwert eines kleinen E-Autos allein für die Grunderwerbsteuer, konstatiert der Verband Privater Bauherren (VPB). Die Grunderwerbsteuer richtet sich bei Bauträgerhäusern nach den Kosten: je teurer, umso mehr Grunderwerbsteuer wird fällig. Das trifft vor allem die Käufer von Bauträgerhäusern, die Haus und Grund aus einer Hand zum Komplettpreis kaufen. Es trifft auch die Käufer von Altbauten, denn sie erwerben zwangsläufig Haus und Terrain gemeinsam. Auch sie zahlen die Grunderwerbsteuer auf das Gesamtpaket. Besser fahren die Käufer eines freien Grundstücks, das sie später in Eigenregie bebauen. Sie bezahlen die Grunderwerbsteuer nur auf Grund und Boden.

VPB warnt: Häuser mit Schwammbefall sorgfältig untersuchen lassen!

BERLIN. Neue Häuser und Wohnungen in den Städten sind knapp und teuer, deshalb kaufen immer mehr Familien Bestandsbauten im Umland. Die Qualität dieser Altbauten ist sehr unterschiedlich. In vielen alten Häusern nisten Holzschädlinge, wie die Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB) bundesweit beobachten. Ein spezielles Problem sind – neben holzzerstörenden Insekten – holzzerstörende Pilze. „Diese entwickeln sich in fast allen alten Häusern, in denen Feuchtigkeit das Holz über längere Zeit durchnässt hat und werden deshalb auch Nassfäulepilze genannt“, konstatiert Dipl.-Ing. Angelika Rösner, Leiterin des VPB-Büros Schwerin. „Auch die Veränderung der bauklimatischen Verhältnisse in alten Häusern, speziell durch den Einbau neuer, luftdichter Fenster, führt oft zu Feuchteschäden und damit häufig zu Pilzbefall“, weiß die Holzexpertin.

VPB: Nicht jede freie Fläche darf bebaut werden

BERLIN. Neubaugrundstücke sind rar. Da kommen viele Bauherren auf die Idee, nach Hinterliegergrundstücken zu suchen. Gerade in Nachkriegsbaugebieten gibt es noch große Grundstücke, die sich teilen lassen: vorne der Altbau, dahinter ein Neubau. Bei solchen Offerten sollten Interessenten aber genau hinsehen, empfiehlt der Verband Privater Bauherren (VPB). Denn nicht in jedem Quartier ist die Nachverdichtung erwünscht. Nicht überall, wo freie Flächen brach liegen, darf gebaut werden. Angehende Bauherren sollten beim Kauf solcher Grundstücke nicht auf Zusicherungen von Verkäufern, Maklern oder Vermittlern vertrauen, sondern immer selbst recherchieren, was geht. Der Blick in den Bebauungsplan bringt schnell Gewissheit, ob Neubau und Nachverdichtung machbar sind oder nicht. Existiert für das Areal kein B-Plan, kann der eigene Hausbau zum Gang durch die Instanzen werden – mit ungewissem Ausgang.

VPB: In Altbauwohnungen haust auch mal der Schwamm

BERLIN. Eigentumswohnungen verkaufen sich zurzeit fast von alleine, zumindest in den großen Städten. Nicht nur Neubauten sind beliebt bei den Käufern, sondern auch restaurierte Altbauten. Vielerorts übernehmen Bauträger leerstehende, vernachlässigte Gründerzeithäuser, entkernen und sanieren sie, so der Verband Privater Bauherren (VPB). Was bislang unattraktiv war, lohnt sich jetzt: Die Nachfrage ist groß, Baugeld fast zinslos zu haben, und die Sanierung der unter Denkmalschutz stehenden Altbauten erlaubt die lukrative Abschreibung. Allerdings sind auch die baulichen Probleme oft gravierend. Immer wieder finden VPB-Sachverständige in den alten Mehrfamilienhäusern den Echten Hausschwamm. Seine Sanierung ist aufwändig und teuer, vor allem, wenn sich das Pilzgeflecht in den Bundwänden und Holzböden eingenistet hat. Dann müssen diese komplett ausgetauscht werden. Statische Probleme bereitet in manchen Häusern auch der Einbau von Aufzügen oder Dachterrassen.

Flotte Sprüche, harte Fakten – Thomas Postina in seiner PharmInd-Kolumne im Juli 2017


Originalton: „Mit den Arzneimittelrabattverträgen haben wir schon vor zehn Jahren die Pläne der Großkonzerne nachhaltig durchkreuzt und einen gesunden Wettbewerb geschaffen“ und „einen Markt etabliert, auf dem sich kleinere Hersteller gegen große behaupten können … und wir haben ein Instrument etabliert, das GKV-weit inzwischen Beitragsgelder von 20 Milliarden Euro einsparen konnte.“ Durchgesetzt habe er das gegen eine wahre, von betroffenen Arzneimittelherstellern ausgelöste Verfahrensflut, die er offenbar als Bestätigung seines eigenen Handelns auffasst.

VPB: 2017 schon Bauunterlagen einfordern!

BERLIN. Zum Jahreswechsel tritt das neue Bauvertragsrecht in Kraft. Es bringt viele Vorteile für private Bauherren, so der Verband Privater Bauherren (VPB). Zum Beispiel haben Bauherren als Verbraucher dann erstmals das Recht auf die Herstellung und Herausgabe konkreter Pläne und Berechnungen für ihr zukünftiges Haus. Die sind nötig, um beweisen zu können, dass das Haus geltendem Recht entspricht. Der VPB rät dazu, die Herstellung und Übergabe der Pläne bereits jetzt in diesem Jahr fest in den Vertrag aufnehmen zu lassen. Da beim Schlüsselfertigbau Baufirmen und Bauherren Vertragsgestaltungsfreiheit genießen, können sie vereinbaren, was sie wollen. Bauherren sollten sich nicht hinhalten lassen: Alles, was ab 1. Januar 2018 Pflicht wird, können Baufirmen, bei etwas gutem Willen, heute schon leisten.

VPB: Kaum Zuschüsse zur Sanierung von Ferienwohnungen

BERLIN. Die Sommerferien sind da. Millionen Deutsche verreisen und manche beschließen angesichts teurer Unterkünfte, sich endlich selbst eine eigene Ferienimmobilie zuzulegen. Im Prinzip ist das eine gute Idee, so der Verband Privater Bauherren (VPB), denn in Niedrigzinszeiten kann eine Immobilie in guter Lage auf Dauer im Wert steigen. Außerdem bietet sie in der Hochsaison ein sicheres Quartier und lässt sich, sofern sie attraktiv liegt, sogar vermieten.

Einzelimmobilien müssen in der Regel selbst verwaltet werden. Das setzt regelmäßige Kontrollen und persönliche Präsenz voraus oder einen professionellen Haussitting-Service, der natürlich einiges kostet. Ist die Wohnung Teil einer Wohnungseigentumsanlage, werden die Käufer Mitglieder der Eigentümergemeinschaft, mit allen Rechten und Pflichten. Dazu gehören auch das Hausgeld, das sie monatlich bezahlen müssen und aus dem die laufende Instandsetzung finanziert wird, sowie eventuelle Umlagen für größere Sanierungsarbeiten. Sehr gut überlegen sollte man sich, ob man Bruchteilseigentum erwirbt. Hier erwirbt man nur einen ideellen Anteil am Grundstückseigentum.

Vorsicht bei älteren Ferienwohnanlagen, warnt der VPB. Sie sind in die Jahre gekommen und müssten dringend modernisiert werden. Auch die Anpassung des energetischen Standards ist meist sinnvoll, denn viele Ferienwohnungen waren ursprünglich nur für den Sommeraufenthalt konzipiert.

Die neuen geschlechter-spezifischen Pants von TENA

Die neuen TENA Lady Pants Plus und die neuen TENA MEN Active Fit Plus ermöglichen es dem Handel, perfekt auf die geschlechter-spezifischen Bedürfnisse der Kunden einzugehen. Die unterwäscheähnlichen Produkte sind speziell an die Anatomie von Frauen und Männer angepasst und zeichnen sich selbst unter figurbetonter Kleidung nicht ab. Umfangreiche Kommunikationsmaßnahmen schaffen ab September beste Voraussetzungen für ein Umsatzplus im Handel.

VPB: Haus muss aufs Grundstück passen

BERLIN. Viele Bauherren schließen heute Hausbau-Verträge ab, ohne zu wissen, ob das Haus, das sie ausgesucht haben, auf ihrem Grundstück überhaupt gebaut werden kann und darf. Das beobachten die Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB) immer wieder. Häufig unterzeichnen die Bauherren Verträge, in denen Planungs- und Bauleistungen untrennbar miteinander verknüpft sind – ein und derselbe Anbieter baut das Haus und lässt es auch genehmigen. Was viele Bauherren als Arbeitserleichterung empfinden, entpuppt sich als Falle. Nicht geregelt wird in diesen Verträgen nämlich, was passiert, falls das gekaufte Haus gar nicht auf dem dazugehörigen Grundstück gebaut werden darf, etwa weil es zu groß ist. Dann haben die Bauherren ein Problem, denn sie dürfen nicht bauen, kommen aber auch nicht ohne Weiteres wieder aus dem Bauvertrag heraus. Der VPB rät deshalb: Die Aufträge zur Planung und zum späteren Bau des Hauses getrennt vergeben. Also erst das Objekt planen und genehmigen lassen und dann eine Baufirma suchen, die das genehmigte Haus auf dem Grundstück baut. So passt alles zusammen.

VPB kritisiert: Berufszulassungsregelung für Verwalter von Wohnimmobilien nicht ausreichend!

BERLIN. Kurz vor Ende der 18. Legislaturperiode hat der Bundestag gestern Nacht die lange und auch vom Verband Privater Bauherren (VPB) geforderte Berufszulassungsregelung für Wohnungseigentumsverwalter beschlossen. Sie soll ab etwa Mitte 2018 gelten.

Die Neuregelung bleibt nach Ansicht des VPB allerdings weit hinter den Erfordernissen des Alltags zurück. So gibt es für Wohnungseigentumsverwalter und Immobilienmakler, aber auch für Mietwohnungsverwalter in Zukunft zwar eine Versicherungspflicht und auch eine Pflicht zur Fortbildung, der im ursprünglichen Gesetzesentwurf vom September 2016 noch vorgesehene Sachkundenachweis für alle Branchenneulinge entfällt aber.

Nach dem neuen Gesetz reichen in Zukunft bereits 20 Stunden Fortbildung aus – innerhalb von drei ganzen Jahren! Der VPB kritisiert das als absolut unzureichend, denn

VPB rät: Stockt bei Gemeinschaften der Bau, hilft der Unabhängige

BERLIN. Baugemeinschaften starten oft mit großem Enthusiasmus. Freunde tun sich zusammen, finden ein Grundstück und beauftragen gemeinsam einen Architekten. Gelingt es dem Planer, alle Wünsche unter einen Hut zu bringen, funktioniert das Bauen meist recht gut, beobachtet der Verband Privater Bauherren (VPB). Ist der Planer aber selbst Mitglied der Bauherrengemeinschaft und setzt eigene Ideen durch, knirscht es schnell im Kollektiv. Gewinnen die Partner dann auch noch den Eindruck, der Planer habe seine Arbeit nicht im Griff, ist Krach kaum noch zu vermeiden. Damit stockt in der Regel der Bau, Termine verstreichen, Handwerker springen ab, Zusatzkosten sind unvermeidlich. Um das Projekt zu retten, kann es in solchen Fällen hilfreich sein, einen unabhängigen Sachverständigen hinzuzuziehen, rät der VPB. Der neutrale, aber sachkundige Vermittler prüft, wie es weitergehen kann. Er schaut, was vertraglich vereinbart ist, welche Arbeiten noch aussteht und was bereits erledigt ist. In jedem Fall kann er auf Augenhöhe mit den Firmen und dem Planer verhandeln und das Projekt bis zum Ende begleiten.

VPB rät zur vertraglichen Regelung: Kellerpläne und Nachweise übergeben lassen

BERLIN. Keller bauen ist kein Problem, Keller gibt es schließlich vorgefertigt. Das zumindest suggeriert die Werbung. Tatsächlich ist es nicht so einfach, einen Keller zu bauen. Der unterirdische Bauabschnitt muss gut geplant, sorgfältig berechnet und sauber konstruiert werden, damit er wasserdicht ist und lange hält. „Viele Baufirmen bieten in ihren Schlüsselfertigangeboten zunächst Standardkeller an, offerieren dann aber kurz vor Baubeginn für ein paar tausend Euro mehr einen wasserdichten Keller“, beobachtet Dipl.-Ing. Klaus-Peter Frenzel, Sachverständiger beim Verband Privater Bauherren (VPB) und Leiter des VPB-Büros Jena-Saaleland.

Viele Bauherren nehmen das Angebot an – sicher ist sicher. „Vor der Entscheidung, wie ein Keller gebaut werden muss, steht immer das Baugrundgutachten“, erläutert Klaus-Peter Frenzel. „Das gibt Auskunft über die Bodenverhältnisse und klärt, ob ein wasserdichter Keller aus WU-Beton, also eine ‚Weiße Wanne‘, überhaupt nötig ist oder nicht.“

Muss der Keller wasserdicht ausgeführt werden, ist längst nicht jede Firma in der Lage, den Keller auch entsprechend zu bauen.

VPB: 3D-Gimmicks ersetzen nicht die reale Besichtigung

BERLIN. Wer ein Haus oder eine Wohnung sucht, der kennt das Problem: Wochenende für Wochenende, Abend für Abend Besichtigungen in immer neuen Objekten. Das ist Stress pur. Virtuelle Rundgänge sollen diese Anstrengung nun lindern. Basierend auf 360-Grad-Fotos präsentieren Makler zunehmend die Miet- und Kaufobjekte in entspannter Atmosphäre. Das klingt gut, hat aber seine Tücken. Der Verband Privater Bauherren (VPB) hält die virtuelle Besichtigung für nicht ausreichend, um eine Entscheidung für oder gegen ein Objekt zu treffen. Sie liefert allenfalls einen ersten Eindruck vom Innern der Wohnung. Mindestens ebenso wichtig wie das Innere sind aber das Umfeld der Immobilie und das Gemeinschaftseigentum, das zur Eigentumswohnung gehört. Erst wer die Umgebung kennt, weiß, auf was er sich einlässt. Jede Immobilie hat eine Nachbarschaft, sie hat Geräusche und Gerüche. Virtuelle Führungen blenden das aus. Sie sind allenfalls ein Einstieg in den Immobilienkauf. Wenn’s ernst wird, sind zwei bis drei reale Führungen nötig, eine davon mit dem unabhängigen Bausachverständigen, der die Immobilie auf Mängel hin prüft.

Und am Ende: Zwei-Klassen-Medizin – Thomas Postina in seiner PharmInd-Kolumne im Juni 2017

Fast alle im Bundestag vertretenen Parteien haben in den letzten Tagen ihre Wahlprogramme verabschiedet. Nur die Union lässt sich damit noch etwas Zeit. Erst Anfang Juli soll ihr Programm endgültig stehen, heißt es aus der Parteizentrale. In Sachen Gesundheitswesen dürfte die Union das einzige Kontrastprogramm zu den weitgehend übereinstimmenden Vorstellungen von SPD, Grünen und Linken bieten. Diese drei Parteien planen – wenn auch mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Akzentuierungen – den Umbau der gesetzlichen Krankenversicherungen in eine Bürgerversicherung,  schreibt PPR-Geschäftsführer Thomas Postina in seiner PharmInd-Kolumne im Juni.

Den geschmeidigsten Übergang  sehen  die Sozialdemokraten vor, deren „paritätische Bürgerversicherung“  zunächst alle bereits gesetzlich Versicherten übernehmen und dann nach und nach die Beamten und sonstige Berufsgruppen  aufnehmen soll. Immerhin bliebe den bisher privat Versicherten die Wahl, ob sie gleich, später oder gar nicht in die Bürgerversicherung wechseln wollen.

VPB: Schneefanggitter zur Straße hin einbauen

BERLIN. Wer denkt schon mitten im Sommer an Schneefanggitter? Bauherren sollten das tun und sie von vornherein bei ihrem neuen Dach vorsehen, rät der Verband Privater Bauherren (VPB). Schneefanggitter sind inzwischen teilweise vorgeschrieben. Vor allem zum Bürgersteig hin hilft ihr Einbau, den Verkehrssicherungspflichten zu genügen, die jedem Hausbesitzer obliegen. Dabei bildet weniger der lockere Neuschnee eine Gefahr, als vielmehr die Eisplatten, in die sich der Schnee durch den Wechsel von Frost und Tauwetter verwandelt. Oder die Eiszapfen, die sich am Schornstein bilden. Lösen sie sich, entwickeln sie sich zu gefährlichen Geschossen mit Durchschlagkraft. Das ist lebensgefährlich für Passanten. Nur Schneefanggitter halten sie verlässlich auf. Der VPB empfiehlt auch das Nachrüsten beim Altbau. Es lässt sich gut mit Reparaturarbeiten am Dach oder der Regenrinne verbinden.

VPB: Bei der Grunderwerbsteuer lässt sich sparen

BERLIN. Die Grunderwerbsteuer gehört zu den Stellschrauben, an denen die meisten Länder seit Jahren zuverlässig immer wieder drehen. Inzwischen kostet die Steuer in einigen Bundesländern 6,5 Prozent vom Kaufpreis der Immobilie. Der Verband Privater Bauherren (VPB) rät, vor dem Kauf einer gebrauchten Immobilie zu prüfen, ob sich der Kaufpreis nicht reduzieren lässt. So können beispielsweise Einbauküchen, Einbaumöbel, ein Gartenhaus, eine eingebaute Sauna, ja selbst das Öl im Tank aus dem Kaufpreis herausgerechnet werden. Für diese beweglichen Extras muss dann keine Grunderwerbsteuer bezahlt werden. Solche Details sollten immer im Kaufvertrag aufgelistet werden. Dabei müssen die angesetzten Preise nachvollziehbar sein, sonst erkennt sie das Finanzamt nicht an. Der VPB rät, die Details mit dem Steuerberater zu klären und sich nicht wegen vermeintlicher Steuerersparnis verleiten zu lassen, Preise zu hoch anzusetzen. In jedem Fall sollten sich die Käufer die Rechnungen für die gesondert veranschlagten Einbauten aushändigen lassen. Übrigens: Ob wie bisher beim Kauf einer Eigentumswohnung die Instandhaltungsrücklage, die für die Wohnung aufgelaufen ist, ebenfalls aus dem Kaufpreis herausgerechnet werden kann, ist eine derzeit offene Frage. 

VPB rät: Individuelle Baukontrolle statt Standardcheck

BERLIN. Wer baut, der schaut auf die Kosten. Pauschalangebote und „Festpreise“ sind deshalb bei vielen Bauherren beliebt. Sie suggerieren Zuverlässigkeit und versprechen Budgettreue. Der Baualltag allerdings sieht ganz anders aus. Nach Untersuchungen des Verbands Privater Bauherren (VPB) sind Festpreise in der Regel nicht Endpreise. Und bei Pauschalangeboten hängt die Qualität der Offerte maßgeblich vom Umfang des Angebots ab.

Vor allem nach dem Preis und weniger nach Qualität und Inhalt fragen angehende Bauherren auch, bevor sie Baukontrollen beauftragen. Dipl.-Bau-Ing. Volker Wittmann, Bausachverständiger und Leiter des VPB-Büros in Regensburg, wird immer wieder gefragt, wie viele Baustellentermine ein Kontrollpaket umfasst und wie hoch die Pauschale ist. „Baustellenkontrollen lassen sich aber nicht nach „Schema F“ mit Hilfe von Checklisten durchführen. So individuell wie die Häuser sind die Baufirmen“, weiß der Sachverständige. „Die einen arbeiten zuverlässig und verstehen ihr Handwerk, die anderen brauchen deutlich mehr Kontrolle. Im ersten Fall reichen mitunter schon drei bis fünf Baustellenkontrollen aus, im zweiten Fall wird geraten, häufiger zu kontrollieren.“

In keinem Fall lässt sich die Qualität durch Abhaken einer Checkliste bestätigen, was manche Baustellenkontrolleure offerieren.

VPB rät: Vor dem ETW-Kauf Substanz prüfen und Miteigentümer

BERLIN. Wer sich in eine Eigentümergemeinschaft einkauft, der sitzt auf Gedeih und Verderb mit seinen Miteigentümern in einem Boot. Besonders schwierig kann das werden, wenn es einen Mehrheitseigentümer gibt, der das Geschehen in der Anlage dominiert und zum Beispiel selbst dringend nötige Sanierungen verschleppt und vielleicht sogar mit den Umlagezahlungen dramatisch in Verzug gerät, warnt der Verband Privater Bauherren (VPB). Das geht dann zu Lasten der anderen Einzeleigentümer. Zwar können sie bei zwingend erforderlichen Maßnahmen den Uneinsichtigen verklagen, aber den Prozess müssen sie erst einmal führen und auch gewinnen. Im schlimmsten Fall verkommt in der Zwischenzeit die Substanz und die Wohnungen verlieren an Wert. Kaufinteressenten sollten also vor dem Kauf einer ETW nicht nur auf den Preis schauen, sondern genau prüfen, in welchem Zustand das Gemeinschaftseigentum ist, wie es um die Rücklagen steht, wer noch in der Anlage wohnt und ob es einen Mehrheitseigentümer gibt, der zum Problem werden könnte. Im Zweifel rät der VPB: Nicht kaufen!

Labormedizin steigert Effizienz

Berlin – Schnelle und zielgerichtete Labordiagnostik erhöht die Effizienz des deutschen Gesundheitssystems. Darauf hat der Vorsitzende des Berufsverbands Deutscher Laborärzte (BDL), Dr. Andreas Bobrowski, heute in Berlin hingewiesen. „Die eigentliche Wertschöpfung der Laboratoriumsmedizin für das Gesundheitswesen beträgt ein Vielfaches dessen, was für die Erstellung der laborärztlichen Befunde notwendig ist“, sagte er bei der Vorstellung eines neuen Gutachtens des Instituts für Mikrodaten-Analyse (IfMDA).

VPB: Bebauungsplan kann den Verkauf fördern

BERLIN. Bebauungspläne sind geltendes Baurecht. Kommunen regeln damit ihre bauliche Entwicklung. Für manche Bauherren ist die strikte Vorgabe von Grenzen Gängelung, tatsächlich hat ein Bebauungsplan zumindest einen großen Vorteil: Er regelt verlässlich, was gebaut werden darf. Gerade für den Verkauf von Altbauten kann das von Nutzen sein, erläutert der Verband Privater Bauherren (VPB), denn viele Kommunen fördern inzwischen die Nachverdichtung. Ein kleines Siedlungshaus, längst zu bescheiden für heutige Ansprüche, kann so oft erheblich erweitert werden – und wird damit für Käufer interessant, die das Objekt bislang keines Blickes würdigten. Verkäufer älterer Immobilien sollten also vor dem Verkauf klären, wie viel Potenzial das Haus hat. Ein Blick in den geltenden Bebauungsplan, eine Nachfrage beim zuständigen Bauamt, bringen schnell Klarheit und damit eventuell Vorteile beim Verkaufsgespräch. Wer ein Übriges tun möchte, der lässt in einer Bauvoranfrage klären, wie das Haus erweitert oder sogar abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt werden darf.

VPB: Vor dem Kauf Sanierungskosten klären lassen

BERLIN. Die Immobilienpreise steigen und steigen. Selbst einfache, unrenovierte Ein- und Zweifamilienhäuser erzielen in den „Speckgürteln“ der Ballungsgebiete inzwischen Höchstpreise. Sogar frühe Fertighäuser finden innerhalb von Tagen Liebhaber. Viele Käufer sind sich gar nicht darüber im Klaren, was auf sie zukommt, beobachtet der Verband Privater Bauherren (VPB). Die Häuser sind oft sehr klein und schlicht und genügen nicht mehr heutigen Ansprüchen. Anbauen oder aufstocken ist aber nur möglich, wenn Statik und Bebauungsplan das erlauben. Der VPB rät dazu, das Objekt vor dem Kauf mit einem unabhängigen Sachverständigen zu besichtigen. Der Experte kann schnell abschätzen, welche Arbeiten und Kosten auf die Käufer nach der Übernahme zukommen. Das sind zunächst die unvermeidlichen Nachrüstpflichten, die nötige Renovierungen sowie die Kosten für eventuelle Umbauten und die energetische Sanierung. Bei einer umfassenden Sanierung kommen oft sechsstellige Summen zusammen, die die Käufer über den Kaufpreis hinaus berappen müssen, um aus der Immobilie ein modernes Heim zu machen.

Dauerthema Lieferengpass – Thomas Postina in seiner PharmInd-Kolumne Mai 2017

Lieferengpässe – und kein Ende. Diesmal ist es Remifentanil, das heftige politische Diskussionen und medialen Aufruhr über die Sicherheit der Arzneimittelversorgung ausgelöst hat. Seit einigen Monaten ist das Narkosemittel in Deutschland nur noch beschränkt verfügbar. Dennoch sind wir weit entfernt von einem Horrorszenarium, mit dem die Medien ihre Interviewpartner konfrontierten: nämlich, dass Operationen nun verschoben werden müssen oder gar unmöglich sind, konstatiert PPR-Geschäftsführer Thomas Postina in seiner PharmInd-Kolumne in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel (BfArM) wies schleunigst darauf hin, dass genügend Alternativen zur Verfügung stehen und diese Gefahr nicht besteht. Selbst der Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe musste sich dazu äußern und gab Entwarnung.

Viel genutzt hat es nicht. Die üblichen Verdächtigen kamen sofort mit alten Forderungen

VPB: So können Bauherren jetzt schon vom neuen Bauvertragsrecht profitieren!

BERLIN. Das neue Bauvertragsrecht bringt privaten Bauherren mehr Rechte. Es tritt allerdings erst Anfang 2018 in Kraft. Bauherren können aber bereits jetzt von der Gesetzesänderung profitieren, so der Verband Privater Bauherren (VPB), der empfiehlt, die neuen verbraucherfreundlichen Regelungen bereits in diesem Jahr in die Bauverträge hinein zu verhandeln. „Alles, was ab 2018 Pflicht wird, kann schon jetzt vertraglich festgeschrieben werden“, resümiert der VPB-Vertrauensanwalt. Er rät allerdings dazu, sich fachliche Unterstützung beim Aushandeln des Vertrags zu holen. „Ohne diese Beratung wird es auch in Zukunft nicht gehen, denn das Gesetz bleibt in manchem Detail bedauerlicherweise vage“, kritisiert der Anwalt. „Selbst dort, wo etwa näher geregelt wird, was eine Baubeschreibung alles enthalten muss, kann ein Gesetz nicht jedes Detail regeln. Was alles genau enthalten sein muss, um den Anforderungen des Gesetzes zu genügen, wird erst die Rechtsprechung im Laufe der Zeit genauer klären.“ In jedem Fall empfiehlt der VPB Bauherren 2017 zwei Dinge: Keine alten Vertragsbedingungen mehr akzeptieren und den Vertrag vor der Unterschrift vom unabhängigen Experten prüfen lassen.

„Zwar haben Bauherren noch kein Recht auf den ab 2018 geltenden Verbraucherschutz“, erläutert VPB-Vertrauensanwalt Holger Freitag, „aber Baufirmen und Bauherren genießen Vertragsgestaltungsfreiheit. Sie können aushandeln, was sie möchten.“ Bislang ließen sich zwar nur wenige Baufirmen auf Bauherrenwünsche ein. Ab 2018 werden sie es müssen. Seriöse Unternehmer, so beobachten VPB-Berater bundesweit, stellen sich schon jetzt auf das neue Gesetz ein und kommen den Verbrauchern entgegen. „Bauherren sollten sich

VPB informiert zum neuen Bauvertragsrecht: Anspruch auf Herausgabe der Bauunterlagen kommt 2018

BERLIN. „Bisher blieb es weitgehend dem Wohlwollen der Baufirmen überlassen, ob sie Bauherren die Pläne und Unterlagen zu deren Neubau aushändigten oder nicht. Nun wird die Herausgabe der Bauunterlagen geltendes Recht“, resümiert Corinna Merzyn, Hauptgeschäftsführerin des Verbands Privater Bauherren (VPB), die jahrelangen Bemühungen des VPB für mehr Verbraucherschutz. „Damit ist endlich Schluss mit der Ungewissheit der Bauherren, ob ihr eigenes, im Bau befindliches Haus überhaupt geltendem Recht entspricht.“

Das neue Bauvertragsrecht tritt am 1. Januar 2018 in Kraft und gilt dann für alle Bauverträge mit privaten Bauherren. „Mit dieser größten Änderung des Werkvertragsrechts im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) seit 1900 bekommen wir nun erstmals einen veritablen Verbraucherbauvertrag“, erläutert VPB-Vertrauensanwalt Holger Freitag. „Er regelt Neubauten privater Bauherren auf eigenem Boden und gilt auch bei umfassenden Sanierungen für private Bauherren.“

Mit dem Paragrafen 650n BGB haben private Bauherren, die einen Verbrauchervertrag abschließen, der Baufirma gegenüber einen Anspruch auf Herstellung und Herausgabe von Unterlagen für ihr Bauprojekt. Selbst wenn dazu nichts im Vertrag steht, greift das neue Gesetz; der Anspruch lässt sich vertraglich weder einschränken noch ausschließen. Diese Regelung zur Unterlagenherausgabe gilt auch für den Bauträgervertrag.

VPB rät zu Frühjahrscheck für Haus, Garten und Baustelle

BERLIN. Der vergangene Winter hatte es in sich: Zwar kaum Regen, dafür Kälte über Wochen und der eine oder andere Sturm. Dieses Frühjahr lohnt es sich also besonders, das eigene Haus zu prüfen und eventuelle Winterschäden zu beheben. Dabei hilft der Ratgeber „Frühjahrscheck für Haus und Garten“ des Verbands Privater Bauherren (VPB). Er kann kostenlos im Internet heruntergeladen werden unter www.vpb.de, Stichwort „Services“.

Sturmschäden, wie etwa verrutschte Ziegel, sind von unten oft nicht immer sichtbar und zeigen sich mitunter erst nach Monaten. Beispielsweise durch einsickerndes Regenwasser. Steht das Dach offen, dringt bei Regen langsam Feuchtigkeit in die Dachkonstruktion. Bis das entdeckt wird, ist oft die Dämmschicht durchnässt und Schimmel macht sich breit.

Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollten alle Hausbesitzer ihr Dach im Frühjahr sorgfältig kontrollieren lassen. Während der Hausherr das Flachdach unter Umständen selbst untersuchen kann, sollte er beim geneigten Dach einen Fachmann beauftragen. Rund eine Stunde brauchen erfahrene Fachleute dafür.

Nicht nur die Ziegel müssen kontrolliert werden, sondern auch Fallrohre und Regenrinnen, Ortgangbretter, Dachflächenfenster, Gauben, Zinkeindeckungen an Kehlen und Graten, Schornsteine samt den Trittstufen für den Schornsteinfeger wie auch Schneefanggitter, Vordächer und die Paneele der Solaranlage. Alles muss sicher und fest verankert sitzen.

VPB: Abdichtung muss richtig aufgetragen werden

BERLIN. Häuser müssen gegenüber dem Erdreich abgedichtet werden, damit von außen keine Feuchtigkeit eindringen kann. Laien kennen diese Abdichtung häufig in Form eines schwarzen Anstrichs. Der darf nicht bei hohen Feuchtigkeitsbelastungen eingesetzt werden und muss, damit er zuverlässig funktioniert, auch richtig und in ausreichender Dicke aufgetragen werden, erläutert der Verband Privater Bauherren (VPB). Das funktioniert nach VPB-Erfahrung aber nicht auf jeder Baustelle. Immer öfter entdecken die Sachverständigen mangelhafte Abdichtungen. Die müssen nachgebessert werden, bevor die Dämmung eingebaut und das Erdreich beigefüllt wird. Das Problem dabei: Wird die Baustelle nicht regelmäßig von unabhängigen Experten kontrolliert, fallen solche Mängel gar nicht auf. Sie sind aber da und machen sich in ein paar Jahren durch feuchte Kellerwände bemerkbar. Die müssen saniert werden. Oft ist dann schon die Gewährleistungsfrist abgelaufen und die Bauherren müssen den Schaden selbst bezahlen. Der VPB rät deshalb zur Vorsorge und zur regelmäßigen Baustellenkontrolle während der Bauzeit.

TENA Lady Discreet: Die größte Gratis-Testen-Promotion aller Zeiten

Für die neue TENA Lady Discreet Range läuft ab sofort bis Ende Juni die größte Gratis-Testen-Promotion aller Zeiten. Konsumentinnen erhalten im Aktionszeitraum den Kaufbetrag vollständig zurück. Die aktivierende Testaktion weckt das Kaufverlangen und regt nachweislich zu Impulskäufen an.* Eine höhere Käuferreichweite und eine starke Kundenbindung bringen dem Handel langfristig höhere Umsätze. Durch eine massive Kommunikationskampagne wird die wertvolle Zielgruppe aktiviert.

VPB: Einfache Lagerkeller auch technisch simpel halten

BERLIN. Wer den Keller zum Wohnen ausbaut, der braucht dazu die entsprechenden Genehmigungen. Im Gegensatz zu einem reinen Lagerraum muss ein bewohnbarer Keller ausreichende Raumhöhen haben, besser gedämmt sein, mehr Licht und vor allem die vorgeschriebenen Fluchtwege haben, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Ein bewohnbarer Keller braucht oft auch Wasser- und Abwasseranschlüsse. Bauherren kommen dann in der Regel um die Installation einer Hebeanlage nicht herum. Die muss regelmäßig gewartet werden, damit sie zuverlässig funktioniert. Wer im Keller wohnen will oder muss, der muss also vieles bedenken und einbauen. Je simpler und robuster die technischen Lösungen sind, umso einfacher sind sie zu warten. Wer den Keller nur als Lager nutzen möchte, der sollte ihn entsprechend einfach halten und beispielsweise auf Fliesenböden oder Wandverkleidungen verzichten, rät der VPB. Je einfacher die Konstruktion, umso preiswerter ist sie und umso leichter zu pflegen.

Zink gegen Husten, Schnupfen, Heiserkeit

Fellbach – Wohin man auch hört: Überall wird zurzeit gehustet und geschnieft. Das kalte Wetter fordert seinen Tribut und quält die Patienten oft tagelang mit Husten, Schnupfen, Heiserkeit. Doch die Qualen lassen sich vermeiden oder verkürzen – durch eine gute Versorgung mit dem Spurenelement Zink. Denn Zink stärkt die Immunabwehr.

Wie man Abwehrkräfte stärkt

Fellbach – Gerade in der feuchtkalten Jahreszeit steht das Immunsystem vor großen Herausforderungen. Ob der Körper sie meistert, hängt auch von seiner Selenversorgung ab. Denn bei einem Selenmangel wird die Synthese von Antikörpern gegen fremde Substanzen reduziert. Viren und Bakterien haben dann leichteres Spiel. Doch nicht nur das Immunsystem braucht Selen. Auch die Funktion der Schilddrüse, dem selenreichsten Organ des Körpers, ist davon abhängig. Zudem ist Selen an vielen Körperfunktionen beteiligt.

Selen oder die Mär von der Giftigkeit

Fellbach – Die Menge macht’s: Sechs Gramm Kochsalz sind der Tagesbedarf eines Erwachsenen. Nimmt jemand 210 Gramm zu sich, also das 35-fache, kann dies tödlich enden. Dennoch käme niemand auf die Idee, Salz als giftig zu bezeichnen. Beim ebenfalls lebensnotwendigen Selen dagegen ist dies anders. 70 Mikrogramm werden als Tagesdosis empfohlen, erst das 3200-fache wäre lebensgefährlich. Eine versehentliche Selenvergiftung ist also nahezu ausgeschlossen, zumal sie sich ankündigt: Knoblauchartiger Atemgeruch, Durchfall, Übelkeit oder Bauchschmerzen können bei Überdosierungen auftreten.

Zink – wenn es im Hals kratzt und die Nase läuft

Fellbach – Eine Erkältung dauert mit Behandlung sieben Tage, ohne Behandlung eine Woche. Wirklich? Spätestens seit dem Jahr 2010 gilt diese Volksweisheit als widerlegt. Wissenschaftler hatten damals herausgefunden, dass sich die Leidenszeit bei Husten, Schnupfen, Heiserkeit durch die Einnahme von Zink offenbar verkürzen lässt. Gerade im beginnenden Herbst mit seinem nass-kalten Wetter ist dies für viele Menschen eine gute Nachricht.

Damit Stress nicht auch noch die Abwehrkräfte schwächt

Fellbach – Traurig, aber wahr: Stress und Alter schwächen das Immunsystem. Denn das Organ, das die Abwehrkräfte maßgeblich beeinflusst, verliert im Laufe des Lebens an Kraft: Die Thymusdrüse. Sie befindet sich hinter dem Brustbein und produziert spezielle Eiweißstoffe – sogenannte Thymuspeptide.

Krebs überstanden – was nun? biosyn forscht für die Zeit danach und unterstützt Deutsche Krebshilfe

Berlin/Fellbach – Seit 1990 ist die Zahl der jährlichen Krebsneuerkrankungen um fast 30 Prozent angestiegen. Soweit die schlechte Nachricht. Die Gute ist, dass sich die Zahl derjenigen, die mit einer Krebserkrankung im Großen und Ganzen beschwerdefrei leben, deutlich stärker gewachsen ist. Anteil daran hat auch die biosyn Arzneimittel GmbH in Fellbach. Sie hat intensiv die medizinische Nutzung des Spurenelements Selen erforscht, durch das Nebenwirkungen und Spätfolgen von Krebserkrankung und Behandlung verringert oder vermieden werden können.

ÖKO-TEST: Sehr gut für Folsäure von biosyn

Fellbach – Neun von zehn Schwangeren nehmen nach den Erkenntnissen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) nicht genügend Folsäure zu sich und riskieren damit beim Ungeborenen Entwicklungsstörungen, insbesondere der Wirbelsäule, der Lippen-Gaumenspalte und Schäden am Nervensystem.

Weltkrebstag 2016: Nebenwirkungen nicht schutzlos ausgeliefert

Fellbach – Rund 500.000 Menschen erkranken in Deutschland jedes Jahr an Krebs. Dank des medizinischen Fortschritts haben sich ihre Überlebenschancen in den
letzten Jahren deutlich verbessert – allerdings oft um den Preis einer verminderten Lebensqualität.

VPB: Verkäufer sollten Unterlagen für Käufer zusammenstellen

BERLIN. Wer sein privates Haus verkauft, der sollte das gut vorbereiten, empfiehlt der Verband Privater Bauherren (VPB). Zwar gibt es beim Privatverkauf keine gesetzlichen Vorgaben, was Verkäufer den Käufern übergeben müssen – außer dem gültigen Energieausweis, aber die meisten Käufer erwarten doch schon früh aussagekräftige Unterlagen, die es ihnen erlauben, den Wert der Immobilie einzuschätzen. In jedem Fall sollte der Verkäufer belegen können, dass das Haus so genehmigt wurde, wie es heute da steht. Es ist deshalb ratsam, Pläne, Statik, Genehmigungen und Mess- und Wartungsprotokolle zusammenzustellen. Sind Pläne nicht mehr auffindbar, müssen sie zwar nicht extra besorgt werden, aber es macht einen besseren Eindruck. Des Weiteren sollten Eigentümer Rechnungen über Reparaturen, Garantieurkunden und Gebrauchsanweisungen bereithalten. Im Idealfall gelingt es dem Verkäufer – auch mithilfe der Grundbuchauszüge – lückenlos zu belegen, dass das Haus ihm gehört, keine Schulden, Baulasten oder sonstige Verbindlichkeiten auf dem Besitz liegen und das Haus in allen Teilen genehmigt und technisch gut in Schuss ist. Liegen Grundbuchlasten auf dem Besitz kommt das in der Regel spätesten beim Notartermin ans Licht und bringt dann Erklärungsnöte und Ärger. Deshalb rät der VPB: Frühzeitig so viel wie möglich zusammenstellen und Fakten offenlegen, sonst springen die Kaufinteressenten vielleicht wieder ab.

VPB rät: Dachentwässerung regelmäßig warten

BERLIN. Starkregen gehört zu den Wetterphänomenen, an die sich die Mitteleuropäer zwar gewöhnt haben, gegen die sie aber noch nicht allzu viel ausrichten können. Starkregen führt immer wieder zu Wasserschäden in Wohnhäusern. Manchmal werden die Keller ganzer Wohngebiete überflutet. Zwar werden inzwischen in Neubaugebieten die Kanäle entsprechend größer dimensioniert und landesweit Retentionsflächen angelegt, aber das alles nützt nichts, wenn der einzelne Hausbesitzer seine Immobilie nicht in Schuss hält und so immer wieder Wasser ins Haus eindringen kann, mahnt der Verband Privater Bauherren (VPB). Zur Pflege der Immobilie gehört unbedingt das regelmäßige Reinigen und Freihalten von Abwasserrohren auf dem Dach. Sowohl die Regenrinnen und Fallrohre beim Satteldach müssen freigehalten werden, als auch die innenliegenden Abflüsse auf dem Flachdachbungalow. Sind die Abflüsse verstopft, sucht sich das Wasser immer andere Wege und läuft dann oft auch ins Haus. Feuchte Wände und Schimmel sind die Folgen, und teuer wird deren Beseitigung. Der VPB rät deshalb: Regelmäßig die Entwässerungssysteme warten.

Lymphödem – was tun?

Fellbach – Lymphödeme können alle treffen die eine schwere Operation, eine Krebsbehandlung oder einen Unfall hinter sich haben. Sie leiden oft unter diesen Stauungen der Lymphflüssigkeit, die Arme und Beine oft massiv anschwellen lassen – und wissen nicht, wie sie mit diesem schmerzhaften Problem umgehen sollen.

Hoffnung auf Selen – Neue Patienteninformation „Besser durch die Krebstherapie“

Fellbach – Mit Mikronährstoffen Krankheiten verhindern? Die medizinische Wissenschaft geht dieser Frage intensiv nach. Insbesondere auf das Spurenelement Selen richtet sich das Interesse. Immerhin ist Selen wichtig für die Funktion vieler Enzyme, etwa von Glutathion-Peroxidase. Dieses Enzym fängt aggressive freie Radikale ein, die die Erbsubstanz und Gefäße schädigen können. Unstrittig ist, dass eine ausreichende Selenversorgung für viele Körperfunktionen notwendig ist, etwa für das Immunsystem oder die Funktion der Schilddrüse.

Blutvergiftung – die unterschätzte Todesgefahr

Fellbach – 137 Menschen sterben in Deutschland durchschnittlich Tag für Tag an einer Blutvergiftung. Damit ist die Sepsis – so der medizinische Fachbegriff – nach Herzinfarkt und Krebs die dritthäufigste Todesursache. Doch wer weiß das schon? Dabei kann es jeden treffen: Babys, Schüler nach einer harmlosen Sportverletzung, den Manager nach dem Herzinfarkt, die Hausfrau nach einem Schnitt und ältere Menschen nach einem Sturz. Je schneller Sepsis erkannt wird, desto größer ist die Überlebenschance.